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24-08-2018 | Hochhäuser | Im Fokus | Article

Die Finalisten für den Internationalen Hochhaus Preis 2018

Author:
Christoph Berger

Am 1. November 2018 wird der Internationale Hochhaus Preis (IHP) 2018 in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Die Finalisten stehen schon jetzt fest: Fünf Hochhäuser haben es in die Endrunde des mit 50.000 Euro dotierten Preises geschafft.

Aus über 1.000 neuen, in den letzten beiden Jahren fertiggestellten Hochhäusern hatte die Jury 36 Projekte aus 15 Ländern ausgewählt und für den Internationalen Hochhaus Preis 2018 nominiert. Fünf Hochhäuser aus dieser Liste haben es nun in die Finalrunde geschafft: die Projekte MahaNakhon in Bangkok, Thailand, Beirut Terraces in Beirut, Libanon, Torre Reforma in Mexiko-Stadt, Mexiko, Chaoyang Park Plaza in Peking, China, sowie das Projekt Oasia Hotel Downtown in Singapur.

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Erdbebenanalyse von Tragwerken

Erdbeben sind in vielen Teilen der Welt der entscheidende Bemessungslastfall. Als Erdbeben werden im Bauwesen Schwingungen des Baugrundes bezeichnet.


Beurteilt werden die Projekte nach den Kriterien zukunftsweisende Gestaltung, Funktionalität, innovative Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Zudem stand in diesem Jahr laut der siebenköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Kai-Uwe Bergmann von BIG – Bjarke Ingels Group die Frage im Fokus: "Was gibt das Gebäude zurück?"

Städtische Wahrzeichen und Skulpturen in Architektur

Das Projekt MahaNakhon, Thailands höchstes Gebäude und entworfen vom Büro Ole Scheeren, überzeugte die Jury mit seiner Pixelfassade, die das Haus zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt werden lasse und zugleich Sinnbild für den Aufschwung der Metropole und die damit einhergehende Globalisierung sei.

Für das Projekt Beirut Terraces zeichnet das Architekturbüro Herzog & de Meuron. Von der Jury wird die einer Skulptur ähnelnde Form sowie der Übergang von Innen und Außen durch die sich gegeneinander verschobenen Geschossplatten hervorgehoben.

Identitätsstiftend und erdbebensicher

Bei dem von L. Benjamín Romano entworfenen Hochhaus Torre Reforma handele es sich zwar um ein klassisches Bürogebäude, so die Jury, doch dies betreffe nur die Gebäudenutzung. Überzeugend sei das Tragwerkskonzept, das aufgrund der in Mexiko-Stadt Erdbebenproblematik nicht nur notwendig, sondern auch ausgeklügelt sei und dem 246 Meter hohen Büroturm letztendlich sein signifikantes Erscheinungsbild verleihe. Die Erdbebenthematik wird auch im Kapitel "Erdbebenanalyse von Tragwerken" des Springer-Fachbuchs "Einführung in die Strukturdynamik" bearbeitet. Bei Torre Reforma handelt es sich übrigens noch um Mexikos höchstes Gebäude.

MAD Architects entwickelte den Komplex Chaoyang Park Plaza in Peking. Das Gebäude sei "genauso unkonventionell wie auch harmonisch", so die Jury. Zudem sei es von der traditionellen Landschaftsmalerei inspiriert. Durch seine dunklen Glasfassaden sowie die amorphen Formen hebe es sich deutlich von der umliegenden repetitiven Bebauung ab und verkörpere somit einen interessanten, identitätsstiftenden Ansatz zur Entwicklung einer eigenen chinesischen Architektursprache der Gegenwart.

Kein deutscher Beitrag in der Finalrunde

Das Oasia Hotel Downtown stammt vom Architekturbüro Woha. In ihm würden naturnahe Oasen mit hoher Aufenthaltsqualität inmitten des stark verdichteten Stadtzentrums von Singapur, heißt es vonseiten der Jury – Freiräume würden auf beeindruckende Art umschlossen. Dies sei beispielhaft für Metropolen und Megacitys in den Tropen.

Aus deutscher Sicht hatte es immerhin ein Projekt unter die letzten 36 Hochhausprojekte geschafft: Der neue Henninger Turm in Frankfurt am Main von Meixner Schlüter Wendt Architekten.

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