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27-08-2019 | Industriebau | Infografik | Article

Schäden innerhalb von industriellen Bauprojekten

Author:
Christoph Berger

Allianz Global Corporate & Specialty analysierte mehr als 13.000 technische Versicherungsfälle der letzten fünf Jahre. Dabei wurden sieben Trends bei Ingenieur- und Bauprojekten identifiziert, die die Schäden nach oben treiben.

Alleine schon die Tatsache, dass viele Bauprojekte heutzutage viel größer, komplexer und kostenintensiver als in der Vergangenheit sind, sei ein Grund dafür, dass auch die Versicherungssummen in die Höhe gehen würden, heißt es in der von Allianz Global Corporate & Specialty erstellten Studie "Engineering & Construction claims and insurance trends". Daneben würden Feuer und Explosionen weltweit mit einem Anteil von 27 Prozent zu Wertverlusten führen, die beiden Ursachen hätten in fünf Jahren mehr als 2,1 Milliarden Euro an Versicherungsschäden verursacht, so der Report. Mangelhafte Produkte und ungenügende Qualitätskontrollen sind ein weiterer Trend, der im Rahmen der Untersuchung als Schadensgrund identifiziert wurde. In Deutschland sind defekte Produkte demnach sogar die häufigste Quelle für technische Schäden und die größte nach Schadenhöhen. Trend Nr. 4 ist die größere Komplexität in der Lieferkette – Auftragnehmer auf der ganzen Erde seien in Maschinen und Anlagen involviert, was im Schadensfall zu langandauernden Reparaturzeiten führe, wie die Autoren ausführen. Auch die Entschädigungen für Betriebsunterbrechung sowie bei Verzögerungen der Inbetriebnahme hätten in den fünf Jahren zugenommen – Betriebsunterbrechungen würden von Bau- und Ingenieurbüros als zweitgrößtes Unternehmensrisiko eingestuft. Entsprechend würden passende Versicherungen abgeschlossen. Trend 6 wird in politischen Risiken und Sanktionen gesehen, die Bauprojekte verteuern würden. Und schließlich komme es, Trend Nr. 7, zu neuen technischen Risiken aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach alternativen Energiekonzepten: Beispielsweise würde bei Offshore-Windkraftparks auch das Naturgefahren-Risiko zunehmen.

Doch der Versicherer hat nicht nur die Schäden untersucht und daraus die vorgestellten Trends herausgearbeitet, sondern auch neue Methoden vorgestellt, mit denen Risikobewertungen und Schadensfeststellungen ermittelt werden. So werden zum Beispiel Drohnen, Laserscanner und Computermodellierungen eingesetzt, um die Ursache für eine Maschinenexplosion an einem unzugänglichen Ort zu ermitteln oder um Ingenieurschäden nach Bränden zu beurteilen; 3D-Topographiedaten von Drohnen werden mit hydrogeologischer Modellierungssoftware und Niederschlagssimulationsdaten verbunden, um das Risiko von Sturzfluten auf Baustellen vorherzusagen; mit Satellitentechnologie stehen nach Schadensvorfällen schnell hochauflösende Bilder zur Verfügung; durch den Einsatz von BIM wird die Produktivität des Planungsprozesses hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität gesteigert.

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