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29-11-2018 | Immobilienmanagement | Im Fokus | Article

Flexible Büroflächen sind gefragt

Author:
Christoph Berger

Flexible Büroflächen haben zwischen 2014 und 2018 um 140 Prozent zugelegt. Und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht: Laut einer Studie wird bis Ende 2022 ein jährliches Wachstum um bis zu 30 Prozent prognostiziert.

"Büroimmobilien müssen durch die Digitalisierung grundsätzlich der zunehmenden räumlichen Flexibilisierung ihrer Nutzer nachkommen", heißt es im Kapitel "Determinanten zur Ausgestaltung des immobilienwirtschaftlichen RMs" des Springer-Fachbuchs "Quantitatives Risikomanagement in der Immobilienwirtschaft". Sie unterliegen somit aufgrund der Digitalisierung veränderten Nutzerprofilen durch Arbeitnehmer. Territorialbüros würden dabei nicht mehr die modernen und flexiblen Büronetzwerke von Nutzern reflektieren, die Immobilie müsse die Flexibilität der Nutzer über die Offenheit und Flexibilität der Flächengestaltung zwingend widerspiegeln, schreibt Springer-Autor Cay Oertel weiter.

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Wie sehr der Sektor "Flexible Office Space" nachgefragt wird, wird an den Ergebnissen der JLL-Studie "Disruption or Distraction" deutlich, in der neben dem Wachstum dieses Sektors auch die Risiken und Chancen für Unternehmen, Immobilieninvestoren und Developer sowie die wichtigsten Treiber des Booms untersucht wurden. Nach Analyse der 20 größten Märkte für Flexible Office Space in Europa ergab sich folgendes Zahlenbild: Der Flächenanteil in dem Sektor ist von rund 1,4 Millionen Quadratmetern im Jahr 2014 auf knapp 3,4 Millionen Quadratmeter im Jahr 2018 angestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von fast 140 Prozent. Und, so die Prognose: Bis Ende 2022 könnten sie jährlich um bis zu weitere 30 Prozent wachsen.

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen treiben die Entwicklung

Die JLL-Analysten gehen weiterhin davon aus, dass der Anteil von Flexible Office Space in einigen Unternehmens-Portfolios bis 2030 um die 30 Prozent ausmachen wird, wobei sie drei Flex Space-Nutzertypen identifizierten: den Konservativen, den Experimentellen und den Visionär. Letzterer ist dabei der maßgebliche Treiber des flexiblen Flächenangebots.

Auch Marvin King und Michael Trübestein beschäftigen sich im Kapitel "Zusammenfassung und Ausblick" des Springer-Fachbuchs "Optimierungsstrategien im Nutzungszyklus von Immobilien" mit der Flexibilisierung. Sie schreiben unter anderem: "Derzeit kommt es zu einer starken Verkürzung der Nutzungszyklen in Gebäuden, unter anderem auch bedingt durch sich ändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Dies resultiert zwangsläufig in einer erhöhten Flexibilisierung von Nutzeranforderungen und damit einhergehend mit einem erhöhten Anspruch an flexible, sich anpassende Gebäude." Guido Estermann steuerte in dem Buch das Kapitel "Effizientes Bauen und flexible Gebäudekonzepte" bei.

Eine der größten Veränderungen innerhalb der Immobilienbranche

Was die Akzeptanz flexibler Flächen betrifft, so steht laut den Studienergebnissen unter anderem die Sorge um die Darstellung des eigenen Unternehmens in den Flächen, die Kosten, Diskretion und Sicherheit entgegen. Allerdings seien auch mit einer Nicht-Akzeptanz Risiken verbunden, schreiben die Immobilien-Experten: Dazu zähle beispielsweise die Bindung und Anziehung von Arbeitskräften oder die Wahrnehmung als unmodernes Unternehmen.

So zieht Dan Brown, Head of Flex Space, EMEA, JLL, aus den Ergebnissen auch das Fazit: "Der Aufstieg des Flex Space hat eine der größten Veränderungen innerhalb der Immobilienbranche zur Folge, die wir jemals gesehen haben."

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