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12-05-2021 | Innovationsmanagement | Infografik | Article

Transportsektor bei Patenten für CO2-arme Technologien vorne

Author:
Christiane Köllner
2 min reading time

Der Transportsektor steuert inzwischen die Mehrheit aller Erfindungen im Bereich kohlenstoffarme Energie bei. Vor allem der Anstieg der Patente im Bereich Elektrofahrzeuge treibt Innovationen für saubere Energie voran. 

Technologien in Verbindung mit der Nutzung durch den Endverbraucher haben in den letzten fünf Jahren die Mehrheit (60 %) aller Erfindungen bei kohlenstoffarmen Energietechnologien gestellt. So waren die größten Endverbrauchssektoren für Erfindungen in sauberen Energietechnologien zwischen 2000 und 2019 Transport (Fahrzeuge, Züge, Flugzeuge, Schiffe) gefolgt von Energieeffizienztechnologien für die industrielle Produktion. Der Bereich Transport kam auf über 116.000 internationale Patentfamilien (IPF), gefolgt von Energieeffizienztechnologien für die industrielle Produktion mit 86.000. Das haben das Europäische Patentamt (EPA) und die Europäische Energieagentur (IEA) in einer gemeinsamen Studie ermittelt.

Ein wesentlicher Innovationstreiber im letzten Jahrzehnt war der sprunghafte Anstieg von Technologien im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen, der in erheblichem Maße durch Fortschritte bei wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien begünstigt wurde. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Rangliste der führenden Unternehmen für kohlenstoffarme Energietechnologien seit 2000 wider, zu denen sechs Automobilunternehmen und sechs ihrer größten Batteriezulieferer gehören. Auch mit Blick auf Endverbrauchstechnologien übertraf die Anzahl an IPF in Elektrofahrzeugen ab 2011 andere saubere Energietechnologien für Straßenfahrzeuge (einschließlich solcher, die auf effizientere Verbrennungsmotoren sowie verbesserte Aerodynamik, Gewichtsreduzierung oder energieeffizientere Komponenten und Teilsysteme abzielen).

Top-Patentanmelder Toyota

Toyota ist Top-Patentanmelder im Bereich kohlenstoffarmer Energietechnologien von 2000 bis 2019 Das japanische Unternehmen hat mehr als 13.000 Patente angemeldet. Unter den Top 15 sind fünf japanische Unternehmen, vier aus den USA sowie jeweils drei aus Südkorea und Deutschland vertreten. Bosch liegt auf Rang sechs, gefolgt von Siemens auf dem siebten und Volkswagen auf dem zwölften Platz. Im Ländervergleich liegt Europa mit einem Anteil von 28 % (12 % allein für Deutschland) bei weltweiten Patenten für kohlenstoffarme Energie im vergangenen Jahrzehnt vorne, gefolgt von Japan (25 %), USA (20 %), Südkorea (10 %) und China (8 %).

Wie die Studie zeigt, sind die Patentierungsaktivitäten im Zusammenhang mit Technologien der Energieversorgung einschließlich der erneuerbaren Energien seit 2012 rückläufig. Dies spiegele die Marktreife einer Gruppe dieser Technologien (einschließlich Solar PV) wider, auf die noch keine neue Welle von Verbesserungen bei anderen erneuerbaren Energien wie Biokraftstoffen oder der Nutzung von Meeresenergie gefolgt sei. 2019 machten Energieversorgungstechnologien 17 % aller weltweiten kohlenstoffarmen Erfindungen aus. Querschnittstechnologien (Batterien, Wasserstoff, intelligente Netze, CO2-Abscheidung) seien seit 2017 insgesamt am deutlichsten gewachsen. Ihr Anteil an den gesamten IPF für kohlenstoffarme Energie sei von 27 % im Jahr 2000 auf 34 % im Jahr 2019 gestiegen.

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