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25-02-2014 | Holzbau | Im Fokus | Article

Wettbewerb HolzbauPlus 2014 ausgelobt

Author: Annette Galinski

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Die Leistungsfähigkeit von Bauweisen aus nachwachsenden Rohstoffen herauszustellen ist wesentliches Ziel des bundesweiten Bauherren-wettbewerbs. Vorbildliche Lösungen werden präsentiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von Holz allein.

Hinter dem Titel des Wettbewerbs "HolzbauPlus" steckt mehr: Neben der Verwendung von Holz in maßgeblichen Gebäudeteilen (Konstruktion, vorgefertigte Bauelemente usw.), sollen Dämmstoffe und maßgebliche Bauteile aus nachwachsenden Rohstoffen sowie biobasierte bzw. natürliche Baustoffe im Innenausbau Anwendung finden. Neubauten und Sanierungen aus den Bereichen

  • Wohnungsbau,
  • gewerblicher und
  • öffentlicher Bau

zeichnet der Wettbewerb HolzbauPlus 2014 aus. Bei Sanierungsvorhaben sollen entscheidende Gebäudekomponenten aus Holz oder Holzwerkstoffen ausgeführt sein und im Innenausbau und/oder bei weiteren Bauteilen nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Entsprechend werden Bauvorhaben mit fossilen oder mineralischen Dämmstoffen in der Außenwand oder Dachhaut nicht berücksichtigt. Zeitraum der Erstellung bzw. Sanierung muss zwischen 01.11.2012 und 31.08.2014 liegen. Die Bewerbungsfrist endet am 1. September 2014. Auslober des Wettbewerbs HolzbauPlus ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Nachwachsende Baumaterialien

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Tierische, pflanzliche und natürliche Stoffe verwenden Menschen seit jeher zur Herstellung ihrer Behausung. Die industrielle Entwicklung hat viele nachwachsende Baumaterialien durch energieaufwendige Stoffe wie Stahl und Beton ersetzt. Holz hat als pflanzlicher Rohstoff die Zeit überdauert und ist heute ein Baustoff von großer Innovationskraft. In den letzten Jahrzehnten wurden zudem viele neue Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Neben Holzfaser- und Zelluloseprodukten sind Baustoffe aus Flachs, Hanf, Stroh, Schilf oder Wolle erhältlich. Auch Farben auf Pflanzenbasis und Bodenbeläge aus Naturfasern oder Linoleum sind wieder sehr gefragt.

Pflanzliche Rohstoffe lassen die Wirtschaft wachsen

"Die Ökologie und die Ökonomie sind direkt voneinander abhängig", erklären die Springer-Autoren Gerhard Holzmann, Matthias Wangelin und Rainer Bruns im Buchkapitel "Grundlagen zu pflanzlichen Rohstoffen" (Seite 3). Durch nicht erneuerbare Ressourcen wie Erdöl gibt die Natur der Wirtschaft nur ein begrenztes Wachstum vor. Die Wirtschaft wiederum beeinträchtigt den Bestand von Natur und Umwelt durch Schadstoffemissionen und Abfälle. Aus dieser Situation heraus sind umweltpolitische Leitideen wie Konzepte zur "Nachhaltigen Entwicklung" entstanden. Mit dem Einsatz pflanzlicher Rohstoffe werden die natürlichen Umweltbedingungen und Ressourcen geschont. Gleichzeitig ermöglichen sie der Wirtschaft ein neues Wachstumspotenzial.

Managementregeln für Stoffströme

Um das beschriebene Zusammenspiel zu regulieren, wurden Managementregeln zum Umgang mit Stoffströmen formuliert. Ziel der Regeln ist "nicht der reparierende Umweltschutz, sondern vielmehr die Vermeidung von Umweltschäden durch eine umweltverträgliche Wirtschaftsweise mit dem Resultat einer nachhaltigen Entwicklung", so das Springer-Autorenteam im o.g. Buchkapitel. Zwei der vier Managementregeln lauten:

  • Die Abbauraten nicht erneuerbarer Ressourcen sollen sich an den Substitutionsrate erneuerbarer Ressourcen orientieren.
  • Die Abbaurate erneuerbarer Ressourcen sollen ihre Regenerationsrate nicht überschreiten.

Weitere Regeln sowie Ausführungen zu Stoff- und Energieströmen erläutern die Autoren im Buchkapitel "Grundlagen zu pflanzlichen Rohstoffen".

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Holzbau nach Eurocode 5

DIN EN 1995-1-1: 2010-12 und DIN EN 1995-1-1/NA: 2010-12
Source:
Wendehorst Bautechnische Zahlentafeln