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26-09-2018 | Holzbau | Im Fokus | Article

Ein Holzhaus für Hamburgs Hafencity

Author:
Christoph Berger

Im Elbbrückenquartier, einem Teilquartier der Hafencity in Hamburg, soll Deutschlands höchstes Holzhaus gebaut werden. Bis auf die aussteifenden Treppenhauskerne soll das Gebäude vollständig aus Holzwerkstoffen hergestellt werden.

Nach den Entwürfen des Architekturbüros Störmer, Murphy & Partners entwickeln die Garbe Immobilien-Projekte GmbH und die Deutsche Wildtier Stiftung bis 2021 Deutschlands bisher höchstes Holzgebäude, die „Wildspitze“. Gebaut werden wird sie im Elbbrückenquartier, das neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der Hafencity werden soll – im Osten der Hafencity gelegen. Dort sind Hochhäuser, Wasserflächen und ein freier Platz geplant – die Wildspitze auf der vorspringenden Kaianlage des Baakenhafens.

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Aus der Vielzahl der Holzarten, die auf der Erde existieren, werden nur wenige für Bauzwecke genutzt. Für tragende Holzbauteile nach DIN EN 1995-1-1: 2010-12 werden derzeit in Deutschland nur bestimmte Holzarten eingesetzt.


Etwa 190 Wohnungen sollen in dem Gebäude entstehen. Ein Drittel davon als öffentlich geförderter Wohnungsbau. Ebenso soll in dem Gebäude ein Ausstellungsformat zum Thema Natur- und Artenschutz errichtet werden. Und es soll Deutschlands erstes Naturfilm-Kino entstehen. Dazu kommen ein gastronomisches Angebot mit nachhaltigen Produkten sowie naturpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche. Schließlich wird noch die Deutsche Wildtier Stiftung mit ihren Büros in die Obergeschosse ziehen.

Glasfassade zum Schutz

Von außen betrachtet, wird ein 64 Meter hoher aus 18-Geschossen Turm einen Orientierungspunkt für das neue Quartier geben. Dieser wird von einer individuell zu öffnenden gläsernen zweiten Fassadenhaut umhüllt sein, die als Lärm-, Witterungs- und Brandüberschlagsschutz dienen wird. Hinter dieser Glasfassade wird jede Wohnung über eine großzügige Loggia verfügen.

Mit Ausnahme der aussteifenden Treppenhauskerne werden sowohl die tragenden Bauteile als auch die Gebäudehülle vollständig aus Holzwerkstoffen hergestellt. Dies hat auch den Vorteil, dass viele Bauteile vorfabriziert werden können, was zu einer schnelleren Bauzeit führt. Gute Dämmeigenschaften von Holz und ein behagliches Raumklima sind weitere Vorzüge, die sich durch den Holzbau ergeben. Welche Bauhölzer in Deutschland zum Einsatz kommen und was deren Eigenschaften sind, wird ausführlich im Kapitel "Bauholz" des Springer-Fachbuchs "Ingenieurholzbau" erläutert. In dem Buch ist auch das Kapitel "Holzwerkstoffe" zu finden.

Ausweiten der Einsatzmöglichkeiten von Holz

Die Grenzen der Einsatzmöglichkeiten von nachwachsenden Rohstoffen im großmaßstäblichen Hochbau auszuweiten, stellte für das Architekturbüro eine "der spannendsten bautechnischen Herausforderungen dar", wie Jan Störmer bei der Vorstellung des Projekts sagte. Georg Nunnemann, von der Garbe Immobilien-Projekte GmbH betonte, dass der Planungs- und Bauprozess weitreichende Erkenntnisse im Hinblick auf die Verwendung von Holz im Hochbau ermöglichen werde.

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