Introspektion als Wirkfaktor in der Psychotherapie
Eine psychotherapiewissenschaftliche Modellbildung zu Effektstrukturen des Graduellen Kognitiven Trainings
- 2017
- Book
- Author
- Anne Iris Miriam Attersee Anders
- Publisher
- Springer Fachmedien Wiesbaden
About this book
Die Autorin entwickelte aus den in der buddhistischen Philosophie und tibetischen Medizin überlieferten Techniken und Theorien ein Graduelles Kognitives Training. Die Evaluationsergebnisse umfassen neben einer detaillierten Darstellung von Trainingstechniken, essentiellen Aspekten, Effektspektren und deren Integration auch eine Modellbildung im Kontext der Psychotherapiewissenschaft. Deren Grundlage sind die Beschreibungen von Psychotherapeuten, Psychotherapiepatienten und Studierenden selbst. Dabei beinhaltet der Diskurs über psychotherapeutische Anwendungsmöglichkeiten sowohl Regulationsfähigkeit, Beziehungsgestaltung wie auch den psychotherapeutischen Prozess.
Table of Contents
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Frontmatter
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Chapter 1. Einleitung
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungNach einer Gegenüberstellung emischer und etischer Perspektiven auf den Forschungsgegenstand wurde mithilfe einer Perspektivischen Analyse das Graduelle Kognitive Training als introspektive Techniken eines graduellen Trainingsprozesses eingeführt und das Dynamische Selbstreferenzmodell als die psychologische Theoriebildung zu seinen Trainingseffekten beschrieben. -
Chapter 2. Einführung
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie beiden zentralen Wirkfaktoren in der therapeutischen Beziehung und im psychotherapeutischen Prozess, Selbstreferenz und Empathie, stellen eine der zentralen Grundlagen für die psychotherapeutische Arbeit in den unterschiedlichen Psychotherapieschulen dar. Da sie mithilfe von Introspektion wahrgenommen werden können, sollte es auch möglich sein, durch eine systematische Anwendung introspektiver Techniken ihre Wahrnehmung wie auch ihre Entwicklung zu fördern. -
Chapter 3. Vorschau
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDer Forschungsgegenstand der Effektstrukturen des Graduellen Kognitiven Trainings wird aus drei Perspektiven analysiert und interpretiert. Dabei stellt emische Perspektive tibetischer Medizin und buddhistischer Philosophie sowohl für die Analyse der graduellen Trainingstechniken wie auch für die Interpretation von Effektstrukturen den Hintergrund dar. Der neurowissenschaftliche Zugang hingegen vermag einige der Wirkmechanismen im vegetativen Nervensystem zu erklären, die Entwicklung des Selbstgefühls wie auch die Bedeutung der Entwicklung von Empathie mithilfe der Spiegelneuronsystemforschung zu differenzieren. -
Chapter 4. Disziplinäre Anbindung
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie Untersuchung der Effektstrukturen der über Jahrhundert überlieferten und revidierten Techniken der Introspektion können den Diskurs um allgemeine, schulenübergreifende Interventionstechniken in der Psychotherapie bereichern. Dabei weist die Analyse der Probandendaten vorwiegend auf Aspekte zunehmenden Selbstbezugs durch die Anwendung der Trainingstechniken. -
Chapter 5. Forschungsstand
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie in der tibetischen Medizin und buddhistischen Philosophie beschriebenen introspektiven Techniken, welche eine methodische Bereicherung im Kontext der Psychotherapiewissenschaft zu bieten vermögen, werden im Kapitel Meditation und Psychotherapie nach einer Gegenüberstellung von Definitionen zu Trainingseffekten aus emischer und etischer Perspektive als Graduelles Kognitive Training eingeführt. -
Chapter 6. Forschungslücke
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungZunächst kann die fehlende Systematisierung von Introspektion, welche einen wesentlichen Faktor im Kontext von Psychotherapie darstellt, als eine Forschungslücke beschrieben werden. Obwohl in der buddhistischen Philosophie, oralen Überlieferungen und tibetischer Medizin bereits Techniken hierzu ebenso wie Modelle zu deren Effekten detailliert dargestellt sowie in philosophischen Diskursen deren Differenzierung vorangetrieben wurde, fehlen die Übersetzungen dieser Texte und Textkommentare aus dem originalsprachlichen Kontext, was eine nächste Forschungslücke darstellt. -
Chapter 7. Forschungsfragen
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie Darstellung der Forschungsfragen bei der Analyse des Forschungsgegenstands der Effektstrukturen des Graduellen Kognitiven Trainings erfolgt anhand der Fragen des Fragebogens zur Veränderung durch Graduelles Kognitives Training. Dabei wird die sich aus den graduellen Lernprozessen ergebende Komplexität der Analysen mit der wiederholten Beantwortung derselben Fragestellungen nach einem, drei und sechs Monaten Training gelöst, womit ein Vergleich der Fragenbeantwortung im Trainingsverlauf und erste Veränderungsstrukturen deutlich werden sollten. -
Chapter 8. Methodik
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie Evaluation der Intervention wurde mithilfe von qualitativen Methoden sowie einem Fragebogen zur Vorerhebung und einem weiteren Fragebogen zur Erhebung der tatsächlichen Art und Häufigkeit der Anwendung der Interventionen und ihrer Integration nach einem, drei und sechs Monaten Training durchgeführt. Die qualitative Erhebung wurde mithilfe der offenen Fragen des Fragebogens zur Veränderung durch Graduelles Kognitives Training schriftlich durchgeführt und im Frauentherapiezentrum aufgrund der Arbeit mit Patientinnen durch Interviews ergänzt. -
Chapter 9. Untersuchung
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie Studiendurchführung beinhaltet die Evaluation einer von den Probanden eigenständig täglich durchgeführten Intervention mithilfe von Fragebögen nach einem, drei und sechs Monaten ihres Trainings. Diese wurde nach einem etwa sechsstündigen Einführungsunterricht und von den Psychotherapiepatientinnen am Frauentherapiezentrum im Rahmen eines viermaligen, wöchentlich eineinhalbstündigen Unterrichts eigenständig durchgeführt. Bei Letzteren wurde die Fragebogenerhebung durch Abschlussgespräche ergänzt. -
Chapter 10. Untersuchungsergebnisse
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDie Datendarstellung ist untergliedert in eine Kategorisierung und Mikroanalyse der Antworten der neunundvierzig Studierenden auf jede Frage des Fragebogens, eine zusammenfassende Darstellung der Antworten der Psychotherapeuten und eine Darstellung von Trainingsverläufen über einen bis sechs Monate Training von einigen der Psychotherapeuten wie auch von den Psychotherapiepatienten. -
Chapter 11. Einschränkung der Gültigkeit
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungObwohl der Unterricht zur Interventionsanwendung mithilfe einer Powerpointpräsentation nach jeweils demselben Schema durchgeführt wurde, stellt die Probandenrekrutierung in mehreren Gruppen einen Nachteil mangelnder Vergleichbarkeit dar, auch wenn diese Vorgangsweise in vielen Studien zu Entspannungstechniken oder Meditation sogar mit unterschiedlichen Lehrenden auf diese Weise durchgeführt wird. Auch die Kursmodifikation für die Patientinnen am Frauentherapiezentrum verringert die Vergleichbarkeit der Daten. -
Chapter 12. Disziplinäre Rückbindung
Anne Iris Miriam Attersee AndersZusammenfassungDas vorliegende Datenmaterial bezieht sich auf den Trainingsprozess eines transdisziplinären Trainings, das essentiell den oralen Überlieferungen, buddhistischen Ritual- und Praxistexten und in der tibetischen Medizin beschriebenen Trainingstechniken entspricht. Daher war es möglich, auch bei der Dateninterpretation auf die entsprechenden theoretischen Modelle der buddhistischen Philosophie und tibetischen Medizin unter Einbezug der emischen Perspektive im Sinne eines schulenübergreifenden Dialogs, Bezug zu nehmen. -
Backmatter
- Title
- Introspektion als Wirkfaktor in der Psychotherapie
- Author
-
Anne Iris Miriam Attersee Anders
- Copyright Year
- 2017
- Publisher
- Springer Fachmedien Wiesbaden
- Electronic ISBN
- 978-3-658-17880-2
- Print ISBN
- 978-3-658-17879-6
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-17880-2
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