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03-03-2017 | Holzbau | Im Fokus | Article

Eine Verbundkonstruktion aus Beton und Holz

Author:
Christoph Berger

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit verglich Isabel Rosenbaum Stahlbeton und Holz. Dann kombinierte sie die Vorteile der beiden Baustoffe für die modulare Skelettbauweise eines neuen Verwaltungsgebäudes.

Holz zählt laut dem Kapitel "Holzkonstruktionen" des Springer-Fachbuchs "Bausanierung" vor allem deshalb zu einem der wichtigsten Werkstoffe, "weil er der einzige nachwachsende Baustoff ist, der bei nachhaltiger Pflege ständig zur Verfügung stehen wird, zum anderen aber, weil er ein natürlicher und ökologisch wertvoller Baustoff ist. Holzprodukte können mit dem geringsten Energieaufwand unter allen Baustoffen hergestellt werden. Des Weiteren ist Holz – sofern nicht mit chemischen Holzschutzmitteln kontaminiert – wohnhygienisch unbedenklich, wieder verwertbar und unproblematisch zu entsorgen", schreiben die Autoren. 

Editor's recommendation

2016 | OriginalPaper | Chapter

Baustoffe

In diesem Kapitel werden die Baustoffe Bitumen, Beton und Mauerwerk mit ihren Eigenschaften insbesondere unter dem Aspekt der Anwendung im Baustellenbetrieb behandelt.


Holz, so das Kapitel "Geschossdecken und Balkone" im Springer-Fachbuch "Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 1" ist zudem "diffusionsoffen und dampfdruckausgleichend, besitzt eine gute Wärmedämmung und hat ein vergleichsweise geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit. Der große Vorteil liegt in der trockenen Bauweise und somit einer kurzen Bauzeit, die durch einen hohen Vorfertigungsgrad im Werk noch unterstützt wird."

Auch Isabel Rosenbaum stellte in ihrer Bachelorarbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences fest, dass Holz durch seine hohe technische Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit durchaus im konstruktiven Bereich nutzbar ist. Es reguliere zudem die Luftfeuchtigkeit in einem Raum, indem es Feuchtigkeit aufnimmt oder abgibt, und eigne sich sehr gut zur Wärmedämmung eines Hauses.

Die Vorteile beider Baustoffe ausnutzen

Ganz anders Stahlbeton: Dieser zeichne sich auf der Negativseite durch schlechte Dämmeigenschaften aus. Auf der positiven Seite listet sie eine bessere Tragfähigkeit, einen höheren Schallschutz und eine längere Lebensdauer gegenüber Holz auf. "Stahlbeton (bewehrter Beton ) ist wegen seiner großen Druckfestigkeit, seiner Widerstandsfähigkeit gegen Erschütterungen und seiner Feuerbeständigkeit besonders für die Ausführungen von tragenden Bauteilen wie Stützen, Unterzügen, Decken und Treppen und sowohl für einheitliche Konstruktionssysteme (Stahlbetonskelettbau) als auch für die Herstellung vorgefertigter oder an der Baustelle betonierter Bauteile geeignet", heißt es im Kapitel "Beton und Stahlbeton" des bereits erwähnten Springer-Fachbuchs "Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 1". Die leichte Formbarkeit gestatte die Ausführung nahezu beliebig gestalteter Bauteile, sofern die erforderliche Einschalung wirtschaftlich hergestellt werden könnte und konstruktiv ausreichende Abmessungen gewährleistet werden könnten.

In ihrer Arbeit entwickelt Rosenbaum schließlich eine Verbundkonstruktion aus Beton und Holz, in der sie die jeweiligen Vorteile und deren Nachteile ausgeglichen werden. Demonstrieren tut sie dies am Beispiel des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Heidelberg. Für das konstruierte sie eine modulare Skelettbauweise mit beiden Materialien.

Wie sehr Rosebaums Arbeit überzeugt, zeigen die Preise, die sie dafür bereits erhalten hat: den Studierendenpreis in der Kategorie B.A. Baukonstruktion des Fachbereichs Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der Frankfurt AUS, den Förderpreis vom Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbUH) sowie einen Förderpreis der HeidelbergCement AG. Nun kam noch ein weiterer hinzu, der von der IHK Frankfurt am Main vergebene Hans-Messer-Preis.

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Background information for this content

2015 | OriginalPaper | Chapter

Holzkonstruktionen

Source:
Bausanierung

2015 | OriginalPaper | Chapter

Beton und Stahlbeton

Source:
Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 1

2015 | OriginalPaper | Chapter

Skelettbau

Source:
Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 1

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