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Das Produktivitätsparadoxon

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Die gemessene Produktivität im deutschen Maschinenbau ist in den Jahren nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 gesunken – bei gleichzeitig guter Auslastung, steigenden Gewinnen sowie Rekordbeschäftigung. Wie kann das sein?


Berechnungen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Jahresgutachten 2015/16 hatten ergeben, dass sich das jährliche Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktivität in Deutschland verlangsamt hat und es im Maschinenbau gar zu einem deutlichen Rückgang der Produktivität gekommen ist.

Wie kann das sein? In der Eigenwahrnehmung – und auch objektiv, wenn man sich die Auslastung, die Auftragseingänge, die Gewinne und die Beschäftigtenentwicklung ansieht – geht es dem Maschinenbau heute gut, heißt es in der Studie "Produktivitätsparadoxon im Maschinenbau", die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) dazu jetzt gemeinsam im Auftrag der Impuls-Stiftung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) durchgeführt haben.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die paradoxe Entwicklung nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen ist, sondern auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren beruht: Dazu zählten die Anfangsinvestitionen in die Digitalisierung, die sich erst später auszahlen würden, aber auch statistische Effekte, die durch eine zunehmende Internationalisierung des Maschinenbaus entstünden. Hinzu komme, dass die amtliche Statistik die Preissteigerung tendenziell über- und die Produktivitätsentwicklung dadurch unterschätze. Und schließlich spiele der steigende Dienstleistungsanteil im Maschinenbau eine maßgebliche Rolle. "Gerade die fortschreitende Digitalisierung im deutschen Maschinenbau wird dazu beitragen, dass die Branche mittel- bis langfristig Produktivitätsgewinne einfährt", sagt Thomas Lindner, Vorsitzender des Kuratoriums der Impuls-Stiftung.

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    Das Produktivitätsparadoxon/© Springer Fachmedien Wiesbaden, in-adhesives, MKVS, Ecoclean/© Ecoclean, Hellmich GmbH/© Hellmich GmbH, Krahn Ceramics/© Krahn Ceramics, Kisling AG/© Kisling AG, ECHTERHAGE HOLDING GMBH&CO.KG - VSE, Schenker Hydraulik AG/© Schenker Hydraulik AG