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03-04-2017 | Internetkriminalität | Infografik | Article

Alarmierender Anstieg von Hackerangriffen

Author: Sven Eisenkrämer

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2016 war ein alarmierendes Jahr mit massiven Hackerangriffen und Datendiebstählen. Besonders Erpressertrojaner ("Ransomware") waren und sind bei Kriminellen beliebter denn je.

IBM Security hat die Ergebnisse des "X-Force Threat Intelligence Index 2017" veröffentlicht. Der Report analysiert IT-Sicherheitsdaten von rund 8.000 Kunden in mehr als 100 Ländern und Daten aus anderen Quellen, wie Spam-Sensoren und Honeypots/-netzen. Um rekordverdächtige 566 Prozent stieg die Zahl der gestohlenen Datensätze weltweit an: von 600 Millionen auf über vier Milliarden. Besonders auf Finanzinstitutionen haben es Cyberkriminelle abgesehen. Neben personenbezogenen Angriffszielen wie Kreditkarteninformationen wurden 2016 auch vermehrt unstrukturierte Daten gehackt. 

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"Die Cyberkriminellen schlafen nicht", sagt Christian Nern, Head of Security Software DACH bei IBM Deutschland. "Besonders Finanzinstitutionen geraten erneut ins Visier von kriminellen Hackern. Neben den etablierten Angriffsmethoden wie Ransomware werden auch unstrukturierte Daten zunehmend attraktiv. E-Mail-Archive, Geschäftsdokumente, gestohlenes geistiges Eigentum oder Quellcodes eröffnen Kriminellen neue Möglichkeiten, etwa für den Insiderhandel,  und setzen Unternehmen weiter unter Druck."

Investitionen in die Cybersicherheit führten allerdings dazu, dass der Finanzsektor trotz der hohen Anzahl an Angriffen letztlich nur der am drittstärksten betroffene Bereich war, was die Zahl der kompromittierten Datensätze angeht. Am schlimmsten von Sicherheitsvorfällen und Datenpannen betroffen ist die Informations- und Kommunikationsbranche (IKT) und der öffentliche Sektor.

Ransomware weiter auf dem Vormarsch 

Gerade Erpressertrojaner, auch Ransomware genannt, waren 2016 ein lohnendes Geschäft für Kriminelle – rund 70 Prozent aller betroffenen Unternehmen bezahlten jeweils über 10.000 US-Dollar Lösegeld, um wieder Zugang zu ihren Geschäftsdaten und -systemen zu bekommen. Dabei verschlüsseln infizierte Anhänge in Spam-Mails Daten auf Servern von Unternehmen und Privatpersonen.  Erst nach hohen Lösegeldzahlungen werden die Daten (eventuell) wieder entsperrt. Kriminelle Hacker erbeuteten alleine im ersten Quartal des vergangenen Jahres damit 209 Millionen US-Dollar. Durch die Bereitschaft von Unternehmen, Lösegeldforderungen Folge zu leisten, wächst die Beliebtheit von Ransomware weiter. 

IBM Security identifizierte daraus auch einen 400-prozentigen Anstieg von Spam-Mails als häufiger Träger von Malware. 44 Prozent der beobachteten Spam-Mails waren mit den Erpresser-Trojanern infiziert. Ransomware machte bis zu 85 Prozent dieser bösartigen Dateianhänge aus.


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