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Instandhaltung

weitere Buchkapitel

8. Die Zukunft der Individualisierung

Die heutige beschleunigte Individualisierung verspricht zukünftige Innovationen in der technologischen Entwicklung, Verbesserungen in der wirtschaftlichen und politischen Organisation und Kreativität im kulturellen Leben. Die zu erwartenden Veränderungen werden höchstwahrscheinlich dazu beitragen, den Einzelnen von Beschränkungen in seiner persönlichen Entwicklung und Verwirklichung zu befreien. Gleichzeitig wird die Individualisierung neue Komplexitäten, Unsicherheiten und Kontroversen mit sich bringen. Einige davon sind heute schwer zu bewältigen und bergen das Potenzial für künftige Auseinandersetzungen auf verschiedenen strukturellen Ebenen. Der Hauptgrund für Spannungen und Konflikte wird weiterhin die Knappheit der Ressourcen sein. Sie reichen nie aus, um die Individualisierungsbestrebungen vollständig zu befriedigen. Die Analyse der gegenwärtigen Veränderungen in der Arbeitswelt und in der Politik stärkt die Schlussfolgerung, dass auf dieser Grundlage der globale Trend der Individualisierung die gegenwärtige Sozialität stark prägt und dies auch in absehbarer Zukunft tun wird. Dies wird im Zusammenspiel mit den globalen Trends der Aufwertung der Rationalität von Organisationen, der Ausbreitung des instrumentellen Aktivismus und der Universalisierung wertnormativer Systeme geschehen.

Nikolai Genov
Kapitel 3. Ausrüstungsstufen und technische Komponenten

Das European Train Control System (ETCS) kennt verschiedene Ausrüstungsstufen. Diese werden in den Spezifikationsdokumenten auch Level genannt. Die Ausrüstungsstufen stehen für unterschiedliche technische und betriebliche Verhältnisse zwischen Strecke und Zug.

Lars Schnieder
Kapitel 2. Regelungsrahmen des European Train Control Systems

Mit dem Ziel eines sicheren und leistungsfähigen grenzüberschreitenden Schienenverkehrs hat die Kommission der Europäischen Union seit Mitte der 90′er Jahre des letzten Jahrhunderts umfangreiche rechtliche Regelungen erlassen. Diese wurden nachfolgend von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt. In diesem Kapitel wird die grundsätzliche Struktur gesetzlicher Grundlagen auf europäischer Ebene dargestellt (Abschn. 2.1).

Lars Schnieder
Kapitel 1. Historie und Motivation für das European Train Control System

In den letzten mehr als hundert Jahren haben sich in Europa sehr stark national geprägte Eisenbahnsysteme herausgebildet. In der Vergangenheit erschwerten technische und betriebliche Hemmnisse einen grenzüberschreitenden Bahnverkehr oder machten diesen in der Praxis gar unmöglich. In der Folge war der Verkehrsträger Schiene im intermodalen Wettbewerb zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig.

Lars Schnieder
2. Produktionsfaktoren

Kap. 2 bespricht die Produktionsfaktoren Mensch, Betriebsmittel und Material sowie den Faktor „Information“ als Grundlage der betrieblichen Leitung. Der Abschnitt "Produktionsfaktor Mensch" beschreibt u. a. Maßnahmen zur Erhöhung der menschlichen Arbeitsleistung durch eine entsprechende Arbeits- und Lohngestaltung. Beim Produktionsfaktor Betriebsmittel werden Organisationstypen der Fertigung diskutiert und Detailprobleme vorgestellt, die sich durch die Wahl eines bestimmten Organisationstyps ergeben. Der Abschnitt Produktionsfaktor Material zeigt, welche Profitabilitätswirkung durch eine Materialstandardisierung erreicht werden kann und wie sich Materialien klassifizieren lassen, um geeignete Dispositionsstrategien abzuleiten. Danach wird auf die von der betrieblichen Leitung genutzten Informationen und Informationssysteme eingegangen. Dabei wird zunächst eine typische industrielle IT-Systemlandschaft mit Fokus auf Supply-Chain-Management-Systeme vorgestellt und abschließend die Informationsträger „Stückliste“ und „Arbeitsplan“ besprochen.

Florian Kellner, Bernhard Lienland, Maximilian Lukesch
4. Einführung in das Konzept Industrie 4.0

Dieser Abschnitt bietet eine Einführung in das Konzept Industrie 4.0 aus produktionswirtschaftlicher Sicht. Im ersten Teil des Kapitels werden die historisch und aktuell beobachtbaren Entwicklungen auf den Absatzmärkten als maßgebliche Treiber der Entwicklung neuer produktionswirtschaftlicher Konzepte vorgestellt. Darauf basierend wird ein Zugang zur Diskussion um das Konzept Industrie 4.0 gegeben und dessen Ziele vorgestellt. Im dritten Teil des Kapitels werden cyber-physische Systeme als neue Sub-Systeme von Produktionssystemen beschrieben. Dabei wird auf potenzielle Anwendungen sowie auf die nötigen zu schaffenden Voraussetzungen für ihren Einsatz eingegangen. Der vierte Abschnitt behandelt die Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Produktionsfaktoren Mensch, Betriebsmittel, Material und Information sowie auf die Planung und Steuerung der industriellen Produktion.

Florian Kellner, Bernhard Lienland, Maximilian Lukesch
5. Hauptfunktionen automatischer Zugbeeinflussungssysteme

Automatische Zugbeeinflussungssysteme weisen einen weitreichenden Funktionsumfang auf. Ausgehend von den Anforderungen an die sichere Durchführung des Bahnbetriebes zeigt dieses Kapitel systematisch die Hauptfunktionen automatischer Zugbeeinflussungssysteme auf. Ausgangspunkt der Darstellung ist die Sicherung der Zugbewegung, welche grundlegende Sicherungsfunktionen umfasst (Abschn. 5.1). Hierauf aufbauend werden weitergehende automatisierungstechnische Funktionen zum Fahren des Fahrzeugs vorgestellt (Abschn. 5.2). Mit der Überwachung der Profilfreiheit (Abschn. 5.3) und der Sicherung des Fahrgastwechsels (Abschn. 5.4) werden weitere für eine höhere Automation erforderliche Funktionen vorgestellt. Auf dem Weg zu einem vollständig fahrerlosen Betrieb müssen weitere Funktionen technisch realisiert oder zumindest unterstützt werden wie der automatische Zugbetrieb (Abschn. 5.5) sowie die Störfallerkennung und das Störfallmanagement (Abschn. 5.6). Die einzelnen Sicherungsfunktionen werden nachfolgend vorgestellt.

Lars Schnieder
6. Verlässlichkeit automatischer Zugbeeinflussungssysteme

Ziel eines Bahnsystems ist die Bereitstellung einer bestimmten Stufe der Ausprägung des Schienenverkehrs, der fahrplangemäß und sicher ist. Neben den eigentlichen funktionalen Anforderungen müssen automatische Zugbeeinflussungssysteme auch nicht-funktionale Anforderungen erfüllen. Die Verlässlichkeit als Systemeigenschaft automatischer Zugbeeinflussungssysteme wird im englischen Sprachgebrauch auch mit der Abkürzung RAMSS bezeichnet. Hierbei stehen die einzelnen Buchstaben für spezifische Aspekte, die in der Systemgestaltung automatisierter Zugbeeinflussungssysteme mit berücksichtigt werden müssen.

Lars Schnieder
2. Systemkomponenten und Umsysteme automatischer Zugbeeinflussungssysteme

Automatische Zugbeeinflussungssysteme (Automatic Train Control, ATC) werden bei den Verkehrsunternehmen bei Neuanlagen von Beginn an in eine zeitgleich aufgebaute Systemlandschaft integriert. Bei bestehenden Anlagen müssen automatische Zugbeeinflussungssysteme in die Landschaft bereits bestehender Steuerungssysteme integriert werden. Dieses Kapitel zeigt auf, wie automatische Zugbeeinflussungssysteme mit ihren Umsystemen in Beziehung stehen. In diesem Kapitel werden zunächst die Systemkomponenten automatischer Zugbeeinflussungssysteme erläutert (vgl. Abschn. 2.1). Anschließend werden die Schnittstellen zu den Umsystemen beschrieben (vgl. Abschn. 2.2). Es wird dargestellt, welche Informationen sie von diesen empfangen und welche Informationen sie an diese ausgeben. Diese technischen Abhängigkeiten müssen bei der Erstellung von Lastenheften für automatische Zugbeeinflussungssysteme mit berücksichtigt werden.

Lars Schnieder
8. Umbau, Test und Inbetriebnahme automatischer Zugbeeinflussungssysteme

Die Erneuerung der Signaltechnik wird insbesondere in Europa in den nächsten Jahren immer bedeutender, da ein Großteil der bestehenden Infrastruktur der U-Bahnsysteme in den Großstädten mehr als 30 Jahre alt ist (de Silvestre 2005). Viele Betreiber stehen aus Gründen der Obsoleszenz und der Kapazitätssteigerung vor Ersatzinvestitionen. Hierfür sind geeignete Migrationsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Intensive und umfassende Tests bestätigen die korrekte Funktion der neuen signaltechnischen Systeme.

Lars Schnieder
4. Betriebsarten und Betriebsartenübergänge automatischer Zugbeeinflussungssysteme

Die Zugbeeinflussungssysteme dienen einer optimalen Abwicklung des Betriebs. Hierfür stehen – in Abhängigkeit vom Ausstattungsgrad von Fahrzeug und Infrastruktur – unterschiedliche Betriebsarten zur Verfügung. Jede Betriebsart umfasst eine Teilmenge an Sicherungsfunktionen. Die verschiedenen Betriebsarten werden in Abschn. 4.1 dargestellt. Zwischen den Betriebsarten sind Übergänge möglich. Diese sind an eindeutige Bedingungen geknüpft und werden technisch überwacht. In Abschn. 4.2 werden die zwischen den Betriebsarten bestehenden Übergänge anhand ausgewählter Beispiele erläutert.

Lars Schnieder
7. Abwägung von Kosten und Nutzen automatischer Zugbeeinflussungssysteme

Kosten-Nutzen-Analysen werden in zahlreichen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge zur Entscheidungsunterstützung eingesetzt. So verpflichtet in Deutschland etwa § 7 Bundeshaushaltsordnung die öffentlichen Körperschaften dazu, vor einer Ausgabe eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchzuführen (vgl. hierzu Arnold 2017; Kossak 2018). Kosten-Nutzen-Analysen sind eine solche Form der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Dieser Abschnitt stellt dar, welche Betrachtungen bei der Einführung automatischer Zugbeeinflussungssysteme auf Kostenseite durchgeführt werden (Abschn. 7.1). Des Weiteren stellt dieser Abschnitt dar, wie der Nutzen von Verkehrsinfrastrukturprojekten ermittelt wird (Abschn. 7.2). Überwiegen die Nutzen die Kosten, qualifiziert dies eine Infrastrukturmaßnahme für eine Förderung aus öffentlichen Haushaltsmitteln.

Lars Schnieder
1. Motivation und Hintergrund

Weltweit ziehen immer mehr Menschen in die Städte. Gleichzeitig nimmt die Verkehrsnachfrage stetig zu. Dort, wo aktuell noch keine leistungsfähigen öffentlichen Verkehrssysteme vorhanden sind, müssen diese neu errichtet werden. Dort, wo bestehende öffentliche Verkehrssysteme an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stoßen, müssen durch umfassende technische und betriebliche Maßnahmen Kapazitätssteigerungen erzielt werden. In diesem Abschnitt wird zunächst die weltweit zu beobachtende Entwicklung urbaner Mobilität beschrieben. Die hieraus resultierenden Herausforderungen können durch die Vorteile automatisierter Verkehrssysteme adressiert werden. Dies wird ebenfalls in diesem einführenden Kapitel beschrieben. In diesem Kapitel wird zunächst die Entwicklung der urbanen Mobilität aufgezeigt (vgl. Abschn. 1.1). Daraus wird die weltweit zu beobachtende Tendenz zum Einsatz zunehmend höher automatisierter Schienenverkehrssysteme motiviert, deren Vorteile in Abschn. 1.2 dargestellt werden.

Lars Schnieder
Kapitel 6. Spuren der Kooptation und des Widerstandes

Die in den letzten Jahren immer augenscheinlicher gewordene Innovations- und Produktivitätskraft von Peer-to-Peer-Modellen, die über Plattformen agieren, hat mittlerweile auch für Unternehmen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Denn diese sind auf der Suche nach genau jener Innovationskraft, die sich in der Hierarchie nicht mehr bewerkstelligen lässt. Zudem verspricht die Ausnutzung des kognitiven Überschusses eine Anzapfung eines Potenzials, das für die notorisch dem Kostendruck unterliegenden Unternehmen zu günstigen Konditionen möglich erscheint. Mit anderen Worten: Die widersprüchliche Strategie des gleichzeitigen Explore (Innovationen) als auch des Exploit (Kostenmanagement) scheint nun möglich. Und so ist es nicht überraschend, dass die Kapazitäten der Crowd bzw. Peers in die Wertschöpfungskette über verschiedene Plattformtypen Einzug hält. Nicht nur das, Plattformen der Peers werden nun auch kommerzialisiert und treten als Konkurrenten der klassischen Unternehmung auf. Damit steht die P2P-Ökonomie allerdings vor einem grundlegenden Wandel: von der Sharing- zur Rental-Ökonomie.

Ayad Al-Ani
Kapitel 10. Geschäftsmodell-Innovationen mit Robotic Process Automation

Dieser Beitrag beschreibt Geschäftsmodelle im Ökosystem der Robotic Process Automation (RPA). Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, wie ein Unternehmen seine Wertschöpfung organisiert, Nutzen für seine Kunden stiftet und Erträge generiert. Es werden technologiegetriebene Geschäftsmodellmuster und Geschäftsmodell-Innovationen im Kontext der Prozessautomatisierung vorgestellt. Der RPA-Lebenszyklus gliedert die Ausführungen: Von der Softwareentwicklung über die Automatisierung eines Prozesses bis zur Abschaltung des RPA-Systems. Entlang dieses Lebenszyklus' siedeln sich die verschiedenen Akteure im RPA-Ökosystem an und liefern ihren Beitrag zur Prozessautomatisierung. Dieser Beitrag identifiziert 33 Geschäftsmodellmuster, die sich im RPA-Ökosystem bereits etabliert haben bzw. potenziell etablieren lassen. Je Geschäftsmodellmuster wird aufgezeigt, wie sich die Ertragsmechanik verändert, welches Nutzenversprechen den Kunden angeboten wird und wie die Wertschöpfung erstellt wird. Die systematische Analyse zeigt Ansatzpunkte für potenzielle Geschäftsmodell-Innovationen im RPA-Kontext für das eigene Unternehmen auf.

Hendrik Plogmaker, Carsten Feldmann
Kapitel 18. Robotic Process Automation im Einkauf

Für die Optimierung von Beschaffungsprozessen bietet Robotic Process Automation (RPA) vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. RPA bedeutet, dass Software-Roboter manuelle Tätigkeiten und somit die Rollen und Aufgaben von Personen übernehmen, indem sie deren Verhalten beim Nutzen von Anwendungssystemen nachahmen. Für RPA geeignete Prozesse finden sehr häufig standardisiert auf der Basis digital vorliegender und strukturierter Daten statt. Das gilt insbesondere für operative und ansatzweise auch für strategische Beschaffungsprozesse.In diesem Beitrag werden die folgenden Varianten von RPA in der Beschaffung unterschieden: Guided buying, Voice-Bots, Chat-Bots, RPA-Bots, Verhandlungs-Bots und Intelligent Process Automation (IPA). Es wird aufgezeigt, inwieweit diese für strategische und operative Beschaffungsprozesse eingesetzt werden können. Bei strategischen Prozessen spielt IPA, worunter die Verbindung von RPA mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu verstehen ist, eine große Rolle. Im operativen Bereich kommen eher klassische RPA-Anwendungen zum Einsatz. Weiterhin behandelt der Beitrag Nutzenpotenziale und Risiken von RPA und gibt Hinweise für eine erfolgreiche Implementierung.

Wolfgang Buchholz, Vincent Delke
Kapitel 2. Grundlagen

Für die inhaltliche Umsetzung des Innovationssprungs hin zu Arbeit 4.0 sind die adressierten Kompetenzfelder Big Data, Assistenzsysteme sowie der Faktor Mensch in neuartigen Interaktionstechniken essentiell. Vor diesem Hintergrund gliedern sich die nachfolgenden Ausführungen entlang dieser inhaltlichen Themenstellungen und nicht der zeitlich orientierten Gliederung entlang der drei Handlungsfelder (Identifikation der Potentiale digitalisierter Arbeit, Gestaltung digitalisierter Arbeit und Breitentransfer).

Michael Bansmann
Kapitel 4. Zukunftswerkstatt COMBICON – PHOENIX CONTACT
Arbeit 4.0: Wie eine technologisch-organisatorische Transformation mit einer Veränderung der Arbeit einhergeht

Das in dem Beitrag dargestellte Projekt beschreibt die Reorganisation eines Produktionsbereichs bei dem Unternehmen Phoenix Contact, bei der Mensch, Organisation und Technik gleichermaßen berücksichtigt wurden. In dem Kapitel wird dabei ein Vorgehen erläutert, wie veränderte Anforderungen an Qualifikationen, die durch neue Technologien und Organisationsformen verursacht wurden, effizient ermittelt und umgesetzt werden können.

Tim Kleineberg, Sven Hinrichsen, Klaus Lütkemeier
Kapitel 6. Wissenstransfer und Industrial Connectivity bei Weidmüller

Durch die zunehmende Globalisierung und die damit häufig einhergehende Notwendigkeit, in der räumlichen Nähe zu Kunden zu produzieren, erhöht sich vermehrt die internationale Produktionskapazität von Weidmüller. Dies erfordert es, dass die komplexen Arbeitsprozesse, die in den deutschen Werken zuverlässig gemeistert werden, auch sicher und qualitativ hochwertig im internationalen Einsatz verwendet werden.

Dominik Bentler, Agnieszka Paruzel, Katharina Schlicher, Günter W. Maier
Kapitel 9. Mehrwert Mitgestaltung – Der ganzheitliche Weg zu Arbeit 4.0
Analyse und Ausblick ganzheitlicher Mitgestaltung aus Sicht der IG Metall und Betriebsräten

Aus den Erfahrungen vieler Gespräche mit Beschäftigten in den Betrieben wird deutlich, dass die Stichworte „Industrie 4.0“ und „digitale Technologien“ oft widersprüchliche Gefühle auslösen: Auf der einen Seite ist es die neugierige Offenheit, auf der anderen die Angst der Beschäftigten vor Verlust ihres Arbeitsplatzes und Überforderung. Umfassende Beteiligung ist entscheidend für einen konstruktiven Umgang mit diesen Herausforderungen.

Wolfgang Nettelstroth, Oliver Dietrich, Gabi Schilling, Inger Korflür, Ralf Löckener, Thomas Gebauer
Kapitel 10. Einsatzmöglichkeiten von AR-Technologie bei der Instandsetzung von Industrieanlagen

Augmented Reality beschreibt eine Technologie, bei der die reale Welt mithilfe eines Augmented-Reality-Device in Echtzeit um zusätzliche virtuelle Elemente erweitert wird. In diesem Fachbeitrag wird untersucht, wie durch diese computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung die Instandsetzung von Industrieanlagen verbessert werden kann. Einführend wird erklärt, was man unter Instandsetzung versteht und warum die Herausforderungen in diesem Teilbereich der Instandhaltung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Danach werden die theoretischen Grundlagen zu Augmented Reality gelegt. Im Hauptteil des Beitrags wird schließlich ein Software-Prototyp vorgestellt, bei dem die Augmented-Reality-Technologie bei der Instandsetzung eingesetzt wird. Für die administrative Abwicklung des Serviceprozesses wird die SAP Service Cloud verwendet. Dieses Produkt der SAP unterstützt Unternehmen bei unterschiedlichen Prozessen im Kundenservice. Angebunden wird die Cloud-basierte CRM-Lösung über die SAP Business Technology Platform an die Augmented-Reality-Applikation der Servicemitarbeitenden. In der Schlussbetrachtung werden mögliche Erweiterungen des Prototyps und die zukünftigen technologischen Möglichkeiten bei der Instandsetzung diskutiert.

Jonas Jungmann, Peter Preuss, Reinhold Schunn
Kapitel 3. Akzeptanz und Nutzung von digitalen Kommunikationswegen im B2B-Kundenservice
Auswirkungen der angebotenen Kommunikationswege auf die Kundenzufriedenheit

Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Studie zur Akzeptanz und Nutzung von digitalen Kommunikationswegen im B2B-Kundenservice eines mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauers vor. Die Studie baut auf der Erkenntnis auf, dass im Servicegeschäft deutlich höhere Margen realisiert werden können als im klassischen Produktgeschäft. Daher gilt es für ein kundenzentriertes Angebot, die Anforderungen und Erwartungen der Kundinnen und Kunden zu analysieren und die Leistung darauf auszurichten. Da in allen Phasen der Service-Wertschöpfung ein direkter Austausch mit dem Kunden stattfindet, stellt dieser Beitrag die Erkenntnisse vor, wie der direkte Kundenkontakt Gegenstand von Innovation sein kann und sollte und wie das erbringende Unternehmen davon profitieren kann.

Daniel Wilde, Esther Bollhöfer
Kapitel 9. Service Hub – IT-Services neu gedacht

Die digitale Revolution ist in vollem Gange. Prozesse werden standardisiert, automatisiert und optimiert. Neue Technologien und Methoden werden am laufenden Band entwickelt. Der Einsatz von IT-Dienstleistungen ist allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken. Die Digitalisierung macht dabei auch nicht vor Branchen halt, die sich bisher wenig oder gar nicht mit IT beschäftigen mussten. Der Wandel erfordert den Aufbau bzw. Ausbau des Dienstleistung-Portfolios inklusive Realisierung der eigenen Digitalisierungsstrategie. Dieser Balanceakt zwischen Optimierung des bestehenden Kerngeschäftes und der Identifikation neuer Geschäftsfelder zehrt insbesondere an der meist bereits dünnen Verfügbarkeit der eigenen Belegschaft. Vor allem in der IT sind diese Ressourcen oft mit der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Infrastruktur und Basisplattformen ausgelastet. Hinzu kommt, dass die Technologien sich rasant weiterentwickeln. Es fehlt die Bandbreite, neue Applikationen und Cloud-Architekturen zu integrieren, welche für die neuen digitalen Services notwendig sind. Anbieter von Managed IT Services sind daher aufgeforderter denn je, ihre Kunden bei dieser digitalen Revolution zu unterstützen und bei ihrer Servitization zu begleiten. Das klassische Auftraggeber-Auftragnehmer-Modell muss neu überdacht werden hin zu einer gemeinsam strategisch ausgerichteten Technologiepartnerschaft. Um den Mehrwert einer solchen Partnerschaft zu erfüllen, ist es für Managed-IT-Service-Anbieter notwendig, ihre eigenen internen Strukturen und Prozesse anzupassen. Und zwar möglichst so, dass sie zusammen mit ihren Kundinnen und Kunden schnell, flexibel und skalierbar auf die Anforderungen des Marktes reagieren können. Und das möglichst ohne, dass diese die eigenen Ressourcen dafür aufwenden müssen. Mit einer neuen Servicestrategie und der daraus entstandenen hochautomatisierte Managed-Service-Plattform bietet Fujitsu einen möglichen Lösungsansatz. Das Angebot von IT-Services auf Basis von Technologien der großen Hyperscaler oder maßgeschneiderten On-Premise-Lösungen. Die Kundschaft konsumiert auf diesem Weg IT-Services, ohne sich mit den durch eine Integration verbundenen Komplexitäten von Infrastrukturen und Plattformen auseinandersetzen zu müssen. Damit werden die wichtigen Fachkräfte und Ressourcen für die Realisierung der geschäftlichen Ambitionen verfügbar. IT-Mitarbeitende beschäftigen sich so mit der eigentlichen Aufgabe der IT, der Unterstützung des Business bei der Entwicklung neuer digitalen Services und Applikationen. Die Nutzerinnen und Nutzer werden dabei unterstützt, die oft unkontrollierte Nutzung von innovativen Technologien und den verbundenen Kosten zu managen. Außerdem werden dabei zeitgleich die Regulierungskonformität und hohe Sicherheitsstandards garantiert.

Jessica List
3. Beispiele nachhaltiger Geschäftsmodelle

In der Unternehmenspraxis finden sich zahlreiche verschiedene nachhaltige Geschäftsmodelle. Dieses Kapitel präsentiert über 1600 Beispiele nachhaltiger Geschäftsmodelle. Für jedes Beispiel ist eine Internet-Adresse für die Vertiefung aufgeführt. Die Geschäftsmodelle sind in der Struktur der neu entwickelten Typologie nachhaltiger Geschäftsmodelle (aus Abschn. 2.7 ) dargestellt.

Klaus-Michael Ahrend
4. Ansatz für die Entwicklung und Weiterentwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle

Die deutsche Wirtschaft kann von zusätzlichen nachhaltigen Geschäftsmodellen profitieren. Die Potenziale liegen in allen Wirtschaftsbereichen und lassen neben dem persönlichen Erfolg von Unternehmensgründern und etablierten Unternehmen vor allem mehr Arbeitsplätze erwarten. Zwar wird es niemals eine komplette Durchdringung durch nachhaltige Geschäftsmodelle geben, doch sollte sich jedes Unternehmen auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit begeben. Die Beschäftigten, die Umwelt, die nachfolgenden Generationen und der Unternehmer können davon profitieren. Dieses Kapitel präsentiert einen integrierten Ansatz für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle.

Klaus-Michael Ahrend
5. Voraussetzungen erfolgreicher nachhaltiger Geschäftsmodelle

Dieses Kapitel handelt von Exzellenz. Es beschreibt Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Entwicklung und Positionierung von nachhaltigen Geschäftsmodellen. Als Grundlage für die Darstellung der Erfolgsfaktoren dienen zahlreiche praxisnahe Studien und wissenschaftliche Quellen.

Klaus-Michael Ahrend
Digitale Technologien als Wegbereiter für Startups: Eine Fallstudie zum 3D-Druck in der Photonik

Digitale Technologien bieten vielseitige Chancen für Gründungen. Im Rahmen dieses Buchkapitels wird aufgezeigt wie der Zugang zu Technologie – exemplarisch am Beispiel von 3D-Druck – zur Überwindung von Barrieren im Gründungsprozess beitragen kann. Hierfür werden zunächst typische Herausforderungen während des Gründungsprozesses aus den Bereichen (1) Neuproduktentwicklung, (2) Technologie, (3) Markt, (4) Finanzen und (5) Geschäftsmodell theoretisch beleuchtet. Im Anschluss wird auf die Potenziale von 3D-Druck allgemein sowie für Gründungen eingegangen. Daran anschließend werden die theoretischen Überlegungen zum Potenzial von 3D-Druck für Gründungsvorhaben anhand einer Fallstudie aus dem Bereich der Mikroskopie mit der Praxis abgeglichen. Es zeigt sich, dass der Zugang zu 3D-Drucktechnologie dabei hilft, typische Herausforderungen im Gründungsprozess zu überwinden sowie die Produktentwicklung zu beschleunigen und kundenorientierter zu gestalten.

David Zakoth, Oliver Mauroner, Jutta Emes, Benedict Diederich
Blockchain – Eine wertvolle Technologie für KMU? Eine Erörterung am Beispiel der Eingliederung von additiver Fertigung in ein kooperatives Wertschöpfungsnetzwerk

Der Anwendungsbereich der Blockchain-Technologie ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Hat man diese Methode vor allem anfangs für die Bereitstellung von Kryptowährungen genutzt, so verspricht man sich heute auch im industriellen Umfeld einen wirtschaftlichen Vorteil davon. Mehrere KMU können sich mithilfe von Blockchain zu einem Wertschöpfungsnetzwerk verknüpfen, um Aufträge effizient zu bearbeiten. Dies bedeutet, dass die Unternehmen miteinander kooperieren und Arbeiten untereinander aufteilen, um gemeinsam Produkte zu fertigen. Da hierfür Know-how und Daten, wie z. B. Zeichnungen, ausgetauscht werden müssen, spielen gegenseitiges Vertrauen und Sicherheit eine große Rolle. Blockchain bietet durch kryptographische Methoden und Sicherheitssysteme eine Möglichkeit, jene Punkte sicherzustellen und mit einer Plattform zu koppeln, auf der jedes integrierte Unternehmen als gleichwertiger Partner betrachtet wird. Anhand des Blockchain-Demonstrators des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau wird in diesem Beitrag erörtert, wie die Zusammenarbeit von Unternehmen innerhalb eines vertrauensvollen Netzwerks gelingen kann. Anhand dieser Vorstellung soll ein gesamtheitlicher Überblick über die Vorteile, Chancen aber auch der Risiken vermittelt werden und ein gedanklicher Einstieg in die Welt der stetig wachsenden kooperierenden Wertschöpfungsnetzwerke gelingen.

Dominik Aumüller, Mathias Eiber, Mauricio Matthesius
Trendantizipierte Geschäftsmodelladaptionen und -innovationen. Strukturierte und praxisorientierte Etablierung der Zukunftsfestigkeit von Unternehmen am Beispiel eines Automobilzulieferers

Entscheidungen unter Unsicherheit sind für Unternehmen die Regel. Megatrends und deren Subtrends sind die Treiber hinter gesellschaftlichen Strömungen und damit auch Geschäftsmodellinnovationen. Das vorliegende Kapitel verdeutlicht mit dem methodischen Ansatz bzw. dem Vorgehensmodell der trendantizipierenden Geschäftsmodellinnovationen nach Granig et al. (2018) ein Vorgehen, auf Basis dessen bestehende Geschäftsmodelle hinsichtlich ihrer Zukunftsfestigkeit gegenüber Trends geprüft und ggf. angepasst werden können. Vor diesem Hintergrund erfährt die theoretische Modellierung praktische Anwendung. Die detaillierten Informationen zu verschiedenen Subtrends in den vorangegangenen Kapiteln des vorliegenden Bandes können als Basis für eine möglichst ausführliche Analyse im Rahmen dieser Methode dienen und schaffen Anknüpfungspunkte für die Praxis.

Lars Heim, Sebastian Gerth
Entwicklung einer Verschleißerkennungs-App für Getriebe zur Implementierung eines neuen Geschäftsmodells

Im vorliegenden Kapitel wird ein Projekt vorgestellt, in dessen Rahmen eine App zur Erkennung des Verschleißzustands von Getrieben auf Grundlage des aktuellen Stands der Technik entwickelt und erprobt wurde. Dabei werden die einzelnen Methoden vorgestellt und deren Verwendung begründet, bevor abschließend auf die Möglichkeit eines neuen Geschäftsmodells eingegangen wird.

Christian Döbel
Smarte Produkt-Service-Systeme am Beispiel der IoT-basierten Ortung von Dollies – Eine technologische und wirtschaftliche Analyse am Flughafen München

Werden Geschäftsprozesse, bspw. im Luftverkehr, durch bewegliche Geräte unterstützt, ist das Wissen über den Standort des Geräts in der Regel eine Voraussetzung für die effiziente Nutzung. Aufgrund verschiedener Anforderungen ist ein Tracking der Gepäck- und Frachtanhänger (Dollies) an Flughäfen jedoch nicht überall verbreitet. Basierend auf einem Design-Science-Ansatz untersucht dieser Beitrag daher die wirtschaftlichen und technologischen Anforderungen an ein IoT-basiertes Asset-Tracking von Dollies – ein smartes Produkt-Service-System. Die Studie zeigt, dass nur eine Kombination verschiedener Technologiekategorien (z. B. WLAN, WPAN, LPWAN) in einem Konzept die Anforderungen erfüllt und mehr Transparenz über die Bewegung, die Verweildauer und den Standort der Dollies schaffen kann. Diese Informationen ermöglichen eine Optimierung zahlreicher Dolly-Nutzungsprozesse, welche mit einer Steigerung der Effizienz einhergeht. Sie bilden darüber hinaus die Basis für Geschäftsmodellinnovationen durch die Entwicklung weiterer smarter Produkt-Service-Systeme.

Julian Rott, Luxshiya Ariyanayagam, Mathias Zink, Simon Klose, Christoph Ertl, Andreas Harth
Innovative Geschäftsmodelle auf Basis der industriellen Demontage von Fahrzeugbaugruppen

Veränderungen eröffnen Möglichkeiten. Die Automobilbranche steht mit der Wende hin zur Elektromobilität vor einem starken Umbruch. Dieser vollzieht sich nicht nur auf technologischer Ebene, sondern zeigt sich auch in der Transformation bisheriger Nutzungsstrukturen. Zur Implementierung zukunftsfähiger Geschäftsideen ist heute, vor dem Hintergrund einer zunehmend ökologisch orientierten Gesellschaft, das Mitdenken der damit verbundenen Umweltauswirkungen obligatorisch. In diesem Kapitel werden daher die entsprechend anstehenden Änderungen skizziert und ein Ansatz für ein Geschäftsmodell vorgestellt, welches die Möglichkeiten moderner Technologien verwendet, um die kraftfahrzeuggebundene Individualmobilität im Sinne der Kreislaufwirtschaft ökologisch und ökonomisch zu optimieren. Zentrales Element ist dabei eine Anlage zur automatisierten Demontage von Fahrzeugbaugruppen. Als potenzielle Zielgruppen werden Kfz-Hersteller sowie Zulieferer ebenso angesprochen wie Recyclingunternehmen, die ihre bisherige Rolle in der Wertschöpfungskette ausbauen wollen.

Jan Henning Seelig, Sven Birkenfeld, Florian Hansen, Oliver Keich
Kapitel 4. Trennen

Trennen ist das Fertigen durch Ändern der Form eines festen Körpers. Dabei wird der Zusammenhalt örtlich aufgehoben, im Ganzen also vermindert. Dazu gehören in der Hauptgruppe nach DIN 8580 die wichtigen Fertigungsverfahren Zerteilen (Scherschneiden von Blechen), Spanen (mit geometrisch bestimmten und unbestimmten Schneiden), Abtragen, thermisches Schneiden und das Wasserstrahlschneiden. Nach dem industriellen Einsatz dürfte die Gruppe Spanen mit geometrisch bestimmten Schneiden die wichtigste sein. Dazu gehören die spangebenden Verfahren Drehen, Bohren, Fräsen, Hobeln und Räumen. In der Gruppe Spanen mit geometrisch unbestimmten Schneiden übernimmt das Schleifen außer dem Fertigungsziel der guten Endqualität zunehmend die Aufgabe des eigentlichen Werkstoffabtrags, so dass früher vorgeschaltete Verfahren (z. B. Fräsen) entfallen können. Für das Zuschneiden von Rohteilen für Schweißkonstruktionen ist das Thermische Schneiden am weitesten verbreitet. Seit einigen Jahren hat auch das Wasserstrahlschneiden verstärkt Einsatz in der Praxis gefunden.

Klaus-Dieter Kühn, Alfred Herbert Fritz, Ralf Förster
3. Unternehmensentwicklung und Experimente

In diesem Kapitel wird der Einfluss von Experimenten auf die Entwicklung des Unternehmens beschrieben. Ein Modell hilft dabei, vier verschiedene Phasen zu unterscheiden, die ein Unternehmen durchlaufen muss, um eine Organisation zu werden, die Experimente als Schlüssel zur optimalen Entscheidungsfindung anerkennt. Zunächst werden die organisatorischen Anpassungen des Unternehmens besprochen, die mit der Skalierung von Experimenten einhergehen. Zudem werden auch die technischen Voraussetzungen und Entwicklungen ausgeführt, die mit zunehmender Skalierung von Experimenten auf das Unternehmen zukommen. Im Anschluss daran werden die häufig zitierten Studien präsentiert, die den Experimenten einen direkten Einfluss auf den Unternehmenswert einräumen. Im letzten Abschnitt geht es noch einmal um das Management von Stakeholdern, das im Verlauf der Skalierung der Experimente immer wichtiger wird.

Nils Stotz
Kapitel 5. Integrationsevaluierung von Blockchain-Infrastrukturen innerhalb digitaler Dienstleistungen der Wohnungswirtschaft

Die fortschreitende Vernetzung von Geräten im Internet der Dinge in Kombination mit der Digitalisierung verändert Märkte und Branchen nachhaltig. Im Rahmen des DiWo-Chain Projektes wird an der Entwicklung und lokalen Integration der Blockchain-Technologie in digitale Dienstleistungen der Wohnungswirtschaft geforscht. Durch die verwendete Blockchain-Technologie soll die Gestaltung von effizienten, betriebs-, manipulations- und datenschutzsicheren Dienstleistungen der Wohnungswirtschaft ermöglicht werden. In diesem Beitrag wird eine Lösung beschrieben, welche die Integration und Realisierung vereinfacht. Zur Umsetzung wurde eine Java OSGi-Anwendung in Kombination mit einer Angular-Anwendung für die Interaktion mit der Hyperledger Fabric Blockchain entwickelt. Diese Blockchain-basierte Lösung kann dynamisch für diverse Anwendungsfälle angepasst werden. In diesem Beitrag werden ausgewählte Szenarien der Wohnungswirtschaft beschrieben, die für den Einsatz der entwickelten Lösung geeignet sind.

Felix Palm, Daniel Franke, Sebastian Wolf, Manoël Kraus, Rainer Wasinger
6. Planung der Fließgewässer- und Auenentwicklung

Dieses Kapitel zeigt, dass die Grundlage einer erfolgreichen Fließgewässer- und Auenentwicklung die naturraumangepasste Planung unter Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher, gewässerökologischer und naturschutzfachlicher Grundlagen ist. Eine Besonderheit stellt dabei die Planung im urbanen Umfeld dar. Einflüsse auf die Entwicklungsprozesse im Wasserkörper und auf den gewässernahen Flächen (Uferstreifen und Gewässeraue) hat dabei im besonderen Maße die Fließgewässerunterhaltung. Eine umfassende Öffentlichkeitsbeteiligung verbessert die Akzeptanz jeder Maßnahme. Die Finanzierung ist eine Grundvoraussetzung für die Realisierung eines Projekts. Hierzu werden in diesem Kapitel einige Beispiele vorgestellt.

Heinz Patt, Uwe Koenzen, Sebastian Döbbelt-Grüne, Tanja Pottgiesser, Mario Sommerhäuser, Walter Binder, Mechthild Semrau, Bernd Schackers, Bernd Walser, Klaus Werk
1. Erkenntnis

Wir sollten es alle ernst meinen mit der Nachhaltigkeit. Wer sich jetzt auf den Weg begeben will, eine sinnvolle Strategie zu genau diesem Thema zu entwickeln, für den sollte der Klimawandel außer Frage stehen. Ich verlange nicht, dass Sie Ihr ganzes Unternehmen bereits nach den Regeln der Circular Economy (dazu später mehr) umgekrempelt haben, aber der Gedanke, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher, sollte Ihnen schon ein paar Mal durch den Kopf gegangen sein. Den Klimawandel, der unsere Lebensgrundlage auf diesem Planeten bedroht, sehen Sie als wissenschaftlich bewiesenen Fakt an. Dass die Erde sich von ihrem stabilen Weg des Holozäns (gegenwärtiger Zeitabschnitt der Erdgeschichte) das erste Mal in ihrer Geschichte auf durch den Menschen hervorgerufene Abwege Richtung Erwärmung macht („Anthropozän“), halten Sie nicht für ein Märchen (Abb. 1.1). Und vielleicht hatten Sie auch schon die eine oder andere „grüne Idee“, die sich im Verlaufe der Lektüre dieses Buchs eventuell noch als Greenwashing herausstellen könnte. Sofern das tatsächlich gut gemeint war, würde ich das jetzt mal als Vorteil gelten lassen.

Kai Platschke
10. Globale Sicherheitsarchitektur

Die große Anzahl neuer Konfliktherde überall auf der Welt zeigt die Notwendigkeit eines Systems internationaler Verständigungs- und Sicherheitspolitik, einer Globalen Sicherheitsarchitektur. Ein solches System stellt das Fundament einer Globalen Wirtschaftsordnung (Global Governance) dar. Es hat die Aufgabe, eine für die Wahrnehmung und Ausgestaltung von globalen Wirtschaftsbeziehungen notwendige verlässliche Basis zu schaffen. Wichtiges Element ist eine globale Sicherheitsordnung, die sich ergibt aus dem faktischen Souveränitätsverlust von Nationalstaaten und damit der Notwendigkeit, sicherheitspolitische Verantwortung auf übergeordnete Institutionen zu übertragen. Träger eines solchen Systems sind Internationale Organisationen mit dem UN-System als Mittelpunkt. Weitere wichtige Elemente sind die Bekämpfung der transnationalen organisierten Kriminalität, eine internationale Gerichtsbarkeit sowie die Zukunftssicherung durch Entwicklungskooperation.

Eckart Koch
Kapitel 3. Elektrische Antriebsmaschinen

Elektrische Antriebsmaschinen (Elektromotoren) existieren in sehr vielfältigen Ausführungsformen. Sie lassen sich unterscheiden u. a. nach.

Ulrich Riefenstahl
1. Erfolgsfaktor Generationen-Management – Roadmap für das Personalmanagement

Angesichts des demografischen Wandels sind Unternehmen und öffentliche Verwaltung gezwungen, Nachwuchsgewinnung und Gesundheitsmanagement zu verstärken. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um Leistungsfähigkeit und Engagement ihrer Belegschaft zu erhalten und die Zukunftsfähigkeit der Organisation kapazitativ zu sichern. Denn die nachrückenden Kohorten haben vielfach neue Vorstellungen und zeigen veränderte Verhaltensweisen im Arbeitsleben. Vorteile dieser Generationen-Vielfalt sind eine potenziell ausgeprägtere Problemlöse- und Innovationsfähigkeit oder ein umfassenderes Kundenverständnis – Fähigkeiten, die gerade für den Erfolg agiler Teams als kritisch gelten. Allerdings können Kommunikations- und Koordinationsprobleme auch zu Reibungszonen bei der Zusammenarbeit unterschiedlicher Mitarbeitenden-Generationen führen, die Wissenstransfer und wechselseitiges Lernen in altersgemischten Teams erschweren sowie Gesundheit und Engagement der Beschäftigten beeinträchtigen. Generationen-Management als Facette von Diversity Management schafft Rahmenbedingungen derart, dass Beschäftigte aller Altersgruppen fähig und bereit sind, ihren vollen Einsatz zu leisten. Ausgehend von der Beschreibung des Generationenzugehörigkeitsansatzes gibt der Beitrag einen Überblick zu den Beschäftigten-Generationen im deutschen Arbeitsleben und zeigt sodann Chancen sowie Herausforderungen bei der Zusammenarbeit im Generationen-Mix auf. Auf Basis von Fallstudien zu Generationen-Vielfalt werden anschließend Handlungsfelder und Maßnahmen skizziert, die Orientierung bei der konkreten betrieblichen Umsetzung von Generationen-Management bieten.

Martin Klaffke
7. Generationensensible Personal- und Karriereentwicklung – Ansätze und Instrumente für eine erfolgreiche Umsetzung in Unternehmen

Der demografische Wandel bedeutet nicht nur Fachkräftemangel und damit verbunden die Herausforderung, Stellen zu besetzen, sondern stellt Unternehmen vor eine weitere Aufgabe: dem Erfüllen und Gerecht-Werden der Bedürfnisse und Werte verschiedener Mitarbeitendengenerationen. Spätestens seit dem Berufseinstieg der Millennials ist eine Veränderung bei den Arbeitnehmenden in Bezug auf Bedürfnisse, Werte und Anforderungen an Arbeit und Karriere zu spüren. Nur mit einer generationensensiblen Personal- und Karriereentwicklung wird es Unternehmen zukünftig gelingen, die Potenziale von Generationenvielfalt zu nutzen. Gleichzeitig liegt im generationensensiblen Umgang untereinander auch die Chance, Mitarbeitende langfristig zu binden. Der Beitrag skizziert Lernpräferenzen und Karrieremotive der einzelnen Beschäftigten-Generationen und gibt einen Überblick der verschiedenen, generationensensiblen Ansätze bei der Karriere- und Talententwicklung sowie der Förderung des Generationenmiteinanders.

Eva Katharina Lohmüller, Katharina Greiff
5. Nutzen wir Heute die Zukunft: Technologische Lösungsansätze
Benjamin M. Abdel-Karim, Franz Xaver Kollmer
9. Übergabe an den Nutzer/Wartung & Instandhaltung

Unter dem Begriff DOKUMENTATION wird das gezielte Sammeln und Nutzbarmachen von Informationen verstanden. Gerade im Bereich von Laboratorien der Schutz- und Sicherheitsstufen und Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen ist das Sammeln von Informationen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten von elementarer Bedeutung. Umfang und Art der Dokumentation können dabei je nach Sachgebiet und Aufgabenstellung unterschiedlich sein.

Hans-Jürgen Ulrich, Detlef Reichenbacher
8. Inbetriebnahme, Qualifizierung und notwendige Abnahmen

Laborgebäude sind hochtechnische Bauwerke. Durch die oft bedingte wissenschaftliche Trennung der Gewerke, stellt die gewerkeübergreifende Inbetriebnahme eine besondere Leistung an das Management dar. Deshalb ist die Inbetriebnahme keine Grundleistung nach HOAI vielmehr eine Sonderleistung. Liegt der Technikanteil bei Laboratorien der Schutz- und Sicherheitsstufe 1 und 2, einschließlich der Kostengruppen 470 und 620, bei ca. 40 % der Baukosten, übersteigen die Kosten bei Laboratorien der Schutz- und Sicherstufen 3 und 4 leicht die 50 %- Marke.

Ronny Conrad, Udo Weber, Detlef Reichenbacher, Harald Gehring, Steffen Schmidt, Hans-Jürgen Ulrich
Kapitel 10. Ausgewählte Kapitel aus dem Stahlhochbau

Stahlbau ist seiner Natur nach Fertigteilbau; das gilt insbesondere im Zusammenwirken mit anderen Gewerken, z. B. dem Ausbau. Die BauteileBewegungsfuge des Tragwerkes werden in der Stahlbauwerkstatt ‚millimetergenau‘ gefertigt und anschließend montiert.

Manuel Krahwinkel, Christian Petersen, Thomas Ummenhofer
Kapitel 1. Werkstoff Stahl – Werkstoffeigenschaften – Werkstoffprüfung

Die Eisen- und StahlindustrieStahlindustrie ist mit ihren Hütten und Walzwerken eine der ältesten Industriebranchen. Rohstoffe sind Kohle, Koks, Erze und Schrott. Die deutschen Hütten führen jährlich ca. 42 Mio. t Erze ein, überwiegend aus Brasilien (56 %), Kanada (16 %) und Schweden (11 %).

Markus Feldmann
11. Ergänzende Anmerkungen

Unter persönliche Schutzausrüstung (PSA) versteht man eine Ausrüstung, die Beschäftigte als Schutz gegen ihre Gesundheit oder ihre Sicherheit gefährdende Risiken vom Arbeitgeber zu stellen ist und vom Beschäftigten zu benutzen ist. Gerade bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen der unterschiedlichsten Risikogruppen ist die PSA von elementarer Bedeutung

Hans-Jürgen Ulrich, Udo Weber, Detlef Reichenbacher
10. Organisatorische und personelle Erfordernisse und Voraussetzungen

Der Betreiber/Nutzer ist ausschließlich und allein für die Betriebsprozessorganisation verantwortlich und hat diese grundsätzlich und im Speziellen aufzustellen und einzuführen, welche Lösungen für die technische und organisatorische Umsetzung angewandt werden. Dabei soll und wird auf Erfahrungen zurückgegriffen, die sich im Betrieb bewährt haben. Diese werden im Folgenden anhand der Praxiserfahrungen reell betriebener Laboratorien der Schutz- und Sicherheitsstufe 3 und 4 dargestellt und als Handlungsempfehlungen vorgeschlagen.

Detlef Reichenbacher, Hans-Jürgen Ulrich, Udo Weber, Ronny Conrad
1. Biosafety und Biosecurity

Biosicherheit hat zum Ziel, die Exposition und Infektion beim Umgang mit Infektionserregern zu verhindern und auch eine Freisetzung in die Umwelt zu vermeiden. Das betrifft sowohl natürliche Organismen mit Pathogenitätspotenzial als auch gentechnisch veränderte Organismen. Der Begriff der Biosicherheit umfasst zwei Aspekte: die Sicherheit vor Unfällen (Englisch: Biosafety) und die Sicherheit vor Missbrauch (Englisch: Biosecurity).Die Schwierigkeit, eindeutige Definitionen für „Biosecurity“ und „Biosafety“ zu finden, beginnt damit, dass diese englischen Begriffe nicht ausreichend in andere europäische Sprachen übersetzt werden können. Die beiden Begriffe würden z. B. im Deutschen mit „Biosicherheit“ oder im Französischen mit „Biosécurité“ übersetzt werden. Für die Zwecke dieses Kapitels werden die Begriffsbestimmungen der ISO 35001:2019 (DIN e. V. 2019) verwendet, um Biosecurity und Biosafety als getrennte Konzepte mit einer Reihe von Überschneidungen und gemeinsamen Schutzzielen zu beschreiben:Biosafety im Labor beschreibt die Grundsätze, Technologien und Praktiken zur Eindämmung der unbeabsichtigten Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen und Toxinen bzw. deren unbeabsichtigte Freisetzung.Biosecurity im Labor beschreibt den Schutz der Einrichtung vor Verlust, Diebstahl, Ausbringung oder internem und externem Fehlgebrauch von biologischen Materialien und Toxinen einschließlich terroristischer Anschläge.Das Konzept von Biosafety stellt heraus, dass Expositionen minimiert und am Arbeitsplatz erworbene Infektionen verhindert werden, Biosecurity dagegen, dass Arbeitsverfahren und Abläufe so gestaltet sein müssen, dass biologische Arbeitsstoffe/Materialien und sensitive Informationen vor Fehlgebrauch geschützt bleiben.In diesem Kapitel werden die Begriffe „Biosafety“ und „Biosecurity“ mit Blick auf die Relevanz bei Planung, Realisierung und Betreiben von biologischen Laboratorien dargestellt.

Jürgen Mertsching
6. Bauausführung

Gebäude müssen einen hohen Standard gerade hinsichtlich Bauphysik und Brandschutz aber auch Nachhaltigkeitsaspekten erfüllen. Bei Laboratorien mit Schutz- und Sicherheitsstufen werden zusätzliche Anforderungen an die Wand- und Deckenkonstruktionen und ihren Oberflächen hinsichtlich Dichtigkeit und Chemikalienresistenz wie auch Dekontaminationsfähigkeit gestellt. Dies schränkt einerseits die Auswahl der Baumaterialien mit ihren Oberflächen stark ein, andererseits ist bei der Detaillierung und Fügung der Systeme gerade an den Übergängen besondere Sorgfalt notwendig. Dies bedingt in der Planung viel Einsatz und Erfahrung, damit wirtschaftlich und technisch angemessenen Konstruktionen eingesetzt werden und in der Objektüberwachung eine lückenlose Kontrolle der ausführenden Firmen auf der Baustelle.

Rainer Post
5. Planung

Containment – kaum ein anderes Schlagwort wird im Zusammenhang mit Sicherheitskonzepten so oft benutzt. Der Begriff „Containment“ im Zusammenhang mit biologischer Sicherheit beschreibt die Anwendung spezifische Einschließungsmaßnahmen beim Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen, um ihren Kontakt mit den Beschäftigten, der Bevölkerung und der Umwelt zu begrenzen und ein hohes Maß an Sicherheit für die Beschäftigten, die Bevölkerung und die Umwelt zu gewährleisten (European Commission 2009). Effiziente Einschließungsmaßnahmen, d. h. ein effizientes Containment, bestehen immer aus einer Kombination aus technischen Parametern (Laborgeräte, baulich-technische Infrastruktur) und operativen Arbeitsabläufen (z. B. Zugangskontrollen, Arbeitsanweisungen, Unterweisungen). Mit Blick auf das Labor und die Umgebung wird zwischen primärem und sekundärem Containment unterschieden.

Jürgen Mertsching, Ronny Conrad, Rainer Post, Udo Weber, Steffen Schmidt, Hans-Jürgen Ulrich, Thomas Koch
Kapitel 4. Produktionsmanagement

In diesem Kapitel finden sich Fragen zum Produktionsmanagement mit folgenden Themen: Grundlagen des Produktionsmanagements, Produktionsprogrammplanung und Gestaltung der Produktionsprozesse.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser
Kapitel 25. Rechnungswesen

Die Aufgabe des Rechnungswesens besteht in der mengen- und wertmäßigen Erfassung, Verarbeitung, Abbildung und Überwachung aller betrieblichen Geld- und Leistungsströme eines Unternehmens. Das Rechnungswesen gliedert sich auf in das interne und in das externe Rechnungswesen. Das interne Rechnungswesen unterliegt – im Gegensatz zu umfassenden gesetzlichen Regelungen des externen Rechnungswesens – einer weitgehenden unternehmerischen Gestaltungsfreiheit. Die Ausgestaltung des internen Rechnungswesens folgt der Unternehmensstrategie, die das unternehmerische Handeln prägt.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser
Kapitel 3. Die Anpassung an den Klimawandel und seine Folgen erfordern Nachhaltigkeit

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist der durch den Menschen verursachte Klimawandel und seine Folgen, die wir zunehmend zu spüren bekommen. Nachhaltigkeit ist auch hier der Königsweg mit der die Folgen abgemildert werden können. Der Aufbau eines Risikomanagements bildet hierzu den Aufsatzpunkt.

Michael Wühle
Kapitel 2. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Kennen Sie das eindrucksvolle Bild, das Steve Jobs verwendet hat, um zu veranschaulichen, warum Apple gleichviel Wert auf Technologie und Design des Produkts legen muss, um einzigartig und erfolgreich zu sein? Technologie und Kunst treffen sich an einem Punkt, an dem ein einzigartiges Produkt entsteht. Für Steve Jobs war es enorm wichtig, die Vereinbarkeit von Technologie und Kunst in seinen Produkten zu manifestieren. Doch was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun?

Michael Wühle
Kapitel 6. Die Herausforderung Nachhaltigkeitsmanagement

Ein professionelles Nachhaltigkeitsmanagement basiert auf der konsequenten Anwendung aller drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – der ökonomischen, der ökologischen und der sozialen Dimension. Der einzigartige Nutzen eines Nachhaltigkeitsmanagements entsteht aus der Struktur der drei gleichwertigen tragenden Säulen der Nachhaltigkeit. Dadurch wird Nachhaltigkeitsmanagement in jeder Dimension positive Effekte generieren. Diese positiven Effekte unterstützen und stärken sich zudem noch gegenseitig.

Michael Wühle
Kapitel 8. Ökobilanz und CO2-Fußabdruck – zwei Seiten einer Medaille?

Eine Ökobilanz und ein CO2-Fußabdruck sind zwei Aspekte ein und der selben Sache. Sie sind beide notwendig, um ein Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit zu transformieren. Beide Seiten der Medaille führen zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Mit einer Ökobilanz werden sämtliche Umweltwirkungen betrachtet, die ein Unternehmen, eine Kommune, eine Organisation jeglicher Art verursacht. Der CO2-Fußabdruck betrachtet davon eine Teilmenge, die CO2eq-Emissionen, die von einer Organisation direkt oder indirekt verursacht werden.

Michael Wühle

Open Access

7. Alltagsmobilität und Erreichbarkeit: Schlüsselfaktoren für Teilhabechancen und Bleibeorientierungen der Geflüchteten in ländlichen Regionen

Das Kapitel nimmt die Rolle von Alltagsmobilität in den Blick und bestätigt deren Stellenwert für die Teilhabe von Geflüchteten in ländlichen Regionen. Ein zentraler Faktor hierfür ist der Zugang zum motorisierten Individualverkehr. Geflüchtete nehmen dies wahr, passen sich den lokalen Mobilitätspraktiken an, entwickeln aber auch eigene Strategien im Umgang mit der bestehenden Mobilitätssituation. Werden sie dabei von lokaler Politik und Zivilgesellschaft unterstützt, kann das wesentlich dazu beigetragen, mobilitätsbedingte Exklusion zu verringern.

Peter Mehl, Stefan Kordel, Diana Meschter, Hanne Schneider, David Spenger, Tobias Weidinger
1. Modelle und Vorgehensweisen der Produktentwicklung

Die Integrierte Produktentwicklung (IPE) ist einer der bekanntesten Integrationsansätze zur Unterstützung der Produktentwicklung [GeBa–2002], die nicht auf bestimmte Branchen beschränkt ist. Sie entstand aus der Notwendigkeit, alle an der Entstehung eines Produkts beteiligten Bereiche (vom Marketing über die Herstellung bis zum Vertrieb) über geeignete Maßnahmen in die Produktentwicklung zu integrieren, arbeitsteilige Organisationsformen zu überwinden und den Blick über die Lösung technischer Probleme hinaus auch auf die dazugehörenden Abläufe zu richten [Olss–1985, Ehrl–1995, Burc–2001]. IPE fokussiert sich auf folgende Ziele [Naum–2005]:

Sándor Vajna, C. Burchardt, P. Le Masson, A. Hatchuel, B. Weil, T. Bercsey†, F. Pilz
Kapitel 6. Marktordnungen: Infrastrukturnetze

In den diversen Netzbereichen entstanden seit den 1950er nur sehr allmählich gemeinschaftliche Markt- und Wettbewerbsordnungen. In kaum einem Wirtschaftssektor vollzog sich die Transformation so langsam, allerdings auch so fundamental. Ursächlich für den langen Anlauf waren die monopolistische Organisation der Märkte, die Erbringung gemeinwirtschaftlicher Leistungen durch öffentliche (und private) Unternehmen, die gegenseitige Abhängigkeit der Netze innerhalb der übergeordneten Netzbereiche Kommunikation, Verkehr und Versorgung sowie die im Detail sehr unterschiedlichen Marktordnungen. Ab den späten 1970er Jahren setzte dann ein Wandel dahingehend ein, dass die generelle Wettbewerbsordnung der Gemeinschaft bei einzelnen Netzen immer öfter gegen nationale Widerstände durchgesetzt wurde. Es entstanden völlig neue Markt- und damit Wettbewerbsordnungen, die die alten monopolistischen zurückdrängten.

Gerold Ambrosius, Christian Henrich-Franke
6. Artificial Intelligence, Big Data, Cloud Computing und Internet of Things

Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, werden Sie in der Lage sein:

Univ.- Prof. Dr. Bernd W. Wirtz
5. Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung

Soll das Überleben der Menschheit auf unserem Planeten in einem annehmbaren Zustand langfristig gesichert werden, sind radikale gesellschaftliche Veränderungen erforderlich, wobei kritisch zu sehen ist, ob Radikalität und Geschwindigkeit dieser Veränderungen einen Systemkollaps überhaupt noch verhindern können. Diese Veränderungen müssen sowohl über politische Restriktionen zur Einhaltung der planetaren Leitplanken – der verträglichen Grenzen der Belastbarkeit unseres Planeten – als auch über individuelle Verhaltensänderungen herbeigeführt werden. Sie wirken sich auch auf Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen aus.

Hartwig Haase
25. Wirtschaftlichkeitsaspekte im IDE

Die Wirtschaftlichkeit des IDE an sich ist, wie Erfahrungen aus der Praxis mit vergleichbaren Ansätzen zeigen (beispielsweise findet sich eine umfangreiche Sammlung solcher Erfahrungen in [EhMe–2017]), von vorneherein gegeben. Sie braucht daher hier nicht weiter betrachtet zu werden, denn

Sándor Vajna
3. Grundlagen des Integrated Design Engineering

Das Integrated Design Engineering (IDE) ist Weiterentwicklung und Erweiterung des Magdeburger Modells der Integrierten Produktentwicklung (IPE [Burc–2001], Abschn. 1.5 ). Es enthält zusätzlich Elemente der Dynamischen Produktentwicklung ([Otto–1996], Abschn. 1.4), der nutzerorientierten Gestaltung (user-centred design, beispielsweise [ISO 9241–210]), der nachhaltigen Produktentwicklung (beispielsweise [Rutt–2012], [Haas–2020], Kap. 12 ), des Design for X [BoDe–2003, Meer–1994] und der Arbeits- und Organisationspsychologie [Aamo–2015]. Das IDE ist humanzentriert, denn der Mensch mit seinen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Qualifikationen steht mit allen seinen Aktivitäten bezüglich Planung, Entwicklung, Herstellung, Nutzung, Instandhaltung und Rückführung von Produkten (und den damit möglichen Beeinträchtigungen) im Mittelpunkt aller Betrachtungen im IDE. Im IDE kann der Mensch unterschiedliche Rollen einnehmen, nämlich die des Kunden (Käufer, Nutzer, Sponsor, Mäzen) oder die des Anbieters (Entwickler, Hersteller, Händler, usw.) oder er kann von Aktivitäten im Produktlebenszyklus des Produkts betroffen sein (Kap. 4 ). Nur der Mensch kann Wissen erzeugen, akquirieren, anwenden und weitergeben und damit alle Aktivitäten im IDE gestalten und regeln. Das IDE ermöglicht die Entwicklung solcher Produkte, die sich in jeder Beziehung auf das Wesentliche beschränken (Suffizienz); es trägt damit zum nachhaltigen Entwickeln von nachhaltigen Produkten bei. Das IDE ist aufgrund seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eingebettet in das zu dem jeweiligen Thema dazugehörende (aktive und latente) Wissen (zur Wissensintegration siehe Kap. 17 ).

Sándor Vajna
23. Mechatronik

Der Begriff „Mechatronics“ (deutsch „Mechatronik“) wurde erstmals 1969 von Ko Kikuchi in Japan geprägt [VDI–2206, HaTF–1996]. Dieses Kunstwort verschmilzt die englischen Begriffe mechanism („mechanics“) und electronics und drückt damit primär die Verbindung zwischen Mechanismen (Mechanik beziehungsweise Maschinenbau) und Elektronik (einschließlich Elektrotechnik) aus. Durch die Fortschritte im Bereich Mikroelektronik und Mikroprozessortechnik hat sich später auch die Informationstechnik zu einem wesentlichen Bestandteil der Mechatronik entwickelt [VDI–2206]. Nicht nur dadurch unterliegt die Bedeutung des Begriffs Mechatronik seit dessen Entstehung einem kontinuierlichen Wandel, umfasst – entsprechend den Fortschritten in den verschiedenen technischen Disziplinen – inzwischen deutlich weitere Bereiche als zu Beginn und ist nach wie vor im Fluss. Dies belegen die zahlreichen, zum Teil unterschiedlichen Definitionen und Ausführungen dazu etwa in [Desi–2005, Ehrl-2007, HeGP–2007, Iser–2005, Rodd–2006, VDI–2206, VWZH–2018].

Klaus Zeman
2. Produkte und Produktlebenszyklus im IDE

Eines der wesentlichen Ziele jedes Unternehmens ist es, nur solche Produkte auf den Markt zu bringen, deren Leistungsvermögen und Verhalten beim Erbringen dieser Leistung von Kunden und Nutzern gewünscht wird und die aufgrund dieser Eigenschaften dem Unternehmen zu kontinuierlich hoher Rentabilität und finanzieller Stabilität, zu hoher Akzeptanz bei allen gesellschaftlichen Gruppierungen und möglicherweise auch zur Marktführerschaft verhelfen. Um dieses Ziel zu erreichen und langfristig zu sichern, müssen Produkte, Prozesse und Organisationen im Unternehmen entsprechend gestaltet und abgestimmt werden. Allerdings sind Produkte, Prozesse und Organisationen auf vielfältige Weise miteinander gekoppelt und beeinflussen sich laufend gegenseitig. Eine isolierte Betrachtung dieser drei Elemente führt daher nicht zum gewünschten Ziel.

Sándor Vajna
14. Bereichsintegration

Die Bereichsintegration im IDE stellt sicher, dass Wissen und Informationen in Form von Ergebnissen, Entscheidungen, Auswirkungen und Einflüssen von der Produktentwicklung in alle anderen Bereiche des Produktlebenszyklus und zurück fließen können. Die Integration erfolgt in erster Linie über die Mitarbeiter aus den in Frage kommenden Bereichen und erst danach über organisatorische, methodische und technische Maßnahmen.

Sándor Vajna
11. Instandhaltbarkeit

Um Betriebskosten und Stillstandszeiten durch ungeplante Ausfälle zu reduzieren, ist eine gute Instandhaltbarkeit technischer Produkte, Anlagen oder Systeme notwendig. Insbesondere bei Investitionsgütern wie beispielsweise Produktionsanlagen spielt deshalb die Instandhaltbarkeit der Systeme eine wichtige Rolle. Qualitativ beschreibt die Instandhaltbarkeit die Leichtigkeit, mit der Instandhaltungsarbeiten an einem Produkt, einer Anlage oder an einem System durchgeführt werden können.

Frank Müller, Martin Dazer, Bernd Bertsche
12. Nachhaltige Produktentwicklung

Nachhaltigkeit ist eine Strategie zur gegenseitigen Verklammerung von Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie mit dem Ziel, eine Entwicklung zu fördern, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht und dabei die Möglichkeiten zukünftiger Generation nicht einschränkt [Beys-2012]. In einer ergänzenden Definition zur Nachhaltigkeit, der intragenerationelle Gerechtigkeit, wird zusätzlich das Augenmerk auf eine sozial gerechte Entwicklung in der heutigen Generation gelegt (siehe hierzu [LSRH–2012, UnNa–1992]), insbesondere in Bezug auf benachteiligte Gruppen beziehungsweise den Einwohnern der armen Ländern der Welt (siehe dazu auch [Prah–2002]).

Martin Wiesner
9. Produzierbarkeit

Im IDE kann kein Produkt ohne Produktentwicklung produziert werden. Genauso ist es nicht sinnvoll, ein Produkt zu entwickeln, ohne dabei die Produktion dieses Produkts zum Ziel zu haben (auch wenn das Produkt nicht beim Anbieter selbst, sondern bei Dritten produziert wird). Es spielt außerdem keine Rolle, ob es sich dabei um ein dingliches, ein nicht-dingliches Produkt oder Kombinationen daraus handelt, da die wesentlichen Entwicklungsaktivitäten vergleichbar sind (zu den möglichen Variationen beim Erzeugen dinglicher oder nicht-dinglicher Produkte und den daraus möglichen Kombinationen siehe beispielsweise die Abb. 2.10. 2.13, 2.14 und 2.15). Die Produktion eines dinglichen Produkts umfasst die Materialwirtschaft, die Fertigung, die Montage und das Prüfwesen, die damit verbundene Logistik und die dazu verwendeten Steuerungsmechanismen und Unterstützungsmaßnahmen (beispielsweise CAM- und ERP-Systeme).

T. Ehlers, R. Lachmayer, T. Halle, S. Vajna

Open Access

17. Unternehmensdaten – Informationen aus gewachsenen, komplexen Systemen herausarbeiten

Viele Datenanalyse-Projekte gehen nicht über die Phase des Prototypings hinaus. Im vorliegenden Kapitel werden Herausforderungen und Lösungsansätze für die Arbeit mit Daten im Unternehmenskontext betrachtet, die bereits frühzeitig eine spätere Inbetriebnahme begünstigen sollen. Besonderer Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit unterschiedlichen, fehlerbehafteten Datenquellen sowie der organisatorischen Ebene.Zu Beginn wird die Planung eines ersten Projekttreffens thematisiert. Dazu gehört, welche Akteure sich zu welchen Fragen austauschen sollten. Anschließend werden verschiedenste Datentypen und typische Probleme mit verbreiteten Datenquellen besprochen. Mit dem Werkzeug der „Live Working Sessions“ wird danach ein schlichtes Konzept vorgestellt, mit dem die gemeinsame Arbeit der Projektpartner so gestaltet werden kann, dass möglichst früh eine durchgängige, praktikable Datenpipeline entsteht. Es wird beschrieben, wie die direkte Umsetzung einer solchen dazu beiträgt, potenzielle Probleme in der IT-Infrastruktur bereits während des Prototypings anzugehen, um erste Tests zur Einbindung der Analyse-Ergebnisse in die Unternehmensstruktur realisieren zu können.

Philipp Schlunder, Fabian Temme

Open Access

6. Bewertung von Unternehmensdatenbeständen: Wege zur Wertermittlung des wertvollsten immateriellen Vermögensgegenstandes

Dieser Beitrag stellt dar, welche Chancen und Herausforderungen mit der Bewertung von Daten sowie der Abbildung monetärer Datenwerte verbunden sind und geht auf mögliche Lösungsansätze zur Bewertung von Unternehmensdatenbeständen, insbesondere im Kontext der industriellen Produktion, ein. Zunächst werden Grundlagen zur Charakterisierung, Nutzung und Verwertung von Daten sowie bestehende Methoden zur Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen dargestellt. Darauf aufbauend werden Chancen und Herausforderungen spezifiziert, potenzielle Lösungsansätze zur Datenbewertung abgeleitet und anschließend Anforderungen für die Datenbewertung beschrieben sowie die nutzenorientierte Datenbewertung skizziert.

Hannah Stein, Florian Groen in’t Woud, Michael Holuch, Dominic Mulryan, Thomas Froese, Lennard Holst
Kapitel 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
Kapitel 6. Pandemie und Klimakrise

Corona hat die Herausforderungen des Klimawandels zu Beginn der Pandemie erst einmal in den Hintergrund gedrängt. Zumindest bis die Flutkatastrophe im Sommer 2021 – insbesondere in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz- uns die unfassbaren Auswirkungen vor Augen geführt hat. Kleine Bäche werden zu reißenden Flüssen, überflutete Straßen mit schwimmenden Autos, einstürzende Häuser und Brücken und nicht zuletzt die vielen vielen Toten und Verletzten. Auch wenn die Flutkatastrophe im Sommer 2021 nicht unmittelbar durch den Klimawandel ausgelöst worden ist, so ist sie dadurch verstärkt worden. Darüber hinaus haben die Waldbrände in Teilen Südeuropas, Kanadas und Sibiriens den Eindruck der dramatischen Folgen des Klimawandels untermauert. Vielleicht wird die Corona-Pandemie mit Impfungen und Schutzmaßnahmen irgendwann beherrschbar sein, aber die nächste Pandemie wird kommen. Und auch die Klimakrise wird bleiben und sich verschärfen, wie dies der Bericht des Weltklimarats vom August 2021 und die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow im November 2021 bestätigt haben.

Christa Reicher, Dr. Jürgen Tietz
2. Besonderheiten des digitalen Pricing

Informationsangebote (Software, Online Content, digitale Services etc.) unterliegen anderen ökonomischen Spielregeln als Produkte und persönliche Dienstleistungen. Die Eigenschaften und Rahmenbedingungen von digitalen Angeboten sind für die Preisgestaltung von großer Bedeutung. Sie sind bei der Definition der Preisstrategie und der Konzeption von Preisstrukturen zu berücksichtigen. Die insgesamt stärkste Wirkung der Digitalisierung auf das Pricing besteht in einer deutlich erhöhten Preis- und Nutzentransparenz.

Frank Frohmann
8. Pricing-Prozess Teil 3: Struktur – Schritt 2: Preismodelle

Eines von zahlreichen Motiven dieses Buches ist die Darstellung des Zusammenspiels von Geschäftsmodell, Erlösmodell und Preisprozess. Ausgangsbasis des Preismanagements für digitale Produkte ist das Geschäftsmodell (Kap. 3 ). Es geht um ein klares Verständnis für die eigenen Mehrwerte und die zugrunde liegenden Wertschöpfungsprozesse. Daraus resultieren potenzielle Erlösquellen und Erlöspartner (Kap. 4 ). Auf Basis des Erlösmodells werden passende Preismodelle abgeleitet. Preismodelle („How to charge?“) definieren die qualitative Grundlage, auf die sich quantitative Preisniveaus („How much to charge?“) beziehen. Preismodelle sind Systeme mit mehreren interagierenden Teilen. Gegenstand der Preismodellierung ist die Beantwortung der Fragen wofür, wann, von wem und auf Basis welcher Parameter der Preis gebildet wird. Digitalisierung bietet enorme Chancen zur Differenzierung im Pricing. Nicht über den Preisbetrag als solchen (den „Zähler“ der Preisformel), sondern über das Preismodell (den „Nenner“ des Preises). Zahlreiche Erfolgsbeispiele belegen, dass sich innovative Preismodelle sehr stark auf den wahrgenommenen Kundennutzen auswirken. Die Aufmerksamkeit des Kunden wird bei nutzenbasierten Bemessungsgrundlagen auf die Leistung oder den Ertrag des Angebots verlagert. Innovative Preismodelle führen nicht nur zur besseren Monetarisierung des Nutzens, sondern sind ein eigenständiger Werttreiber für den Kunden: Sie erhöhen den Value-to-Customer (und werten damit das Geschäftsmodell auf)! Die Konsequenz daraus: Preismanagement ist nicht nur „Wertabschöpfung“ (Monetarisierung). Pricing kann auch zur Wertgenerierung beitragen.

Frank Frohmann
11. Pricing-Prozess Teil 4: Implementierung

Auf die Optimierungsschritte im Rahmen der Preisstruktur folgt die Implementierung von Preisen im Markt. Listenpreise sind der Ausgangspunkt für Preisverhandlungen. Der eigentliche Preisparameter in der Diskussion mit den Kunden ist der Rabatt oder – umfassender formuliert – das Konditionensystem. Zielgruppen und Verhandlungspartner unterscheiden sich in vielfältiger Weise. Das Konditionensystem muss diese Kundenunterschiede reflektieren. Deshalb wird ein Listenpreis mit Blick auf die Zielpositionierung (Value-to-Customer) definiert. Dieser Bruttopreis ist Ausgangspunkt für eine Rabattdifferenzierung, bei der attraktive Kunden gezielte Anreize erhalten. Der Value-of-Customer, d. h. die Bedeutung des Kunden für das Unternehmen, wird mit entsprechenden Preisabschlägen belohnt.

Frank Frohmann
Kapitel 11. Der Hebel „Investitionen“

Investitionen sind die Treibmittel zur Entwicklung des Unternehmens. Es gibt keine Entwicklung ohne Investition von Zeit und Geld heute mit der Erwartung einer positiven Wirkung in der Zukunft. Aber es gibt auch das Risiko von Fehlinvestitionen. Sehr große Fehlinvestitionen, die mit teuren Krediten finanziert sind, können existenzbedrohend sein.

Hermut Kormann
Kapitel 8. Energiekennziffern des Gewerbes der Möbelherstellung, der Reparatur und Installation von Maschinen sowie sonstiger Waren

Kennziffern zur Energieeffizienz des Wirtschaftszweiges WZ08-31, Herstellung von Möbeln für das Jahr 2020. Die Kennziffern stellen den Mittelwert von 997 Betrieben dieses Wirtschaftszweiges in Deutschland dar.

Jörg Lässig, Tino Schütte, Wilhelm Riesner
Kapitel 9. Geschäftsmodelle

Die additive Fertigung ist neben den immer vorhandenen Pre-, In- und Postprozessen auch unternehmenstypologisch in eine Kette von Prozessen eingebettet, die in ihrer Struktur das jeweilige Geschäftsmodell abbildet. Die folgenden Abschnitte behandeln die Idee dieser Geschäftsmodelle / Business Cases und die sich daraus ergebenden Prozessketten sowie die Fragen nach den Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der additiven Fertigung im Kontext der Prozessketten. Es werden exemplarisch zehn typische Business Cases skizziert. Real sind Mischformen und weitere Business Cases zu finden. Wir beschreiben im Folgenden kurz die jeweiligen Business-Cases, geben stichpunktartig die Prozesskette wieder und diskutieren Stärken und Schwächen des jeweiligen Geschäftsmodells.

Roland Lachmayer, Tobias Ehlers, Rene Bastian Lippert
Kapitel 6. Praxiskosten

Kostenmanagement ist in Arztpraxen mitunter ein schwieriges Thema. Häufig wird es emotional diskutiert oder gar aus medizin-ethischen Gründen tabuisiert. Dabei geht es aus betriebswirtschaftlicher Sicht überhaupt nicht darum, Patienten, Behandlungsmethoden oder Praxisangehörige als Kostenfaktoren zu betrachten. Vielmehr ist eine wirksame, nachhaltige Kostensteuerung in Arztpraxen wichtig, damit ein möglichst großer ökonomischer Spielraum für eine bestmögliche medizinische Versorgung erhalten bleibt. Die betriebswirtschaftliche Praxisführung bietet hierzu ein breites Instrumentarium: Kostenrechnungsarten, Verfahren zur Kostensteuerung und Methoden zur Kostenreduzierung auf der Basis des betrieblichen Rechnungswesens. Anhand von zahlreichen Beispielen wird die Funktionsweise verschiedener Methoden in diesem Kapitel erläutert.

Andreas Frodl
Kapitel 2. Praxisfinanzierung und -investition

Praxisinvestitionen und -finanzierungen sind Themen, mit denen jede Praxis im Laufe ihrer Existenz konfrontiert wird. So ist von Zeit zu Zeit in die Erneuerung von Praxisräumen zu investieren, die Behandlungseinrichtungen sind zu modernisieren oder die ärztliche Niederlassung ist finanziell zu stemmen. Gerade bei der Inanspruchnahme von Fremdkapital kann aufgrund mangelhafter Gestaltung der Finanzierung dabei viel Geld verloren gehen. Investitionsalternativen werden häufig auch unzureichend bewertet, sodass Eigen- oder Fremdkapital unvorteilhaft investiert wird. Auch ist das Thema Liquidität nicht zu unterschätzen, denn bei Finanzierungsengpässen und drohender Zahlungsunfähigkeit steht rasch die wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel. Das Kapitel zeigt Verfahren zur Bewertung von Investitionsalternativen auf, weist auf einzelne Finanzierungsmöglichkeiten und deren Gestaltungsaspekte hin und stellt wichtige Methoden zum Liquiditätsmanagement dar. Anhand von Rechenbeispielen wird die Funktionsweise verschiedener Methoden erläutert.

Andreas Frodl
Kapitel 8. Praxiscontrolling

Die Koordination von Planung und Kontrolle mit der Steuerung der Informationsversorgung wird in der Arztpraxis durch das Controlling wahrgenommen. Es besteht somit nicht nur aus der Tätigkeit des Kontrollierens und der Wahrnehmung von Kontrollfunktionen im laufenden Praxisgeschehen. Das Controlling hat als Aufgabe, die Entscheidungsträger in der Arztpraxis mit Informationen zu versorgen, die für die Planung, Steuerung und Kontrolle des Praxisbetriebs erforderlich sind. Dazu werden in diesem Kapitel vergleichende Controllinginstrumente und Möglichkeiten zur Steuerung mit Praxiskennzahlen aufgezeigt. Eng verbunden mit dem Controlling ist das Risiko- und Krisenmanagement der Arztpraxis. Hierfür sind Schutzziele zu definieren und die erforderlichen Kontrollmechanismen in Form von Risiko- und Krisenmanagementsystemen für die Arztpraxis in die betrieblichen Abläufe zu integrieren.

Andreas Frodl
Kapitel 5. Praxisorganisation

Der Rahmen für die Organisation einer Arztpraxis ist in Form von Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen vorgegeben. Neben diesen externen Ordnungsfaktoren benötigt die Praxis wie jedes System, in dem Menschen arbeiten, um Leistungen zu erstellen, eine interne Ordnung der einzelnen Arbeitsabläufe sowie Regeln, die die tägliche Arbeit bestimmen. Die einzelnen Aufgaben in der Arztpraxis sind so zu regeln, dass eine möglichst erfolgreiche und effiziente Funktionsfähigkeit erreicht wird. Dazu muss die Gestaltung der Arbeitsabläufe, die Zusammenarbeit zwischen den Praxisangehörigen sowie der Einsatz der organisatorischen Hilfsmittel in ein betriebliches Ordnungssystem gebracht werden. Das vorliegende Kapitel befasst sich mit den organisatorischen Grundlagen der Arztpraxis, der Aufbau- und der Ablauforganisation, weist auf die Bedeutung der Prozessorganisation und der Organisationsentwicklung hin und zeigt die Einsatzmöglichkeiten von Organisationsinstrumenten und -techniken im Praxisalltag auf. Mit der Behandlungs-, Abrechnungs- und Hygieneorganisation werden beispielhaft organisatorische Besonderheiten in Arztpraxen behandelt, ebenso wie die Organisation der Abfallentsorgung und des Umweltschutzes. Hinweise zur Selbstorganisation für die Praxisangehörigen und zur digitalen Praxisorganisation schließen die Darstellung ab.

Andreas Frodl
3. Problemlösungsverhalten

Fehlerfreie, schnelle und kostengünstige Anlagenprojektierungen bzw. -auslegungen erfordern eine methodische und strukturierte Herangehensweise an die jeweilige Problemstellung. Geeignete Werkzeuge hierfür stellt die sogenannte „Systemtechnik“zur Verfügung. Nach einer Einführung in die Denk- und Arbeitsweise dieser interdisziplinären Wissenschaft, werden anschließend Hinweise und Beispiele für ihre Anwendung im Rahmen der Projektierung von Schüttgutanlagen dargestellt.

Peter Hilgraf
12. Wirtschafts- und Sozialkunde

Fred Burmeister (22 Jahre alt) ist Auszubildender der Nordbank AG im zweiten Ausbildungsjahr. Er hat bereits mehrfach gegen die Bestimmungen des Bundesdatenschutz- Grundverordnung verstoßen und ist mit Kundendaten fahrlässig umgegangen. Aus diesem Grund hat er auch schon 2 Abmahnungen von der Personalabteilung erhalten. Am 5. September erfährt sein Ausbildungsleiter von einem erneuten Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Daraufhin kündigt er Herrn Burmeister am 6. September schriftlich. Vorher hatte der Ausbildungsleiter telefonisch ein Betriebsratsmitglied, mit dem er befreundet ist, von der Kündigung unterrichtet. Stellen Sie fest, warum die Kündigung nicht rechtswirksam ist! Nutzen Sie für Ihre Antwort die unten aufgeführten Gesetzestextauszüge!

Wolfgang Grundmann, Marion Leuenroth, Rudolf Rathner
3. Elementare Begriffe

Das vorliegende Kapitel skizziert die grundlegenden Begriffe der Technischen Zuverlässigkeit sowie der damit verbundener Fachdisziplinen als Grundlage für ein Verständnis der nachfolgenden Kapitel. Die Erläuterung der elementaren Begriffe baut auf Definitionen in den einschlägigen Standard- und Normungswerken auf. Die Darstellung der Begriffe wird punktuell um eine technische Sichtweise ergänzt, um das Verständnis im ingenieurwissenschaftlichen Anwendungskontext zu erleichtern. Zunächst werden Begriffe der Statistik und der technischen Spezifikation erläutert, Abschn. 3.1. Die Analyse der Technischen Zuverlässigkeit basiert auf der Untersuchung von Merkmalen, ergo stehen Produkt- und Prozessmerkmale sowie deren Ausprägungen im Mittelpunkt von Abschn. 3.2. Hernach folgt die ausführliche Diskussion und Erklärung elementarer Begriffe der Technischen Zuverlässigkeit und Instandhaltung, Abschn. 3.3. Technische Analysen erfolgen in der Regel unter Zuhilfenahme von Mess- und Prüfprozessen; die grundlegenden Begriffe werden in Abschn. 3.4 aufgezeigt. Da Zuverlässigkeitsanalysen häufig zur Substanziierung einer Risikoquantifizierung dienen, bilden die Begriffe der Risikoanalytik den Mittelpunkt des Abschn. 3.5.

Stefan Bracke
1. Einführung

Ein technisches Produkt zeichnet sich neben einer hohen Funktionalität, einer guten Bedienbarkeit sowie einem ansprechenden Design durch eine hohe Technische Zuverlässigkeit aus. Das vorliegende Kapitel leitet in das Themenfeld Technische Zuverlässigkeit ein und erläutert den Aufbau des Buches . Des Weiteren wird ein kurzer Einblick in die Historie der Fachdisziplin Technische Zuverlässigkeit in Deutschland gegeben sowie die Entwicklung von Zuverlässigkeitsmethoden am Beispiel der Methoden Fault Tree Analysis (FTA) und Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) in den USA skizziert.

Stefan Bracke
10. Glasbau

Der Werkstoff Glas verfügt, wie Stahl, über elastisches Materialverhalten und besitzt eine hohe Druckfestigkeit. Aufgrund seiner hohen Sprödigkeit ist Glas jedoch nicht in der Lage lokale Spannungsspitzen durch Plastifizierung abzubauen. Die Zugfestigkeit von Glas wird stark von der Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst. Kleinste Mikrorisse in der Oberfläche führen zu Spannungsspitzen und am Ende zum spontanen Versagen des Glases. Die physikalischen Eigenschaften von Basisgläsern sind in der Norm DIN EN 572-1 [9] angegeben und in Tafel 1-1 zusammengefasst dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weller, Prof. Dr.-Ing. Stefan Reich, Dr.-Ing. Jan Wünsch
Kapitel 9. Betriebstechnik der Rangierbahnhöfe

Rangierbahnhöfe sind die Sortieranlagen des Einzelwagenverkehrs. Durch das beim Auflösen und Bilden der Züge angewandte Rangieren durch Schwerkraft im Ablaufbetrieb unterscheiden sich die Prozesse in einem Rangierbahnhof grundlegend von den sonst für Zug- und Rangierfahrten angewandten Verfahren. Weichen werden unter Aufgabe des Fahrstraßenprinzips einzeln zwischen den ablaufenden Wagen umgestellt. Die Geschwindigkeit der ablaufenden Wagen wird fahrwegseitig durch Gleisbremsen gesteuert.

Jörn Pachl
4. Komponenten und Bauteile

Hydraulik und Pneumatik sind in der Lage, auf begrenztem Raum größere Stellkräfte und Momente bereitzustellen. Im vorliegenden Kapitel werden die statischen und dynamischen Eigenschaften sowie die Wirkmechanismen der Bauteile und Komponenten vorgestellt. Insbesondere die dynamischen Eigenschaften sind für die Simulationsrechnung im nachfolgenden Kapitel von Bedeutung.

Holger Watter
8. Entgeltgestaltung

Kapitel 8 behandelt ausgewählte Aspekte der Entgeltgestaltung in Non-Profit-Organisationen. Hier sind einige Besonderheiten zu beachten. So unterscheidet zunächst die Gewährung einer Bezahlung die angestellten Mitarbeiter von den freiwillig Engagierten. Dies führt zur bereits beschriebenen Personalstruktur von Non-Profit-Organisationen. Das Kapitel stellt zunächst die grundlegende Systematik der Entgeltfindung dar. Das sozialwirtschaftliche Dreieck wird als Rahmenbedingung der Entgeltgestaltung vorgestellt, die Rechte der Mitarbeitervertretungen werden dargestellt und die Bedeutung von Tarifverträgen wird diskutiert. Zudem wird auf die Möglichkeit einer Anreizgestaltung durch eine leistungsorientierte Vergütung eingegangen. Die Bedeutung des Mindestlohngesetzes für Non-Profit-Organisationen wird als abschließender Punkt dieses Kapitels aufgegriffen.

Cornelia Jensen
5. Stromsysteme mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien

In diesem Kapitel werden die drei wesentlichen Herausforderungen in Stromsystemen mit hohen Anteilen fluktuierender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien analysiert. Zunächst gilt es einen kurzfristigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage sicherzustellen. Der zweite Punkt ist die Bereitstellung ausreichender gesicherter Leistung (generation adequacy) durch entsprechende Investitionsanreize – wie beispielsweise Kapazitätsmärkte. Drittens muss die Bereitstellung von Systemdienstleistungen, insbesondere Regelenergie sichergestellt sein.

Tim Wawer
3. Aufbau und Betrieb von Stromnetzen

Da es sich bei der Elektrizität um ein netzgebundenes Produkt handelt, ist eine umfangreiche Infrastruktur für den Transport bzw. die Verteilung von elektrischem Strom unabdingbar. Im dritten Kapitel wird der Aufbau der Stromnetze beschrieben und in das Bilanzkreis- und Fahrplansystem eingeführt. Die Wechselwirkungen und Bedeutung von Regel- und Ausgleichsenergie werden erläutert und Einflussfaktoren für den Netzausbaubedarf diskutiert.

Tim Wawer
9. INFOTEIL

Das Grundkapital muss auf einen Nennbetrag in Euro lauten.

Wolfgang Grundmann, Marion Leuenroth
9. Stromhandel in Energieversorgungsunternehmen

Das neunte Kapitel behandelt die Prozesse innerhalb eines Energieversorgungsunternehmens (EVU). Es analysiert das Zusammenspiel von der Marktseite (Portfoliomanagement) und der Kundenseite (Vertrieb) mit der Überwachung durch das Risikomanagement. Es werden kurzfristige und langfristige Beschaffungsstrategien (z.B. Back-to Back-Beschaffung) und Vermarktungsstrategien für Erzeugungsanlagen vorgestellt.

Tim Wawer
Kapitel 3. Elektrizitätswirtschaft, Liberalisierung

Die Elektrizitätswirtschaft befindet sich aufgrund der weltweiten Liberalisierung in einer Umbruchphase. Die Abschn. 3.1 und 3.2 befassen sich ausführlich mit den Fragestellungen, welche sich durch den Wettbewerb stellen. Abschn. 3.3 ist der schweizerischen Variante der Strommarktöffnung gewidmet. Ein Land, welches sich zwar im Zentrum der UCTE befindet, aber nicht den Regeln der Europäischen Union untersteht. Mögliche Auswirkungen sowie die Funktionsweise liberalisierter Elektrizitätsmärkte und das damit verbundene Risikomanagement werden in den Abschn. 3.4 und 3.5 besprochen.

Valentin Crastan, Michael Höckel
5. Kreislaufwirtschaft, erneuerte soziale Marktwirtschaft, erweitertes Verursacherprinzip und fast grenzenlose technische Fähigkeiten – die Rettung der Schöpfung ist möglich

Wir zeigen, dass die Gier als einer der stärksten menschlichen Antriebe auch genetisch codiert ist. Erst mit dem Kapitalismus konnte sie sich mit einem gewaltigen Zerstörungspotenzial global entfalten und zu einer existenzbedrohenden planetaren Bedrohung werden. Deshalb fordern wir in unserer neuen für das Buch erarbeiteten Definition der Kreislaufwirtschaft, dass wirtschaftliche Betätigungen verboten sind, die Mensch und Natur schädigen. Wir plädieren für ein neues erweitertes Verursacherprinzip: Die Kosten für weitestgehendes Recycling müssen in den Preisen für Produkte und Leistungen vollständig abgebildet werden. Mit Anwendung dieses Prinzips ist Kreislaufwirtschaft schon jetzt nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich möglich. Das zeigen wir an repräsentativen Beispielen.

Michael Schäfer, Joachim Ludwig
Kapitel 2. Herausforderungen und Handlungsfelder für die Krankenhausführung

Im Zuge der schrittweisen Entlassung in den Wettbewerb (2004–2017) haben sich die deutschen Krankenhäuser inzwischen von Kosten- zu Profitzentren gewandelt. Treibende Kraft war hier vor allem der Übergang von der Kostenerstattung nach tagesgleichen Pflegesätzen zur Vergütung nach Fallpauschalen (DRG). Trotz der langen Übergangszeit haben die deutschen Krankenhäuser den Systemwechsel unterschiedlich gut gemeistert: Einige haben Leistungsangebot und Effizienz deutlich gesteigert, während dies anderen nicht gelungen ist. Seit Jahren schon schreiben etwa 30 % der Häuser rote Zahlen, und die Covid-Pandemie hat die notwendige Weiterentwicklung vor allem der unwirtschaftlichen Krankenhäuser noch zusätzlich gebremst. Denn auf einmal wurde deren Leerstand von Betten bezahlt, obwohl dieser auch vor der Pandemie schon bestanden hatte! Spätestens jetzt müssen die Krankenhäuser ihre strukturellen Probleme lösen und einerseits die Betriebseffizienz laufend weiter verbessern, andererseits ihr Leistungsangebot bedarfsorientiert gestalten. Soll das gelingen, müssen sie sich den Herausforderungen auf insgesamt sieben Handlungsfeldern stellen: (1) Sicherung der Wirtschaftlichkeit, (2) Rekrutieren und Halten von Fachkräften, (3) Bestehen im Wettbewerb um Patienten, (4) Ausbau der Digitalisierung, (5) Neugestaltung der Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung, (6) Erneuerung der KH-Infrastruktur, (7) Fokussierung auf „Qualität“ als Kernbereich ihrer Weiterentwicklung.

Benjamin I. Behar, Kerstin Eisenbeiß, Frank Löscher, Rainer Salfeld
Kapitel 7. Optimierung der „Hotelleistungen“ – für das Wohlergehen der Patienten sorgen ohne Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren

Patienten begeben sich in ein Krankenhaus, weil sie Heilung und Zuwendung suchen, nicht weil sie einen Urlaub planen. Dennoch sind mit jedem Krankenhausaufenthalt auch Hotelleistungen verbunden, da der stationäre Patient auch beherbergt und verpflegt werden muss. Und diese Hotelleistungen werden im Nachhinein häufig zum zentralen Gesprächsthema, während sie vor einem Krankenhausaufenthalt nur eine geringe Bedeutung haben. Denn man lässt sich dort behandeln, wo man den Fähigkeiten des medizinischen Personals besonders vertraut, nicht wo man besonders gut untergebracht ist und/oder hervorragend essen kann. Dennoch sollte die Hotelleistung nicht zu einem reinen Kostenfaktor degradiert werden. Sie prägt das Image eines Krankenhauses, und es ist erstaunlich, was mit begrenzten Mitteln erreicht werden kann. Zudem ist den Patienten insbesondere auch die Sauberkeit extrem wichtig, weil sie Angst vor übertragbaren „Krankenhauskeimen“ haben und die Sensibilität für Hygiene durch die Covid-Pandemie noch zugenommen hat. Im Kapitel wird deshalb beschrieben, wie man die drei Elemente der Hotelleistung – Speiseversorgung, Reinigung/Hygiene sowie Wäsche – am besten organisieren kann.

Benjamin I. Behar, Kerstin Eisenbeiß, Frank Löscher, Rainer Salfeld
Kapitel 11. Wirtschaftlichkeit – kein hehrer Wunsch, sondern ein Resultat der medizinischen Qualität

Viele Krankenhäuser kämpfen aktuell in Deutschland um eine wirtschaftliche Stabilität und diese ist für das langfristige Überleben essenziell, sofern nicht der Träger zum dauerhaften Ausgleich der Verluste bereit ist. Das dürfte allenfalls bei öffentlichen Trägern der Fall und wettbewerbsrechtlich nur bedingt zulässig sein. Andererseits kann ein ökonomischer Erfolg nur durch hervorragende Medizin und nicht durch eine eigenständig arbeitende „Verwaltung“ erreicht werden, denn von der Breite und Qualität des Leistungsangebots hängt die Fallzahl und damit der Umsatz eines Krankenhauses ab. Und es werden auch die Kosten im Personal- und Sachkostenbereich steigen, wenn das Leistungsangebot wächst. Die Wirtschaftlichkeit ist also ein Resultat der medizinischen Leistung – gute Medizin ist nicht teuer, sondern die Voraussetzung für eine stabile Ökonomie. Kernaufgabe des kaufmännischen Bereichs ist es, den Medizinern aufzuzeigen, welche wirtschaftlichen Folgen sich aus dem klinischen Betrieb das Krankenhauses ergeben. Zu jedem Zeitpunkt müssen Kennzahlen die ökonomische Leistung des Krankenhausbetriebs abbilden, ein partnerschaftlicher Planungsprozess zwischen Medizinern und Ökonomen sollte rollierend betrieben werden, und die Liquidität ist zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen.

Benjamin I. Behar, Kerstin Eisenbeiß, Frank Löscher, Rainer Salfeld
Suffizient wohnen in der Nachfamilienphase – Umrisse eines sozial-ökologischen Begrenzungskonzepts

Ausgehend vom Konzept der Konsumkorridore skizzieren wir die Grundzüge eines sozial-ökologischen Begrenzungskonzepts. Dabei beziehen wir uns auf die Diskussion um geschützte Bedürfnisse und setzen diese mit sozialen und ökologischen Grenzen in Beziehung. In einem zweiten Schritt schlagen wir Kriterien vor, mit denen sich erfolgsversprechende Gelegenheitsfenster für eine Begrenzung von Konsummustern identifiziert lassen. Am Beispiel des Wohnens im Übergang von der der Familien- zur Nachfamilienphase diskutieren wir gestützt auf empirische Daten Gestaltungsspielräume für eine Veränderung von Konsumpraktiken hin zu nachhaltigeren Konsumkorridoren.

Immanuel Stieß, Lukas Sattlegger, Luca Raschewski, Konrad Götz
Entwicklung eines Entgeltsystems

Aus den Überlegungen zu Sinn und Zweckmässigkeit von Entgeltsystemen lässt sich ableiten, dass die klassischen Entgeltkomponenten quasi zeitlos sind. Sie bleiben unabhängig von gesellschaftlichen oder politischen Strömungen auf die Stellenanforderungen, auf die Erfahrung der Person, ihre Leistung, ihren Erfolg und auf den Erfolg der Organisation fixiert, in die sie eingebettet ist.

Gerd Ulmer
Kapitel 2. Planung von Flugplätzen

Die Planung von Flugplätzen umfasst verschiedene Planungsebenen. In Abhängigkeit des jeweiligen Projektes und des Projektstandes müssen unterschiedliche Planungsebenen und damit verbundene Planungsprozesse beachtet werden. Innerhalb dieses Kapitels werden die einzelnen Ebenen, von der Bundesebene bis hin zu den Honorar- und Leistungsphasen gem. HOAI, näher erläutert.

Ulrich Häp, Christina Pastor Brandt
Kapitel 1. Entwicklung im Luftverkehr

Die Beschreibung der Entwicklung des Luftverkehrs umfasst einerseits die historische Entwicklung und andererseits die infrastrukturelle Entwicklung. Auf Basis der infrastrukturellen Entwicklung werden allgemeine Planungsgrundlagen erläutert und strukturiert. Dies beinhaltet die Erklärung der Organisationen im Luftverkehr sowie die resultierenden Vorschriften und Richtlinien.

Ulrich Häp, Christina Pastor Brandt
6. Auf dem Weg zum digitalen Kulturwandel: ein Leitfaden für Immobilienunternehmen

Obwohl Digitalisierung als Trend wahrgenommen wird, ist es eher ein permanenter dynamischer und mehrdimensionaler Wandlungsprozess – verstanden als digitaler Kulturwandel, der uns dauerhaft begleiten wird. Der Wandel verändert unseren Alltag, unsere Arbeitswelt und die Art und Weise unseres ganzen Lebens in einem noch nie dagewesenen Tempo. Mit zunehmenden technologischen Möglichkeiten gewinnt diese Herausforderung im 21. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung und bringt sowohl Risiken aber vor allem auch Chancen mit sich.

Julia Eder
24. Innovative Materialien, Verfahren und Technologien des Brandschutzes zur nachhaltigen Gebäudeeffizienzsteigerung

Wenn man über Brandschutz spricht, dann muss man den Unterschied zwischen Feuer und Brand verstehen. Das Feuer ist das Ergebnis eines brennenden Mediums, welches sich durch Lichterscheinungen und Wärmeerzeugungen bemerkbar macht. Erfolgt das Feuer gewollt und kontrolliert, dann spricht man von Nutzfeuer und positiven Assoziationen wie Lagerfeuerromantik. Mit Brand hingegen wird oft das unkontrollierte Brennen von Materialien verstanden, welches einen Brandschaden als Folge herbeiführt. Deshalb werden unter Brandschutz von Gebäuden das Brennen und deren Folgeerscheinungen in Verbindung gebracht. Jährlich sterben in Deutschland durchschnittlich ca. 400–600 Menschen an den Folgen eines Brandes und ca. 6000 Brandverletzen mit Langzeitschäden leiden unter den Folgen einer Brandes. Fast 70 % der Opfer werden nachts im Schlaf überrascht und der Schaden durch Brand beläuft sich bis auf mehrere Milliarden Euro. Die meisten Brandopfer sterben nicht an den Folgen von Verbrennungen sondern durch die Vergiftung an toxischen Rauchgasen. Deshalb ist der Brandschutz von Gebäuden sowohl in der Planung als auch in der Lebenszyklusphase des Gebäudes enorm wichtig.

Seref Diler
22. Plattformlösungen im Handwerk & Zusammenspiel Immobilienwirtschaft

Das Handwerk ist ein wesentlicher Teil im Zusammenspiel mit der Immobilienwirtschaft. In diesem Artikel wird darauf eingegangen, wie vielseitig das Handwerk ist, welche Bereiche das Handwerk im Bereich Immobilie abdeckt, wie digital der Handwerker von heute agiert und welcher Zusammenhang zu Plattformlösungen heute oder in der Zukunft besteht.

Martin Urbanek
10. Innovatives Projektmanagement – 10 Erfolgsfaktoren zur Erreichung der Projektziele

Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Grundgedanke der Systemtechnik, den die Luft- und Raumfahrtindustrie sehr früh aufgenommen hat. In viel extremerem Maße wie in anderen Industriezweigen waren Produkte der Luft- und Raumfahrt auf systemtechnische Analysen angewiesen, da man an Durchführbarkeitsgrenzen stieß. Alles was am Boden ohne allzu große Probleme funktioniert, muss im Weltall unter extremen Gewichts- und Volumenbegrenzungen zuverlässig arbeiten. Die an der Entwicklung eines solchen Systems Beteiligten müssen sich im Interesse der gemeinsamen Zielsetzung zu einem gut funktionierenden interdisziplinären Team zusammenschließen. Die Leitung interdisziplinärer Arbeits- oder Projektgruppen wird schon sehr lange und in zunehmendem Maße auch im Bauwesen, Projektmanagern übertragen, die mit ihren Teams für die Systemoptimierung und Projektrealisierung verantwortlich sind. Als technische Unterstützung bei der Erbringung dieser Leistungen stehen zahlreiche verschiedene softwarebasierte Tools zu Verfügung. So können bspw. Asana, Trello und ähnliche Programme die interdisziplinäre Koordination wesentlich vereinfachen.

Markus G. Viering, Georg Friedrich Bremer
2. Welche Stakeholder und Interessen bestimmen die Zusammenhänge der traditionellen Wertschöpfung?

Im Rahmen der einzelnen Gebäudelebenszyklusphasen Entwickeln/Ankaufen, (Um-)/Planen, (Um-)/Realisieren, Betreiben und Veräußern/Abreißen arbeiten zahlreiche Beteiligte mit unterschiedlichen Geschäfts- und deren Wertschöpfungsmodellen zusammen. Der Bedarf des jeweiligen Kunden der einzelnen Stakeholder ist dabei der Auslöser für die einzelnen Wertstellungspräpositionen und deren Wertschöpfungsprozesse, um für diese Abnehmer das gewünschte Ergebnis zu erzeugen. Mit Unterstützung der Technologien gilt es jetzt zum einen nachhaltiger und effizienter zu werden und zum anderen neue Ökosysteme zu schaffen sowie bestehende Geschäftsmodelle noch effizienter zu gestalten. Zur Vereinfachung sind in deinem Buch die Beteiligten in die Gruppen Investor/Projektentwickler, Projektsteuerer, Architekten/Fachplaner, Ausführende/Generalunternehmer, Material- und Gerätelieferanten und Asset Management/Property Management/FM-Dienstleister usw. geclustert. Weitere Abstufungen wurden nicht gesondert vorgenommen. So sind beispielsweise Abbruchunternehmen den Ausführenden zuzuordnen. In Abhängigkeit der Vergabestrategien in den jeweiligen Projekten kann es sehr unterschiedliche Verbindungen zu Beteiligten, wie zum Beispiel zu Generalplanern oder Generalübernehmern/Totalunternehmer, geben. Die Behörden sind hier auch als eigenständige Gruppe zu betrachten. Gerade auch mit Blick auf Digitalisierungspotenziale, zum Beispiel der Baugenehmigungsverfahren und deren Beschleunigung ist die Genehmigungsbehörde ein wesentlicher Stakeholder zu Beginn des Lebenszyklus, um die Realisierung von Projektideen überhaupt erst zu ermöglichen.

Matthias Mosig, Sara Kukovec, Christoph Jacob
15. Zukunftsweisende Anwendungen digital optimierter Arbeitsvorbereitung zur Kosten und Bauzeitreduzierung im Bauablauf

Im Systembau mit Holz – in diesem Kapitel an den Beispielen von CREE und WoodRocks beschrieben – erfolgt die Arbeitsvorbereitung nicht wie gewöhnlich nach der Planung und Entwicklung des Gebäudes, sondern währenddessen. CREE (kurz für „Creative Ressource and Energy Efficiency“) steht deshalb nicht nur für eine digital optimierte Arbeitsvorbereitung, sondern für einen digital optimierten Bauprozess. Er ist das Ergebnis eines radikalen Umdenkens und basiert auf der Abschaffung des baubegleitenden Planens. In der Systembauweise von CREE planen alle am Bau beteiligten Planer und Gestalter – vom Architekten, Bauphysiker, Statiker, Haustechniker und Elektriker bis zum Innenarchitekten – gleich zu Beginn des Projektes an einem gemeinsamen Tisch. Diese kollaborative Herangehensweise ist nicht nur innovativ, sondern disruptiv, weil sie Wertschöpfungsketten von Grund auf verändert. In der Entwicklung des CREE-Systems wurden Ansätze aus der Kybernetik adaptiert und in den Kontext von Megatrends wie Urbanisierung, Konnektivität oder auch Silver Society gestellt. Ziel ist neben der Einsparung von Bauzeit und Baukosten vor allem die Schonung von Ressourcen und die Reduktion von CO2-Emissionen. Einen Überblick über die wichtigsten Denkschritte in der Entstehung des CREE-Systems bietet die 2015 erschienene, einfach geschriebene und bildstarke Publikation mit dem Titel „Bauen 4.0: Vom Ego zum Lego-Prinzip“

Hubert Rhomberg
31. Welche internationalen Start-Up-Lösungen gestalten die Zukunft der Wertschöpfung nachhaltig durch digitale Technologien und Innovationen?

Ein Start-Up stellt ein neu gegründetes Unternehmen da, das eine innovative Geschäftsidee bzw. Problemlösung aufweist. Die Unternehmensgründung erfolgt mit dem Ziel, stark zu wachsen und die angebotenen Produkte im Markt zu etablieren. Als Grundlage stellt ein innovatives Konzept, Produkt oder Service eine Disruption von altbekannten Produkt- und Geschäftsmodellen da. Eine Disruption ist eine radikale Neugestaltung etablierter Spielregeln, Leistungen, Produkte und Services da. Oft wird auch gleichzeitig ein neuer Kundenbedarf geschaffen der vorher nicht vorhanden war. Dies führt oft zur Verdrängung bestehender Lösungen, Unternehmen und sogar Branchen. Das heißt, Start-Ups können bestehende Strukturen innerhalb weniger Jahre durch ihre innovativen Angebote ersetzen. Im Bereich der Wertschöpfungskette von Planen, Bauen und Betreiben von Immobilien haben sich in den letzten Jahren einige Construction- und Property Technology (Con- und PropTechs) und auf den Weg gemacht und treiben die digitale Transformation der konservativen Bau- und Immobilienbranche nach voran. Führende Universitäten, Industrie und Handelskammern, Forschungsinstitute, Medienunternehmen, Messeaussteller und andere Institutionen unterstützen diese Entwicklung mit dem Ziel, etablierte mittelständische und Großunternehmen mit der Dynamik und Engagement der Start-ups zu verbinden um maximale Synergien herzustellen. Kreative Köpfe aus verschiedenen Disziplinen fördert Ideen und Kooperationen zum gemeinsamen Nutzen für eine erfolgreiche Zukunft der Bau- und Immobilen Branche.

Christoph Jacob
3. Heute unsere positive Zukunft bauen

Die globale Erderwärmung, Verknappung von Ressourcen und eine wachsende Weltbevölkerung stellen zentrale Herausforderungen unserer Zeit dar. Damit einher gehen eine zunehmende Flächeninanspruchnahme, Abfallgenerierung, Verlust von Biodiversität und Auswirkungen von Schadstoffbelastungen in der Umwelt und bei uns Menschen. Da der Gebäudesektor einer der größten Verbraucher von CO2-Emissionen und Ressourcen ist, braucht gerade er eine Mensch- und umweltfokussierte Transformation. Die Bau- und Immobilienbranche steht in der Verantwortung den CO2-Ausstoß und Ressourcenverbrauch zu reduzieren und neue Wege zu gehen, um zukunftsfähig zu sein. Dieser Beitrag erläutert die Grundprinzipien des nachhaltigen Bauens, zeigt was heute schon möglich ist und führt die Leserinnen und Leser von der Theorie in die Praxis.

Christine Lemaitre, Pia Hettinger
26. Digitalisierung im Asset-, Property- und Facility Management – Grundlage für ein nachhaltiges und intelligentes Betreiben und Managen von Immobilien

Das Real Estate Asset Management bildet gemeinsam mit anderen Managementdisziplinen ein Teilstück im mehrstufigen Ansatz des Real Estate Investment Managements. Die Stufen beschreiben die folgenden vier Managementebenen, in welche die unterschiedlichen Managementdisziplinen eingeordnet sind:Dabei umfasst Real Estate Asset Management das strategische Objektmanagement eines Immobilienbestandes im Interesse des Investors oder Nutzers während der Bewirtschaftungsphase auf der o. g. strategischen Objektebene und an den Schnittstellen zur Konzeptions-, Beschaffungs- sowie Verwertungsphase. Ziel ist das Erreichen oder Übertreffen der vom REIM oder REPM vorgegebenen Ziele für ein oder mehrere Objekte, sowie die Identifikation von diesbezüglichen Wert- oder Nutzungssteigerungspotenzialen.

Heike Gündling, Verena Rock, Sarah Schlesinger
23. Der Weg zur autarken Gebäudekonstruktion: Smarte Materialien, Baustoffe und Bauteile sowie deren Interaktion

Unser Planet stellt die Quelle aller Rohstoffe dar, die die Grundsubstanzen unserer bebauten Welt bilden. Rohstoffe unterscheiden sich zum einen in jene, die als Energieträger fungieren (Erdöl, Erdgas etc.) und zum anderen in jene, die als Nicht-Energieträger vorliegen, jedoch als Grundkomponenten zur Baustoffherstellung genutzt werden können (Holz, Natursteine, Metalle etc.). Darunter gibt es erneuerbare und nicht erneuerbare bzw. erschöpfbare Rohstoffe. Eine in der Gesellschaft vorherrschende Problematik ist, dass ein Großteil der Menschheit im Laufe eines Jahres deutlich über ihre Verhältnisse lebt. Seit Jahren wird regelmäßig das Budget an natürlichen Ressourcen deutlich schneller verbraucht, als dieses wiederhergestellt werden kann. Dazu kommt, das vornehmlich industrialisierte Länder (Nordamerika, Europa, Japan), welche ungefähr 20 % der Bevölkerung ausmachen, rund 80 % der weltweiten Ressourcen verbrauchen (Bundeszentrale für politische Bildung (2021)). Dabei ist der Ressourcen-Anspruch der Bauwirtschaft einer der intensivsten. Somit gehört der Bausektor mit ca. 18 % zu den Spitzenreitern in der Kategorie Ressourcenverbrauch (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) (2021)) (Umweltbundesamt (2018)).

Carina da Silva, Christoph Mankel, Sara Kukovec
9. Wie die Versorgung mit Green Energy eine nachhaltige Verbindung zwischen Ökonomie und Ökologie schafft und die Immobilien-Wertschöpfung verbessert

Nahezu alle Sektoren und Branchen erleben bereits seit einigen Jahren Umbrüche, die in der jüngeren Vergangenheit noch deutlich an Fahrt aufgenommen haben, so auch der Immobiliensektor. Digitalisierung und Dekarbonisierung sind dabei starke Treiber von Innovationen und Wandel. Nachhaltige Green Energy Innovationen im Immobiliensektor stellen dabei nicht allein auf den technologischen Bereich ab. Ein großes Augenmerk muss hier auch auf innovativen Geschäftsmodellen liegen. Innovation und Geschäftsmodell gemeinsam bauen die Brücke zwischen Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Jedoch nur durch die konsequente Nutzung bereits marktfähiger Green Energy Innovationen und Geschäftsmodelle gelingt es, die ambitionierten Klimaschutzziele des Gebäudesektors in der knappen zur Verfügung stehenden Zeit zu realisieren. Denn der Klimawandel wartet nicht, wir müssen heute handeln. Anwendungsreife innovative und smarte Lösungen für den Gebäudesektor gibt es bereits heute. Damit befasst sich dieser Beitrag.

Thomas P. Wagner, Christian Faßelt
Kapitel 6. Erhaltung von Flugbetriebsflächen

Die Erhaltung der Flugbetriebsflächen ist aus zweierlei Sicht erforderlich. Zum einen ist die Betriebssicherheit im Flugverkehr zu wahren, zum anderen sind die Erhaltung und Sanierung der Flugbetriebsflächen für die Flughafenbetreiber in der Regel äußerst kostenintensiv. In der Vergangenheit wurden Entscheidungen bezüglich der Erhaltung und Instandsetzung der luftseitigen Infrastruktur anhand der Erfahrung von Experten sowie auf Grundlage der unmittelbaren Notwendigkeit getroffen. Dies führte dazu, dass Investitionskosten nicht ökonomisch sinnvoll an der richtigen Stelle und zum optimalen Zeitpunkt eingesetzt wurden. Pavement Management-Systeme (PMS) sollen dementsprechend Abhilfe schaffen. Dieses Kapitel beinhaltet Grundlagen sowie Möglichkeiten zur Etablierung und Anwendung von PMS.

Ulrich Häp, Christina Pastor Brandt
12. Building Information Modeling: Der Leitfaden für die erfolgreiche Implementierung

Building Information Modeling (BIM) ist eine Digitalisierungsmethode für Bauwerksmodelle im gesamten Gebäude-Lebenszyklus. Die kollaborative Erstellung eines intelligenten, digitalen Gebäudezwillings birgt etliche Vorteile für das Bauprojekt, u. a. eine Produktivitätssteigung oder Kostensenkung. BIM ist der Schlüssel zu ressourcenschonenden, effizienten, günstigeren und hochwertigeren Bauprojekten und findet in der heutigen Zeit in der Praxis immer mehr Anwendung. Ziel dieses Kapitels ist es, BIM zu entmystifizieren und die vielfältigen Vorteile der Methodik zu verdeutlichen. Außerdem werden entlang des Gebäude-Lebenszyklus praktische Hinweise gegeben, um die Implementierung von BIM in Ihrem Projekt zu erleichtern.

Boris Goldshteyn, Eva Ritz
Hip-Hop als urbane Geschichtsschreibung am Beispiel der Historisierung von Hip-Hop in Heidelberg

Ausgehend von einem soziolinguistischen Verständnis von „Stadt als sozialen und politischen Kommunikationsraum“ und einer Konzeptionalisierung von „ergänzender (Stadt)Geschichte“ zeigt dieser Beitrag, wie die Akteur*innen der Hip-Hop-Kultur, insbesondere Frederik „Torch“ Hahn, im Sinne einer „urbaner Geschichtsschreibung“ seit den 1980er Jahren zum Historisierungs- und Mythologisierungsprozess von Heidelberg beigetragen haben. Mit Blick auf das Projekt „Hip-Hop-Archiv“ wird im Anschluss gezeigt, wie auf stadtpolitischer Ebene die strukturellen Voraussetzungen dafür geschafft wurden, Hip-Hop ins „kulturelle Gedächtnis“ der Stadt aufzunehmen. Abschließend wird ein Einblick in die laufende Historisierungsarbeit und Etablierung einer quellenbasierten Hip-Hop-Geschichtsforschung in Heidelberg gegeben.

Bryan Vit
Kapitel 6. Wie wendet man Cost-Engineering-Methoden zur Senkung der Bauteilkosten an?

Value AnalysisValue Analysis & Value Engineeringstandardisierungsfragengeführte & Value Engineering wurden in Kap. 5 systematisch und detailliert beschrieben. Was bedeutet hier das standardisierungsfragengeführte Value Analysis & Value Engineering?

Xiaoyi Liu
Kapitel 1. Grundlagen

Unternehmensgründungen spielen für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes eine herausragende Rolle. Hintergrund ist die Tatsache, dass mit jeder Gründung ein neuer Marktteilnehmer entsteht, der stimulierend auf den Wettbewerb wirkt und hierdurch die wirtschaftliche Dynamik weiter vorantreibt. Das neue Unternehmen fragt dabei am Markt bestimmte Ressourcen nach (z. B. Arbeitskräfte und Material) und bietet – nach einer Verwendung dieser Ressourcen im Rahmen innerbetrieblicher Produktions- und Arbeitsprozesse – dem Markt wiederum seine Produkte bzw. Dienstleistungen als Ergebnis an. Durch dieses Kernprinzip wird die Funktionsfähigkeit einer Ökonomie sichergestellt. Sowohl in der Wissenschaft als gerade auch in der Politik ist der Stellenwert von Unternehmensgründungen daher unstrittig. Mit jedem neuen Unternehmen wird die Hoffnung verbunden, dass hierdurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden und der technische Fortschritt über Innovationen sichergestellt wird. Entsprechend repräsentieren Unternehmensgründungen eine wesentliche Triebfeder einer dynamischen Wirtschaft und begründen somit u. a. den Prozess von Marktwachstum und -wandel. Es ist nicht verwunderlich, wenn in politischen und wirtschaftlichen Diskussionen immer wieder auf die Bedeutung von Unternehmensgründungen für die konjunkturelle Entwicklung im nationalen und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Bereich hingewiesen wird.

Tobias Kollmann
2. Unternehmertum und Unternehmensführung

Unternehmen werden gegründet, um Produkte und Dienstleistungen herzustellen und auf dem Markt gegenüber Kunden zu verwerten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Durchsetzung von Innovationen, die den Kunden ein besseres Wert/Preis-Verhältnis bieten als die bestehenden Leistungen. Man spricht auch von der „schöpferischen Zerstörung“, bei der Innovationen auf den Markt gebracht werden und die etablierten Angebote zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse ablösen. Die Schaffung einer neuen Wirtschaftseinheit – das heißt eines neuen Unternehmens – führt zu einer Veränderung der bestehenden Marktbedingungen. Gleichzeitig ist die Schaffung und Etablierung eines Unternehmens mit Risiken verbunden, aus denen sich verschiedene Fragen ergeben. Hat das neue Unternehmen die Kundenbedürfnisse verstanden und bietet es die entsprechenden Leistungen zur Befriedigung dieser Bedürfnisse an? Sind die angebotenen Leistungen im Vergleich zu den Wettbewerbern besser und kann das Unternehmen diese vor dem Hintergrund einer profitablen Kostenstruktur erbringen? Eine erfolgreiche Unternehmensgründung setzt eine sorgfältige Planung voraus. Die Erstellung eines Businessplans dient dabei einer strukturierten und systematischen Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken, die mit einer Gründung verbunden sind. Damit hängt auch die Frage nach einer geeigneten Rechtsform zusammen, bei der unter anderem Haftungsaspekte, Finanzierungsmöglichkeiten und die Beteiligung am Unternehmensergebnis berücksichtigt werden. Die Erreichung des Unternehmensziels, den langfristigen Erfolg auf dem Markt sicherzustellen, obliegt primär der Unternehmensführung. Sie ist insbesondere für die Gestaltung der Strategien, Strukturen, Systeme und Prozesse des Unternehmens verantwortlich.

Thomas Hutzschenreuter
5. Investitions- und Finanzierungsmanagement

Ein Unternehmen erstellt Produkte und Dienstleistungen, die es am Markt verwerten kann. Für die Erstellung und Verwertung der Produkte und Dienstleistungen benötigt das Unternehmen wiederum materielle Ressourcen wie beispielsweise Anlagen, Maschinen und Gebäude und gegebenenfalls immaterielle Ressourcen wie Patente und Lizenzen. Um diese Ressourcen am Markt zu erwerben, muss das Unternehmen finanzielle Mittel aufwenden. Diesen Vorgang nennt man Investition. Dabei hofft das Unternehmen, dass es aus dem Erwerb und Einsatz der Ressourcen, in die es investiert, einen Vorteil ziehen kann. Investitionen sind somit Kernelement eines jeden Wirtschaftens und bilden die Voraussetzung für das langfristige Überleben eines Unternehmens. Die Volkswagen AG hat beispielsweise im Rahmen der Investitionsplanung Ende November 2020 beschlossen, in den nächsten fünf Jahren rund EUR 73 Mrd. in Zukunftstechnologien zu investieren. Darunter fallen E-Mobilität, Hybridisierung und Digitalisierung. Aufgrund der hohen Bedeutung der Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit der Volkswagen AG wurden die Investitionen dafür mit rund EUR 27 Mrd. im Vergleich zur letzten Planungsrunde verdoppelt. Diese Mittel sollen in Zukunftsbereiche wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren und Softwareentwicklung fließen. Eine Investition, beispielsweise die Errichtung eines Motorenwerks, setzt voraus, dass die hierfür benötigten finanziellen Mittel dem Investor zur Verfügung stehen. Im Hinblick auf die Höhe der Investitionsausgaben wird allerdings deutlich, dass Unternehmen nicht immer in vollem Umfang über eigene finanzielle Mittel verfügen, die für eine Investition notwendig sind. Um die Investitionen dennoch durchführen zu können, muss sich das Unternehmen die fehlenden finanziellen Mittel zunächst beschaffen, das heißt es muss die Finanzierung der Investition sicherstellen. Die Finanzierung ist somit Voraussetzung einer Investition und geht dieser in aller Regel voraus.

Thomas Hutzschenreuter
Lieferantenanreize im Lebenszykluskostenmanagement in regulierten Beschaffungsumgebungen

Bei komplexen Investitionsgütern mit ihren Lebenszyklen von mehreren Dekaden machen Entwicklungs‐ oder Anschaffungskosten häufig nur einen relativ geringen Teil der Lebenszykluskosten (LZK) aus. Grund genug, die Nutzungskosten bspw. für Instandhaltung, Wartung oder Ersatzteile zu optimieren. Gerade im öffentlichen Sektor (Verteidigung, Straßenbau usw.) sind Optimierungsansätze für LZK besonders relevant. Die regulierte Beschaffungsumgebung erlaubt zwar die Berücksichtigung von LZK für die Zuschlagserteilung eines Auftrags, allerdings fehlt häufig die vertragliche Einbettung der LZK in den Aufträgen an die beteiligten Unternehmen und Dienstleister in Form LZK‐basierter Lieferantenanreize zur Optimierung der LZK. Dieser Artikel modelliert daher LZK‐basierte Lieferantenanreize für den öffentlichen Sektor und liefert mithilfe von Fallbeispielen empirische Befunde. Implikationen ergeben sich aus der vertraglichen Berücksichtigung von Dynamik auch für die Kontrolltheorie (formale Ergebniskontrolle variabler Zielgrößen). Das konzeptionell entwickelte Modell wird mittels zweier Fallstudien explorativ überprüft. Aufgrund der Langfristigkeit des Phänomens ergeben sich zudem einige Implikationen für die weitere empirische Arbeit, insbesondere hinsichtlich der Notwendigkeit von Langzeitstudien.

Sven Wehking, Andreas Glas, Michael Eßig
Kapitel 11. Das Buurtzorg-Modell für die häusliche Pflege

Die häusliche Pflege in Deutschland wird teilweise durch Angehörige und teilweise durch ambulante Pflegedienste erbracht. Die Betroffenen wünschen sich dabei, dass eine adäquate Versorgung möglichst lange im häuslichen Umfeld gewährleistet wird. Aufgrund unzureichender personeller Ressourcen in der formellen Pflege aufgrund eines stetig zunehmenden Bedarfes könnten Ressourcen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe unterstützend wirken. Durch die Vernetzung von informellen und formellen Netzwerken, die lokal als autonom arbeitende Teams agieren, könnte sich die häusliche Versorgung nachhaltig verbessern. Dieses integrierte Pflegemodell wird als Buurtzorg-Modell bezeichnet, stammt aus den Niederlanden und hat sich dort bereits fest etabliert. In Deutschland existieren derzeit mehrere Buurtzorg-Modellprojekte und der Ansatz wird mehr und mehr auf politischer Ebene und auf der Ebene der Selbstverwaltungspartner unterstützt und beworben. Für eine künftig flächendeckende Umsetzung müssten allerdings noch einige pflegepolitische Rahmenbedingungen verändert werden und in der Bevölkerung entsprechende Aufklärungsarbeit erfolgen.

Norman Hiob, Ann-Kathrin Penquitt, Gerald Lux
Kapitel 6. Führung und Sprache im Kontext der Digitalisierung

Wir leben in einem Informations- und Kommunikationszeitalter, dem Zeitalter der digitalen Transformation. Mit der Digitalisierung halten grundlegende Veränderungen in Produktion, Führung sowie Kommunikation und deren Verfügbarkeit von Informationen, Einzug in Unternehmen und die Gesellschaft. Führung verändert sich und fordert neues Verhalten. Kommunikation, insbesondere Sprache ist im menschlichen Leben und Handeln allgegenwärtig. Der Sender gibt Informationen weiter und erwartet, dass diese auch vom Empfänger verstanden und erfasst werden. Gerade im Gesundheitswesen kommt bis heute der Führung und damit auch der Kommunikation eine besondere Bedeutung zu. Die Interaktion zwischen Arzt und Patient, Pflegemitarbeiter und Kollegen oder Führungskraft und Mitarbeiter ist grundlegend für einen erfolgreichen Prozess. Dieser Beitrag befasst sich im ersten Schritt mit der Digitalisierung. Anschließend werden Führung sowie spezifische Ansätze zum Führungsverhalten dargelegt. Die Verknüpfung der Führungsansätze mit Sprache bildet den Abschluss.

Zenobia Frosch
5. Neue Mitarbeiterkompetenzen im digitalen Zeitalter

In den letzten Jahren hat sich der Grad der Digitalisierung in der Industrie stark erhöht. Die Vernetzung von Maschinen in der Produktion, Blockchains über die gesamte Lieferkette, Jobportale für das Personalwesen, Competitive-Bidding-Plattformen im Einkauf oder technologische Entwicklungen wie Artificial Intelligence, Internet of Things und Augmented Reality bieten Unternehmen neue Chancen in einer sich dauerhaft ändernden Wettbewerbslandschaft.Da mit einem Wandel der Technologie ebenfalls ein Wandel der Kompetenzen von Mitarbeitern einhergeht, besitzt das Themengebiet des Kompetenzmanagements eine hohe Relevanz in Forschung und Wirtschaft. Um diese Anforderungsänderungen zu untersuchen, werden zunächst die zugrunde liegenden Ursachen für einen Wandel der Mitarbeiterkompetenzen erläutert und durch die Vorstellung heutiger und zukünftiger Mitarbeiterkompetenzen resultierende Unterschiede aufgezeigt. Im Anschluss werden die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Organisationen erläutert, indem Berufsbilder, Konsequenzen für die Belegschaft und das Führungsverhalten analysiert werden.Das vorliegende Kapitel zielt darauf ab, das Ausmaß der Veränderung des digitalen Wandels auf die Mitarbeiterkompetenzen aufzuzeigen und daraus resultierend einen Ausblick auf die anstehenden Veränderungen zu geben. Diese werden über die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Belegschaft von Unternehmen sowie auf das Führungsverhalten beschrieben.

Matthias Pfeffer, Julian Stranz
14. Retrofit Industrie 4.0 – Maschinenanbindung einer heterogenen Maschinenflotte bis in die Cloud
Digitale Transformation fordert, Daten systematisch zu erheben und auszuwerten

Das vorliegende Kapitel beschreibt die Vorgehensweise zur vertikalen Integration von Bearbeitungsmaschinen bei der HAWE Hydraulik SE, zur automatischen Erfassung, Aggregation und Distribution von Produktionsdaten. Es werden die verschiedenen Anbindungsvarianten von Retrofit Industrie 4.0 bei Bestandsmaschinen bis hin zur Anbindung von Neuanlagen vorgestellt und erläutert, wie mit den gewonnenen Daten im Sinne der Data Governance umgegangen wird. Darüber hinaus wird das Konzept der Smart Factory Database vorgestellt, wodurch die aus der Anbindung gewonnenen Maschinendaten mit weiteren Daten aus dem Unternehmen angereichert, verarbeitet und über eine standardisierte Schnittstelle im weltweiten HAWE-Produktionsnetzwerk zur Verfügung gestellt werden können.Derzeit werden diese Konzepte für alle wesentlichen Bearbeitungsmaschinen an den deutschen Produktionsstandorten ausgerollt und erprobt. Parallel dazu arbeitet HAWE an der Verknüpfung der Daten aus der Maschinenanbindung (MDE) mit den Daten der Betriebsdatenerfassung (BDE) wie z. B. Schichtmodelle, Rüstvorgänge oder Stückzahlen, um den Wunsch der Produktionsverantwortlichen nach einer digitalen OEE entsprechend dem Gedanken der „single source of truth“ nachkommen zu können.

Wolfgang Sochor, Christof Gilnhammer, Christian Hermer, Jens Folmer
15. Denken in Wertschöpfungsnetzen und Zusammenarbeit in Ökosystemen am Beispiel von Maschinenlieferanten

Produzierende Firmen verspüren insbesondere aufgrund der Digitalisierung zunehmend die Notwendigkeit zu einer firmenübergreifenden Zusammenarbeit in Wertschöpfungsnetzen. Oft wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff Ökosystem benutzt. Dieses Denken in Wertschöpfungsnetzen wird in diesem Beitrag aus der Perspektive eines Maschinenlieferanten betrachtet und anhand unterschiedlicher Beispiele, die bereits im Markt beobachtbar sind, erläutert.Dieser Trend erfordert einerseits eine strategische Positionierung eines Maschinenlieferanten im Hinblick darauf, mit wem und in welcher Form er zukünftig firmenübergreifend zusammenarbeiten will. Andererseits erfordert dies auf der technischen Ebene eine firmeninterne Standardisierung der Informationsmodelle und Informationsflüsse über alle firmeninternen Wertschöpfungsprozesse hinweg, was wiederum eine geeignete technische Infrastruktur erfordert, die firmenintern aufgebaut und betrieben werden muss.

Ulrich Löwen, Fabian Hartner
12. Intelligente, vernetzte Produkte – Digitalisierung mit Kundenfokus

Viele Digitalisierungsmaßnahmen von Unternehmen konzentrieren sich auf interne Prozesse und Arbeitsweisen, meist mit dem Ziel der Effizienzsteigerung. Intelligente, vernetzte Produkte und digitale Dienste erschließen hingegen neue Marktpotentiale und Erlösquellen. Durch den Einsatz digitaler Technologien lassen sich Produkte mit fortschrittlichen Fähigkeiten ausstatten, insbesondere in den Bereichen Überwachung, Steuerung, Optimierung und autonomes Handeln.Ansatzpunkte zur Digitalisierung am Produkt gibt es verschiedene, wobei die Bandbreite von komplementären, digitalen Diensten über Nach- und Umrüstungen bis hin zur kompletten Neugestaltung des Produktsystems reicht. Der passende Ansatz sollte entsprechend der organisationalen Kompetenzen und unternehmerischen Zielsetzung gewählt werden. Ein konsequent am Kundennutzen ausgerichtetes Planungs- und Realisierungsvorgehen ist für den Produkterfolg entscheidend.

Josef Heißenhuber
3. Der Weg zur erfolgreichen Digitalisierung im Produktionsunternehmen

Die Digitalisierung in Unternehmen ist ein kontinuierlicher Prozess, der schon vor Jahrzehnten begonnen hat. Dennoch zeigt die Digitalisierung heute ein grundsätzlich anderes Gesicht als zu Beginn der Digitalisierungsbewegung in den 1980er- oder 1990er-Jahren. Die Komplexität der Softwaresysteme steigt zunehmend und zwingt gleichzeitig zur adäquaten Anpassung der Unternehmensorganisation. Beide Effekte schrecken Unternehmensleitungen vom Einstieg in die moderne Form der Digitalisierung ab. Zu ungewiss sind die Schwierigkeiten und Widerstände im eigenen Unternehmen sowie der wirtschaftliche Vorteil. Was bleibt, ist dann oft ein Verharren auf der Stelle mit nur marginalen Veränderungen.Nur durch Transparenz und ein strukturiertes Vorgehen können diese Barrieren erfolgreich überwunden werden. Entscheidend ist eine stringente Ordnung in der Vorgehensweise zur Bestimmung von Ausprägung und Lokalisierung der Digitalisierungsansätze. Ausgehend von einer Unternehmensstrategie sind Geschäftsmodelle, Organisation, Geschäftsprozesse und schließlich die passenden Technologien abzuleiten. Neben der sinnvollen Auswahl sind bei der Implementierung kritische Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen. Beherrscht man diese Komplexität, so bieten Leistungssteigerungen eine deutlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit – wie die angeführten Beispiele belegen.

Klaus-Jürgen Meier
2. Einsatz von Reifegradmodellen zur Ableitung der unternehmensspezifischen Digitalisierungsstrategie in der Produktion
Was bringt die Digitalisierung?

Reifegradmodelle sind in der Literatur ein weit verbreiteter Ansatz zur Bewertung der Unternehmensposition und zur Offenlegung noch bestehender Potenziale. Reifegradmodelle unterstützen zwar bei der Ableitung einer Vorgehensweise, müssen aber auf die speziellen Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten sein. Wie in dem Beitrag dargelegt wird, ist es unabdingbar, dabei die strategische Ausrichtung eines Unternehmens und damit die unterspezifische Situation zu berücksichtigen.Auf der Grundlage einer umfangreichen Recherche werden zunächst 83 allgemeingültige Bewertungskriterien festgelegt, die abgestuft entsprechend der unternehmerischen Zielsetzung und der daraus resultierenden Notwendigkeit zur Anwendung kommen. Damit entsteht eine leicht nachvollziehbare Vorgehensweise, die Unternehmen hilft, eine individuelle Beurteilung und Potenzialanalyse durchzuführen. Maßstab ist der Grad der Übereinstimmung von der Unternehmensstrategie mit dem Zielsystem von Industrie 4.0.

Klaus-Jürgen Meier
Kapitel 3. Feuchteschutz

Die Atmosphäre als Lufthülle der Erde ist ein Gemisch verschiedener Gase. Unter der Bezeichnung „feuchte Luft“ wird das Gasgemisch aus trockener Luft und Wasserdampf verstanden. Die wesentlichen Bestandteile der trockenen Luft sind Stickstoff, Sauerstoff, Edelgase (z.B. Argon) und Kohlendioxid.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker
Grundsätze für den Ansatz von Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Verpflichtungen sind zu passivieren, wenn sie eine wirtschaftliche Vermögensbelastung für den Kaufmann verkörpern. Das Prinzip der wirtschaftlichen Betrachtungsweise, welches den „bilanzrechtliche[n] Verbindlichkeitsbegriff […] von seinem (wirtschaftlichen) Sinn und Zweck her zu interpretieren“ verlangt, prägt maßgeblich die Passivierungsentscheidung. Das Vorliegen einer wirtschaftlichen Vermögensbelastung am Stichtag ist somit „[k]onstitutives (rechtsbegründendes) Merkmal“ einer bilanzrechtlichen Schuld; dann und nur dann ist eine Verpflichtung passivierungsfähig.

Marcel Rost
Kapitel 6. Entwicklung

In diesem Kapitel wird zunächst auf die Grundlagen zur Luftfahrzeug-Entwicklung eingegangen und die Notwendigkeit eines Entwicklungsbetriebs über den Lebenszyklus eines Luftfahrzeugs erläutert. Darauf folgen die entwicklungsbetrieblichen Grundstrukturen, die im Schwerpunkt das Konstruktionssicherungssystem sowie die Musterzulassung umfassen.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 9. Instandhaltungsmanagement (CAMO)

Das Instandhaltungsmanagement dient dem Zweck, mittels systematischer Instandhaltungsplanung die Lufttüchtigkeit während des Lebenszyklus eines Luftfahrzeugs sicherzustellen. Einen ersten Schwerpunkt legt dieses Kapitel auf die Aufgaben und Ziele des Instandhaltungsmanagements und der Organisation zur Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit (CAMO) (Abschn. 9.1). Im Weiteren werden die Genehmigungsvoraussetzungen für eine CAMO beschreiben (Abschn. 9.2).

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 8. Instandhaltung

Sobald Luftfahrzeuge nach Herstellung in den Betrieb übergangen sind, ist sicherzustellen, dass sie sich während ihrer gesamten Lebenszeit in einem lufttüchtigen Zustand befinden. Hierzu muss das Luftfahrzeug regelmäßig überprüft und instandgehalten werden.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 5. Dokumentation und Aufzeichnungen

In diesem Kapitel werden zunächst Grundlagen zu den Unterschieden zwischen Dokumenten und Aufzeichnungen dargelegt. Darauf folgt eine Beschreibung behördlicher Dokumente, dies mit Schwerpunkt auf Lufttüchtigkeitsanweisungen, behördliche Urkunden und Formblätter. Im weiteren Verlauf stehen die betrieblichen Dokumente und Aufzeichnungen im Fokus. Dabei erfolgt sowohl eine Darstellung der betrieblichen QM-Dokumentation als auch der Vorgabedokumente des DEMAR 21J-Betriebs, dem im Bereich der Dokumentation eine Schlüsselrolle zukommt.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 4. Einführung in das DEMAR Regelwerk

Basis aller luftfahrttechnischen Aktivitäten im militärischen Zulassungswesen sind die zugehörigen Verwaltungsvorschriften, die im Vordergrund dieses Kapitels stehen.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 7. Herstellung

Das Kapitel widmet sich der Herstellung von Luftfahrzeugen und deren Komponenten. Zunächst werden die Grundlagen der luftfahrttechnischen Herstellung dargestellt. Hierbei werden insbesondere die Voraussetzungen für die Genehmigung als DEMAR-Herstellungsbetrieb dargestellt (Abschn. 7.1). Im Anschluss widmet sich der Text dem Genehmigungsumfang militärischer Herstellungsbetriebe (Abschn. 7.2). Es folgt ein Abriss über das Qualitätssystem in der Herstellung, in welchem die grundlegenden Qualitätsanforderungen, die Genehmigungsvoraussetzungen sowie das Qualitätssystem an sich beschrieben werden (Abschn. 7.3).

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 3. Behörden und Organisationen

In diesem Kapitel werden die zivilen und militärischen Organisationen und Behörden im Umfeld der luftfahrttechnischen Leistungserbringung vorgestellt. Mit ihrem Handeln bestimmen diese Institutionen maßgeblich den grundlegenden Aufbau und die generelle Funktionsweise des zivilen und militärischen Zulassungswesens.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 2. Grundlagen des Zulassungswesens für Luftfahrzeuge

Dieses Kapitel richtet den Schwerpunkt zunächst auf das zivile Zulassungswesen und dessen Entstehungsgeschichte auf der Basis des zivilen Luftrechts. Der zweite Fokus dieses Kapitels befasst sich mit der Entwicklung des militärischen Zulassungswesens. Dieses basiert überwiegend auf dem zivilen Luftrecht und ermöglicht es den militärischen Nutzern, immer dort von den zivilen Vorgaben abzuweichen, wo es die besondere Aufgabenwahrnehmung von Streitkräften erforderlich macht.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 12. Zusammenarbeit mit der gewerblichen Wirtschaft

Im nationalen militärischen Zulassungswesen leisten gewerbliche Luftfahrtbetriebe einen wesentlichen Beitrag zur Erlangung und Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit von Luftfahrzeugen und Komponenten der Bundeswehr. Im vorliegenden Kapitel wird zunächst die Entwicklungsgeschichte der gewerblichen Leistungserbringung für die Bundeswehr im Bereich der Luftfahrt beschrieben.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 11. Personal

Die Leistungserbringung sowie die durch das LufABw formulierten Anforderungen an die Lufttüchtigkeit und Flugsicherheit militärischer Luftfahrzeuge führen genehmigte DEMAR-Betriebe unweigerlich zu einer detaillierten Auseinandersetzung mit der Qualifikation ihres Personals.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 13. Herausforderungen

Dieses Kapitel thematisiert die Herausforderungen der DEMAR Migration. Nach einer Einleitung werden zunächst einzelne Herausforderungen der DEMAR Migration sowohl aufseiten der gewerblichen Wirtschaft wie auch aufseiten der Bundeswehr exemplarisch dargestellt. Diese umfassen neben grundlegenden systemischen Herausforderungen vor allem auch offene Fragen im Bereich Recht und Regelwerk, die in Abschn. 13.2 thematisiert werden.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 10. Konformitäts- und Freigabebescheinigungen

Nach Abschluss der Herstellung, Instandhaltung oder Prüfung der Lufttüchtigkeit kann ein Luftfahrzeug (wieder) am Luftverkehr teilnehmen. Dies erfordert jedoch im Vorfeld eine Bescheinigung über die durchgeführten Arbeiten, die zudem eine Bestätigung über den Zustand des Luftfahrzeugs oder der Komponente enthält. In diesem Kapitel wird zunächst der grundsätzliche Zweck von Freigabedokumenten erläutert. Hieran schließt sich eine Darstellung wesentlicher Freigabedokumente an.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
Kapitel 1. Einleitung

Das vorliegende Buch widmet sich einem Themenfeld, das in der Fachliteratur bisher fast keine Beachtung gefunden hat: dem Zulassungswesen für militärische Luftfahrzeuge in Deutschland. Hierunter fallen alle Anforderungen und Erfordernisse, die für die Erlangung und Aufrechterhaltung von militärischen Muster- und Verkehrszulassungen für Luftfahrzeuge der Bundeswehr über den gesamten Lebenszyklus notwendig sind.

Martin Hinsch, Andreas Klarner, Caroline Berlinger
11. Mobile Business

Kap. 11 ist das dritte Kapitel des Teils C. Es befasst sich mit dem Gebiet des Mobile Business. In Abb. 11.1 ist die Einordnung des Kap. 11 in den Teil C dargestellt.

Hermann Gehring, Roland Gabriel
4. Staatsausgaben und Verhaltensökonomik – Zur Psychologie der öffentlichen Ausgabentätigkeit

In Kap. 4 des Buches werden die in der Finanzwissenschaft gängigen Begründungen der Entwicklung der Staatsausgaben im Zeitverlauf ebenso wie die herkömmliche ökonomische Wirkungsanalyse der öffentlichen Ausgaben einer verhaltensökonomischen Betrachtung unterzogen. Dabei kann nicht nur dargelegt werden, dass bereits die bestehenden finanzwissenschaftlichen Erklärungsansätze zum Staatsanteilswachstum in vielfältiger Form auf psychologische Erkenntnisse zurückgreifen. Zudem wird gezeigt, wie perzipierte Vorteile, Dringlichkeitseinschätzungen und Fairnesserwägungen die subjektive Wahrnehmung der Staatsausgaben aus Sicht der Nutznießer öffentlicher Leistungen beeinflussen. Schließlich wird ebenso verdeutlicht, dass die gängige effizienz-, verteilungs- und stabilitätsbezogene Wirkungsanalyse der Ausgabentätigkeit ohne eine zusätzliche verhaltensökonomische Fundierung unvollständig bleibt. Letzteres gilt auch für die Analyse des (haushalts-)politischen Willensbildungsprozesses, der nur unzureichend durch bestehende politökonomische Ansätze erklärt werden kann und daher um eine Betrachtung der psychologischen Bestimmungsfaktoren politischen Verhaltens in der Demokratie – und hier insbesondere des Wählerverhaltens – ergänzt werden muss.

Thomas Döring
6. Operative betriebliche Anwendungssysteme

Kap. 6 ist das zweite Kapitel des Teils II. Es setzt sich mit den operativen betrieblichen Anwendungssystemen auseinander, d. h. einer Gruppe von innerorganisatorischen Anwendungssystemen, die mit dem operativen Geschehen in Unternehmen verflochten sind. In Abb. 6.1 ist die Einordnung des Kap. 6 in den Teil II dargestellt.

Hermann Gehring, Roland Gabriel
4. Resilienz in der Wasserversorgung
Herausforderung für die Daseinsvorsorge am Beispiel Leipzigs

Resilienz in natürlichen Systemen ist möglich, weil Systemkomponenten innerhalb bestimmter Grenzen regenerativ sind. In soziotechnischen Systemen wie der gesellschaftlichen Wasserversorgung ist der technische Teil, also die Wasserversorgungsinfrastruktur, aber nicht regenerativ. Es muss also im sozialen System eine Lösung gefunden werden für Regeneration, Unterhalt und Anpassung der technischen Systemkomponenten. Diese stetige Anpassung ist insbesondere bei langlebiger leitungsgebundener Infrastruktur eine dauernde Herausforderung. Der Prozess der deutschen Wiedervereinigung, der in Leipzig begann, führte zu Änderungen im übergeordneten sozialen System. Für die Wasserinfrastruktur in Leipzig brachte dieser Systembruch besondere Anpassungsnotwendigkeiten mit sich. Ganz erhebliche Anstrengungen waren und sind bis heute erforderlich, um dieses soziotechnische System neu zu justieren und die Resilienz in diesem grundlegenden Feld der Daseinsvorsorge zu sichern.

Robert Holländer, Uwe Winkler, Lydie Laforet
4. Ganzheitliche Produktentstehungsprozesse für die KML

Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den wesentlichen Komponenten, um einen Ganzheitlichen Produktentstehungsprozess für kleine und mittlere Lieferanten zu gestalten. Dabei handelt es sich zum einen um die hergeleiteten Anforderungen sowie Kriterien für Ganzheitlichkeit und zum anderen um Erkenntnisse aus der Studienauswertung. Hier wird auch das Gesamtkonzept des GPEP als Hauptergebnis dieses Buches dargelegt. Dabei handelt es sich unter anderem um das Ganzheitliche Kostenmanagement. Zwei Beiträge gehen hier genauer auf das Kostenmanagement im Produktentstehungsprozess ein und setzen dabei einen Fokus auf das Life Cycle Costing. Eine weitere Komponente ist das Ganzheitliche IT- und Wissensmanagement. Hier werden Inhalte zum Einsatz von Augmented Reality, dem Informationsstromdesign und der Digitalisierung im Produktentstehungsprozess vertieft. Bezüglich des Ganzheitlichen Schnittstellenmanagements wird ein praxisorientierter Wertstromansatz zur Schnittstellenverbesserung im indirekten Bereich vorgestellt. Zusätzlich geht hier ein Beitrag auf die Verbesserung der Lieferanteninteraktion durch die Einführung eines digitalen Lieferantennetzwerkes ein. Als letzte Komponente wird ein Ganzheitliches Umweltmanagement vorgestellt.

Uwe Dombrowski, Alexander Karl, Arthur Trippel, Heinz Ahn, Theresa Honkomp, Marvin Manasov, Tim Adams, Markus Sendler, Gerrit Stühmeier, Friedrich Morlock, Michael Weihrauch, Nadja Henningsen, Nils Engel
Kapitel 4. Schritt 3: Die Unternehmensbewertung: Wie viel ist das IT-Unternehmen wert?

Jeder IT-Unternehmer stellt sich immer wieder die Frage nach dem Wert seines IT-Unternehmens. Es geht dabei in den meisten Fällen nicht um eine voll durchgeplante Exit-Strategie. Vielmehr sind es Fragen, die sich um das Leben nach dem Ausstieg aus dem eigenen IT-Unternehmen drehen: Wieviel Geld bekomme ich für den Verkauf meines IT-Unternehmens? Kann ich von diesem Geld leben?

Volker Johanning
Digital Q-Twin: Interoperabilität qualitätsbezogener Daten auf Basis des Digitalen Zwilling

Die richtigen Informationen an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit zur Verfügung zu haben, um schnelle, wirtschaftliche und faktengestützte Entscheidungen zu treffen, stellt für KMU in der heutigen Zeit nach wie vor eine große Herausforderung dar. Zahlreiche Daten und Informationen, die im Laufe des Produktlebenszyklus entstehen, bleiben vielfach ungenutzt bzw. finden nach Abschluss von Aufträgen keine Beachtung mehr, da sich diese in einzelnen, nicht miteinander vernetzten Insellösungen zahlreicher Software-Anwendungen befinden, die eine weiterführende Nutzung erschweren. Qualitätsdaten und -informationen spielen dabei eine besondere Rolle, da diese einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung der Produkt- und Prozessqualität liefern. Die Digitalisierung liefert zweifelsohne einen wesentlichen Beitrag, um diese Daten und Informationen nutzbar zu machen. Die in der Literatur thematisierten Ansätze für Digitale Zwillinge stellen immer wieder deren großen Nutzen für die unterschiedlichsten Prozesse im Produktleben hervor, wobei an vielen Stellen unklar bleibt, wie eine konkrete Umsetzung und Anwendung aussehen kann. Eine grundlegende Voraussetzung für die Etablierung der Technologie der Digitalen Zwillinge ist die Interoperabilität von Daten und Informationen. Besonders im Bereich der Qualitätsplanung und -sicherung stellt dies KMU jedoch vor ein großes Problem, welches die Nutzung Digitaler Zwillinge beispielsweise für die Optimierung von Produktionsprozessen oder die Visualisierung von Fertigungsabweichungen anhand des 3D-Modells behindert. Die Frage ist, wie KMU der Herausforderung der Interoperabilität von Qualitätsdaten und -informationen begegnen können und durch eine entsprechende Lösung dieser Problematik Digitale Zwillinge für die Erhaltung bzw. den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit nutzen können. Zur Beantwortung dieser Frage werden die aktuellen Herausforderungen der produzierenden KMU im Kontext der Digitalisierung aus Sicht der Qualitätsplanung und -sicherung analysiert und wesentliche Handlungsfelder aufgezeigt. Daraus abgeleitet, wird ein Konzept vorgestellt, dass das Ziel hat, die Interoperabilität qualitätsbezogener Daten und Informationen zu verbessern und diese innerhalb einer kollaborativen Umgebung den einzelnen Akteuren im Produktentstehungsprozess kontextspezifisch und produktbezogen nutzbar zu machen.

Stanley Sittner, Juliane Schuldt, Sophie Gröger
Datenzentrierte Entwicklung von Machine Learning Modellen zur Qualitätsvorhersage in der Fahrzeugmontage

Im Zeitalter von Industrie 4.0 und dem Einzug der Künstlichen Intelligenz in nahezu alle Lebens- und Fachbereiche, geht es im Qualitätsmanagement derzeit auch um die zentrale Frage, wie maschinelle Lernverfahren auf produkt- und prozessbezogene Daten angewendet werden können, um Vorhersagen über zukünftige qualitätsrelevante Ereignisse zu treffen. Ein Blick auf das Gartner Analytics Ascendancy Model macht deutlich, dass das enorme Potential zur Effizienzsteigerung in der Produktion erst durch die Anwendung von prädiktiven Modellen freigesetzt werden kann (Kantardzic, M.: Data mining: Concepts, models, methods, and algorithms, 2nd Edition, In: Wiley-Interscience, Hoboken, 2003, ISBN: 0- 471–22.852–4). Dass derzeit laut einer Studie des McKinsey Global Institutes (MGI) in der industriellen Fertigung nur etwa 20 bis 30 Prozent des Potentials in der Anwendung von Data Analytics Methoden ausgeschöpft werden (Maoz, M.: How IT should deepen big data analysis to support customer-centricity. Gartner. G00248980. (2013)), liegt vorrangig an der eindimensionalen Fokussierung auf die Auswahl und Optimierung von Algorithmen bei der Anwendung von Machine Learning. Dabei belegen zahlreiche Untersuchungen, dass verschiedene Algorithmen für die gleiche Datenbasis vergleichbare Ergebnisse liefern und eine Erhöhung der Datenqualität einen weitaus größeren Einfluss auf die Vorhersagegenauigkeit ausüben kann als die Hyperparameteroptimierung eines x-beliebigen Machine Learning Modells (Ng A.: MLOps: From Model-centric to Data-centric AI. https://www.deeplearning.ai/wp-content/uploads/2021/06/MLOps-From-Model-centric-to-Data-centric-AI.pdf . Zugegriffen: 8. Aug. 2021). Aus diesem Grund vollzieht sich gerade in der anwendungsorientierten Entwicklung von Machine Learning Modellen ein Paradigmenwechsel: weg von der Modell-zentrierten und hin zur Daten-zentrierten Künstlichen Intelligenz (Ng A.: MLOps: From Model-centric to Data-centric AI. https://www.deeplearning.ai/wp-content/uploads/2021/06/MLOps-From-Model-centric-to-Data-centric-AI.pdf . Zugegriffen: 8. Aug. 2021). Vor diesem Hintergrund wurde am Fachgebiet Qualitäts- und Prozessmanagement der Universität Kassel eine Methodik zur kontextbezogenen Datenaufbereitung entwickelt. Die strukturierte Vorgehensweise der Methodik hat zum Ziel, die Eigenschaften des Datensatzes in Abhängigkeit des spezifischen Anwendungsfalles so zu modellieren, dass die potentiellen Ursachen für das Auftreten von Fehlerbildern mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit im Datensatz begründet ist. Anhand eines konkreten Fallbeispiels aus der Fahrzeugmontage wird gezeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit von Machine Learning Modellen durch die Anwendung der Methodik um bis zu 100 % steigern lässt. Darüber hinaus wird im Rahmen des Beitrags das Potential zur Optimierung von Stichprobenprüfungen in der Fahrzeugmontage ausgewiesen.

Andreas Schoch, Robert Refflinghaus
4. Nutzlasten im Hochbau

Für die Bestimmung der anzusetzenden Nutzlasten im Hochbau sind DIN EN 1991-1-1 [1] sowie der zugehörige Nationale Anhang DIN EN 1991-1-1/NA [2] mit der A1-Änderung [3] zu beachten.

Peter Schmidt
15. In-Use and End of Life

The construction costs of a conventional new build represent only approximately 20% of the total life cycle costs. The remaining 80% is taken up by operation and maintenance expenses. The average life cycle of a building is 30 years, but it depends on the type of project and can vary considerably. When designing a building, the aim should therefore be to choose durable, low-maintenance materials and to ensure that these, along with the building services systems, are well looked after through regular servicing, repair and renewal of components. As the diagram below shows, the anticipated life span of a building can only be reached, or possibly exceeded, if the building components are well maintained.

Sharon Heidenreich
Kapitel 2. Statische Investitionsrechnungsverfahren

In diesem Kapitel soll der Leser sich mit den statischen Investitionsrechnungsverfahren befassen. Ziel ist es, dem Leser bewusst zu machen, welche Kritik an den statischen Verfahren anzubringen ist und mit welchen Risiken ihre Anwendung in Bezug auf die Übertragung der Ergebnisse in die Praxis als Investitionsentscheidung behaftet ist. Die allgemeinen Annahmen der statischen Investitionsrechnungsverfahren werden präsentiert, ebenso die bekanntesten 4 statischen Investitionsrechnungsverfahren, ihre Kriterien, ihre Formeln, ihre Risiken im Einzelnen und ihre Anwendung auf praktische Fragestellungen. Auch ihre schnelle Anwendbarkeit aufgrund der einfachen Datenbeschaffung und Rechentechnik wird dargelegt.

Kay Poggensee
37. Intelligente Konzepte für Sammelfahrzeuge

Wie haben sich die Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Wirtschaftlichkeit für Abfallsammelfahrzeuge bis heute entwickelt? Seit einigen Jahren haben die gesetzlichen Auflagen stark zugenommen und damit auch den technologischen Fortschritt maßgeblich mitgestaltet.

Johannes F. Kirchhoff
42. Deponien

Was mag jemanden interessieren, der in einem Praxishandbuch einen kurzen Beitrag zum Thema Deponien liest. Sicherlich kein Handbuch darüber, wie Deponien nach dem Stand der Technik gebaut werden. Doch hier stockt der Autor bereits. „Stand der Technik“ ist der Maßstab für die Technik von Deponien. Und der verändert sich laufend, eine Anpassung ist also laufend erforderlich. Nach geltendem Deponierecht ist eine solche Anpassung ca. alle vier Jahre zu machen. In der Verfahrenstechnik werden häufig für die Überprüfungsperiode fünf Jahre genannt. Also hat jeder Deponiebetreiber ein Dokument in seinen Akten, in dem er sich darüber Rechenschaft ablegt, ob seine Deponie noch dem Stand der Technik entspricht, ansonsten hätte sich die Aufsichtsbehörde die notwendigen Gedanken zu machen (vgl. Kreislaufwirtschaftsgesetz-KrWG § 36, Absatz 4 (Anonym 2012)).

Gerhard Rettenberger
9. Building Materials

Most construction projects involve a wide use of different materials. The list is very extensive, but the main ones for the structural framework are clearly concrete, steel, brick and wood. When designing a building or structure, the planning team must decide which materials are most suitable for the design and purpose. The main considerations to be taken into account when choosing a material are weight, strength, sustainability, fire resistance and, not to be forgotten, cost.

Sharon Heidenreich
1. Project Basics

The construction industry touches the lives of virtually everyone on a daily basis and occupies a fundamental position in national economies. In Europe, it generates approximately 12% of the Gross Domestic Product (GDP) and employs about 8% of the labour force. The building industry is regarded as the driver of economic growth, and periods of prosperity are usually associated with high levels of construction activity. Unfortunately, the opposite applies in periods of recession.

Sharon Heidenreich
Kapitel 1. Physikalische Grundlagen

Damit Schiffe unsere Weltmeere sicher befahren können, kommt einer funktionierenden Schiffsbetriebstechnik eine besondere Bedeutung zu. Diese zum Teil hochmodernen und komplexen Anlagen erfordern qualifiziertes Fachpersonal – die Schiffsbetriebstechniker.

Manfred Pfaff
Kapitel 5. Antriebsanlagen

Bei seiner Fahrt durch das Wasser muss das Schiff gegen Wind und Wellen arbeiten. Das Wasser am Unterwasserschiff sowie die Luft am Überwasserschiff bewirken durch ihr Strömungsverhalten Reibungswiderstände am Schiffskörper, die letztlich durch die Antriebsanlage zu überbrücken sind. Die Dimensionierung und Auslegung dieser Anlage und insbesondere des LeistungserzeugersLeistungserzeuger (s. a. Abb. 5.1) ist vom Schiffswiderstand abhängig.

Manfred Pfaff
Kapitel 8. Arbeitsschutz und Schiffssicherheit, Brandschutz

Seit es die Schifffahrt gibt, passieren Unfälle auf See. Spektakuläre Schiffsunglücke wie die der TITANIC, PAMIR, Exxon VALDEZ, ESTONIA, PRESTIGE oder PALLAS haben viel Leid für Mensch und Umwelt ausgelöst, aber ohne sie hätte es die großen Fortschritte bei den Sicherheitsvorschriften nicht gegeben.

Manfred Pfaff
Kapitel 2. Tätigkeitsbild des Schiffsbetriebstechnikers

Für den Zugang zu den Tätigkeiten als Technische/r Schiffsoffizier/inTechnische/r Schiffsoffizier/in wird eine abgeschlossene Fachschulausbildung an einer SeefahrtschuleSeefahrtschule oder ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium der Schiffsbetriebstechnik bzw. des Schiffsbetriebs sowie ein entsprechendes gültiges BefähigungszeugnisBefähigungszeugnis vorausgesetzt.

Manfred Pfaff
Kapitel 2. Risiken und Gefährdungen

ImRisikoEinführung Kap. 2 werdenGefahrEinführung verschiedeneGefährdungEinführung Risiken und Gefährdungen in Form von Beispielen und Zahlenangaben vorgestellt. Dabei werden länger andauernde Prozesse und kurzfristige Ereignisse gemischt. Teilweise überschneiden sich die Zuordnungen.

Dirk Proske
Kapitel 3. Umsetzung der IPA

Die IPA baut auf einer Projektkultur des Vertrauens, auf Transparenz und dem gemeinsamen Handeln im Sinne „best for project“ auf. Gefördert wird diese Projektkultur durch eine Projektorganisation mit flacher Hierarchie und integrierten Strukturen für Kommunikation und Entscheidungsfindung. Dies führt dazu, dass das Team neben seiner fachlichen Kompetenz auch Softskills mitbringen muss, um kooperativ zusammenzuarbeiten. Der Einsatz einer „open book“ Regelung schafft Transparenz und führt zu einer erhöhten Kosten- und Terminsicherheit. Die Ermittlung von Kosten und Terminen wird ebenso gemeinschaftlich durchgeführt wie das Risikomanagement. Das anreizbasierte Vergütungsmodell ist transparent und für alle IPA-Parteien einsehbar.

Simon Christian Becker, Horst Roman-Müller
16. Wie die künstliche Intelligenz die Welt der Logistik neu definiert

How artificial intelligence changes the world of logistics

Ingrid Göpfert
12. Ein Zukunftsmodell für die Handelslogistik im Jahr 2036

Logistics & Retail in 2036: future perspectives

Ingrid Göpfert
Kapitel 6. Projektphasen eines Bauwerks

Jedes zu planende Bauwerk entspringt einem bestimmten Bedürfnis (z.B. zu arbeiten, zu wohnen, zu produzieren, zu lagern, zu betreiben, zu vermieten) nach Bedarfsbefriedigung und ist dem Zeitgeist entsprechend mit dem Anspruch verknüpft, ein lebenszyklusorientiertes Planen und Bauen, eine nachhaltige (Nach-)Nutzung sowie einen ressourcenschonenden Rückbau am Ende der Nutzungsphase zu gewährleisten. Bauwerke werden entweder von einem öffentlichen oder einem nicht öffentlichen Auftraggeber (AG) geordert. Öffentliche bzw. andere, darunter subsumierte Auftraggeber (wie z.B. Sektorenauftraggeber) unterliegen dem Vergabegesetz sowie der Vergabeordnung. Bei nicht öffentlichen Auftraggebern handelt es sich um Unternehmergeschäfte oder um Auftraggeber, die dem Konsumentenschutzgesetz unterliegen.

Christian Hofstadler
Kapitel 2. Absolute Nachhaltigkeit von Fabriksystemen

Die konzeptionelle Entwicklung einer Positivfabrik basiert auf der Analyse des aktuellen Verständnisses von Fabriksystemen im Zeitalter des Anthropozäns. Die Notwendigkeit einer Nachhaltigkeitstransformation der menschlichen Gesellschaft und ihrer Industrie stellt eine große globale Herausforderung dar, um irreversible Schäden an ökologischen Systemen abzuwenden. Hierfür gilt es, adäquate Fabrikkonzepte zu entwickeln, die angemessen auf die aktuellen ökologischen Herausforderungen reagieren und gleichzeitig eine gesellschaftliche Entwicklung fördern.

Malte Gebler
Kapitel 24. Virtueller Demonstrator zur Unterstützung der Einführung des autonomen Fahrens am Beispiel automatisierter Shuttlebusse

Im Zuge der steigenden Urbanisierung klagen einerseits viele Städte über ausgelastete Verkehrsnetze in den Ballungszentren. Andererseits fehlen in ländlichen Regionen hinreichende Alternativen zum Individualverkehr. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird oft als zentraler Schlüssel der Mobilitätswende angesehen. Durch die Technologie des autonomen Fahrens ergeben sich hier nun neue Möglichkeiten, das Angebot flexibel zu gestalten und zu erweitern. Diese bedarfsgerechte Anpassung kann zur Schließung von Versorgungslücken sowie zur Steigerung des Komforts, der Attraktivität und damit auch zu einer stärkeren Nutzung des ÖPNV beitragen. Autonome Shuttlebusse sind ein Beispiel, womit sich innovative und vernetzte Mobilitätskonzepte realisieren lassen. Insbesondere außerhalb von Ballungszentren lassen sich hiermit abgelegene Quartiere sowie ländliche Regionen besser erschließen und damit insgesamt das Angebot des ÖPNV verbessern. Die Einführung und Umsetzung solcher Shuttlebusse in Städten und Gemeinden ist jedoch ein komplexes Unterfangen, bei welchem eine Vielzahl an Aspekten beachtet werden muss. Aktuelle Pilotprojekte zeigen, dass u.a. bedingt durch fehlende Erfahrungswerte bei Planung und Zulassung, häufig ähnliche und damit vermeidbare Hürden bei der Umsetzung auftreten. Auf der Grundlage virtueller Umgebungen präsentieren die Autoren in ihrem Beitrag ein vielseitig einsetzbares Instrument zur erfolgreichen Planung, Umsetzung und Einführung von Mobilitätskonzepten am Beispiel von Shuttlebus-Projekten. Es wird aufgezeigt, welche Potenziale dies für eine Reihe verschiedener Interessensgruppen, wie beispielsweise Mobilitätsanbieter und Stadtplaner, bietet und wie es den Gesamtprozess unterstützen kann, z. B. um damit Innovationsbarrieren durch die frühzeitige Einbeziehung potenzieller Nutzer*innen zu adressieren oder notwendiges Wissen bzw. Kenntnisse zu vermitteln.

David Michalik, Per Kohl, Michael Krause, Anton Kummert
1. Bedeutung und Merkmale von Dienstleistungen

Dienstleistungen prägen unser Leben. Familie, Arbeit, Freizeit, Bildung, Gesundheit; wichtige Teile unseres Lebens würden ohne das Wirtschaftsgut Dienstleistung nicht funktionieren. Daher erstaunt es nicht, dass Services in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen haben und das Marktgeschehen mittlerweile dominieren. Wenngleich die Lehman-Krise 2008 und die aktuelle Covid-19-Pandemie die Vulnerabilität der hiesigen Servicemärkte eindrucksvoll demonstrieren, ist mittelfristig von weiteren Zuwächsen im Dienstleistungsbereich auszugehen. Eine etablierte Erklärung dafür liefert die Volkswirtschaftslehre mit ihren Theorien zum intersektoralen Strukturwandel. Dazu gehören Zyklen-, Stufen- und Sektorentheorien (Corsten & Gössinger, 2007). Die Drei-Sektoren-Theorie ist am bekanntesten. Sie geht im Wesentlichen auf Fourastié zurück und prägt das Verständnis unseres Wirtschaftssystems und seinen Bereichen bis heute (vgl. Tab. 1.1).

Sabine Haller, Christian Wissing
17. Umsatzsteuerliches Risiko-Management

Bevor einige Arbeitshilfen behandelt werden soll ein Blick auf das umsatzsteuerrechtliche Risiko-Management geworfen werden. Wie in den vorangegangenen Kapiteln aufgezeigt, bietet das deutsche Umsatzsteuerrecht einige Risiken. Diese Risiken können schnell dazu führen, dass der Straftatbestand der Steuerhinterziehung im Raum steht. Um diesem Risiko gewappnet zu sein, werden in diesem Kapitel wichtige Punkte betrachtet.

Michael Horst
5. Was zu tun ist

In diesem Kapitel wird beschrieben, welche Institutionen das Monitoring und Management einer global nachhaltigen Ressourcennutzung weiter voranbringen können. Wirtschaftsinitiativen werden einbezogen und eine Konvention der Vereinten Nationen für nachhaltiges Ressourcenmanagement wird diskutiert. Das Weltbudget wird in den Kontext eines gesellschaftlichen Lernprozesses gestellt und ein paar grundlegende Missverständnisse werden geklärt.

Stefan Bringezu
2. Wie eine zukunftsfähige Ressourcennutzung aussehen könnte

Dieses Kapitel formuliert die Bedingungen, wie der Stoffaustausch zwischen Gesellschaft und natürlicher Umwelt nachhaltig gestaltet werden kann. Die Kernstrategien werden mit konkreten Beispielen veranschaulicht: (1) ressourceneffiziente und kreislauforientierte Industrie, (2) balancierte Bioökonomie und Bionikomie, (3) solarisierte Infrastrukturen und (4) Bestandsgleichgewicht und nachhaltiges Bauen.

Stefan Bringezu
6. Wasserförderung und Mengenmessung

Antike Wasserversorgungen kamen meist noch ohne Förderanlagen aus, da sie das natürliche Gefälle für den Wassertransport nutzten. Heutige Wasserversorgungssysteme benötigen an den verschiedensten Stellen und für unterschiedliche Einsatzgebiete Pumpen als Förderanlagen. Dies Kapitel gibt einen Überblick über die verschiedenen Bauformen und Anwendungen von Pumpen zur Wasserförderung. Die Wassermengenmessung ist für die Betriebsüberwachung von Speichern, Aufbereitungs- und Förderanlagen unverzichtbar. Ebenso zur betriebswirtschaftlichen Abrechnung der Kosten ist die Verbrauchserfassung elementare Grundlage. Die unterschiedlichen Bauformen und Anwendungsbereiche verschiedener Wasserzähler werden in diesem Kapitel erläutert.

Frank Hoffmann, Stefan Grube
8. Wasserverteilung

In diesem Kapitel werden zuerst die hydraulischen Grundlagen für die Verteilung von Wasser ausführlich erläutert. Anschließend erfolgt die Erläuterung der Rohrnetzarten und der Berechung von Rohrnetzen. Beispiele zeigen hierzu die Anwendung der Berechungsformeln und- wege auf. Im weiteren Verlauf werden detailliert und anhand von Beispielbildern die gängigen Rohrwerkstoffe, die Verbindungstechniken, die im Wassernetz vorhandenen Armaturen sowie Hinweise zum Verlegen und zur Inbetriebnahme von Wasserrohren dargelegt.

Frank Hoffmann, Stefan Grube

Open Access

Kapitel 2. Grundlagen

Das Ziel dieses Grundlagenkapitels ist es, bereits verfügbare Informationen über Kosten, Innovationen und Gestaltungsansätze in Luftrettungssystemen zusammen zu führen. Somit soll ein grundlegendes Verständnis geschaffen werden, aus dem sich die Methodik zur Modellierung von Kosten und Handlungsempfehlungen entwickeln lassen. Dafür wird das System der deutschen Luftrettung anhand von medizinischen, sozio-politischen und betriebswirtschaftlichen Dimensionen beschrieben und erfasst.

Dr. Johann W. A. Röper
10. Die Frage der Abhängigkeit(en)

Bei der Betrachtung von arbeitsteiligen Beziehungen zwischen Unternehmen – ein Pfeiler jeder modernen Marktwirtschaft mit der ständigen Suche nach einer besseren, wenn auch niemals besten Allokation von Ressourcen – ist es die Frage nach Abhängigkeiten, welche für eine Operational Resilience relevant sind. Eine bestmögliche Allokation von Ressourcen bezieht sich eben nicht nur auf „laufende“ Betriebs- oder Finanzierungskosten, sondern auch auf die Vorkehrungen gegen mögliche „disruptive“ Ereignisse. Setzt man eine solche Balance voraus, welche immer individuell gesucht und gefunden werden muss, dann sind gerade Lieferbeziehungen gegeneinander abzuwägen: egal ob „intern“ und nach informellen Absprachen produziert wird, Leistungen extern „im Auftrag“ gefertigt, IT-Services zu Outsourcingprovidern ausgelagert oder hochgradig standardisierte Services aus der „Cloud“ eingekauft werden. Für alle Lieferbeziehungen über die Grenzen des Unternehmens müssen die – mit kommerziellen Verträgen verbundenen – Abhängigkeiten bewertet werden, um die Balance zwischen kostenseitigem Optimum und einem langfristig resilienten Betrieb zu finden.

Udo Milkau
Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Im folgenden Kapitel werden zunächst die theoretischen Grundlagen und Begriffsdefinitionen erklärt. Dazu werden die vier Begriffe Nachhaltigkeit, nachhaltige Immobilie, Region und Zielgruppe erklärt, um alle Komponenten der Fragestellung theoretisch zu ergründen. Im nächsten Schritt wird zusammengetragen, an welchem Punkt sich die Literatur befindet und wo noch Forschungsbedarf besteht. Daraus werden Forschungsfragen abgeleitet, die im empirischen Teil dann überprüft werden.

Anna Gabriella Kienlein
EU Sustainable Finance Taxonomy
Einordnung, Vorgaben und erste Praxiserkenntnisse

Unternehmen, die zur handelsrechtlichen nichtfinanziellen Berichterstattung verpflichtet sind, werden gemäß EU-Taxonomie-Verordnung vom Juni 2020 künftig die Anteile ihrer ökologisch nachhaltigen Umsatzerlöse, Investitionen (Capex) und Aufwendungen (Opex) berichten müssen. Im Rahmen einer freiwilligen Pilotierung hat EnBW die entsprechenden Angaben für ausgewählte Aktivitäten bereits freiwillig in den Konzernlagebericht 2020 aufgenommen. Die Erkenntnisse und Empfehlungen aus der erstmaligen Umsetzung wurden in einer detaillierten Fallstudie zusammengefasst und veröffentlicht.

Lothar Rieth, Matthias Schmidt
4. Schuldrecht – Rechtsgeschäftliche Schuldverhältnisse

Inhalt dieses vierten Kapitels stellen die rechtsgeschäftlichen Schuldverhältnisse dar, also diejenigen, die grundsätzlich durch einen Vertrag entstehen. Dabei geht es vornehmlich um Kauf-, Darlehens-, Miet-, Dienst- und Werkverträge, die im Einzelnen behandelt werden. Anschließend wird das in der betrieblichen Praxis bedeutsame Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen näher betrachtet. Abschließend finden sich für Studierende diesbezüglich geeignete Prüfungsschemata.

Thomas Zerres
6. Sachenrecht

Inhalt dieses sechsten Kapitels ist das in den §§ 854 bis 1296 BGB geregelte Sachenrecht. Es betrifft das Verhältnis von „Person und Sache“. Dabei geht es zunächst um die Begriffe Besitz und Eigentum, insbesondere um deren Erwerb und Schutz. Weiterhin werden die Besonderheiten im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis und der gesetzliche Eigentumserwerb behandelt. Darüber hinaus werden die, ebenfalls im Sachenrecht enthaltenen beschränkt dinglichen Rechte vorgestellt, die nicht, wie das Eigentum, eine umfassende Zuordnung von Befugnissen enthalten, sondern dem Berechtigten nur einzelne Befugnisse an der Sache zuordnen, wie zum Beispiel die (Grund-)Pfandrechte.

Thomas Zerres
Kapitel 5. Risikomanagement und Risikocontrolling in Krankenhäusern – Implikationen zur Weiterentwicklung in Pandemiezeiten

Risikomanagement und Risikocontrolling erfahren in Krankenhäusern seit jeher vor allem in medizinischen und medizinrechtlichen Bereichen hohe Aufmerksamkeit – eine höhere als in wirtschaftlichen Belangen. Durch die andauernde Pandemie mit COVID-19 verstärkt sich die Notwendigkeit der Risikoperspektive erheblich auch mit Bezug zum Wirtschaften im Krankenhaus. Die Fragestellungen im Kontext von Digitalisierung, Datenschutz und Cyberkriminalität, zunehmendem wirtschaftlichem Druck, veränderten Versorgungsstrukturen und Kooperationserfordernisse sowie anhaltend nachhaltige personelle Schwierigkeiten zwingen zur Auseinandersetzung mit konkreten Maßnahmen in einem Risikomanagement des wirtschaftenden Betriebs „Krankenhaus“. Dieses hat neben strategischen vor allem operative Wirkungen zu entfalten. Das Risikomanagement hat sektorenübergreifende Strukturmaßnahmen im Blick zu behalten – und vor allem immer eine Rückwirkung auf die Finanzlage der Krankenhäuser. Es ist somit eine hochgradig existenzerhaltende Managementaufgabe.

Dagmar Liebscher, Hans-Christoph Reiss
Kapitel 1. Arbeitswelt der Zukunft als Herausforderung für die Führung

Die moderne digitale Arbeitswelt wird als VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) bezeichnet. Die Führung muss Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung und der demografischen Veränderungen, des Fachkräftemangels und Wertewandels, der Globalisierung und Nachhaltigkeit finden. Die andauernde Corona-Pandemie hat einen Schub für digitale Transformation gegeben und zugleich gezeigt, dass die Produktivität und Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten im Homeoffice von der Gestaltung der virtuellen Kommunikation und Führung abhängen. Um die Vorteile der Büro- und mobilen Arbeit zu nutzen, bedarf es neuer Organisations- und Führungskonzepte. Die Digitalisierung in Unternehmen geht bereits in die dritte Phase und setzt verstärkt auf Big Data Analytics und Künstliche Intelligenz. Es ist erforderlich, die Arbeitsteilung zwischen Menschen und Maschinen neu zu tarieren, um digitale Technologien im Interesse von Unternehmen, Menschen und der Gesellschaft einzusetzen. Zugleich verstärkt sich der Fachkräftemangel, die Belegschaften werden älter und bunter, die jüngeren Generationen von Beschäftigten bringen neue Werte und Erwartungen an Unternehmen und Führung mit, darunter auch Nachhaltigkeit als Maxime des Handelns. Der einstige Megatrend Globalisierung ist durch die Lieferungsengpässe während der Corona-Krise ins Wanken geraten und muss hinterfragt werden, auch mit Blick auf Nachhaltigkeitsaspekte und politische Abhängigkeiten. Alle diese Veränderungen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen hinsichtlich ihrer Produkte und Geschäftsmodelle, der IT- und Datensicherheit, der Gestaltung von Strukturen, Prozessen und Arbeitsorganisation sowie in der Neudefinition der Rolle der Menschen und der Führung in Unternehmen der Zukunft. Traditionelle Führungskonzepte werden der neuen Arbeitswelt nicht mehr gerecht. Als Initiatoren und Architekten der Veränderungs- und Gestaltungsprozesse sind Führende aufgefordert, ihre Rolle und Führungsinstrumente zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten.

Swetlana Franken
Kapitel 3. Führungskonzepte für die Digitalisierung

Die Digitalisierung bringt Unternehmen neue strategische Chancen und sollte als Quelle für innovative Geschäftsmodelle, Produkte, Prozesse und Arbeitsabläufe betrachtet werden. Allerdings sollten neue Technologien nicht nur effizient, sondern auch menschengerecht und ethisch vertretbar umgesetzt werden, mit Rücksicht auf mögliche Risiken wie digitale Kontrolle, Verletzung der Privatsphäre und Datensicherheit. Es ist die Aufgabe der Führungskräfte, diese Chancen und Risiken zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Es geht um ein weites Spektrum von Fragestellungen, von einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens aufgrund neuer digitaler Geschäftsmodelle über die Entscheidungen über die Einbeziehung externer Akteure in die Produktentwicklung, optimale Konzepte für die Flexibilisierung der Arbeit bis zu praktischen Führungsinstrumenten für die virtuelle Zusammenarbeit, digitale Kommunikation und die Qualifizierung der Beschäftigten für die digitalisierte Arbeitswelt. Für die zentralen Aspekte der Führung im Kontext der Digitalisierung werden geeignete Führungskonzepte erläutert und konkrete Unternehmensbeispiele aufgezeigt.

Swetlana Franken
11. Ertragsteuern

Leser*innen

Ronny Gebhardt
6. Rückstellungen

Leser*innen

Ronny Gebhardt
Kapitel 6. Nutzung der Windenergie

Die Anwendung der Windenergie zur Elektrizitätsversorgung bringt eine Verbreiterung der Energiebasis und vermindert die Umweltbelastung.

Siegfried Heier
Kapitel 4. Elektrische Energieübergabe an Versorgungsnetze

Im Hinblick auf die Energieübergabe an elektrische Versorgungsnetze sind Unterschiede zu beachten zwischen.

Siegfried Heier
3. Aktivitätskonzept im Innovationsökosystem

In den vorangegangenen Texten und Ausführungen wurden die theoretischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Themen Innovationsfähigkeit, Innovationsindikatoren und zur regionalen Innovationskompetenz dargestellt. In dem nun folgenden Kapitel werden ganz praktische Ansätze beschrieben, wie Innovationskompetenz unterstützt und gefördert werden kann. Erprobt und durchgeführt wurden solche Maßnahmen im Projekt Enabling Innovation Münsterland im Zeitraum der Umsetzungsphase. Dabei lassen sich die Maßnahmen in drei wesentliche Kategorien unterteilen, die gleichsam in ähnlichen Regionen anwendbar sind. Zusammengefasst bilden diese das Transferkonzept: Event/Netzwerk, Toolbox und Fokusprojekte, siehe Abb. 3.1.

Bernd Büdding, Katarina Kühn, Manuel Rudde, Christian Junker, Sonja Raiber, Jens Konermann, Kathrin Bonhoff, Christian Holterhues, Manuel Rudde, Ute Schmidt-Voecks, Lisa Stahl, Julia Blank, Vivien Dransfeld, Bettina Begerow, Eva Sormani, Kerstin Kurzhals, Carsten Schröder, Stefan Adam, Matthias Günnewig
Kapitel 9. Zentrale Normen der MRK als Basis für das Sicherheitskonzept

Kollaborierende Robotersysteme fallen unter den Geltungsbereich der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Sie müssen als Gesamtapplikation zum Bereitstellen auf dem Markt mit einer Konformitätserklärung und einem CE-Zeichen ausgestattet sein, auch wenn ein einzelner Roboter für sich als unvollständige Maschine gilt, die anstelle einer Konformitätserklärung nur mit einer Einbauerklärung versehen sein muss.

Markus Glück
Kapitel 10. Risikoanalyse, Integrations- und Sicherheitskonzept

Bevor die speziell im Bereich der Mensch-Roboter-Kooperation auftretenden Risiken und die von Robotern ausgehenden Gefahren im Rahmen der Risikoanalyse betrachtet werden, sollen zunächst einige allgemeine Gesichtspunkte der Sicherheitstechnik kurz vorgestellt werden.

Markus Glück
Daten als Schlüsselkomponente von Anwendungen Künstlicher Intelligenz am Beispiel der Nachhaltigkeit

Das Handeln von Unternehmen wird nachhaltiger (Winston 2021). Doch wie genau wird Nachhaltigkeit gemessen? Die umfangreiche Erfassung von qualitativ hochwertigen Daten zur Nachhaltigkeit determiniert die Schaffung von Transparenz in den Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Unternehmen. Herausforderungen in der Datenerhebung sind vielfältig – von inkonsistenten Datenfragen bis hin zu schwer nachvollziehbaren Kennzahldefinitionen. Neben der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten eröffnet die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) neue Analysepotenziale. Anwendungsbeispiele erstrecken sich entlang des gesamten Geschäftsprozesses – vom Ressourceneinsatz über die Produktion und den Transport hin zum Produkt. Ein umfangreiches Datenverständnis und eine gewissenhafte Interpretation der Ergebnisse des Maschinellen Lernens sind ausschlaggebend, um Fallstricke wie Scheinkorrelation und Verzerrungen in den Daten zu adressieren und eine mehrwertstiftende Umsetzung von KI-Projekten sicherzustellen.

Annemarie Paul
Kapitel 1. Einleitung

Krankenhäuser stehen unter erheblichem Kostendruck, der sie zu Einsparungen und Prozessoptimierung zwingt. Dies gilt insbesondere seit der Umstellung vom Pflegesatzsystem auf das pauschalisierte Entgeltsystem im Jahr 2004. Bis Ende 2003 wurde für jeden Patienten ein Tagessatz vergütet, der von den tatsächlich angefallenen Behandlungskosten abhing. Aufgrund fehlender Anreize zur Kostensenkung wurde im Jahr 2004 ein Abrechnungsverfahren eingeführt, das auf diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG, engl.: Diagnosis Related Groups) basiert. Anhand der primären Diagnose werden Patienten beim DRG-System in eine Fallgruppe einsortiert.

Steffen Rickers
3. Preissetzung

In diesem Kapitel wird die Preissetzung in Netzwerken erklärt. Konkret geht es um den Preis – oder um die Preise –, die der Netzwerkanbieter für die Benutzung des Netzwerks durch andere Personen setzt. Wenn der Nutzen des Netzwerks seine Verbindungen sind, dann ist der Preis seiner Benutzung auch von den Verbindungen abhängig. In diesem Kapitel werden diverse Preismodelle vorgestellt und miteinander verglichen. Die wichtigsten sind aber die Subventionierung – wenn die Preissetzung eine Person dafür entschädigt, das Netzwerk zu benutzen – und die Preisdifferenzierung – unterschiedlicher Preis pro Person. Dieses Kapitel wird mit praktischen Überlegungen abgeschlossen, wie aktuelle Netzwerke ihre Preise setzen und verändern. Nach dem Lesen von … ► Abschn. 3.1 erklären Sie die ökonomischen Überlegungen zu Preisen und zur Preissetzung. ► Abschn. 3.2 berechnen Sie die Wertschöpfung in Netzwerken. ► Abschn. 3.3 bestimmen Sie Preise in Gleichgewichtsmodellen. ► Abschn. 3.4 ermitteln Sie den Effekt von Elastizität in der Preissetzung. ► Abschn. 3.5 setzen Sie Preise für ein Netzwerk-Geschäftsmodell. ► Abschn. 3.6 verfeinern Sie die Preissetzung, indem Sie Netzwerkeffekte dafür einbeziehen. ► Abschn. 3.7 erweitern Sie die Preissetzung, indem Sie ein analytisches Modell anwenden. ► Abschn. 3.8 nehmen Sie Preisdifferenzierungen vor. ► Abschn. 3.9 haben Sie den Überblick über verschiedene Erwägungen zur Preissetzung in der Praxis. ► Abschn. 3.10 ordnen Sie die Inhalte dieses Kapitels kritisch ein.

Henrique Schneider
Nachhaltig ausgerichteter Hausbau in Deutschland – Partielle und holistische Gebäudeinnovationen

In Deutschland existieren bereits heute vielfältige Konzepte für die Errichtung und den Betrieb von Gebäuden, die als nachhaltig bezeichnet werden können – auch wenn sie sich meist nur speziellen Problemfeldern innerhalb des Bauwesens widmen. Die Grundlagen dieser Gebäudekonzepte werden im vorliegenden Beitrag erläutert, um einen Einstieg in das Themengebiet des nachhaltigen Bauens zu geben. Darüber hinaus wird die Frage erörtert, ob Gebäude, deren Planung auf partiellen Ansätzen beruht, heute noch als nachhaltig bezeichnet werden können. Abschließend widmet sich der Beitrag der Automatisierung von Ökobilanzierungen. Das damit einhergehende und auf digitalen Methoden aufbauende Potenzial zeigt wie negative Auswirkungen von Neubauprojekten auf unsere Umwelt mithilfe der Methode des Building Information Modeling reduziert werden können.

Viktor Hasselbring
Nachhaltige und digitale Konzepte im Bauwesen – komplex, konträr, kompatibel, konstruktiv

Die Herausforderungen, die unsere Gesellschaft im Rahmen des stetig voranschreitenden Klimawandels zu bewältigen hat, sind nicht nur vielfältig und komplex, auch ergeben sich aufgrund zweier konträrer Paradigmen – der Digitalisierung und der Nachhaltigkeit – ineinandergreifende Fragestellungen, die im Hinblick auf notwendige Lösungsansätze diskutiert werden müssen. Da das Bauwesen einen erheblichen Anteil an der Zerstörung unserer Umwelt beisteuert, ist es erforderlich, dass nachhaltige Potenziale nicht nur intensiv diskutiert, sondern auch zeitnah implementiert werden. Dabei kommen verschiedene Aspekte der Digitalisierung ins Spiel. Der Beitrag zeigt im Kontext möglicher Synergieeffekte verschiedene Konzepte auf, die im Zuge der Bekämpfung des Klimawandels innerhalb der Baubranche herangezogen werden können. Anhand innovativer und disziplinübergreifender Ansätze wird dargestellt, dass technologische Neuentwicklungen einer nachhaltigen Ausrichtung nicht per se entgegenstehen müssen. Vielmehr ergeben sich durch kooperative Zusammenspiele vielversprechende Potenziale – nicht nur aufgrund digitaler und damit zeitgemäßer Prozesse, z. B. um wirtschaftliche Mehrwerte zu erzielen –, sondern insbesondere auch, um mithilfe ökologisch-kompatibler Interaktionen im Bauwesen konstruktiv dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Thomas Kölzer