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Investmentgesellschaft

weitere Buchkapitel

2. Anwendungsbereich des InvStG

Das Investmentsteuerrecht findet Anwendung auf Investmentfonds und deren Anleger. Im Grundsatz gilt, dass alle Investmentvermögen, die dem Aufsichtsrecht (KAGB) unterliegen, auch dem Investmentsteuergesetz unterfallen. Damit werden vom Investmentsteuergesetz sowohl offene als auch geschlossene Fonds erfasst, eine Ausnahme gilt u. a. für inländische Anlagevehikel in der Rechtsform einer Personengesellschaft. Dieser Gleichlauf des Aufsichtsrechts und Steuerrechts wird durch einen Verweis in § 1 Abs. 2 InvStG zur aufsichtsrechtlichen Definition der „Investmentfonds“ erreicht. Nach diesem Verweis auf § 1 Abs. 1 KAGB nach sind für die Auslegung dieses steuerlichen Begriffes die aufsichtsrechtlichen Regelungen heranzuziehen. Für die Auslegung der Begriffe können somit auch die Schreiben der BaFin herangezogen werden, auch wenn keine rechtliche Bindung des Steuerrechts an das Aufsichtsrecht besteht. Zu beachten ist, dass § 1 Abs. 2 InvStG bestimmte Erweiterungen (z. B. für „Ein-Anleger-Fonds“) und § 1 Abs. 3 InvStG einzelne Ausnahmen vom Anwendungsbereich des InvStG vorsieht, die zu einem Durchbruch des einheitlichen Anwendungsbereiches zwischen KAGB und InvStG führen. So unterfallen insbesondere Anlagevehikel in der Rechtsform der Personengesellschaft nicht dem InvStG. Die Rückausnahmen sind zu beachten (vgl. § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 2. HS InvStG). Für die Besteuerung der Investmentfonds ist zwischen (Publikums-)Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds zu unterscheiden. Investmentfonds, welche in der Anlagepraxis nicht wesentlich gegen die Anlagebestimmungen des § 26 InvStG verstoßen sowie die Rechtsformerfordernisse des § 27 InvStG und die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Gewerbesteuer nach § 15 Abs. 2 und 3 InvStG erfüllen, unterliegen dem Besteuerungsregime als Spezial-Investmentfonds, alle anderen dem für (Publikums-)Investmentfonds geltendem Besteuerungsregime.

Katrin Dorn

Geld- und Vermögensanlage

Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Anlage auf Konten

Eine vorzeitige Verfügung führt grundsätzlich zu einem Verlust der Arbeitnehmer-Sparzulage und der Wohnungsbau-Prämie.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu!

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2020 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen: 0,75 % abgezinster Sparbrief Typ A, Laufzeit 1 Jahr, Rückzahlung 20.000,00 EUR, Kauf 14. Januar 2020 1,25% Sparschuldverschreibungen Typ N, 50.000,00 EUR, Laufzeit 5 Jahre, Kauf 15. April 2020, Zinstermin 1. März gzj. 1,0 % aufgezinster Sparbrief Typ V, 30.000,00 EUR, Kauf 2. Juni 2019, Laufzeit 4 Jahre, Festgeld 48.000,00 EUR vom 10. August bis 10. September 2020, Zinssatz 0,1 % Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist, Guthaben Stand 31. Dezember 2019 10.453,10 EUR, Sparzins für 2020: 0,05 %

Wolfgang Grundmann

B

Florian Langenscheidt, Peter May

Umsetzung von Country-by-Country Reporting und Internationalem Informationsaustausch

Das im Zuge des BEPS-Projekts von der OECD (weiter)entwickelte CbCR hat seinen Ursprung in Initiativen diverser NGOs, die Großkonzerne der Rohstoffindustrie in den Jahren 2002 und 2003 zu mehr Transparenz verpflichten wollten. Die Zielsetzung dieser Initiativen besteht darin, Zahlungsströme an Regierungen von ressourcenreichen Entwicklungsländern zu veröffentlichen, um der lokalen Bevölkerung ein Kontrollinstrument an die Hand zu geben, ob ihr Staat für den Abbau von Bodenschätzen eine adäquate Vergütung erhält. Aufbauend auf diesen – auf wenige Branchen und Staaten ausgerichteten – Transparenzinitiativen entwickelten Murphy und Christensen ein erstes Konzept für eine öffentliche Berichterstattung multinationaler Unternehmen, das im Laufe der nächsten Dekade weiter konkretisiert wurde.

Christian Heider

Geld- und Vermögensanlage

Es ist der Zeitraum zwischen den in den Anleihebedingungen genannten Verzinsungsbeginn und der Fälligkeit der Anleihe. Kurzfristige Laufzeit: bis zu 4 Jahre Mittelfristige Laufzeit: 4 bis 8 Jahre Langfristige Laufzeit: mehr als 8 Jahre Ewige Anleihen: keine festgelegte Laufzeit.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Anlage auf Konten

Termineinlagen sind Bankeinlagen mit dem Ziel der kurzfristigen Vermögensanlage. Diese werden auf besonderen Termingeldkonten für einen befristeten Zeitraum (i. d. R. 1 bis 6 Monate) festgelegt und stehen daher für den bargeldlosen Zahlungsverkehr nicht zur Verfügung. Während des Anlagezeitraums kann über das Guthaben nicht verfügt werden. Die Zinsen werden bei Fälligkeit bezahlt.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Themeneinführung und Beiträge im Überblick

Nachhaltigkeit ist mittlerweile eine zentrale Anforderung an Unternehmen. Damit Nachhaltigkeit aber die eigentliche DNA von Unternehmen erreicht, muss sie nicht nur auf der Anspruchsebene verbleiben, sondern von allen Teilsystemen des Unternehmens als konkrete Handlungsmaxime angesehen und entsprechend auch umgesetzt werden. Der damit akzentuierte möglichst hohe Durchdringungsgrad des Gesamtsystems und seiner Teilsysteme mit nachhaltigen Überlegungen und Handlungen lässt die Relevanz einer integrierten Sichtweise evident werden. Diese Sichtweise steht hier für eine tiefgreifende Integration des Nachhaltigkeitsgedankens in die verschiedenen normativen, strategischen und operativen Unternehmenssysteme und deren inter- und intrasystemische Abstimmung.

Kristin Butzer-Strothmann, Friedel Ahlers

Zweiter Teil: Probleme der Stiftungsinsolvenz

Als juristische Person des Privatrechts ist die Stiftung nach § 11 Abs. 1 S. 1 InsO insolvenzfähig. Im Ausgangspunkt finden somit sämtliche insolvenzrechtliche Regelungen Anwendung, die das Verfahren über das Vermögen einer juristischen Person betreffen. Das Insolvenzrecht gilt einheitlich für alle insolvenzfähigen Rechtsträger.

Johannes Weiland

Investmentfonds als „neue Herrscher“ der Unternehmen(?)

Ein zentrales Element im Modell des FMK sind die Investmentfonds. Denn eine Veränderung der Aktionärsstruktur habe zu einer Zunahme des Einflusses von Investmentfonds auf Unternehmen geführt, wodurch diese zu einer Ausrichtung auf kurzfristige Gewinne gedrängt würden. Im Folgenden wird untersucht, ob eine solche „treibende Kraft des System-wandels“ durch die Kapitalmarktgesetzgebung gefördert wurde.

Thorben Marc-André Spindler

Fazit zweiter Teil

Aufbauend auf den Ergebnissen der Kapitel 7 bis 10 wird im Folgenden die Ausgangsfrage des zweiten Teils beantwortet: Ob der Gesetzgeber den deutschen Kapitalmarkt zu einem FMK-System dereguliert hat. Entscheidend hierfür ist der Blick auf die Grundthese des FMK: Die vom Kapitalmarkt ausgehende Disziplinierung der Unternehmen zu einer kurzfristigen, auf eine reine Gewinnmaximierung (Shareholder Value) ausgerichtete Unternehmenspolitik.

Thorben Marc-André Spindler

3. Selbstverständnis des Mutterunternehmens

Die Zinsentwicklung führt zu einer deutlichen Verschiebung von Anlagegeldern aus dem Anleihemarkt in Richtung von Aktienanlagen und in Richtung direkter Unternehmensbeteiligungen. Entsprechend konkurrieren viele Konzern-Mutterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften mit ihren verfügbaren Geldmitteln, dem „dry powder“, um wenige zum Verkauf stehende mittelständische Unternehmen. Das Selbstverständnis des Mutterunternehmens ist eine Quelle für eine positive Differenzierung.Die Formulierung eines Selbstverständnisses des Mutterunternehmens ist die Grundlage für die Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements. Dies umfasst die wesentlichen Aufgaben, die seitens der Holding- oder Beteiligungsgesellschaft wahrgenommen werden sollen. Mit den Aufgaben verbunden ist eine Zuordnung entsprechender Ressourcen. Das vorliegende Kapitel präsentiert einen Gestaltungsrahmen für die Formulierung des Selbstverständnisses von Mutterunternehmen. Darüber hinaus stehen die Motive für den Erwerb und das Halten von Beteiligungen, ausgewählte Typologien von Mutterunternehmen sowie eine neue Mission-Eigentümer-Matrix der realen Ausprägungen von Mutterunternehmen im Fokus. Das Kapitel umfasst auch eine quantitative Analyse der Beteiligungsstrukturen der DAX-30-Konzerne. Darüber hinaus enthält das Kapitel rund 30 Fallbeispiele, die Einblicke in die Praxis gewähren.

Klaus-Michael Ahrend

Kapitel 5. Rechtliche Implikationen

In Kap. 5 werden die wesentlichen rechtlichen Implikationen überblickartig aufgeführt, die sich für Hersteller und Nutzer von Legal-Tech-Produkten ergeben.

Jens Wagner

Kapitel 9. I

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. F

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. B

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. E

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. A

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 10. T

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. K

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 8. R

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. N

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. Zur Absicherung und Vorsorge: Versicherungen und Steuervorteile

In diesem Kapitel werden besonders Anlage-, Absicherungs- und Vorsorgeprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Direktversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung behandelt. Dabei stehen besonders Rendite- und Risikogesichtspunkte vor dem Hintergrund der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer im Fokus.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 4. Vermögensaufbau mit Investmentfonds

Im „Magischen Viereck“ der Geldanlage in Kapitel 1 sind die Ziele und Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Liquidierbarkeit und Steueroptimierung dargestellt worden.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 1. Langfristige Vermögensplanung zur Absicherung Ihrer Ziele

In „Geldanlage und Steuer 2020“ werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten mit ihren Chancen und Risiken, ihrer Rentabilität sowie ihren steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt und Zusammenhänge aufgezeigt. Hierbei bietet die wachsende Angebotsvielfalt unzählige Möglichkeiten der Geldanlage. Dabei sind auch die Risiken wie Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken oder Aktienkursrisiken zu berücksichtigen, denn sie können besonders in Niedrigzinsphasen wie seit dem Jahr 2010 die ohnehin geringen Erträge aufzehren oder gar zu negativen Ergebnissen führen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 3. Geldanlage auf Konten

Sichteinlagen sind Einlagen, für die eine Laufzeit oder Kündigungsfrist nicht vereinbart ist. Zu den Sichteinlagen zählen auch Verbindlichkeiten mit einer vereinbarten Laufzeit von weniger als einem Monat (sogenannte terminierte Tagesgelder) bzw. einer Kündigungsfrist von unter einem Monat.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 3. Geldanlage auf Konten

Sichteinlagen sind Einlagen, für die eine Laufzeit oder Kündigungsfrist nicht vereinbart ist. Zu den Sichteinlagen zählen auch Verbindlichkeiten mit einer vereinbarten Laufzeit von weniger als einem Monat (sogenannte terminierte Tagesgelder) bzw. einer Kündigungsfrist von unter einem Monat.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

23. Praxis: Digitalisierung im Immobilienfondsmanagement

Die Digitalisierung beziehungsweise die digitale Transformation ist die exponentielle und dauerhafte Veränderung von Gesellschaft und Unternehmen auf Basis von Technologien (vgl. Lindner und Leyh 2018). Zu den wesentlichsten Treibern dieser Entwicklung zählen die veränderten Erwartungen der Kunden an Dienstleistungen (Services) und Produkte der Unternehmen, denen meist nur mit digitalen Technologien begegnet werden kann. Ein Beispiel hierfür ist etwa die Bestellung von Produkten unabhängig von Zeit und Ort – so wie sie über das Internet möglich ist. Die Digitalisierung ist eine vergleichbar umfassende Veränderung von Gesellschaft und Wirtschaft wie der Übergang von Agrarwirtschaft und Manufakturwesen hin zur Industrialisierung vor rund 200 Jahren – der industriellen Revolution folgt nun die digitale Revolution.

Susanne Bonfig, Florian Stadlbauer

16. Fondsmanagement

Immobilienfondsmanagement ist über strategische und taktische Perspektiven hinaus auch eine operative Tätigkeit. Im Vergleich zum Management von Aktien- oder Anleihen-Fonds lebt es davon, auf effektive und effiziente Strukturen entlang der primären Wertschöpfungskette zurückgreifen zu können. Insbesondere in den vergangenen Jahren wurde deutlich, wie wichtig lokales Asset-Management, insbesondere im internationalen Bereich, und dessen Verzahnung mit einem ganzheitlichen Fondsmanagementprozess sind. Trotz vieler Herausforderungen in einem volatilen Marktumfeld gelingt es vielen Immobilien-Investmentgesellschaften mit integrierten Prozessen allen Anspruchsgruppen gerecht zu werden und für Investoren attraktive Immobilienanlagelösungen zu bieten.

Jörg Homann, Ingo Bofinger, Christoph Schumacher

18. Haftung des Fondsmanagements

Die Frage nach dem Haftungsrisiko des Fondsmanagements ist seit dem Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs („KAGB“) vielschichtiger geworden. Dieses Kapitel beschäftigt sich im Schwerpunkt mit Haftungsfragen für das Fondsmanagement geschlossener Immobilienfonds.

Nicole Bittlingmayer, Sebastian D. Müller, Sten Hornuff

8. Anforderungen an die Compliance-Organisation im Fondsgeschäft

Das Themenfeld Compliance hat in der Vergangenheit in allen rechtlichen Bereichen erheblich an Gewicht gewonnen. Dies gilt insbesondere auch für Investmentfonds. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wichtigsten Vorgaben für die Compliance Organisationsstruktur eines Immobilienfonds, die unter Einhaltung der AIFM-Richtlinie (Richtlinie 2016/61/EU), des Kapitalanlagesetzbuches (KAGB), konkretisierender Verordnungen und BaFin-Rundschreiben sowie des Geldwäschegesetzes (GWG) und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zu beachten sind.

Kati Beckmann, Viola Bensinger

B

Im Gegensatz zum Bail-out tragen bei einem Bail-in die Geldgeber einer Institution deren Verlust mit. Durch die Zahlungsunfähigkeit eines Staates verlieren dessen Gläubiger Teile ihrer Ansprüche oder geben diese auf. In Bezug auf Banken wird in den Vorschriften der BRRD in den Artikeln 43-55 das Instrument des Bail-in zur Abwicklung von Kreditinstituten eingeführt.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

I

Engl. Abkürzung für Internal Capital Adequacy Assessment Process; interner Prozess zur Sicherstellung einer angemessenen Ausstattung eines Instituts mit internem Kapital.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

7. Bezüge von Kapitalanlagegesellschaften

Wegen der besonderen Bedeutung ist den Kapitalanlagegesellschaften ein eigener Abschnitt gewidmet, denn diesen Gesellschaften kommt im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen eine zunehmende Bedeutung zu:

Ulrich Stache

12. Deutsches und thailändisches Steuerrecht

Das Steuerrecht gehört zu einer der komplexesten und dynamischsten Rechtsmaterien. Zusätzliche Probleme treten vor allem dann auf, wenn unterschiedliche Länder auf die Besteuerung Einfluss nehmen. Im schlimmsten Fall erhöht sich die Steuerbelastung dergestalt, dass an mehrere Staaten Steuern gezahlt werden müssen. Daher ist das Interesse, die Steuerlast zu minimieren, selbstverständlich.Dieses Kapitel soll einen Überblick über das deutsche und thailändische Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuerrecht sowie über das zwischen beiden Staaten bestehende Doppelbesteuerungsabkommen geben. Daneben bestehende andere Steuerarten mögen am Rande Erwähnung finden, sind aber größtenteils von der Darstellung ausgenommen.

Michael Lorenz

F

Fakturieren heißt „Rechnung schreiben“, also einem Kunden die Lieferung einer Ware „berechnen“ („Rechnung“ heißt auch „Faktura“).

Wolfram Klitzsch

Kapitel 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2019 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 6. Geld- und Vermögensanlage

Abgezinster Sparbrief: Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre Liquidität: Während der Laufzeit ist die Rückzahlung ausgeschlossen; Beleihungsmöglichkeit Zinsgutschrift und Anfall der Abgeltungssteuer am Ende der Laufzeit

Wolfgang Grundmann

Kapitel 3. Analyse der Besteuerung nach altem und neuem Rechtsstand

Das nachfolgende Kapitel gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil (Kapitel 3.3) erfolgt die Analyse der Auswirkungen des neuen Investmentsteuerrechts im Vergleich zum vorherigen Rechtsstand. Hierfür werden beide Rechtssysteme gegenübergestellt und die Steuerbelastungen auf Fonds- und Anlegerebene der einzelnen Szenarien entwickelt. Weiterhin werden die Ergebnisse mit den Anlagemöglichkeiten einer Direktanlage als Referenzpunkt verglichen. Es erfolgt zuerst eine Einzelfallbetrachtung der möglichen Einkunftskategorien, um die geänderte Besteuerung unabhängig von weiteren Einflussgrößen darstellen zu können (Kapitel 3.3.2 und 3.3.3). Im Anschluss wird die Gesamtsteuerbelastung eines kombinierten Fonds, der unterschiedliche Einkünfte erzielt, ermittelt (Kapitel 3.3.5).

Markus Kühn

Kapitel 2. Besteuerung von Investmentfonds und Anleger

Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) ist das zivilrechtliche Gegenstück zum Investmentsteuerrecht. In diesem sind Vorschriften über Investmentvermögen und deren Verwaltungsgesellschaften enthalten. Dabei untergliedert es sich in allgemeine Bestimmungen (Kapitel 1), sowie spezielle Vorschriften für Publikumsinvestmentvermögen (Kapitel 2) und inländische SpezialAIF (Kapitel 3). Darüber hinaus finden sich Regelungen zum Vertrieb und Erwerb von Investmentvermögen (Kapitel 4) und weitere europäische Spezialvorschriften (Kapitel 5 bis 7).

Markus Kühn

4. Die Besteuerung von Investmentvermögen

Rechtsgrundlage für die Besteuerung von Erträgen aus Investmentvermögen bildet neben dem Einkommensteuergesetz das Investmentsteuergesetz, welches im Rahmen des AIFM-Steuer-Anpassungsgesetzes vom 18.12.2013 an das ebenfalls neu geschaffene Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) angepasst wurde. Das KAGB bildet dabei die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie 2011/16/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIF), die durch das AIF-Umsetzungsgesetz vom 22.07.2013 in nationales Recht transformiert wurde. Das AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz stellt das steuerliche Begleitgesetz zum AIFM-Umsetzungsgesetz dar und passt das Investmentsteuergesetzes an die neuen aufsichtsrechtlichen Regelungen an. Durch das AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz werden nun auch sogenannte Investitionsgesellschaften in den Geltungsbereich des Investmentsteuergesetzes einbezogen. Das neue Investmentsteuergesetz regelt nun grundsätzlich die Besteuerung aller Investmentvermögen und unterscheidet hierbei zwischen Investmentfonds einerseits und Investitionsgesellschaften andererseits. Investitionsgesellschaften werden wiederum in Personen- und Kapital-Investitionsgesellschaften unterteilt. Auf die steuerliche Behandlung von Erträgen aus diesen Gesellschaften wird in den folgenden Abschnitten näher eingegangen. Zur Auslegung der gesetzlichen Grundlagen hat das BMF am 18. August 2009 ein Anwendungsschreiben zu Zweifels- und Auslegungsfragen des Investmentsteuergesetzes veröffentlicht, welches jedoch nur Ausführungen zur Besteuerung von Investmentfonds enthält. Mit der Reform der Investmentbesteuerung zum 1. Januar 2018 wird das alte System der Fondsbesteuerung durch ein komplett neues Besteuerungssystem ersetzt, worauf im Kap. 5 näher eingegangen wird. Die Ausführungen im Kap. 4 beziehen sich ausschließlich auf das bis zum 31.12.2017 gültige Recht.

Oliver Rhodius, Johannes Lofing

Kapitel 2. Die europäische Bankenkrise

Die Geschichte vom Anfang der großen Finanzkrise wurde schon oft erzählt. Sie wird oft als amerikanische Geschichte dargestellt, die Europa später in Mitleidenschaft gezogen hat. Viel wurde über subprime mortgages, den Fall von Lehman Brothers, Freddie Mac und Fannie Mae sowie die Rolle der US-Notenbank geschrieben. Aber waren die Länder in Europa wirklich unschuldige Opfer? Oder sind sie mitverantwortlich für die Ursachen und die verheerenden Auswirkungen der Krise, die im Finanzsektor begann? War Lehman die Ursache, wie oft behauptet wird, oder war der Zusammenbruch dieser Bank nur ein Symptom für ein viel größeres Problem im Finanzsektor? Und warum waren die Auswirkungen der Krise in Europa so viel schwerwiegender und länger spürbar als in den Vereinigten Staaten?

Jeroen Dijsselbloem

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten and Kreditarten

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen.Nachlasskonto: Konten und Depots eines Erblassers werden mit seinem Tod Nachlasskonten.Depotkonto: Depotkonten dienen der Verbuchung von Wertpapieren, die die Banken von ihren Kunden zur Verwahrung und Verwaltung übernehmen.Konto zugunsten Dritter: Bei einem Kontovertrag zugunsten eines Dritten wird vereinbart, dass die Forderungsrechte aus einem Konto bei Eintritt einer bestimmten Bedingung auf einen Dritten übergehen sollen, vgl. §§ 328 ff. BGB.Termingeldkonto: Auf diesem Konto werden Gelder als befristete Anlage verbucht, die vorübergehend nicht benötigt werden.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu! Wertpapiere 1 Bundesanleihen 2 öffentliche Pfandbriefe 3 Wandelanleihen 4 Optionsanleihen A Die Wertpapiere werden an der Börse als „volle“ und als „leere“ Stücke gehandelt. B Das Forderungsrecht ist durch Deckungswerte gesichert, die in das für die jeweilige Gattung geführte Deckungsregister eingetragen sind. C Es handelt sich um Gläubigereffekten, die vom Bund emittiert und mit einer festen oder auch variablen Verzinsung mit einer Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren ausgestattet sind. D Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt. E Wenn der Obligationär vom Umtauschrecht Gebrauch macht, erlischt der Anspruch auf Rückzahlung des Nominalbetrages der Anleihe. F In den Anleihebedingungen sind Bezugsverhältnis und Bezugskurs geregelt. G Der jeweilige Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Wertpapiere einer Gattung muss in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Werte von mindestens gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein. H Der Inhaber dieser Wertpapiere kann sein Forderungsrecht in ein Teilhaberrecht umtauschen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Bankwirtschaft Fälle

Roland Schröder ist Kundenberater der Nordbank AG. Für heute Nachmittag hat Her Schröder einen Beratungstermin mit Frau Sarah Lange (33 Jahre alt) wegen einer Kontoeröffnung angesetzt. Frau Lange erscheint pünktlich um 16:00 Uhr mit Herrn Alfred Schön in der Nordbank AG Hamburg, Zweigstelle Osterstraße. Sie informiert Herrn Schröder, dass sie vom Betreuungsgericht als Betreuerin mit einem Einwilligungsvorbehalt für die Vermögenssorge für Herrn Alfred Schön eingesetzt wurde.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz IV

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Für die Kundin der Nordbank AG Daniela Kleinert wurde Herr Klaus Kugler als nicht befreiter Betreuer für den Bereich der Vermögenssorge bestellt. Die Betreuung wurde ohne Einwilligungsvorbehalt angeordnet. Herr Kugler möchte von der Nordbank AG wissen, für welche Rechtshandlung er eine Genehmigung des Betreuungsgerichts benötigt. Welche Aussage trifft zu?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VII

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 4. Individualarbeitsrecht

Das Individualarbeitsrecht hat die einzelne Rechtsbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum Gegenstand. In Abgrenzung zu den vorgenannten kollektivrechtlichen Fragestellungen betrachtet das Individualarbeitsrecht die persönlichen wechselseitigen Verpflichtungen der Parteien aus dem Arbeitsvertrag. Gedanklicher Ausgangspunkt für die nachfolgende Darstellung ist daher das Arbeitsverhältnis.

Tim Jesgarzewski

Geld- und Vermögensanlage

Beim Erwerb einer Anleihe zahlt der Käufer neben dem Kurswert auch die aufgelaufenen Stückzinsen an den Veräußerer. Bei einem Erwerb muss der Käufer dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Beginn des Zinslaufs bis zum Kauf erstatten.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Anlage auf Konten

Das Kreditinstitut kann von jedem Inhaber eines Sparbuchs – auch bei Verfügungen im Rahmen der versprochenen Leistung – verlangen, dass er seine Verfügungsberechtigung über das Sparguthaben nachweist.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Geld- und Vermögensanlage

Die Kundin Iris Baumgarten unterhält bei Ihrem Kreditinstitut eine Festgeldanlage in Höhe von 60.000,00 EUR mit einer Laufzeit von insgesamt 120 Tagen.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

B. Die Regelung in § 6 VVG

Nach Erörterung der Grundlagen von Beratungspflichten soll nun die Regelung des § 6 VVG im Detail analysiert werden. Dabei sollen zunächst einige wichtige übergreifende Gesichtspunkte erörtert werden (I.). Danach werden die vorvertraglichen Pflichten (II.) und die Pflichten während der Vertragslaufzeit (III.) erläutert. Ausführlich soll auch auf die Schadensersatzhaftung nach Abs. 5 im Fall der Beratungspflichtverletzung eingegangen werden (IV.). Im Anschluss daran sind die Bereiche zu betrachten, für die die Beratungspflichten nicht gelten, sei es, (1.) weil sie nicht im Anwendungsbereich der Norm liegen, (2.) weil sie unter eine Bereichsausnahme nach Abs. 6 fallen oder (3.) weil ein Verzicht erklärt worden ist (V.). Zuletzt wird das Verhältnis zu anderen Normen und Rechtsinstituten des Zivilrechts betrachtet (VI.).

Dr. Angela Regina Stöbener

3. Generation Erfahrung: Die Zielgruppe 50plus

Der demografische Wandel hat vielfältige Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Finanzvorsorgebranche. Es ist aber nicht nur eine quantitative Veränderung durch die wachsende Zahl potentieller Kunden 50plus, es gibt auch einige qualitative Dimensionen, die sich herausbilden. Der Lebensstil der Menschen verändert sich radikal. Das veränderte Konsumverhalten wird auch das Anlage- und Versicherungsverhalten betreffen.

Olaf Neuenfeldt

11. Grundformen der Kapitalanlage und der Garantie

Es gibt verschiedene Konstruktionsarten von (kapitalbildenden) Lebens- und Rentenversicherungen. Inzwischen verschwimmen diese Grenzen zusehends, teilweise wegen des größeren Wettbewerbs am Markt, teilweise wegen sich ändernder Rahmenbedingungen in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.

Robert Wolff

3. Warum an privater Vorsorge kein Weg vorbeiführt

Lebensversicherungen decken im Wesentlichen immer eines oder mehrere der „Ereignisse‟ Langlebigkeit, Tod oder Verlust der Arbeitskraft bzw. schwere Erkrankung ab. Auch wenn es im ersten Moment merkwürdig erscheint — auch ein sehr langes Leben ist ein finanzielles Risiko. Die hoffentlich vorhandenen Ersparnisse oder die getroffenen Vorsorgemaßnahmen müssen für einen umso längeren Zeitraum ausreichen, je älter man wird. Bestimmte Spar- oder Vorsorgeformen kommen dabei schnell an ihre Grenzen. Die Lebensversicherung ist die einzige Vorsorgeform, die tatsächlich eine „lebenslange‟ Vorsorge ermöglicht oder eben eine nach dem Ende des Lebens.

Robert Wolff

5. Versorgung im Alter — Rentenversicherungen im Detail

Als Hauptleistung ist bei diesen Produkten grundsätzlich eine — meist lebenslange — Rente, d. h. eine regelmäßig wiederkehrende Zahlung vorgesehen. Das ist von Vorteil, falls der Kunde eine echte lebenslange Altersvorsorge wünscht.

Robert Wolff

2. Kaufmannseigenschaft und Firma

Der Kaufmannsbegriff ist der zentrale Begriff des Handelsrechts, da anhand dieses Begriffs entschieden wird, ob das HGB Anwendung findet oder nicht. Das HGB kennt zum einen Kaufleute, die aufgrund der Art und des Umfangs ihres Handelsgewerbes automatisch Kaufmann im Sinne des HGB sind, und zum anderen Kaufleute, welche diesen Status erst durch die Eintragung ins Handelsregister erhalten.

Prof. Dr. Joachim Gruber

Kapitel 6. Operatives Dienstleistungsmarketing

Auf Grundlage der verfolgten Marketingstrategie sowie unter Einbeziehung von Ergebnissen der Marktforschung und der darauf aufbauenden Marktsegmentierung sind im Rahmen dieses Kapitels die Marketinginstrumente hinsichtlich ihres zielgerichteten Einsatzes zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Systematisierung der Marketinginstrumente in die vier Mixbereiche Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik sowie Preispolitik in der allgemeinen Marketingliteratur vorgenommen. Diese vier sogenannten externen Instrumente des Dienstleistungsmarketing werden in dem vorliegenden Kapitel um ein internes Instrument des Dienstleistungsmarketing, die Personalpolitik, ergänzt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Personalpolitik jedoch nicht im Sinne eines umfassenden Personalmanagements. Vielmehr wird ein Fokus auf jene personalbezogenen Aspekte gelegt, die bei der Erstellung von Dienstleistungen aus Marketingsicht zu berücksichtigen sind. Hierbei ist insbesondere auf das Interne Marketing zu verweisen, deren Bedeutung innerhalb eines Dienstleistungsunternehmens hervorzuheben ist. Im Verlauf dieses Kapitels zum operativen Dienstleistungsmarketing werden diese fünf benannten operativen Marketingmixinstrumente im Hinblick auf ihre Besonderheiten im Dienstleistungsbereich vorgestellt und erläutert sowie unterschiedliche Einzelmaßnahmen analysiert und kritisch diskutiert.

Manfred Bruhn, Heribert Meffert, Karsten Hadwich

Kapitel 2. China – Die einzige Mobile-First-Gesellschaft

„Mobile First“ hat sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren als regelrechtes Buzzword etabliert und mobiles Einkaufen wird als Zukunft des E-Commerce gehandelt. Die Gründe liegen auf der Hand: Das Handy kann überall mitgenommen werden und wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir unser Smartphone tatsächlich immer griffbereit. In China ist das Mobiltelefon kaum noch wegzudenken. Der Alltag der Chinesen wird mittlerweile so stark von mobilen Anwendungen gesteuert, dass man sich kaum noch vorstellen kann, dass es mal eine Zeit vor dem Handy gab.

Elena Gatti, Christina Richter

Kapitel 4. „Cashless Society“ – Die Zukunft des Bezahlens

„Drei Tomaten, eine Gurke, fünf Pilze und ein Salatkopf.“ Das klingt nach einer ziemlich selbstverständlichen Auswahl auf jedem beliebigen Wochenmarkt. Und das höchstwahrscheinlich auch weltweit. Einkaufen auf dem Wochenmarkt gehört für viele Menschen, egal ob jung oder alt, zum Alltag dazu. In China sieht es nicht anders aus. Viele Chinesen kaufen auf ihrem lokalen Markt ein. Die Bestellung überschneidet sich dabei sicherlich zum Teil mit dem Einkauf hierzulande. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied – in China bezahlen die Kunden auf dem Wochenmarkt mittlerweile mehrheitlich mobil. Mit dem Handy.

Elena Gatti, Christina Richter

Kapitel 8. Kollektive Fürstin AKP oder EU?

Als im November 2002 turnusgemäß die Parlamentswahlen stattfanden, hatte die Türkei die Talsohle der Wirtschaftskrise bereits durchschritten und erste politische Liberalisierungen im Zuge des Nationalen Programms zur Adoption des Aquis Communautaire waren in Kraft getreten. Die Regierung aus konservativ-liberaler ANAP, sozialdemokratisch-kemalistischer DSP und faschistischer MHP hatte sich in der vorangegangenen Legislaturperiode zu weiteren politischen Liberalisierungen verpflichtet (siehe Abschn. 7.7). Auch der Kurs der türkischen Wirtschaftspolitik war durch das mit dem IWF vereinbarte GEPG-Programm (siehe Abschn. 7.4) auf Jahre hinaus festgelegt. Über das EU-Projekt – das politische Reform und Neoliberalisierung im Sinne des GEPG-Programms miteinander verband – bestand ein weitgehender Elitenkonsens. Vor diesem Hintergrund bildeten die Wahlen vor allem die Möglichkeit, ein Votum über die Regierung abzugeben – nicht aber über den grundlegenden politischen Kurs. So schien es zumindest.

Axel Gehring

Kapitel 4. Handlungs- und Strategiefähigkeit des Bertelsmann- Konzerns in Frankreich

Schimank (1992) definiert die Handlungsfähigkeit eines Akteurs als „das Vermögen zur Konzipierung und Ausführung von Handlungen“ (Schimank 1992: 168). Er legt jedoch keine Kriterien zur Analyse der Handlungsfähigkeit dar. Um die Handlungsfähigkeit des Konzerns in Frankreich zu untersuchen, wurden Dokumente des Konzerns über Anteilsbesitze in Frankreich, Geschäftsberichte und Internetseiten analysiert. Auf diese Weise werden die Ressourcen des Konzerns, die Entwicklung der Tochterunternehmen und mögliche Handlungsfelder verdeutlicht. Um einheitliche Kennzahlen zu verwenden, werden die Umsätze und die Anzahl der Mitarbeiter mit den Kennzahlen der Hauptkonkurrenten verglichen.

Marlen Bartsch

Kapitel 11. Vermögensbildung und Altersvorsorge mit Investmentfonds

Bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war es erklärtes Ziel der Regierung, „die Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“ zu fördern. Durch die Vermögensbildungsgesetze der Jahre 1961 bis 1970 sollte durch eine Pauschalsteuer von 8% und Sozialabgabenfreiheit ein Anreiz geschaffen werden, Teile des Arbeitslohns zu sparen.

Wolfgang Raab

Kapitel 10. Besteuerung von Investmentfonds

Mit dem Investmentmodernisierungsgesetz wurde zwar zum 1.1.2004 ausdrücklich auch ein Investmentsteuergesetz geschaffen, dennoch ist die Besteuerung von Investmentfonds nicht umfassend in diesem einen Gesetz allein geregelt. Vielmehr ist ein Geflecht aus mehreren Gesetzen vorhanden, das die Besteuerung regelt. Daher werden im Folgenden zunächst gezielt allgemeine Grundlagen dargestellt, um letztlich auf die Spezialregelungen für Investmentfonds einzugehen.

Wolfgang Raab

Kapitel 12. Investmentfonds und Finanzmarktkrise

Die dramatische Verschärfung der US-Subprime-Krise zur globalen Finanzmarktkrise im Jahr 2008 hatte zu einer Neubewertung der verschiedenen Finanzmarktinstrumente geführt. Waren in den Jahren zuvor Worte wie Emittenten- und Kontrahentenrisiko aus dem Bewusstsein der meisten Anleger verbannt bzw. auf kleine, unbekannte Unternehmen reduziert worden, änderte sich dies in 2008 von Grund auf. Die vorher nur am Rande wahrgenommene Treuhandfunktion der Investmentgesellschaften gewann ebenso an Bedeutung wie die Konkurssicherheit dank Sondervermögenskonstruktion.

Wolfgang Raab

Kapitel 2. Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftsbereich darauf ausgerichtet ist, Fonds zu verwalten und im KAGB geregelte Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Zusammenhang mit dem Fondsgeschäft zu betreiben. Allgemeine Bankgeschäfte dürfen KVGs nicht oder nur ganz eingeschränkt betreiben. Da KVGs keine Einlagenkreditinstitute sind, dürfen sie im Gegensatz zu Banken und Sparkassen keine Kredite geben und keine Einlagen (z.B. auf Sparbücher) entgegennehmen oder für ihre Kunden das Girokonto führen.

Wolfgang Raab

Kapitel 5. Marketing und Vertrieb

Wie bei jedem erwerbswirtschaftlichen Unternehmen bieten die KVGs ein Produkt an, das sie selbst herstellen, und dieses Produkt müssen sie verkaufen. Während das Fondsmanagement zur Fondsbuchhaltung und damit zur „Produktion“ gerechnet werden kann, zählen Marketing und Vertrieb zum „Verkauf“.

Wolfgang Raab

Kapitel 3. Verwahrstelle

Einer der drei Player im Investmentdreieck (neben den Anlegern und der KVG/Investmentgesellschaft) ist die Verwahrstelle, vormals Depotbank genannt. Sie übt eine Reihe wichtiger Tätigkeiten aus und spielt eine bedeutende Rolle beim Anlegerschutz. Das KAGB widmet ihr einen eigenen Abschnitt mit den Paragraphen 68 bis 90. Weitere Regeln betreffend Verwahrstellen enthält die VERORDNUNG (EU) Nr. 231/2013 DER KOMMISSION vom 19. Dezember 2012 („Level-II-Verordnung“).

Wolfgang Raab

2. Rohstoffe

Die Eigenart von trockenen Massengütern bedingt ihre Verschiffung in großräumigen Frachtschiffen, die als Massengut‑ oder Schüttgutfrachter definiert sind, für die auch die englische Bezeichnung Bulk Carrier verbreitet ist. Insbesondere der Seetransport von Eisenerz verlangt aufgrund seiner Schwere mit einem Staumaß von 0,4 bis 0,62 besondere Schiffskonstruktionen mit starken Verbänden. Trotzdem sind Totalverluste von Erzfrachtern unter den häufigsten Ursachen von schweren Schiffsunglücken zu finden. Doch auch andere Massengüter, wie Bauxit oder Kohle, können bei zu hohen Feuchtigkeitsgehalten und Übergehen eine große Gefahr für Schiff und Besatzung darstellen.2016 wurde die in Bulk transportierte Menge auf insgesamt 4,89 Mrd. t beziffert. Der größte Anteil – 1,41 Mrd. t – entfiel auf Eisenerz. Davon wiederum erhielt China 71 %, Japan 9 % und Europa 7 % der Importe. Australien und Brasilien waren die bedeutendsten Exporteure mit Anteilen von 57 und 26 %. Zweitwichtigste Bulkladung ist Kohle, von der 1,14 Mrd. t über See gingen. 18 % der Importe entfielen auf China, 17 % auf Indien, 16 % auf Japan, 12 % auf Europa und 11 % auf Südkorea. Die wichtigsten Exporteure von Kohle waren Australien und Indonesien mit Anteilen von 33 und 32 %. Deutschlands Anteil am internationalen Massenguttransport ist marginal. 2016 erreichte er bei Kohle und Öl 34,4 Mio. t Kohle, bei Erzen und Steinen 28,6 Mio. t.

Ralf Witthohn

Kapitalmarktbezogene Sichtweise auf Spezialimmobilien

Das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld begünstigt Anlagen in Spezialimmobilien. Je länger die Expansionsphase am deutschen Immobilienmarkt andauert, desto wahrscheinlicher ist ein verstärktes Engagement nationaler wie internationaler Investoren und Finanzierer in den beschriebenen Segmenten. Der innerhalb weniger Jahre erreichte Reifegrad der ehemals kaum kapitalmarktfähigen Anlageklassen deutscher Hotel-, Health-Care- und Industrie-/Logistikimmobilien als etablierte Investmentprodukte für institutionelle Investoren aus aller Welt lässt erahnen, dass hier ein Trend eingeläutet wurde, der eine strukturelle Veränderung der Märkte zugunsten von Spezialimmobilien vermuten lässt.

Kay Strobl, Thomas Berger, Michael Müller

Kapitel 6. Steuerliche Betrachtungen zu Immobilien

Steuerrechtliche Regelungen sind von wesentlicher Bedeutung sowohl beim Besitz von Immobilien im Betriebs- und Privatvermögen als auch bei deren Erwerb und Veräußerung. Sie beeinflussen unter anderem Vertragsgestaltungen, die Zuordnung zu den Vermögensarten sowie den Investitionszeitpunkt.

Claudia Siegert

4. Vermögensaufbau mit Investmentfonds

Im „Magischen Viereck“ der Geldanlage in Kapitel 1 sind die Ziele und Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Liquidierbarkeit und Steueroptimierung dargestellt worden.In der Erweiterung zum „Magischen Fünfeck“ wurde auch die Nachhaltige Geldanlage im Sinne von „Sustainable Finance“ mit aufgenommen. Diese genannten Ziele lassen sich durch eine Geldanlage in Investmentfonds in geeigneter Weise erreichen. Investmentfonds bieten die Möglichkeit sich mit einer gezielt getätigten Investition indirekt in eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten zu engagieren.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Temporarily free

8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Kapital steueroptimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

6. Zur Absicherung und Vorsorge: Versicherungen und Steuervorteile

In diesem Kapitel werden vor allem Anlage-, Absicherungs- und Vorsorgeprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Direktversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung behandelt. Dabei stehen besonders Rendite- und Risikogesichtspunkte vor dem Hintergrund der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer im Fokus.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

8. Entwicklungstendenzen und Herausforderungen in der Versicherungswirtschaft

Der Markenkern jeder Versicherung ist die kollektive Abdeckung zufälliger Risiken aus Basis einer berechneten Eintrittswahrscheinlichkeit. Dieser Markenkern wird jede Transformation überstehen. Versicherer agieren in einem Umfeld, in dem sie mit regulatorischen Anforderungen, den Marktbedingungen sowie dem technologischen Fortschritt konfrontiert werden. Diese Einflussfaktoren erzeugen einen stetigen Innovations‑ und Optimierungsdruck. Wie muss sich das Geschäftsmodell „Versicherung“ aufstellen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden? Welche Anforderungen ergeben sich daraus auf die Unternehmen und das Versicherungsmarketing?

Tobias Mangei

Private Banking in Europa

Nach wie vor sind wir Zeugen rasanter weltwirtschaftlicher Entwicklungen, unsicherer Finanz- und Kapitalmärkte, regulatorischer Veränderungen in den meisten Bereichen des Bankgeschäfts und erodierender Margen.

Peter Damisch

Kapitel 2. Determinanten zur Ausgestaltung des immobilienwirtschaftlichen RMs

Die relevanten Determinanten für die unternehmensindividuelle Ausgestaltung des RMs können nach ihrer Bedeutung hierarchisch geordnet und in sechs Ebenen unterteilt werden. Die Position der einzelnen Anforderung richtet sich dabei nach ihrer Bedeutung für das RM in der Immobilienwirtschaft. Nach einer kurzen Erläuterung der damit einhergehenden Grundüberlegung, werden die jeweiligen Teilbereiche in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet.

Cay Oertel

2. Struktur der einzelnen Energie-Teilmärkte

Die deutsche Energiewirtschaft ist privatwirtschaftlich organisiert. Kennzeichen ist die pluralistische Struktur. Keine Branche gleicht der anderen. Vielmehr weisen die einzelnen Zweige der Energiewirtschaft verschiedenartige technische und wirtschaftliche Besonderheiten auf. Die Unternehmensstrukturen auf den Märkten für Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Elektrizität werden dargestellt. Das Aufkommen und die Verwendung der auf diesen Märkten angebotenen Erzeugnisse werden in einer Vielzahl von Abbildungen und Tabellen veranschaulicht. Dies erfolgt unter Differenzierung nach den jeweils relevanten Wertschöpfungsstufen. Ferner wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen aufgezeigt, die zu den gegenwärtig bestehenden sehr unterschiedlichen Strukturen geführt haben.

Hans-Wilhelm Schiffer

2. Investition und Finanzierung

„Zeit“ hat eine wesentliche ökonomische Bedeutung, die sich in der Investitionsrechnung in Ab- und Aufzinsungsvorgängen ausdrückt. Um zwischen verschiedenen Investitionsobjekten auswählen und optimale Ersatzzeitpunkte bestimmen zu können, verwendet man die Kapitalwertmethode, die Interne-Zinsfuß-Methode und die Äquivalente-Annuitäten-Methode. Während die Investitionsrechnung überwiegend unter der Annahme der Sicherheit erfolgt, basiert die Analyse des Wertpapiermarkts auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Grundlage für Anlageentscheidungen im Capital-Asset-Pricing Modell (CAPM) sind die erwarteten Renditen und die erwarteten Volatilitäten der Wertpapiere und die Risikopräferenzen der Investoren. Durch Mischung von Wertpapieren werden Diversifikationspotentiale genutzt. Das CAPM setzt die Existenz einer sicheren Wertpapieranlage voraus. Unter Bedingungen von wechselnden Inflationsraten und Leitzinsen ist es aber fraglich, ob sichere Wertpapieranlagen überhaupt existieren. In einer globalen Wirtschaft hängen Renditen in erheblichem Maße von Wechselkursen ab. Insofern sind die Prognose von Wechselkursen und die Absicherung gegen Wechselkursschwankungen durch Fremdwährungskredite und Devisentermingeschäfte wichtige Bestandteile der Investitionsentscheidung.

Thomas Bonart, Jürgen Bär

Geld- und Vermögensanlage

Beim Erwerb einer Anleihe zahlt der Käufer neben dem Kurswert auch die aufgelaufenen Stückzinsen an den Veräußerer. Bei einem Erwerb muss der Käufer dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Beginn des Zinslaufs bis zum Kauf erstatten.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Anlage auf Konten

Das Kreditinstitut kann von jedem Inhaber eines Sparbuchs – auch bei Verfügungen im Rahmen der versprochenen Leistung – verlangen, dass er seine Verfügungsberechtigung über das Sparguthaben nachweist.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 4. Die differenzierenden Eigenschaften der Kultmarke

Überblick: Aus einem Eigenschaftsportfolio erfolgreicher, beliebter Marken mit großer Ausstrahlung und Kundenbeliebtheit lassen sich neun relevante Merkmale herausarbeiten, die für Kultmarken prägend sind. Da sie auf unterschiedlichste Weise belebt werden können, zeigen konkrete Beispiele die vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Wirkungsmechanismen auf. Indem man die Aktivitäten erfolgreicher Vorbilder oder Benchmarks auf ihre Eignung z. B. für das eigene Unternehmen einbezieht, lässt sich aus dem Kultmarkenbaukasten ein vielversprechendes Instrumentarium für die jeweilige Markensituation entwickeln.

Wolfram von Rhein

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten, Kreditarten, Aktuelle Eurobeträge, Freigrenzen und Freibeträge

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen. Zu A: Zahlungen erfolgen offline, ohne Eingabe der PIN und ohne Unterschrift. Die Anzahlungsgarantie ist eine Bankgarantie, die den Käufer (Garantienehmer) für den Fall schützen soll, dass der Verkäufer oder Unternehmer (Garantieauftraggeber) nicht liefert oder leistet und auch eine erhaltene Anzahlung nicht zurückerstattet. Eine vorzeitige Verfügung führt grundsätzlich zu einem Verlust der Arbeitnehmer-Sparzulage und der Wohnungsbau-Prämie. Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein. B: Die Produktionsanlage wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Grundstücks nach der Montage und haftet somit dem Grundschuldgläubiger. Ermittlung des Ertragswertes für Renditeobjekte

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu!Wertpapiere1 Bundesanleihen2 öffentliche Pfandbriefe3 Wandelanleihen4 OptionsanleihenA Die Wertpapiere werden an der Börse als „volle“ und als „leere“ Stücke gehandelt.B Das Forderungsrecht ist durch Deckungswerte gesichert, die in das für die jeweilige Gattung geführte Deckungsregister eingetragen sind.C Es handelt sich um Gläubigereffekten, die vom Bund emittiert und mit einer festen oder auch variablen Verzinsung mit einer Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren ausgestattet sind.D Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt.E Wenn der Obligationär vom Umtauschrecht Gebrauch macht, erlischt der Anspruch auf Rückzahlung des Nominalbetrages der Anleihe.F In den Anleihebedingungen sind Bezugsverhältnis und Bezugskurs geregelt.G Der jeweilige Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Wertpapiere einer Gattung muss in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Werte von mindestens gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein.H Der Inhaber dieser Wertpapiere kann sein Forderungsrecht in ein Teilhaberrecht umtauschen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 10. Digitale Transformation der Logistik – Wie verändern neue Geschäftsmodelle die Branche?

Entwicklungen im Kontext von Industrie 4.0 und Digitalisierung betreffen sämtliche Branchen und führen zu weitreichenden Veränderungen. Der vorliegende Beitrag fokussiert auf die digitale Transformation der Logistik, d. h. auf Logistik 4.0. Etablierten Logistikunternehmen bietet die Digitalisierung eine Vielzahl von Chancen und Erfolgspotenzialen. Allerdings ist ihre Wettbewerbsposition durch innovative Lösungen und Startups bedroht. Die Digitalisierung erleichtert neuen Anbietern den Markteintritt signifikant, da Markteintrittsbarrieren in Form von kapitalintensiven Investitionen in beispielsweise eigene Fuhrparks oder Lagerkapazitäten entfallen. Im Kontext der Digitalisierung entwickeln sich daher neue Geschäftsmodelle der Logistik, die vor allem durch Startups getrieben werden. Bezogen auf die Logistikbranche ist daher zu analysieren, welches disruptives Potenzial die Digitalisierung für die Logistikbranche inne hat und wie mögliche Entwicklungspfade aussehen.

Eric Sucky, Björn Asdecker

Kapitel 3. Das BRSG

Die bisherige betriebliche Altersvorsorge wurde zuletzt 2002 mit dem damals neu eingeführten Entgeltumwandlungsanspruch des Arbeitnehmers grundlegend erneuert. Seitdem wurde lediglich immer wieder angepasst, aber nicht wirklich etwas neu definiert. Diese also längst fällige Aktualisierung geschah nun mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2018 gilt.

Alexander Bußler, Markus Sobau

Kapitel 4. Erfolgsfaktoren von Eigenkapitalbeteiligungen an PPP-Projekten in Frankreich

Ziel des vierten Kapitels ist die Ableitung von Erfolgsfaktoren für PPP-Beteiligungen. Gegenstand der Analyse sind französische PPP-Beteiligungen. Diese werden anhand ausgewählter Fragestellungen auf ihre Erfolgsfaktoren hin untersucht. Vorab werden in Kapitel 4.1 kurz die Rahmenbedingungen für PPP und insbesondere für PPP-Beteiligungen in Frankreich als praktischer Untersuchungsrahmen erläutert.

Corinna Hilbig

Kapitel 5. Zahlungsverkehr, Geld- und Vermögensanlage and Kreditgeschäft

Grundsatz der Kontenwahrheit nach § 154 AO, um Steuerhinterziehungen zu verhindern.Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre.Die Verpfändung macht die Übergabe der Sache zur Bedingung (Faustpfandprinzip). Die Finnberg könnte den Firmenwagen dann nicht nutzen (vgl. § 1205 BGB). Für die Nordbank AG würden bei einer Verpfändung zusätzlich Verwahrungsprobleme anfallen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2018 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

Prüfungssatz VII

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz II

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Für die Kundin der Nordbank AG Daniela Kleinert wurde Herr Klaus Kugler als nicht befreiter Betreuer für den Bereich der Vermögenssorge bestellt. Die Betreuung wurde ohne Einwilligungsvorbehalt angeordnet. Herr Kugler möchte von der Nordbank AG wissen, für welche Rechtshandlung er eine Genehmigung des Betreuungsgerichts benötigt.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft Fälle

Sie sind Kundenberater/in bei der Nordbank AG in Hamburg und haben mit Sonja Peters und Martin Wirth einen Beratungstermin vereinbart. Herr Martin Wirth beantragt die Eröffnung eines Girokontos. Im Beratungsgespräch erhalten Sie folgende Informationen: Herr Wirth (33 Jahre) arbeitet für ein halbes Jahr als Monteur im Ausland.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

2. Anwendungsbereich des InvStG

Das Investmentsteuerrecht findet Anwendung auf Investmentfonds und deren Anleger. Im Grundsatz gilt, dass alle Investmentvermögen, die dem Aufsichtsrecht (KAGB) unterliegen, auch dem Investmentsteuergesetz unterfallen. Damit werden vom Investmentsteuergesetz sowohl offene als auch geschlossene Fonds erfasst, eine Ausnahme gilt u. a. für inländische Anlagevehikel in der Rechtsform einer Personengesellschaft. Dieser Gleichlauf des Aufsichtsrechts und Steuerrechts wird durch einen Verweis in § 1 Abs. 2 InvStG zur Definition der „Investmentfonds“ erreicht. Nach diesem Verweis auf § 1 Abs. 1 KAGB nach sind für die Auslegung dieses steuerlichen Begriffes die aufsichtsrechtlichen Regelungen heranzuziehen. Für die Auslegung der Begriffe können somit auch die Schreiben der BaFin herangezogen werden, auch wenn keine rechtliche Bindung des Steuerrechts an den Aufsichtsrecht besteht. Zu beachten ist, dass § 1 Abs. 2 InvStG bestimmte Erweiterungen (z. B. für „Ein-Anleger-Fonds“) und § 1 Abs. 3 InvStG einzelne Ausnahmen vom Anwendungsbereich des InvStG vorsieht, die zu einem Durchbruch des einheitlichen Anwendungsbereiches führen. So unterfallen insbesondere Anlagevehikel in der Rechtsform der Personengesellschaft nicht dem InvStG. Die Rückausnahmen sind zu beachten. Für die Besteuerung der Investmentfonds ist zwischen (Publikums-)Investmentfonds und Spezial-Investmentfonds zu unterscheiden. Investmentfonds, welche in der Anlagepraxis nicht wesentlich gegen die Anlagebestimmungen des § 26 InvStG verstoßen sowie die Rechtsformerfordernisse des § 27 InvStG und die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Gewerbesteuer nach § 15 Abs. 2 und 3 InvStG erfüllen, unterliegen dem Besteuerungsregime als Spezial-Investmentfonds, alle anderen dem für (Publikums-)Investmentfonds geltendem Besteuerungsregime.

Dr. Katrin Dorn

Geld- und Vermögensanlage

Die Kundin Iris Baumgarten unterhält bei Ihrem Kreditinstitut eine Festgeldanlage in Höhe von 60.000,00 EUR mit einer Laufzeit von insgesamt 120 Tagen.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

4. Die Besteuerung von Investmentvermögen

Rechtsgrundlage für die Besteuerung von Erträgen aus Investmentvermögen bildet neben dem Einkommensteuergesetz das Investmentsteuergesetz, welches im Rahmen des AIFM-Steuer-Anpassungsgesetzes vom 18.12.2013 an das ebenfalls neu geschaffene Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) angepasst wurde. Das KAGB bildet dabei die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinie 2011/16/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIF), die durch das AIF-Umsetzungsgesetz vom 22.07.2013 in nationales Recht transformiert wurde. Das AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz stellt das steuerliche Begleitgesetz zum AIFM-Umsetzungsgesetz dar und passt das Investmentsteuergesetzes an die neuen aufsichtsrechtlichen Regelungen an. Durch das AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz werden nun auch sogenannte Investitionsgesellschaften in den Geltungsbereich des Investmentsteuergesetzes einbezogen. Das neue Investmentsteuergesetz regelt nun grundsätzlich die Besteuerung aller Investmentvermögen und unterscheidet hierbei zwischen Investmentfonds einerseits und Investitionsgesellschaften andererseits. Investitionsgesellschaften werden wiederum in Personen- und Kapital-Investitionsgesellschaften unterteilt. Auf die steuerliche Behandlung von Erträgen aus diesen Gesellschaften wird in den folgenden Abschnitten näher eingegangen. Zur Auslegung der gesetzlichen Grundlagen hat das BMF am 18. August 2009 ein Anwendungsschreiben zu Zweifels- und Auslegungsfragen des Investmentsteuergesetzes veröffentlicht, welches jedoch nur Ausführungen zur Besteuerung von Investmentfonds enthält. Mit der Reform der Investmentbesteuerung zum 1. Januar 2018 wird das alte System der Fondsbesteuerung durch ein komplett neues Besteuerungssystem ersetzt, worauf im Kap. 5 näher eingegangen wird. Die Ausführungen im Kap. 4 beziehen sich ausschließlich auf das bis zum 31.12.2017 gültige Recht.

Oliver Rhodius, Johannes Lofing

Kapitel 5. Karrierewege der Industrieelite

Der Stand der Forschung bietet erste Anhaltspunkte zur Analyse der Lebensverläufe von Top-Managern in der Schweiz (s. Kapitel 3.2). Um die Globale-Eliten-These systematisch zu prüfen, bedurfte es dennoch umfassender Operationalisierung, die auf migrations-, arbeitsmarkt- und organisationssoziologische Kategorien zurückgreift und diese in einer Lebensverlaufsperspektive integriert. Während die neoklassische Arbeitsmarkttheorie, auf die im Hauptstrom des Globalisierungsdiskurses häufig rekurriert wird (s. Kapitel 2.1.2), unstrukturierte und somit internationale Mobilitätsformen erwartet, rechnet die Arbeitsmarktsoziologie mit strukturierter Mobilität – sowohl generationell wie organisational.

Julian Klinkhammer

Kapitel 6. Die Rollen von Finanzintermediären und Investoren bei Transitionsprozessen der Energiewirtschaft – Empirische Befunde

Nachfolgend werden fünf verschiedene Akteurstypen identifiziert, die aus regime-, struktur- und kontextspezifischen Gründen sowohl Treiber als auch Hemmnis (oder sogar beides gleichzeitig) für das Voranschreiten einer Energiewende sind. Dabei werden institutionelle Investoren (vgl. Kapitel 6.1) – die mit Abstand größten (privaten) Finanziers von Klimaschutz- und grünen Aktivitäten –, Geschäftsbanken – die vor allem als Finanzintermediäre wirken (vgl. Kapitel 6.2 und Kapitel 6.4) –, strategische Investoren als bislang eine der wichtigsten Finanzierungsquellen für grüne Aktivitäten (vgl. Kapitel 6.5) sowie Privatinvestoren im Sinne von Haushalten (vgl. Kapitel 6.4) beleuchtet sowie verschiedene blockierende Kräfte einer Energiewende aufgeschlüsselt (vgl. Kapitel 6.3).

Johanna Dichtl

Kapitel 4. Führungspraxis und Zukunftsgestaltung

Dieses Kapitel dient der theoretischen Entfaltung der inhaltlichen Dimensionen von Führungspraxis und Zukunftsgestaltung, um die Bewältigungsmechanismen von Familienunternehmen umfassend untersuchen zu können. Da im Führungsgeschehen das besondere Differenzierungsmerkmal und Leistungspotential eines familiengeführten Unternehmens liegt, öffnet sich dieses Kapitel der interdisziplinären Perspektive eines systemischen Blickwinkels und setzt auf ein Führungsmodell von WIMMER als Struktur gebendes Element. Gleichzeitig werden der konzeptionelle Vergleich und die inhaltliche Abgrenzung von traditionellen Führungs- und Strategieverständnissen nicht vernachlässigt.

Aaron Brückner

Kapitel 5. Performance von Behavioral-Finance-Fonds

Zielsetzung des Kapitel 5 ist die Überprüfung der Performance von Behavioral Finance Fonds. Dabei werden die bisherigen Performancestudien zu diesen Fonds ausgewertet, Defizite der Untersuchungen aufgezeigt sowie Vorschläge für eine verbesserte inhaltliche und methodische Performancemessung angeführt. Zum Schluss werden die Implikationen der Ergebnisse thematisiert, ihre Ursachen erforscht und potenzielle Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die ggf. zu einem höheren Anlageerfolg der Fonds beitragen könnten.

Daniel Averbeck

6. Operatives Dienstleistungsmarketing

Auf Grundlage der verfolgten Marketingstrategie sowie unter Einbeziehung von Ergebnissen der Marktforschung und der darauf aufbauenden Marktsegmentierung sind im Rahmen dieses Kapitels die Marketinginstrumente hinsichtlich ihres zielgerichteten Einsatzes zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Systematisierung der Marketinginstrumente in die vier Mixbereiche Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik sowie Preispolitik in der allgemeinen Marketingliteratur vorgenommen. Diese vier so genannten externen Instrumente des Dienstleistungsmarketing werden in dem vorliegenden Kapitel um ein internes Instrument des Dienstleistungsmarketing, die Personalpolitik, ergänzt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Personalpolitik jedoch nicht im Sinne eines umfassenden Personalmanagements. Vielmehr wird ein Fokus auf jene personalbezogenen Aspekte gelegt, die bei der Erstellung von Dienstleistungen aus Marketingsicht zu berücksichtigen sind. Im Verlauf des Kapitels werden diese fünf benannten operativen Marketingmixinstrumente im Hinblick auf ihre Besonderheiten im Dienstleistungsbereich vorgestellt und erläutert sowie unterschiedliche Einzelmaßnahmen analysiert und kritisch diskutiert.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Heribert Meffert, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Manfred Bruhn, Prof. Dr. Karsten Hadwich

6. Besondere Herausforderungen beim Derivateeinsatz

Das Kapitel „Besondere Herausforderungen beim Derivateeinsatz“ ist sowas wie der Beipackzettel für Derivate – umfangreich, wie das nun einmal bei Beipackzetteln so ist. Soweit nicht an anderer Stelle des Buchs bereits direkt adressiert, finden sich hier kompakt die gängigsten Risiken und Nebenwirkungen – kolportierte wie auch reale.Viele Herausforderungen resultieren aus den vielfach hervorgehobenen Annahmen, die der Modellierung innewohnen. Andere ergeben sich aus der Kapitalmarktrealität im Hinblick auf extreme oder irritierende Wertentwicklungen wie auch aus den organisatorischen Rahmenbedingungen. Es dreht sich um Probleme, die sich aus besonderen Marktbewegungen ergeben können, Besonderheiten in der Performance‐Analyse ebenso wie um die Beantwortung der Frage „Was mache ich eigentlich mit Optionen, wenn ich erst einmal eine Long‐ oder Short‐Position im Bestand habe?“. Breiten Raum nimmt auch die Besprechung von Vor‐ und Nachteilen der gängigsten exotischen Optionen ein.Mit am wichtigsten ist eine ausführliche Analyse der vielen Aspekte, die die öffentliche Wahrnehmung von Derivaten im Widerstreit zwischen Klischee und Realität prägen.

Thomas Bossert

Chapter 8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Kapital steueroptimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Chapter 6. Zur Absicherung und Vorsorge: Versicherungen und Steuervorteile

In diesem Kapitel werden vor allem Anlage-, Absicherungs- und Vorsorgeprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Direktversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung, besonders unter Rendite- und Risikogesichtspunkten sowie vor dem Hintergrund der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer behandelt.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Chapter 4. Anlagen in Investmentfonds

Im ersten Halbjahr 2017 ist nach Angaben des Deutschen Fondsverbands BVI Bundesverband Investment und Asset Management e. V. das verwaltete Vermögen in Fonds um neun Prozent auf 2,9 Billionen Euro gestiegen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Chapter 3. Anlage auf Konten

Das Kreditinstitut kann von jedem Inhaber eines Sparbuchs – auch bei Verfügungen im Rahmen der versprochenen Leistung – verlangen, dass er seine Verfügungsberechtigung über das Sparguthaben nachweist.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Chapter 4. Geld- und Vermögensanlage

Beim Erwerb einer Anleihe zahlt der Käufer neben dem Kurswert auch die aufgelaufenen Stückzinsen an den Veräußerer. Bei einem Erwerb muss der Käufer dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Beginn des Zinslaufs bis zum Kauf erstatten.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

4. Banken nach dem Umbruch

Was macht die Führung im Alltag?

Die Weltwirtschaftskrise von 2008 wirft immer noch ihre Schatten, die verarbeitet werden müssen – von Staaten, Kunden, Banken und Bankern selbst. Vorsicht und Absicherung prägen die heterogene Finanzszene, trotz prächtiger Gewinne einiger amerikanischer Banken. Man merkt dies alleine an der Zahl unserer Interviews, zu denen wir gekommen sind. Von denen wir gerne mehr gehabt hätten. Umso erfreuter sind wir über die gewonnenen Einblicke durch unsere Gesprächspartner. Es scheint im Finanzbereich nicht einfach zu sein, die materiellen Ziele mit dem Anspruch einer mitarbeiterorientierten Führung zu verknüpfen, wie dies in anderen Bereichen stärker zu finden ist. Bei aller fehlenden Repräsentativität der Gespräche für den Banken- bzw. Finanzsektor erhebt sich die Frage: Kollidiert die mentale Ausrichtung auf Geld mit dem Anspruch einer mitarbeiterorientierten Führung? Heißt „Führung“ in diesem Bereich nur „Unternehmensführung“, aber nur wenig „authentische Kommunikation“ und „Mitarbeiterführung“?

Uwe Böning, Brigitte Fritschle, Stefan Oefner-Py

Chapter 3. Steuerliche Betrachtungen zu Immobilien

Steuerrechtliche Regelungen sind von wesentlicher Bedeutung sowohl beim Besitz von Immobilien im Betriebs- und Privatvermögen als auch bei deren Erwerb und Veräußerung. Sie beeinflussen unter anderem Vertragsgestaltungen, die Zuordnung zu den Vermögensarten sowie den Investitionszeitpunkt.

Claudia Siegert

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Für die Kundin der Nordbank AG Daniela Kleinert wurde Herr Klaus Kugler als nicht befreiter Betreuer für den Bereich der Vermögenssorge bestellt. Die Betreuung wurde ohne Einwilligungsvorbehalt angeordnet. Herr Kugler möchte von der Nordbank AG wissen, für welche Rechtshandlung er eine Genehmigung des Betreuungsgerichts benötigt.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VII

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz II

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 6. Gestaltungshinweise

Luxemburg ist bekannt als internationaler Finanzstandort. Den ersten Boom erlebte Luxemburg in den 1960er-Jahren, als ein neues US-amerikanisches Gesetz über Darlehen den Luxemburger Banken die Möglichkeit eröffnete, das Geschäft mit Konsortialdarlehen zu forcieren – vornehmlich für US-amerikanische Kunden.

Johannes Höring

Chapter 6. Logiken und Praktiken einer sich internationalisierenden Immobilienwirtschaft

Wie in Kapitel 5 verdeutlicht, hat sich Warschau insbesondere seit Mitte der 2000er Jahre zu einem international integrierten und äußerst attraktiven Markt für Büroimmobilien entwickelt. Während bis 1990 quasi kein Markt für Büroimmobilien in Warschau existierte, wurden mit der Öffnung der Märkte 1989 und dem anschließenden schrittweisen Abbau politischer, rechtlicher und institutioneller Barrieren Wege für internationale Akteure auf dem sich neu formierenden Warschauer Büroimmobilienmarkt geebnet.

Nadine Bitterer

Chapter 7. Rahmensetzungen und Anpassungsprozesse auf dem Warschauer Büroimmobilienmarkt

Warschau hat sich seit der Öffnung der Märkte 1989 zu einem attraktiven Markt für Büroimmobilien entwickelt, der heute von internationalen Investoren als lukratives Anlageziel angesehen wird (vgl. Kapitel 5). Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, dass diese Stellung Warschaus aktiv produziert wurde, indem der Markt für internationale Akteure passfähig gemacht wurde.

Nadine Bitterer

1. Der Anfang einer Krise

Als der Reporter des Blick anrief, dachte ich nur: „Verdammt!“ Das größte Boulevardblatt im Land hatte mich am Wickel. Ich versprach dem Journalisten zurückzurufen und machte mir meine Gedanken. Ich wusste, warum er anrief. Es ging um einen Konflikt in einer größeren Verbandsorganisation in der Schweiz, bei der ich als Präsidentin einer Sektion nebenberuflich und ehrenamtlich – das heißt ohne nennenswerte Entschädigung – Verantwortung trage. Wir waren uns in den meisten Sektionen einig, dass die nationale Verbandsführung grobe Mängel aufwies und wir den autokratischen Führungsstil nicht weiter akzeptieren konnten. Zusammen mit anderen Sektionspräsidenten forderte ich deshalb den Rücktritt des Zentralpräsidenten. Es blieb allerdings nicht bei einer internen Auseinandersetzung, sondern der Konflikt wurde schließlich öffentlich ausgetragen, eben über eine Boulevardzeitung.

Ruth Enzler Denzler, Edgar Schuler

6. Aktienanalyse

Anlageentscheidungen beruhen auf Informationen, die von Marktakteuren gesammelt und verarbeitet werden. Welche Informationen dies sind, hängt vom Zweck der Analyse ab. Als Analysemethoden können die Fundamentalanalyse und die technische Analyse eingesetzt werden. Die Fundamentalanalyse stützt sich auf Informationen über die Gesamtwirtschaft, die Industrie und das Unternehmen, während in der technischen Analyse mit Angaben zum Aktienpreis und Handelsvolumen gearbeitet wird, um die zukünftige Preisbewegung der Aktie vorhersagen zu können. Somit basiert die Anlageentscheidung in der technischen Analyse auf der Richtung der prognostizierten Preisveränderung, die mithilfe von Chartbildern und -mustern festgelegt wird. Im Gegensatz dazu werden in der Fundamentalanalyse wertbestimmende Informationen wie beispielsweise die Arbeitslosenquote, das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, das Industriewachstum sowie die Qualität und das Wachstum des Unternehmensergebnisses benutzt, um mit einem Bewertungsmodell den inneren Wert der Aktie zu berechnen, der anschließend mit dem Aktienkurs verglichen wird. Überschreitet (unterschreitet) der innere Wert den Marktpreis, deutet dies darauf hin, dass die Aktie unterbewertet (überbewertet) ist.

Enzo Mondello

13. Forwards und Futures

Damit ein Sell-Side-Analyst eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung abgeben kann, muss er den inneren Aktienwert berechnen. Ein Vergleich des inneren Aktienwerts mit dem Marktwert ermöglicht herauszufinden, ob das Wertpapier richtig bewertet ist. In einem effizienten Markt entspricht der Marktpreis der Aktie immer deren innerem Wert. Bei einer etwaigen Fehlbewertung konvergiert der Preis rasch zum inneren Wert. Unter Wert versteht man, zu welchem Preis eine Anlage gekauft oder verkauft werden kann. Folglich sind der Preis und Wert einer Anlage (z. B. Aktie und Anleihe) das Gleiche. In Bezug auf bestimmte Derivate haben Preis und Wert eine unterschiedliche Bedeutung. Beim Preis eines unbedingten Termingeschäfts handelt es sich um einen Terminpreis, der bei Geschäftsabschluss – also zu Beginn der Laufzeit – festgelegt wird, aber bei Fälligkeit des Kontrakts anfällt. Beim Wert hingegen handelt es sich um den erforderlichen Geldbetrag, um in ein Termingeschäft einzusteigen. Er spiegelt somit den seit Vertragsabschluss aufgelaufenen Gewinn/Verlust wider.

Enzo Mondello

14. Zur zukünftigen Bedeutung einer „Künstlichen Kompetenz“

Der folgende Beitrag erläutert, warum es sinnvoll erscheint, auch Technik und Organisation(en) Kompetenz zuzusprechen: Das erleichtert die Weiterarbeit an einem Konzept, das Kompetenzmanagement als Management von Produktionsfaktoren auffasst. Dieses Kompetenzmanagement vernetzt und organisiert betriebliche und überbetriebliche Wirtschaftsprozesse und überwindet die in den meisten (vor allem kleinen und mittelständischen) Betrieben vorhandene Trennung zwischen Personal- und Technikentwicklung. Mit fortschreitender Digitalisierung und Automatisierung wird dieses eine Voraussetzung dafür werden, Wertschöpfungsnetzwerke auch als überbetrieblich zu managende Kompetenznetzwerke zu begreifen und zu organisieren. – Der provokativ eingesetzte Begriff „künstliche Kompetenz“ soll auf diese Notwendigkeit aufmerksam machen.

Veit Hartmann

1. Einführung in die Aktienbewertung

Finanzanlagen wie Aktien, Anleihen und Finanzderivate oder auch Sachwerte – z. B. Liegenschaften oder Kunstgegenstände – besitzen einen Wert. Die erfolgreiche Investition und das Management dieser Anlagen hängen von der Möglichkeit ab, deren Wert zu bestimmen. Dabei sind der Schwierigkeitsgrad der Bewertung und die dafür erforderlichen Informationen von Anlage zu Anlage verschieden. Für die Bewertung von Aktien sind teilweise andere Bewertungsmodelle und Daten notwendig als beispielswiese für die Wertbestimmung von Anleihen und Immobilien.Es gilt der Grundsatz, dass man für eine Anlage nicht mehr als deren Wert bezahlen sollte. Allerdings spielen zum Beispiel bei Kunstgegenständen wie Bildern und Skulpturen auch ästhetische und emotionale Faktoren für die Preisbildung eine Rolle. Finanzwerte hingegen werden aufgrund ihrer zukünftig erwarteten Cashflows gekauft. Der Preis, den andere Investoren zu bezahlen bereit sind, stellt hierbei keine Grundlage für die Wertbestimmung dar, da ein solcher Preis unter anderem von subjektiven Wahrnehmungen beeinflusst wird. Die grundlegenden Aktienbewertungskonzepte basieren zum einen auf der Verteilung der vom Unternehmen generierten Werte an die Investoren (Cashflow-Modelle) und zum anderen auf der unternehmerischen Wertschöpfung (z. B. Residualgewinnmodelle). Darüber hinaus können Multiplikatoren, die sich auf das Gesetz des einheitlichen Preises beziehen, und die Optionspreistheorie eingesetzt werden.

Enzo Mondello

Chapter 2. Klimaschutzfonds als Instrument der nachhaltigen Kapitalanlage für Privatanleger

In Kapitel 2 werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Bezugsrahmens der Arbeit dargestellt. Dazu werden zunächst die Klimaschutzziele Deutschlands und Europas analysiert. Hierbei wird eine Finanzierungslücke identifiziert, die der Finanzbranche die Chance für Produktinnovationen in der Form von Fonds für Privatanleger bietet. Da in diesem Bereich ein Mainstreaming noch nicht erreicht ist, werden Allokationsfriktionen erwartet, die primär in der Kenntnis der Anlegerpräferenzen und der somit nicht präferenzadäquaten Produktgestaltung entsprechender Fonds begründet sind. Daraufhin werden Klimaschutzfonds als Forschungsobjekt konkretisiert. Mit einer Vorstudie in Form einer Marktübersicht über die bereits am Markt verfügbaren Formen von Klimaschutzfonds und einer Klassifikation dieser Fonds werden die Grundlagen für die Beantwortung der dreigliedrigen Forschungsleitfrage geschaffen. Um weitere relevante Merkmale des Produktes aufzudecken, werden anschließend die rechtlichen Grundlagen von Investmentfonds betrachtet. Im Rahmen des Investment- und Wertschöpfungsprozesses eines Fonds werden unterschiedliche Investorentypen, Informationsasymmetrien in der Konstellation des Fondsvertriebes und verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Geldanlage als finanzwirtschaftlich-engerer Bezugsrahmen des Forschungsobjektes mit Relevanz für die nachfolgenden Analysen näher beleuchtet.

Thomas Steiauf

Chapter 3. Geldanlage auf Konten

Die wichtigsten, im Bankgeschäft vorkommenden Einlagearten sind Sicht-, Termin- und Spareinlagen. Sichteinlagen sind Einlagen, für die eine Laufzeit oder Kündigungsfrist nicht vereinbart ist. Zu den Sichteinlagen zählen auch Verbindlichkeiten mit einer vereinbarten Laufzeit von weniger als einem Monat (sogenannte terminierte Tagesgelder) bzw. einer Kündigungsfrist von unter einem Monat. Größere und mittlere Geldbeträge, die der Bankkunde vorübergehend nicht benötigt, können befristete der Bank gegen Verzinsung überlassen werden. Spareinlagen dienen der unbefristeten Kapitalanlage und Kapitalansammlung. Sie sind durch Ausfertigung einer Sparurkunde gekennzeichnet. Sie dienen nicht dem Zahlungsverkehr und weisen eine Kündigungsfrist von mindestens drei Monaten auf. In diesem Kapitel werden darüber hinaus auch Formen der staatlich geförderten Geldanlage auf Konten behandelt.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Die Kundin Iris Baumgarten unterhält bei Ihrem Kreditinstitut eine Festgeldanlage in Höhe von 60.000,00 EUR mit einer Laufzeit von insgesamt 120 Tagen. Nach Ablauf der ersten 30 Tage der Laufzeit werden die Zinssätze für Festgelder um 0,3 % auf 0,8 % p.a. angehoben.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 3. Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs

Diese Richtlinie dient der rechtlichen Vereinfachung des grenzüberschreitenden elektronischen Handels und dem Schutz der Verbraucher. Sie soll für die Mitgliedsstaaten einheitliche Grundlagen und Mindeststandards schaffen. Mit der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr wurde ein Rechtsrahmen für den E-Commerce auf dem Binnenmarkt geschaffen, der sowohl Unternehmen als auch Verbrauchern Rechtssicherheit bietet.

Karl Wolfhart Nitsch

Die kognitive Soziologie toxischer Vermögenswerte

Im Beitrag wird die historische Entwicklung der Evaluierungspraktiken und -dispositive zur Bewertung von hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBSs) und besicherten Schuldverschreibungen (CDOs) untersucht, zwei inzwischen‚berüchtigten‘ Klassen von „toxischen“ Anlagen, die in der Kreditkrise 2008 eine zentrale Rolle spielten. Auf der Grundlage von Interviews mit 127 Marktanalysten, Quants, Händlern und Wissenschaftlern sowie einem großen Korpus technischer Dokumente wird ausgeführt, dass diese beiden Anlageformen zwar strukturell ähnlich sind, derenGeschichte jedoch zu unterschiedlichen Bewertungspraktiken von Investoren und durch organisatorisch separierte Gruppen innerhalb der Ratingagenturen führte. Als die Ratingagenturen diese beiden Praktiken zusammenführten, um einen neuen hybriden finanziellen Vermögenswert - das ABS-CDOs - zu bewerten, haben sie in nicht-intendierter Form eine Arbitragemöglichkeit geschaffen, welche die Banken ausnutzten und die letztlich das gesamte Finanzsystem in Gefahr brachte. Durch die Verfolgung der Entwicklung der Praktiken, die zur Bewertung dieser Vermögenswerte und deren Auswirkungen auf die Makroökonomie verwendet werden, wird auch die Bedeutung des Dispositivkonzeptes für das Studium der Evaluierungspraktiken und die Analyse von Märkten sichtbar.

Taylor Spears, Donald MacKenzie

1. Afrikas junge Unternehmer

Afrika gilt in Europa immer noch als der Hartz-IV-Kontinent. Diesen Blick empfinden Afrikaner selbst als einseitig. Ob IT-Zentren in Ruandas Hauptstadt Kigali und in Kenias Metropole Nairobi, ob Mobilfunkunternehmer, Zementhersteller oder Gründer von Banken – unzählige Afrikaner machen sich daran, das Afrika des 21. Jahrhunderts zu entwerfen. Aus ihrer Sicht ist Afrika der Kontinent der ungezählten Chancen, ein Kontinent, der sich endlich in Bewegung setzt und sich daranmacht, seinen wirtschaftlichen Rückstand aufzuholen.Ihre großen Vorbilder sind Ausnahme-Unternehmer wie der Nigerianer Aliko Dangote, der den größten Zementkonzern des Kontinents aufgebaut hat, oder der Sudaner Mo Ibrahim, ein Pionier der Mobiltelefonie in Afrika.Die neue Unternehmergeneration bringt meist eine gute Ausbildung mit, erworben meist an einer ausländischen Universität in Europa, den Vereinigten Staaten oder, immer häufiger, in China, Malaysia, Indien oder den Philippinen.

Christian Hiller von Gaertringen

Kapitel 13. Bedeutung der Wohnimmobilie als internationale Assetklasse

Wohnimmobilien erzielen langfristig eine bessere Performance als andere Immobilienarten und können darüber hinaus in einzelnen Zeiträumen auch andere Assetklassen wie Aktien schlagen. Dies zeigt die Entwicklung diverser Indices, z. B. des BulwienGesa German Property Index.

Ralph Winter

9. Die Phase der Strategieformulierung und -bewertung

Die Phase der Strategieformulierung stellt den Kernbereich des Strategischen Managementprozesses dar. Ausgehend von den Informationen der Umwelt- und Unternehmungsanalyse gilt es, eine Strategie zu entwickeln, die der Erreichung der strategischen Ziele dient. Bevor auf konkrete Ebenen der Strategieformulierung eingegangen wird, sollen zunächst einige Grundlagen gelegt werden.

Martin K. Welge, Andreas Al-Laham, Marc Eulerich

Kapitel 6. Fallstudien

Das niederländische Projekt Q7 gelangt im Oktober 2006 zum Financial Close und gilt als erste projektfinanzierte Offshore Windfarm. Die niederländische Regierung verfolgt das Ziel, bis 2020 20 % der im Land konsumierten Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu schöpfen und bietet zum Zeitpunkt des Projektabschlusses eine umfangreiche Förderlandschaft in Form von Prämien und Investitionsanreizen. Für einen Vergleich wird das von Belgien ausgehende Projekt Bligh Bank mit Financial Close Date Juli 2009 herangezogen.

Iris Pfarl, Reinhard Moser

Chapter 6. Geld- und Vermögensanlage

Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre

Wolfgang Grundmann

Chapter 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2016 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

2. Arbeitsdefinition Performancesteigerung

Ein klarer und verständlicher Rahmen ist notwendige Voraussetzung einer Performancesteigerung. Daher wird hier eine Arbeitsdefinition gegeben, ohne jedoch zu sehr zu theoretisieren. In unserer täglichen Beratungspraxis beginnt eine Zusammenarbeit meist mit der Feststellung des aktuellen Status quo bezogen auf das ganze Unternehmen oder einen einzelnen Aspekt. Meist beinhaltet die Feststellung des Status quo eine Analyse der Stärken und der Schwächen. Anschließend wird das Leitbild dargestellt: Wo soll es hingehen; wie soll es sein, wenn die Fee vorbeikäme und man sich etwas wünschen könnte? Darauf aufbauend wird dann ein Plan entwickelt, der die Ziele, Strategien und Maßnahmen festgelegt und (idealerweise erfolgreich) umsetzt.Aus diesem Blickwinkel bedeutet Unternehmensperformance die festgestellte, aktuelle Ist-Situation des Unternehmens.

Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi

8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Kapital steueroptimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

6. Zur Absicherung und Vorsorge: Versicherungen und Steuervorteile

In diesem Kapitel werden vor allem Anlage-, Absicherungs- und Vor- sorgeprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Direktversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung, besonders unter Rendite- und Risikogesichtspunkten sowie vor dem Hintergrund der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer behandelt.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

4. Anlagen in Investmentfonds

Im ersten Halbjahr 2016 ist nach Angaben des Deutschen Fondsverbands BVI Bundesverband Investment und Asset Management e. V. das verwaltete Vermögen in Fonds um 8 Prozent auf 2,6 Billionen Euro gestiegen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 1. Unternehmen in der Krise

Das Wort „Krise“ kommt eigentlich aus der medizinischen Wissenschaft. Es bezeichnet den Wendepunkt in einer Krankheit. Dem Kranken kann es nach der Krise besser oder schlechter gehen.

Stefan Behringer

4. Die Besteuerung von Investmentfonds

Das Kapitel 4 des Buches beschreibt die steuerliche Behandlung von Erträgen aus der Anlage in Investmentfonds. Hier wird insbesondere auf folgende Punkte eingegangen:Rechtsgrundlagen zur FondsbesteuerungDie Unterscheidung von Investmentvermögen unter steuerlichen AspektenDie steuerliche Behandlung von inländischen Fondsausschüttungen und FondsthesaurierungenDie steuerliche Behandlung von ausländischen Fondsausschüttungen und FondsthesaurierungenBesonderheiten bei intransparenten FondsDie steuerliche Behandlung von ZwischengewinnenDie Berechnung von Veräußerungsergebnissen bei Fonds

Oliver Rhodius, Johannes Lofing

Luxusprobleme: der Kampf um den Schatz von Cupertino

Noch absurder wurde das Missverhältnis zwischen Apples Börsenwert und dem seiner Branchenrivalen, wenn man die fundamentale Aktienanalyse heranzog. Schließlich verfügte Apple in seiner Bilanz über einen bemerkenswert großen Anteil, der nichts zur Unternehmenswertsteigerung beitrug – die immensen Cash-Reserven, die binnen drei Jahren von 40 auf 137 Mrd.

N. Jacobsen

21. FinTech – Digitale Geschäftsmodelltransformation im Bankensektor

Die Digitalisierung hat in vielen Branchen die Entwicklung neuer, oft disruptiver Geschäftsmodelle ermöglicht. Bekannte Beispiele hierfür sind der Handel, die Telekommunikationsbranche sowie die Musik- und Filmindustrie. Der Bankensektor konnte sich der Digitalisierung mit Ausnahme der Einführung des Online-Bankings lange Zeit weitgehend entziehen. In jüngster Zeit treten jedoch verstärk neue Wettbewerber, sog. FinTech-Unternehmen, in den Markt ein, die durch technologische Neuerungen und Digitalisierung potenziell disruptive Geschäftsmodelle offerieren. Der vorliegende Beitrag fasst den gegenwärtigen Stand der digitalen Transformation des Bankensektors vor dem theoretischen Hintergrund der disruptiven Innovationen zusammen.

Alexander Braune, Christian Landau

2. Modul Regionalökonomik und Entwicklung

Die Theorie der Regionalökonomik gewinnt zunehmend an Bedeutung, die Frage nach den Gründen für die unterschiedliche ökonomische Entwicklung von Regionen steht ohnehin im Zentrum des öffentlichen Interesses. Abgeleitet davon stellt sich dann die Frage, ob und wie Wirtschaftspolitik eine positive Entwicklung auslösen oder zumindest befördern kann. Auf kommunaler und regionaler Ebene sind damit auch die kommunalen und regionalen Wirtschaftsfördereinrichtungen adressiert.Nach einer begrifflichen Annährung und Einordnung geht es im Weiteren vor allem darum, wichtige Theorien kennenzulernen, die ein strukturiertes und strategisches Vorgehen erlauben. Diese Theorien können in diesem Rahmen nicht immer vollständig und erschöpfend behandelt werden. Ziel ist es, ein Grundverständnis zu vermitteln. Vor allem sollen die Bedeutung sowie die Nützlichkeit für die praktische Wirtschaftsförderung deutlich werden. Daher werden wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen in der Umsetzung diskutiert und konkrete Anwendungsmöglichkeiten skizziert. Im Mittelpunkt steht der Erkenntnisgewinn für die Praxis, nicht die Theoriebildung.

Jörg Lahner

27. Behandlung von Immobilienanlagen nach Solvency I und Solvency II

Nach Branchenangaben sind die deutschen Erstversicherungsunternehmen derzeit insgesamt mit rund EUR 31 Mrd. in Immobilien investiert. Damit liegt die Immobilienquote, d. h. der Anteil der direkten und indirekten Immobilienanlagen an den gesamten Kapitalanlagen, bei rund 3,9 % [1]. In anderen EU-Staaten macht der Anteil der Immobilieninvestitionen dagegen bereits heute bis zu 20 % aus.

Dr. A. Freiling

17. Offene Immobilienfonds

Abgrenzung zu geschlossenen Immobilienfonds Offene Immobilienfonds sind grundsätzlich einer unbegrenzten Anzahl von Anlegern und Anlageobjekten zugänglich. Dadurch unterscheiden sie sich von geschlossenen Immobilienfonds, die regelmäßig einen beschränkten Anlegerkreis und eine limitierte Anzahl an Anlageobjekten aufweisen (siehe hierzu Kap. 18). Anders als typischerweise bei geschlossenen Immobilienfonds sind darüber hinaus die Anteile an offenen Immobilienfonds frei übertragbar.

F. Bentele

Chapter 1. Rechtsformeignung und Schranken der Rechtsformwahl im Gemeinnützigkeitsrecht und im Charity Law

Mit dem deutschen Gemeinnützigkeitsrecht und dem englischen Charity Law stehen sich zwei Regelungskonzepte gegenüber, welche sich bei der Beschränkung der zur Verfügung stehenden Rechtsformen für gemeinnütziges Handeln grundlegend unterscheiden und somit einen unmittelbaren „Wettbewerb genuin nationaler Gesellschaftsformen“ im Binnenmarkt ermöglichen. Während das deutsche Recht einem „organisationsgebundenem Förderprinzip“ folgt, bestehen in England vergleichbar weniger strikte Restriktionen die Rechtsformwahl betreffend, da der charity-Status nicht an die Rechtspersönlichkeit der Organisationsform anknüpft. Das Ordnungsprinzip folgt dort, anders als in Deutschland, nicht dem Rechtsträger, sondern stellt vermehrt den Organisationszweck in den Vordergrund.

Till Böttcher

§ 103 Liechtenstein

Gesetz vom 21. Oktober 1992 über die Banken und Wertpapierfirmen (Bankengesetz), LGBl. 1992, 108 i. d. F. LGBl. 2016/035

Norbert Seeger, Lars Heidbrink, Marco Tanner

§ 63 Geschlossene Fondsbeteiligungen – Ökonomische Grundsätze

Geschlossene Fonds produzierten in der Vergangenheit immer wieder diverse Negativschlagzeilen in der einschlägigen Presse. Maßgebliche Gründe dafür sind ökonomische Schieflagen von Emissionshäusern mit finanziellen Einbußen für Fondszeichner, Häufung von Insolvenzen diverser Fondsgesellschaften, negative Marktentwicklungen, Kapitalanlagebetrugsfälle im geschlossenen Fondsbereich sowie Manipulationen bei der Berichterstattung über bestimmte Fonds. Dem Markt der geschlossenen Fondsbeteiligungen kommt jedoch aufgrund des Volumens des investieren Kapitals im Rahmen der betrieblichen Finanz- und Investitionswirtschaft eine erhebliche Bedeutung zu. Das derzeitige Gesamtinvestitionsvolumen in diesem Kapitalanlagesegment wird von einem Expertenteam mit 215 Mrd. EUR angegeben. Ein Vergleich des Gesamtinvestitionsvolumens im Markt der geschlossenen Fonds mit jenem der offenen Immobilienfonds und des Zertifikatemarkts zeigt, dass das Investitionsvolumen im Markt der geschlossenen Fonds etwa so groÔ ist, wie die aktuelle Investitionssumme beider Teilmärkte (Zertifikate plus offene Immobilienfonds) zusammen. Als Finanzierungsinstrument stellt diese Form der Beteiligungsfinanzierung eine wichtige Säule im Rahmen der klassischen Finanzierungsinstrumente dar. Auf der Seite der Kapitalanlage konnten in der Vergangenheit Renditen erzielt werden, die zum Teil weit über dem Kapitalmarktniveau lagen. Das wird auch in Zukunft so der Fall sein. Die neue Marktregulierung durch das Kapitalanlagegesetzbuch kann positiv bewertet werden, da nun geschlossene Fonds auf die gleiche Ebene gestellt werden, wie klassische Investmentfonds. Damit kann prognostiziert werden, dass Marktverwerfungen und Kapitalfehlleitungen aufgrund der neuen Transparenzvorschriften, Genehmigungsverfahren und Regulierungsvorschriften weit seltener vorkommen werden, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Das neu eingeführte Risiko- und Liquiditätsmanagement wird ebenfalls zu weiterer Transparenz und Sicherheit für Kapitalanleger führen. Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Produkte nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs weiterhin im Kapitalmarkt angenommen werden. Insofern hat die in der Vergangenheit stattgefundene Markterosion den Vorteil eines gesetzlich umfänglich geregelten Neuanfangs.

Franz-Joseph Busse

§ 113 Schweiz

Die finanzmarktbezogenen Regulierungen der Schweiz (Banken, Börsen, Versicherungen), die im Kompetenzbereich des Bundes liegen, sind ähnlich ausgestaltet wie andere Ordnungen in Kontinentaleuropa, weil das EU-Recht einen erheblichen Einfluss auf die Schweiz ausübt. Derzeit sind aber verschiedene wichtige Gesetze in überarbeitung.

Rolf H. Weber

§ 105 Luxemburg

Als unmittelbare Folge des Umsetzungsbedarfs diverser EU-Richtlinien hat der rechtliche Rahmen der Regelung des luxemburgischen Finanzsektors in den letzten Jahren wesentliche Änderungen erfahren. Die meisten Untersuchungen der Gesetze und der Rechtsprechung sind nicht auf Deutsch, sondern auf Französisch und Englisch verfasst. Die Rechtsprechung wird generell nur auf Französisch verfasst. Von großer Bedeutung sind die schnelle Umsetzung der Richtlinie 2011/61/EU über Verwalter alternativer Investmentfonds (die AIFM-Richtlinie), durch das Gesetz vom 12. Juli 2013. und die Schaffung neuer Formen von Luxemburger alternativen Investmentfonds, welche sich als AIF qualifizieren.

R. A. André Hoffmann, R. A. Elisabeth Omes, R. A. Pit Reckinger

§ 107 Niederlande

Allgemeines. Die Niederlande verfügen über ein modernes Bankwesen. Es gibt in den Niederlanden eine große Anzahl von Banken. Die Banken sind fast alle Mitglieder der privaten Nederlandse Vereniging van Banken. Aufgrund von Artikel 1:107 Wft führt die Nederlandsche Bank (DNB) ein Bankenregister. Zwischen dem zweiten Quartal 2012 und dem vierten Quartal 2014 ist die Zahl der Banken von 81 auf 55 gesunken. Die Nederlandse Vereniging van Banken (NVB) vertritt seit dem Jahr 1989 die gemeinschaftlichen Interessen der Banken. Das Nederlands Instituut voor het Bank-, Verzekerings- en Effectenbedrijf (NIBE-SVV) ist ein aufgrund von Artikel 9 Absatz 3 zusammen mit Artikel 11a BGfo Wft vom niederländischen Minister für Finanzen anerkanntes Ausbildungs- und Prüfungsinstitut für den Finanzsektor. Aufgrund von Artikel 4:9 Absatz 2 Wft ist ein Finanzdienstleister verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine Arbeitnehmer und andere, die unter seiner Verantwortung unmittelbar Finanzdienstleistungen für Konsumenten oder Kunden erbringen, fachkundig sind. In Amsterdam befindet sich das private Nederlands Instituut voor het Bank- en Effectenbedrijf (NIBE). Die großen Banken sind stark international orientiert. Die Niederlande gehören zur Euro-Zone. Die niederländische Zentralbank (DNB) ist Teil des Eurosystems, das aus der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Nationalen Zentralbanken (NZB) besteht.

Tomas M. C. Arons, Danny Busch, Wilco Oostwouder

§ 117 Türkei

Das türkische Rechtssystem gehört zu den kontinentalen Rechtssystemen (Rumpf, Einführung in toto). Bis zu Beginn der achtziger Jahre war die türkische Wirtschaftsordnung stark durch den Etatismus geprägt, was sich im Bankensystem auch in einem besonders hohen Anteil staatlicher Banken im Bankensystem niederschlug. Seit Beginn der achtziger Jahre – insbesondere in der Zeit der Ministerpräsidentschaft und Präsidentschaft von Turgut Özal – erlebte die türkische Wirtschaftsordnung eine Phase nachdrücklicher Liberalisierung. Auch dies schlug sich im türkischen Bankensystem nieder, in dem der Anteil privater Geschäftsbanken und Finanzinstitute rapide anwuchs. Vor allem unter dem Einfluss der Zollunion EU-Türkei (seit 1.1.1996) – kam es zu weiteren Reformschüben.

Ünal Tekinalp, Christian Rumpf

§ 97 Frankreich

In diesem Unterteil werden die Eckpunkte und die Besonderheiten des französischen Bankrechts dargestellt. Auch im französischen Rechtssystem betrifft das Bankrecht im engeren Sinne vor allem die Regelung der Kreditinstitute, denen ein grundsätzliches Monopol über Bankgeschäfte gewährt wird, die u. a. an das Bankgeheimnis gebunden sind und besonderen Sorgfalts- und Anzeigepflichten unterliegen. Das französische Bankrecht im etwas breiteren Sinne betrifft aber auch die Bankgeschäfte selbst, und vor allem die Kreditgeschäfte und die Kreditsicherheiten, sowie die Regelung der Bankkonten und der verschiedenen Zahlungsmittel. Im breiteren Sinne umfasst das französische Bankrecht ebenso das Kapitalmarktrecht, und insbesondere die Regelung der Vermögensbetreuung, der Finanztermingeschäfte, der Effekte und Emissions- und Investmentgeschäfte.

Raphaël Schindler

§ 58 Investmentgeschäft

Das “Investmentgeschäft" – in einem weiten Sinne verstanden als das Verwalten und Investieren eines Fondsvermögens zum Nutzen der Anleger von Geldkapital sowie des Vertriebs der Fondsanteile – wird in Deutschland seit 2013 durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) geregelt, das seinerseits mehrere Richtlinien der Europäischen Union umsetzt. Die rechtliche Befassung mit dem Investmentgeschäft reicht bis ins 19. Jahrhundert. Seit 1949 hatten zunächst der nationale Gesetzgeber und dann die Europäische Gemeinschaft, später die Europäische Union das Investmentrecht in mehreren Schritten reguliert. Zunächst standen der Anleger- und der Marktschutz im Zentrum der Normzwecke. Daneben traten weitere Normzwecke wie der sog. Europäische Pass, Vertriebs- und Produktregelungen oder die Regulierung der Intermediäre. Nachdem früher nur die offenen Investmentfonds (insbesondere die sog. OGAW) Gegenstand der investmentrechtlichen Vorschriften waren, wurden nach dem Ende der Finanzmarktkrise die geschlossenen Fonds in den Anwendungsbereich des Investmentrechts aufgenommen, die vormals als Investmentgestaltungen des sog. grauen Kapitalmarktes noch weitgehend unreguliert waren. Dies hat sich mit dem KAGB geändert, das insoweit über die AIFM-Richtlinie von 2011 hinausgeht, als nicht nur die Verwalter und Verwahrstellen sowie der Vertrieb der “Alternative Investmentfonds" (AIF) geregelt werden, sondern auch die AIF selbst. Mit dem materiellen Investmentvermögensbegriff werden fortan alle Investmentvermögensgestaltungen erfasst und einem Rechtsformzwang unterworfen. Neben die OGAW treten nun die weiteren Kategorien der offenen und geschlossenen Publikums- oder Spezial-AIF. Die Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem oder mit fixem Kapital sowie die geschlossenen oder offenen Investmentkommanditgesellschaften stellen spezialgesetzliche, an die Bedürfnisse des Investmentrechts angepasste überformungen der Rechtsformen der Aktiengesellschaft oder der Kommanditgesellschaft dar und sind keine eigenständigen Rechtsformen. Hauptregelungsgegenstand der Vertriebsregelungen bilden die Regelungen zu den Verkaufsunterlagen, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in der Inbound- und in der Outbound-Konstellation sowie die Prospekthaftung. Außerhalb der Kernregelungen des KAGB werden REIT-Aktiengesellschaft, der Europäische Risikokapitalfonds (EuVECA), der Europäische Fonds für soziales Unternehmertum (EuSEF) und der Europäische langfristige Investmentfonds (ELTIF) normiert.

Stefan J. Geibel

§ 101 Italien

Als Bank bezeichnet man Rechtssubjekte, denen die Ausübung von Bankgeschäften vorbehalten ist (10 II dlg 385/1993 – tub; dazu Antonucci, 1; über den tub s. Porzio/Belli/Losappio/Rispoli/Farina/Santoro, Testo unico bancario). Der Bankbetrieb besteht aus dem Sammeln der Ersparnisse des Volkes und der Kreditvergabe (10 I tub), die untrennbar miteinander verbunden sind. Banken können auch andere Tätigkeiten (Dienstleistungen für Kunden, steuer- und währungsrechtliche Aufgaben) sowie alle weiteren finanziellen Aktivitäten übernehmen und sie nach deren Regelung ausüben (10 III tub). Der Bankverkehr ist jedoch ausschließlich den Banken vorbehalten, was zur Anwendbarkeit des tub führt. Der Bankbetrieb ist eine unternehmerische Tätigkeit (10 I tub; 2082, 2195 I Nr. 4 cc), für die die Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der Aktiengenossenschaft mit beschränkter Haftung vorgeschrieben ist (14 I a tub). Die Aufnahme des Bankbetriebs bedarf einer auf einer reinen Rechtmäßigkeitsprüfung basierenden Genehmigung, die von der Banca d’Italia – BI – erteilt wird (14 tub). Im Falle wirtschaftlicher Probleme der Firma unterliegt das Betreiben einer Bank einer eigenen Ordnung, die z. B. keinen Konkurseröffnungsantrag vorsieht (70 ff. tub). Ebenso sind beim Erwerb von Bankbeteiligungen Grenzen gesetzt, um eigensüchtiges Managementverhalten von branchenfremden Firmen zu verhindern bzw. einzuschränken (19–27 tub). Die Kategorie der Bankverträge umfasst sämtliche Formen von Spar- und Kreditvergabeverträgen und auch Vertragstypen, die nicht unmittelbar als Bankvertrag im engeren Sinne angesehen werden (z. B. Wertpapierdepot; Bianca, Cesare M., 1; Fauceglia, 7). Ein Bankvertrag liegt vor, wenn ein Bankgeschäft getätigt wird und eine der Vertragsparteien eine Bank ist. Bei Bankverträgen wird unterschieden zwischen Dienstleistungen und Operationen (116 I tub). Zum Operationsvertrag zählen die Sparverträge (Passivoperationen) und die Kreditvergabe (Aktivoperationen). Der Operationsvertrag wird in der Regel nach den Rechtssätzen über den Kontokorrentvertrag erfüllt (1852 ff. cc). Dienstleistungsverträge sind nur indirekt mit dem Bankverkehr verbunden (z. B. Investmentgeschäfte). Der Bereich des Bankvertragsrechts kann in zwei Teile gegliedert werden. Im „Allgemeinen Teil“ (115 ff. tub) finden sich die auf alle Bankverträge anwendbaren Vorschriften, die nur zu Gunsten des Kunden abdingbar sind (127 I tub). Der „Besondere Teil“ besteht aus den verschiedenen Normen, die für die einzelnen Vertragstypen vorgesehen sind. Der „Allgemeine Teil“ ist durch die herausragende Stellung des Transparenzgebots geprägt (s. CICR Beschluss 4.3.2003 über die Regelung der Transparenz der AGB von Operationen und Dienstleistungen). Das soll die Erkennbarkeit der wesentlichen Vertragsbestandteile für den Kunden gewährleisten. Zu diesem Zweck werden der Bank eine Vielzahl von Publizitäts- und Informationspflichten auferlegt (116–118 tub). Zur Erfüllung der Publizitätspflichten müssen die Zinssätze, die Gebühren, die Kosten der Mitteilungen an die Kunden und jede andere wirtschaftliche Vertragsbedingung in jeder für das Publikum zugänglichen Bankfiliale publiziert werden (116 I tub). Die publizierten Vertragsbedingungen stellen kein bindendes Vertragsangebot i. S. v. Art. 1336 cc dar (116 IV tub). Die Verträge bedürfen der Schriftform und ein Vertragsexemplar muss dem Kunden ausgehändigt werden (117 I tub). Ein Verstoß gegen dieses Formerfordernis führt zur Nichtigkeit des Vertrags (117 III tub) und die Nichterfüllung der Pflicht, dem Kunden eine Vertragskopie auszuhändigen, stellt eine aggressive Geschäftspraktik dar (8, 9 Richtlinie 2005/29/EG). Aus technischen Gründen kann aber der Interministerielle Ausschuss für Kredit- und Sparwesen – CICR – eine andere Vertragsform für besondere Verträge genehmigen (117 II tub). Die einzelnen Verträge müssen den Zinssatz, die Gebühren und alle anderen Vertragsbedingungen beinhalten, einschließlich der Verzugskosten im Falle eines Kreditvertrags (117 IV tub). Eine Klausel, die der Bank das Recht einräumt, während der Vertragslaufzeit Zinssätze, Gebühren und Vertragsbedingungen zu Ungunsten des Kunden zu ändern (ius variandi in pejus), muss im Vertrag ausdrücklich vorgesehen und vom Kunden eigens unterschrieben werden (117 V tub). Wenn der Kunde ein Verbraucher ist, ist das Vorkommen eines im Vertrag vorgesehenen rechtfertigenden Grundes nötig, um dieses ius variandi auszuüben (33 II m ccons). Die BI, mit Einverständnis der Nationalen Kommission für die Gesellschaften und die Börse – CONSOB –, kann den Inhalt für bestimmte Verträge vorschreiben; eine Abweichung hiervon führt zur Nichtigkeit (117 VIII tub). Die Klauseln, die zur Bestimmung von Zinssätzen, Gebühren und anderen Bedingungen auf die Bankenbräuche verweisen, sind nichtig und gelten als nicht eingefügt (117 VI tub). Gleiches gilt für Klauseln, die für den Kunden ungünstigere Bedingungen festlegen als die publizierten (117 VI tub). Im Falle der Nichtangabe der Bedingungen gem. Art. 117 IV tub oder der Nichtigkeit der Klauseln gem. Art. 117 VI tub wird der Vertragsinhalt automatisch durch die gesetzlichen Vorschriften ersetzt. Insbesondere kommt der Mindest- und Höchstzinssatz der jährlichen Schatzanweisungen oder anderer vom Schatzminister bestimmter Wertpapiere jeweils für Aktiv- und Passivgeschäfte zur Anwendung (117 VII a tub). Gleiches gilt für die Gebühren und Vertragsbedingungen, die die Bank für Geschäfts- und Leistungsarten der entsprechenden Kategorie publiziert hat; im Falle, dass die Bank solche Gebühren und Bedingungen nicht veröffentlicht hat, muss der Kunde nichts bezahlen (117 VII b tub). Bei den Dauerverträgen kann die Befugnis der Bank vereinbart werden, Zinssätze, Gebühren und weitere Vertragsbedingungen einseitig zu ändern (ius variandi in pejus), sofern ein rechtfertigender Grund vorliegt und eine diesbezügliche Klausel vom Kunden eigens unterschrieben wird (118 I tub; vgl. 33 III b ccons). Fehlt die Unterschrift, ist die Klausel unwirksam (1341 II cc). Jede einseitige Änderung der Vertragsbedingungen muss dem Kunden ausdrücklich und schriftlich mitgeteilt werden, mit einer Vorankündigung von mindestens dreißig Tagen, wobei die Formulierung „Vorschlag für eine einseitige Änderung des Vertrages“ explizit anzuführen ist. Diese Änderung gilt als angenommen, wenn der Kunde nicht innerhalb von sechzig Tagen ohne Kosten vom Vertrag zurücktritt. Im Falle eines Rücktritts hat der Kunde bei Vertragsauflösung das Recht auf die Anwendung der zuvor geltenden Bedingungen (118 II tub). Die Vertragsänderungen, für welche diese Vorschriften nicht beachtet wurden, sind unwirksam, sofern sie nachteilig für den Kunden sind (118 III tub). Interessant ist Art. 118 IV tub, wonach Zinssatzänderungen aufgrund einer währungspolitischen Entscheidung gleichzeitig sowohl die Schuldner- als auch die Gläubigerzinssätze betreffen sollen; diese sind also ohne Nachteil für den Kunden anzuwenden. Um die Konkurrenz unter den Banken zu steigern, bestimmt Art. 10 II dl 223/2006, dass in jedem Fall bei Dauerverträgen der Kunde die Möglichkeit hat, ohne Vertragsstrafe und ohne Kosten vom Vertrag zurückzutreten. Art. 8bis dl 7/2007 sieht andere Bestimmungen zum Schutz der Kunden vor. So wird festgelegt, dass im Bereich der Versicherungs- und Bankverhältnisse es absolut untersagt ist, den Kunden die Kosten der Vorbereitung, Produktion, Übersendung oder weitere Gebühren für die Mitteilungen gem. Artt. 7, 8 und 13 VIIIsexies-VIIIterdecies dl 7/2007 zur Last zu legen. In Bezug auf Anatozismus (1283 cc) hat die Bankenpraxis seit jeher die Zinseszinsen in ihren AGB vorgesehen, sowie die Rechnung der Passivzinsen mit einer dreimonatigen Periodizität, während die der Aktivzinsen nur jährlich stattfand. Die Rechtsprechung hat aber entschieden, dass derartige Klauseln nichtig sind (S.U. 24418/2010, in www.altalex.com; C. 2374/1999, BBTC 1999, II, 389; C. 3845/1999, BBTC 2000, II, 254; für die Darlehen, S.U. 21095/2004, in www.altalex.com; C. 2593/2003, BBTC, II, 505). Auf dieser Grundlage hat der Gesetzgeber den Art. 120 tub modifiziert. Nach der neuen Fassung soll CICR vorschreiben, wie die Zinseszinsen für die Operationen zu regeln sind; dabei muss auf jeden Fall garantiert sein, dass die Passiv- und Aktivzinsen der Kontokorrentoperationen und der Darlehen mit derselben Periodizität gerechnet werden und dass die verbuchten Zinsen keine weitere Zinsen produzieren (120 II a, b tub). Nach einigen Urteilen ist jegliche Form von Kapitlisierung von verbuchten Zinsen in den Verbraucherbankoperationen verboten (so T. Milano 7 und 23.4. 2015, T. Milano 1, 9 und 13.7.2015, T. Milano, 8.8.2015, T. Biella 7.7.2015, T. Cuneo 29.6.2015, T. Roma 20.10.2015, alle in www.altalex.com; dagegen aber T. Cosenza 27.5.2015, T. Torino 16.6.2015 und 30.8.2015, T. Parma 26.6.2015 und 30.7.2015, T. Bologna 9.12.2015, T. Siena 4.8.2015, alle in www.altalex.com) Die Vorschriften von Artt. 115–128bis tub sind nur zugunsten der Kunden abdingbar (127 I tub). Die Banken müssen an ein von CICR geregeltes System zur Beilegung von Rechtstreitigkeiten mit den Kunden teilnehmen; dem Kunden steht aber in jedem Moment das Recht zu, sich an die staatlichen Justizorgane zu wenden (128bis I-III tub). Bei Verbraucherbankverträgen kommen zusätzlich die Normen über missbräuchliche Klauseln und unlautere Geschäftspraktiken zur Anwendung (18 ff, 33 ff ccons; Di Nella, Il controllo, 237; Di Marzio, 307). Auf die in den Artt. 115–128 tub vorgesehenen Nichtigkeitsgründe kann sich ausschließlich der Kunde berufen (127 II tub).

Luca Di Nella

§ 98 Griechenland

Griechenland hatte bis zum Anfang der 90er-Jahre ein dirigistisches, stark reguliertes Bankensystem, das sich durch eine oligopolartige Marktgestaltung und eine enorme staatliche Beteiligung ausgezeichnet hatte. Die Abschaffung der Bedürfnisprüfung für die Erteilung einer Bankzulassung hat den Marktzutritt jedem Interessenten ermöglicht, während die Verabschiedung des Gesetzes 2076/1992, das nunmehr durch das neue Bankgesetz 3601/2007 ersetzt wurde, die Harmonisierung des griechischen öffentlichen Bankrechts nach Maßgabe der inzwischen ergangenen Bankenrichtlinien der EU (77/80/EWG, 89/646/EWG, 2000/12/EG, 2000/46/EG, 2006/48/EG und 2006/49/EG) und Übergang vom Spezial- zum Universalbankensystem signalisiert hat. Übermäßige Staatsverschuldung und wirtschaftspolitische Strukturschwächen haben das einheimische Banksystem in der Periode 2010-2016 stark beeinträchtigt („Bankfeiertag“ im Juni-Juli 2015, bis November 2016 noch anhaltende Zahlungs- und Kapitalverkehrseinschränkungen - „capital controls“, äußerst begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten für Privatunternehmen). Inzwischen machen nur vier systemischen Kreditinstitute 95% des Bankenmarkts aus. Das private Bankrecht wird anhand umfangreicher Rechtsprechung stets fortentwickelt. Die Einführung der Einlagensicherung in Höhe von 100.000 € per Einleger bzw. per Investor (nicht per Bankkonto) und die Möglichkeit einer Neuverhandlung von Kreditkonditionen in bezug auf nicht getilgten Darlehensraten nur mit denjenigen Darlehensnehmern, die unter den Begriff „kooperationswillig“ subsumiert werden können, wären zwei aus einer Fülle von bankrechtlichen Regelungen, die das griechische Bankrecht im Rahmen des Krisenmanagements kennzeichnen.

Nikolaos Lyberis

§ 61 Offene Fondsbeteiligungen – Ökonomische Grundsätze

Anleger sind durch Investition in das diversifizierte Immobilien-Portfolio einer indirekten Anlage wesentlich besser vor Risiken geschützt sind als bei einer Direktanlage in Immobilien, weil Verluste in einem Anlageobjekts bei der Direktanlage für den Einzelanleger direkt durchschlägt, hingegen in einem Portfolio durch die Stabilität der anderen Objekte abgesichert wird. Der einzelwirtschaftliche Vorteil einer Insolvenzvermeidung beinhaltet gleichzeitig einen gesamtwirtschaftlichen Vorteil, da soziale Auffangmechanismen entlastet werden.

Tobias Just, Steffen Sebastian

§ 3. Vermögensnachfolge durch Stiftungserrichtung

Die Familienstiftung ist keine besondere Rechtsform, sondern eine Anwendungsform der gewöhnlich bürgerlich-rechtlichen Stiftung.1 Entsprechend ihrer in Stiftungsgeschäft oder Satzung festgelegten Auftragsrichtung können Familienstiftungen als Kapitalträger- oder Anstaltsträgerstiftungen auftreten. Denkbar sind auch Gebilde, die aus einer Kombination vorstehender Gestaltungen bestehen.2

Verena van der Auwera

§ 71 Hedgefonds und ähnliche Beteiligungen

Der Beitrag behandelt die nach deutschem Investmentrecht zulässigen Formen von Investments in Hedgefonds. Er fasst zunächst die Typologie und die wesentlichen Strategien von Hedgefonds zusammen und zeichnet die rechtliche Entwicklung bis zum KAGB nach. Die strukturellen Anforderungen an die Errichtung von Single- und Dachhedgefonds werden ebenso erörtert, wie die Anlagegrundsätze und die rechtliche Einbindung Funktion von Primebrokern. Schließlich widmet sich der Beitrag den rechtlichen Rahmenbedingungen des Vertriebs von Hedgefondsprodukten, also Hedgefonds nach dem KAGB, Alternative Invesmentfonds nach der AIFM-Richtlinie und vergleichbaren Fonds aus Drittstaaten sowie für Hedgefonds-Zertifikate.

Leif Zänker

§ 52 Anlageberatung

Die Anlage (die Investition, das Investment) von Kapital zu Zwecken (auch) der Gewinnerzielung macht – neben der Garantie der Eigentums- und Vertragsfreiheit und der Ausnutzung der im weltweiten Wettbewerb zunehmend billiger werdenden Arbeitskraft – das Wesen kapitalistischen Wirtschaftens aus. Die Wirtschaft, ihre Unternehmen brauchen Kapital, um im Wettbewerb auf den Märkten bestehen und wachsen zu können. Dieses Kapital kommt in Deutschland zu einem größeren Anteil als Kredit von den Banken; im Übrigen geben es Kapitalanleger. Beratung bei der Anlage von Kapital soll sicherstellen, dass die Anlage – des Investors, des professionellen Anlegers, des Privatkunden – ihre Ziele nicht verfehlt. Anlageberatung ist ein Geschäft. Sie begleitet das Geschäft der Finanzindustrie; sie unterstützt und fördert es, sie entwickelt es, sie bereitet es vor. Nicht selten erfolgt sie unter Druck, auch unter Zeitdruck. Dafür sorgen Strukturen und Vergütungssysteme.

Heinz Georg Bamberger

Prüfungssatz II

Der durch Gesetz angeordnete Formzwang erfüllt verschiedene Zwecke.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VII

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Für die Kundin der Nordbank AG Daniela Kleinert wurde Herr Klaus Kugler als nicht befreiter Betreuer für den Bereich der Vermögenssorge bestellt. Die Betreuung wurde ohne Einwilligungsvorbehalt angeordnet. Herr Kugler möchte von der Nordbank AG wissen, für welche Rechtshandlung er eine Genehmigung des Betreuungsgerichts benötigt. Welche Aussage trifft zu?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 2. Der leichte Weg

Es gibt Managementhaltungen, die bereiten den Boden hervorragend für das Phänomen des Organizational Flow vor, andere allerdings ersticken den Flow am Arbeitsplatz im Keim. Ob der Organizational Flow gelingt, ist deshalb zunächst eine Frage der Haltung. Wenn die Frage nach der Rezeptivität einer Organisation für einen Organizational Flow beantwortet werden soll, sind es Alter, Größe und Marktbezug der Organisation, die als Erstes analysiert werden sollten. In einer jungen, kleinen Einheit mit intensiver Marktnähe ist die Wahrscheinlichkeit für einen Organizational Flow vergleichsweise hoch. Organizational Flow ist vor allem eine Frage des Vertrauens. Dabei kommt es auf den Corporate Spirit an, der sich in den ungeschriebenen Regeln der Organisation manifestiert. Die Führung einer Organisation kann den Organizational Flow nicht gegen die informalen Organisationsregeln anordnen und wenn sie es versuchen wollte, könnte sie nur scheitern. Organizational Flow ist ein organisationspsychologisches Phänomen. Um eine Organisation erfolgreich in einen Organizational Flow führen zu können, bedarf es des Zusammenspiels der psychologischen Disposition der Organisation, der Selbstwahrnehmung der Mitarbeiter und der Transmissionsleistung des Managements. Verlässliche Organisationsflexibilität, Vertrauen der Mitarbeiter in die Organisation und die Führung, ein gemeinsamer Corporate Spirit der professionellen Leistungskultur und eine Führung, die sich als Diener auf Zeit begreift, sind die Meilensteine auf dem leichten Weg zum Organizational Flow.

Gustav Greve

Geld- und Vermögensanlage

Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein.Zu B: vgl. § 5 des PfandBGZu C: Weitere Merkmale von Bundesanleihen: jährliche Zinszahlung bei Anleihen mit festem Zinssatz, bei Floating Rate Notes mehrere Zinszahlungen im Jahr; Stripping möglich; Rückzahlung zum Nennwert; BörsenhandelZu D: Optionsanleihen verbriefen neben dem Forderungsrecht ein Bezugsrecht auf Aktien der ausgebenden Gesellschaft. Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt.Zu F: siehe Anleihebedingungen von Optionsanleihen, z. B. ein Optionsverhältnis von 2 : 1 bedeutet, dass zum Bezug einer Aktie zwei Optionsscheine benötigt werden. Der Bezugspreis ist der Preis, den der Optionsscheininhaber während der Optionsfrist bei Ausübung der Option für eine Aktie zahlen muss. Ein Bezugspreis von 100,00 EUR bei einem Optionsverhältnis von 2 : 1 bedeutet, dass bei Einreichung von zwei Optionsscheinen 100,00 EUR für den Erwerb einer Aktie bezahlt werden müssen.Zu G: vgl. § 4 des PfandBGZu H: Wandelanleihen räumen dem Gläubiger das Recht ein, die Schuldverschreibungen in Aktien der ausgebenden Gesellschaft zu tauschen. Mit Ausübung des Wandlungsrechts erlischt das Forderungsrecht auf Rückzahlung der Anleihe. Der Gläubiger wird Aktionär.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu!Wertpapiere1 Bundesanleihen 2 öffentliche Pfandbriefe 3 Wandelanleihen 4 OptionsanleihenA Die Wertpapiere werden an der Börse als „volle“ und als „leere“ Stücke gehandelt.B Das Forderungsrecht ist durch Deckungswerte gesichert, die in das für die jeweilige Gattung geführte Deckungsregister eingetragen sind.C Es handelt sich um Gläubigereffekten, die vom Bund emittiert und mit einer festen oder auch variablen Verzinsung mit einer Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren ausgestattet sind.D Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt.E Wenn der Obligationär vom Umtauschrecht Gebrauch macht, erlischt der Anspruch auf Rückzahlung des Nominalbetrages der Anleihe.F In den Anleihebedingungen sind Bezugsverhältnis und Bezugskurs geregelt.G Der jeweilige Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Wertpapiere einer Gattung muss in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Werte von mindestens gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein.H Der Inhaber dieser Wertpapiere kann sein Forderungsrecht in ein Teilhaberrecht umtauschen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

III. Geld- und Vermögensanlage

Die Kundin Iris Baumgarten unterhält bei Ihrem Kreditinstitut eine Festgeldanlage in Höhe von 60.000,00 EUR mit einer Laufzeit von insgesamt 120 Tagen. Nach Ablauf der ersten 30 Tage der Laufzeit werden die Zinssätze für Festgelder um 0,3 % auf 0,8 % p.a. angehoben.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Chapter 2. Grundlagen zu systemrelevanten Finanzinstituten

Systemrisiko ist eine negative Externalität.Zwar sind die Begriffe Systemrisiko und systemisches Risiko bzw. systemic risk nicht gänzlich neu, in den letzten Jahren seit dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise im September 2008 sowie der darauf folgenden Weltwirtschafts- und europäischen Staatsschuldenkrise sind sie allerdings erstmals ins Zentrum des Interesses von Wissenschaft und Praxis gerückt. Systemrisiko, systemisches Risiko bzw. systemic risk werden in der wissenschaftlichen Literatur synonym verwendet.

Jacob Kleinow

Markenerfolg

Wir alle kennen erfolgreiche Marken. Aber wie kommt eine Marke dahin, dass fast alle Menschen sie kennen und begehrenswert finden? Können alle Marken erfolgreich sein? Ist Markenerfolg planbar?Zunächst beschäftigen wir uns mit der Frage, ob das verfügbare Budget der entscheidende Erfolgsfaktor einer Marke ist. Oder gibt es auch alternative, clevere Wege, um den Nachteil eines kleinen Budgets zu kompensieren? Antworten gibt Irrtum 8.In Irrtum 9 beschäftigen wir uns mit der Annahme, dass Markenerfolg nicht planbar ist. Markenentwicklung ist keine exakte Wissenschaft, trotzdem gibt es heute verfügbares Wissen darüber, wie Marken sich erfolgreich entwickeln, und entsprechende Steuerungsinstrumente, die helfen können, Marken positiv zu entwickeln.Was ist eigentlich der Grund, wenn Marken scheitern? Ist die Konkurrenz schuld? Oder gibt es noch andere, wichtigere Gründe, warum manche ehemals erfolgreiche Marken scheitern und von der Bildfläche verschwinden. Antworten gibt Irrtum 10.

Uwe Munzinger

5. Werte – die Grundlagen ökonomischer Wertschöpfung

Dass werteorientierte Unternehmensführung ein Wertschöpfungsprozess ist, ist in den vorangegangenen Kapiteln ausführlich herausgestellt worden. Nun gilt es, die ökonomische Logik freizulegen, dass Werte die Grundlage ökonomischer Wertschöpfung bilden. Bevor sie in ihrem vollen Umfang dargestellt werden kann, ist jedoch nochmals auf die bisher dargestellten Praxisbeispiele einzugehen. Aus ihnen wird ersichtlich, dass werteorientierte Unternehmensführung vorrangig in eigentümergeführten Unternehmen umgesetzt wird und dass es prinzipielle Hürden gäbe, die gleichen Prozesse in börsennotierten Unternehmen zu verankern. Hinter dieser berechtigten Vorstellung steht die Einsicht, dass, anders als bei Familienunternehmen, die zumeist in Generationen und nicht nur in Quartalen denken, börsennotierte Unternehmen in einem Käfig kurzfristiger Reportings und Entscheidungszwänge gefangen sind. Hierdurch wird ihnen scheinbar der Raum für eine langfristige Ausrichtung genommen. Dass börsennotierte Unternehmen oft in kurzfristigen Denk- und Handlungsmustern gefangen bleiben, zeigen die Analysen von Jim Collins. In seinen Untersuchungen arbeitete er eindrücklich heraus, dass die wirklich exzellenten Unternehmen ihre Vormachtstellung über viele Jahre nur deshalb absichern konnten, weil sie konsequent durch eine langfristig ausgelegte Unternehmenskultur getragen werden.

Dr. Friedrich Glauner

3. Das Urteil des EuGH vom 9. Oktober 2014 in der Rs. C-326/12, Rita und Patrick van Caster

Die Regelung der Pauschalbesteuerung des § 6 InvStG wurde verfassungs‐ wie europarechtlichen Zweifeln ausgesetzt, auch wenn diese als im Vergleich zu § 18 Abs. 3 AuslInvestmG als „abgemildert“ bezeichnet werden kann. Die Praxis hat nämlich gezeigt, dass die pauschalen Werte des § 6 InvStG meist sehr viel höher sind als die tatsächlichen Erträge. In der Literatur und Rechtspraxis wurde diese Gesetzesregelung seit ihrer Einführung im Jahr 2004 heftig kritisiert, weil nur überwiegend ausländische Fonds betroffen waren und § 6 InvStG dazu führen kann, deutsche Anleger von der Anlage in ausländische Investmentfonds abzuhalten.Während das FG Hamburg und das FG Berlin Brandenburg im Ergebnis von der Europarechtskonformität der Regelung des § 6 InvStG ausgegangen sind, sah sich das FG Düsseldorf veranlasst, dem EuGH die Frage nach der Vereinbarkeit der Pauschalbesteuerung mit dem Unionsrecht zur Vorabentscheidung vorzulegen. Das entsprechende EuGH‐Urteil in der Rs. C‐326/12 gilt es nachfolgend zu untersuchen.Im Einzelnen ging es um die Frage der Pauschalbesteuerung von Anteilen an ausländischen thesaurierenden Investmentfonds, welche von im Inland unbeschränkt steuerpflichtigen Klägern in einem belgischen Bankdepot gehalten wurden. Von 2003 an wurden die Erträge aus diesen Kapitalanlagen für die Kläger gesondert und einheitlich festgestellt und ihnen jeweils hälftig zugerechnet.

Johannes Höring

2. Die rechtlichen Grundlagen der Pauschalbesteuerung

Dem InvStG liegt der Gedanke zugrunde, dass es für den Investor in steuerlicher Hinsicht keinen Unterschied machen soll, ob er direkt in die vom Investmentfonds gehaltenen Vermögensgegenstände oder in den Investmentfonds selbst investiert. Zur Realisierung wird das sogenannte „eingeschränkte Transparenzprinzip“ herangezogen.Der Besteuerung unterliegt nicht das Sondervermögen selbst, vielmehr sollen die vom Investmentfonds erzielten Erträge dem Anleger zugewiesen werden. Das Transparenzprinzip kommt allerdings nur zum Tragen, wenn das InvStG es ausdrücklich anordnet.Hinzuzufügen ist, dass das im InvStG verankerte Transparenzprinzip nicht identisch mit dem etwa für Personengesellschaften geltenden Transparenzprinzip ist. § 2 Abs. 1 Satz 1 InvStG qualifiziert die Erträge aus Investmentfonds um. Das heißt, die verwirklichte Einkunftsart auf Anlegerebene ist unabhängig davon, welchen Einkunftsarten die Erträge auf Ebene des Investmentfonds zugeordnet wurden.Das Transparenzprinzip kann nur umgesetzt werden, wenn die Investmentgesellschaften die nach § 5 Abs. 1 InvStG für die Besteuerung der Anleger notwendigen Daten bekannt machen.Infolgedessen kennt das InvStG drei Besteuerungssysteme, deren Anwendung davon abhängig ist, ob der Investmentfonds als transparent, semitransparent oder intransparent einzustufen ist.

Johannes Höring

3. Theorien zu Unternehmensübernahmen

In diesem Abschnitt stehen die ökonomischen und betriebswirtschaftlichen Theorien sowie (angelsächsische) „Managementphilosophien“ mit ihren Beiträgen zur Strategiediskussion im Hinblick auf Kooperationen und Akquisitionen im Mittelpunkt. Diese Diskussion verfolgt seit Ende des letzten Jahrhunderts unterschiedliche Schwerpunkte, die aber immer direkte Auswirkungen auf die Unternehmensverfassung bzw. auf die Organisation hinsichtlich der Diversifikation und Konzentration hatten. Damit stehen auch immer Entscheidungen über den Umfang, über die Dimensionierung des Geschäftes und seine Diversifikation selbst im Zentrum der strategischen Analyse.

Stephan A. Jansen

Integratives Fondsmanagement mit Systemunterstützung

Die Bündelung aller Fondsmanagementfunktionen eines deutschen Immobilienfonds in einer spezialisierten Organisationseinheit war Anstoß für eine grundlegende Anpassung der bisherigen Prozess- und Systemlandschaft. Dieser Transformationsprozess erstreckte sich über mehrere Jahre und wurde durch spezifische Projekte mit Fokus auf einzelne Komponenten des Fondsmanagement geprägt. Im Ergebnis wurden sowohl die Prozesse als auch die IT-Systeme von einem starken Immobilienmanagementbezug um eine Fonds- und Portfoliomanagementausrichtung ergänzt.In diesem Beitrag werden die wesentlichen Ergebnisse und Entscheidungsdeterminanten dieser mehrjährigen Transformation dargestellt. Ausgehend von dem grundsätzlichen Steuerungskonzept und dessen organisatorischen Aufhängung wird die konkrete Ausgestaltung in ausgewählten Kernprozessen und davon abgeleiteten Unterstützungsprozessen dargestellt. In der daran anschließenden Skizzierung soll dargelegt werden, wie durch eine sinnvolle Integration der Prozesse das Steuerungskonzept effizient und gerade in den Prozessübergängen ohne Reibungsverluste ausgestaltet werden kann.Der abschließende Part beschäftigt sich mit der konkreten Ausprägung der IT-Systemlandschaft, die sich – den fachlichen Prozessen folgend – aus dieser Transformation heraus gestaltet wurde.

Patrick Hanßmann, Kai Kolboom, Rolf Kollmannsperger

7. Risikomanagement

Das Risikomanagement ist als Summe aller organisatorischen Maßnahmen zur Risikoerkennung und dem Umgang mit erkannten Risiken zu definieren. Hierzu zählen die Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -überwachung sowie die Bewältigung von eingetretenen Risiken. Ziel ist es, den Fortbestand der Organisation, die Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse und die Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen. Unter einem ganzheitlichen Risikomanagement im Kontext der Immobilienwirtschaft ist die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen innerhalb des Immobilienlebenszyklus, die der Identifizierung, Systematisierung, Bewertung sowie der gezielten Steuerung und Kontrolle von Risikosituationen, die mit immobilienwirtschaftlichen Entscheidungen verbunden sind, zu verstehen. Ziele sind es, durch einen frühzeitigen Umgang mit Immobilienrisiken, Risikokosten zu senken und den Wert des Immobilienportfolios nachhaltig zu erhöhen. Zusammenfassend wird in diesem Kapitel u. a. der Risikomanagement-Prozess, das Risikoreporting und die Risikotragfähigkeit dargestellt und der Ablauf in den einzelnen Prozessschritten mit einer Vielzahl von Beispielen erläutert.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, Dr.-Ing. Lars Bernhard Schöne

8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Kapital steueroptimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

6. Zur Absicherung und Vorsorge: Versicherungen und Steuervorteile

In diesem Kapitel werden vor allem Anlage-, Absicherungs- und Vorsorgeprodukte wie die klassische Lebensversicherung, die Direktversicherung und die fondsgebundene Lebensversicherung, besonders unter Rendite- und Risikogesichtspunkten sowie vor dem Hintergrund der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer behandelt.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

4. Anlagen in Investmentfonds

Im ersten Halbjahr 2015 ist nach Angaben des Deutschen Fondsverbands BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. das verwaltete Vermögen in Fonds um 8 Prozent auf 2,6 Billionen Euro gestiegen. Anlagen in Investmentfonds sind unter privaten sowie institutionellen Anlegern eine sehr beliebte Anlageform, die zahlreiche Vorteile und einige Nachteile aufweist.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Commerzbank AG

Commerzbank AG was formed in 1958 by the re-merger of the post-war successor institutions of the Commerz-und Disconto-Bank in Hamburg (formed 1870). Since 1980 all departments have been centralized in Frankfurt. Commerzbank AG is owned by a broad basis of shareholders. It offers commercial and investment banking activities to both retail and wholesale customers as well as private banking services to individuals. Through subsidiaries the bank is also engaged in other banking activities such as mortgage lending, leading, hire-purchase finance, etc.

Commerzbank AG

31. Current and Future Challenges Faced by Asset Managers

With few exceptions, asset managers emerged from the recent financial turbulence with their reputations among clients severely tested.1 Many failed to protect their investors against the broad market decline and increased volatility that accompanied the crisis. Others sold investors financial products they themselves clearly failed to understand — and could not explain adequately to clients — while several major funds locked in their customers to prevent redemptions in disorderly markets. Still others failed in key areas of due diligence and risk management.

Stephen J. Brown

5. Hedonic Analysis of German Office Rents

This chapter presents the main empirical analysis and the nucleus of this thesis. Following a brief description of the data provider and database structure, an univariate analysis is presented, shedding light on the characteristics and problems of the employed variables. Thereafter, the most important steps undertaken in the data-mining process are explained. In particular, the problems of missing values and the strategies for solving this issue are explained in detail. Because the choice of the hedonic function is an empirical rather than a theoretical question, the second part of this chapter involves the analysis and interpretation of different hedonic functions.

Dr. Simon Kempf

Der Einsatz des Good Bank-/ Bad Bank-Modells

Eine Erfolgsstrategie bei der Restrukturierung der Dresdner Bank

Seit 1980 hat es nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds in über 130 Ländern Bankenkrisen als Folge sich auftürmender Non-Performing Assets gegeben. Dabei hat sich das Good Bank-/ Bad Bank-Modell

376

als wichtige und erfolgreiche Strategie zur Krisenbewältigung herausgebildet und etabliert. In größerem Umfang kam es erstmals Mitte der 80er Jahre in den Vereinigten Staaten bei der schweren Krise des amerikanischen Sparkassensystems zum Einsatz

377

, später in unterschiedlichen Ausprägungen u. a. in Japan, Südkorea und Skandinavien. In Deutschland hat die Dresdner Bank die Rolle des Vorreiters übernommen, als sie mit der IRU, der Institutional Restructuring Unit, eine eigene Bad Bank für ihre Non-Performing Loans (NPLs) und andere Non-Strategic Loans (NSLs) etablierte.

Jan E. Kvarnströem, Dr. Birger Ortwein

5.. Besteuerung ausgewählter Anlageklassen der traditionellen Kapitalanlage

Aufbauend auf den in den vorangegangenen Kapiteln dargestellten allgemeinen Besteuerungsgrundsätzen wird im Folgenden die Besteuerung ausgewählter Anlageklassen der klassischen Kapitalanlage dargestellt.

3.. Timberland — eine attraktive grüne Investition

Im ersten Teil wurden die Strukturen und Trends der Holzverarbeitung für industrielle Zwecke eingehend erläutert und die vielfältige Nutzung von Holz dargelegt. Die Nachfrage nach Holz wird vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung und dem Ressourcenbedarf der aufstrebenden Volkswirtschaften namentlich in Asien und Osteuropa weiter ansteigen. Zur Befriedigung der Holznachfrage sind angesichts der Verknappung von optimalen Agrar- bzw. Forstanbauflächen hochproduktive Plantagen notwendig, welche gleichzeitig zur Schonung der verbliebenen natürlichen Wälder beitragen. Noch vor einigen Jahrzehnten besassen und betrieben hauptsächlich vermögende Privatpersonen, staatliche Körperschaften und die holzverarbeitenden Unternehmen industriell genutzte Wälder und Plantagen. Mit den institutionellen Anlegern ist seit einigen Jahren eine neue Besitzerkategorie hinzugekommen.

§ 6. Besteuerung von Investmentfonds

Dieses Kapital beschäftigt sich mit der steuerlichen Behandlung der offenen Investmentfonds, insbesondere auf Seiten der Anleger. Keine Berücksichtigung finden die sog. geschlossenen Fonds. Die Besteuerung von Investmentfonds wurde durch das Investmentmodernisierungsgesetz ab 2004 neu gergelt.

1

Das Kapitalanlagegesellschaftengesetz und das Auslandsinvestmentgesetz wurden im Investmentgesetz (zivilrechtliche Regelungen) und Investment steuergesetz (steuerliche Regelungen) zusammengefasst.

De. Lösungen

I.. Begriffsbestimmungen und -abgrenzungen

Den Gegenstand der Untersuchung bilden Aktiengesellschaften im Sinne von § 1 AktG, die am Kapitalmarkt notiert sind.

39

Eine Gesellschaft gilt als kapitalmarktnotiert oder synonym als kapitalmarktorientiert

40

, wenn sie mit Wertpapieren nach § 2 Abs. 1 S. 1 WpHG

41

einen organisierten Kapitalmarkt im Sinne des § 2 Abs. 5 WpHG

42

in Anspruch nimmt. Die Menge der kapitalmarktnotierten Gesellschaften beinhaltet demnach auch die börsennotierten Aktiengesellschaften nach § 3 Abs. 2 AktG. Der Begriff „organisierter Markt“ nach § 2 Abs. 5 WpHG entspricht dem Begriff „geregelter Markt“ in der IAS-Verordnung bzw. der Transparenz-Richtlinie.

43

In Deutschland fallen unter den „geregelten Markt“ im Sinne der genannten europäischen Richtlinien der Amtliche Handel

44

und der Geregelte Markt

45

, weshalb dieser europäische Ausdruck dem des organisierten Markts nach § 2 Abs. 5 WpHG entspricht.

46

Als wichtigster Markt ist in Deutschland die Frankfurter Wertpapierbörse zu nennen, die insbesondere durch die Segmentierung der Deutschen Börse AG in den Prime und General Standard gekennzeichnet ist.

47

Der Begriff Kapitalmarktorientierung im Sinne der LAS-Verordnung und Transparenz-Richtlinie stimmt hinsichtlich des Umfangs für den Handel mit Wertpapieren nach § 2 Abs. 1 WpHG mit dem in der Bearbeitung verwendeten Begriff Kapitalmarktnotierung überein. Dabei wird im Rahmen der Bearbeitung davon ausgegangen, dass die Kapitalmarktnotierung mindestens vom Mutterunternehmen erfüllt wird.

48

2.. Die Tourismuswirtschaft

Die Tourismuswirtschaft umfasst alle Unternehmungen, die mit der Erstellung von touristischen Leistungen befasst sind. Diese können im Zusammenhang mit der Reiseplanung, der Reisevermittlung, der Reiseorganisation, der Beförderung oder der Unterbringung stehen.

Einzelhandelsimmobilien im Ratingansatz für Offene Immobilienpublikumsfonds

Nachdem die Offenen Immobilienpublikumsfonds in den vergangenen Jahren ihren deutlichen Investitionsschwerpunkt im Bürosektor hatten, beginnt die Branche — nach vorangeschrittener Diversifizierung in Bezug auf die geografische Allokation — nun auch bezüglich der Nutzungsarten breiter zu diversifizieren. Das Gros der Portfolios wird auch weiterhin einen Schwerpunkt im Bürosektor aufweisen. Der Einzelhandelssektor wird jedoch weiter an Bedeutung gewinnen. In diese Nutzungsart hat das Fondsmanagement verstärkt Erwerbe für die Portfolios getätigt. Insbesondere hochwertige Einzelhandelsimmobilien an attraktiven Standorten sind im Blickfeld der Kapitalanlagegesellschaften.

Sonja Knorr

Kapitel 6. Wachstumsorientierte Bewertung

Im vorangegangenen Kapitel wurde das Modell der wachstumsorientierten Portfolio planung vorgestellt. Dabei wählt der Entscheider ein Portfolio, das seinen Wachstums-präferenzen entspricht. Gegenüber der Nutzenmaximierung hat dies den Vorteil, dass es dem Entscheider im Allgemeinen einfacher gelingt, Wachstumsvorgaben für den Portfoliowert zu formulieren als eine Nutzenfunktion anzugeben, mit der jede beliebige Zahlung bewertet werden kann.

3. Objektbezogene Finanzierungen

Das nachfolgende Kapitel zu den objektbezogenen Finanzierungen ist wie folgt untergliedert. Zunächst werden die Mobilien behandelt, da ein großer Teil der Maschinen sowie Schalung und Rüstung bei den Baufirmen angemietet ist. Dieser Umstand hängt häufig mit den Restwertrisiken, den Transportkosten der eigenen Maschinen und dem Faktor Zeit zusammen. Anschließend wird der Bereich der Immobilien betrachtet, dem wegen der längerfristigen Auftragsfinanzierung beispielsweise für Bauträger besondere Bedeutung zukommt. Die Infrastruktur wird am Schluss des Kapitels betrachtet, da sie sich aus Komponenten von Mobilien (Betriebsvorrichtung) und Immobilien zusammensetzt und daher auf den beiden vorangegangenen Unterkapiteln aufbaut.

3. Theorien zur Erklärung von Unternehmenszusammenschlüssen

Unternehmenszusammenschlüsse finden nicht um ihrer selbst willen statt, sondern erfolgen aufgrund von

Motiven/Zielen

213

; diese beschreiben, was die Partner damit erreichen möchten bzw. sie erklären umgekehrt, warum ein Zusammenschluss überhaupt getätigt wurde. Neben der Begründung für das Zustandekommen von Zusammenschlüssen liefern sie gleichzeitig den konzeptionellen Rahmen, um deren Erfolgspotenziale zu beurteilen, es existiert m. a. W. eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen den eventuellen Effekten von Zusammenschlüssen und deren „Driving Forces“.

214

2. Investmentfonds als Kapitalanlage

Der Begriff „Investmentfonds“

1)

ist im finanzwirtschaftlichen Schrifttum und im allgemeinen Sprachgebrauch der kapitalmarktorientierten Investoren ein gängiger Terminus. Die Begriffsauslegung ist aber keineswegs einheitlich, denn bis vor kurzem fehlte es an einer Legaldefinition in der deutschen Gesetzgebung.

2)

Mit dem am 01. Januar 2004 in Kraft getretenen „Gesetz zur Modernisierung des Investmentwesens und zur Besteuerung von Investmentvermögen“ (kurz: „Investmentmodernisierungsgesetz“) hat der Gesetzgeber erstmals eine Begriffsdefinition eingeführt und so für Klarheit gesorgt. Nach § 2 Abs. 1 InvG sind Investmentfonds „von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltete Publikums-Sondervermögen nach den Anforderungen der Richtlinie 85/611/EWG... und sonstige Publikumsoder SpezialSondervermögen“. Der Begriff „Investmentfonds“ ist dementsprechend eine Sammelbezeichnung für sämtliche Formen von Sondervermögen nach dem Investmentgesetz.

3)

2. Theoretische Grundlagen der Untersuchung

Ziel dieses Abschnitts ist es, einen Überblick zu wichtigen empirischen Studien zu geben, die den Zusammenhang der

Höhe und Struktur von Produktvielfalt

in der Entscheidungssituation und im

Kaufverhalten

sowie Auswirkungen auf

nachgelagerte Konstrukte

, wie beispielsweise die Zufriedenheit mit dem Kaufprozess zum Untersuchungsgegenstand hatten. Die Darstellung erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll vielmehr die Existenz empirischer Hinweise aufzeigen, welche die zentrale Hypothese dieser Arbeit stützen, dass Konsumenten mit hoher Auswahlvielfalt nicht nur positive (Nutzen) sondern auch negative (Kosten) Aspekte verbinden.

A. Einführung

Die Anwendung internationaler Rechnungslegungsvorschriften wie die der International Financial Reporting Standards (IFRS)

1

ist für deutsche kapitalmarktorientierte Unternehmen bereits seit 1998 durch die Verabschiedung des § 292a HGB im Konzernabschluss befreiend möglich und mittlerweile auch gängige Praxis.

2

Vornehmliche Motivation dieser Unternehmen zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsgrundsätze ist die stärkere Orientierung an den veränderten Informationsinteressen der Abschlussadressaten, vor allem der Investoren.

3

Besonders wirtschaftliche Entwicklungen wie die Globalisierung der Kapitalmärkte, die Internationalisierung des Geschäftsverkehrs sowie angestrebte Aktiennotierungen an ausländischen Wertpapierbörsen tragen zu dieser internationalen Ausrichtung der Rechnungslegung deutscher kapitalmarktorientierter Unternehmen bei.

4

Wenig ändern wird sich für diese Unternehmen daher durch die EU-Verordnung vom 19. Juli 2002 „betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards“, die ab 2005 europaweit eine verpflichtende Anwendung der IFRS im Konzernabschluss für alle kapitalmarktorientierten Unternehmen vorsieht,

5

deren Wertpapiere am jeweiligen Bilanzstichtag in einem beliebigen Mitgliedstaat zum Handel in einem geregelten Markt zugelassen sind.

3. Explorative Entwicklung eines integrierten Erklärungsmodells für das innengerichtete Markenmanagement

Zur Generierung des später empirisch zu überprüfenden Erklärungsmodells wurden neben der intensiven Auseinandersetzung mit der relevanten bisherigen Forschung ausführliche, ein- bis zweistündige

Interviews mit Experten

geführt. Dies war notwendig, da wie vorstehend dargestellt noch kein zufriedenstellender theoretischer Totalansatz existiert, der übernommen werden kann. Die Experteninterviews dienten dementsprechend der Exploration,

254

d. h. der Entwicklung eines Hypothesenmodells, das die als relevant angenommenen Variablen, ihre Operationalisierung und ihre vermuteten Beziehungen enthält. Die elf

semi-strukturierten Gespräche

basierten auf einem Fragenkatalog,

255

der auf Grundlage des in 2.2.3. dargestellten groben Bezugsrahmens entwickelt wurde und der als Leitfaden für die Interviews diente.

Schnell

/HNI/

Esser

sprechen daher in diesem Fall von „Leitfadengesprächen“. Sie halten sie für besonders geeignet zur Hypothesenentwicklung, da durch die offene Gesprächsführung und die Erweiterung von Antwortspielräumen ein Einblick in die Relevanzstrukturen und Erfahrungshintergründe der Befragten gewonnen werden kann.

256

5. Ermittlung eines Unternehmenswertes von Sparkassen auf Basis des Ertragswertverfahrens

Die vorherigen Ausführungen über die Prognoseverfahren haben gezeigt, dass Prognosen immer auf der Auswertung der aus der Vergangenheit gewonnenen Erkenntnisse basieren. Aus diesem Grund ist die Vergangenheitsanalyse für die Prognose der künftigen Entwicklung der Sparkassen von hoher Bedeutung. Die Literatur ist einhellig der Meinung, dass die Vergangenheitsanalyse „zu den unangefochtenen Bewertungsgrundsätzen“

341

zählt. Es liegt auch kein Verstoß gegen die Zukunftsorientierung vor, da die gewonnenen Erkenntnisse nicht unreflektiert auf die Zukunft übertragen werden dürfen.

342

§ 4. Besteuerung von Investmentfonds

Investmentfonds sind von einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG oder Investmentgesellschaft) verwaltete Publikums-Sondervermögen nach den Anforderungen der EU-Richtlinie zur „Koordinierung der Rechts-und Verwaltungsvorschriften betreffend bestimmte Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) und sonstige Publikums-oder (Spezial-) Sondervermögen“. Das Sondervermögen eines Investmentfonds ist nach dem allgemeinen Grundsatz der Risikomischung und gemäß den vertraglich festgelegten Anlagegrundsätzen der jeweiligen Investmentgesellschaft in bestimmte Vermögensgegenstände angelegt, insbesondere:

Wertpapiere

Geldmarktinstrumente

Derivate

Bankguthaben

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und vergleichbare Rechte nach dem Recht anderer Staaten (Immobilien)

Beteiligungen an Gesellschaft en, die nach dem Gesellschaft svertrag oder der Satzung nur Immobilien sowie die zur Bewirtschaft ung der Immobilien erforderlichen Gegenstände erwerben dürfen (Immobilien- Gesellschaft en)

Anteile an Investmentvermögen nach bestimmten Maßgaben

für bestimmte inländische und ausländische Investmentvermögen als weitere Vermögensgegenstände Edelmetalle, Terminkontrakte zu Waren, die an organisierten Märkten gehandelt werden, und Unternehmensbeteiligungen, wenn deren Verkehrswert ermittelt werden kann.

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