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About this book

Die Publikation möchte empirische Daten liefern, wie interessiert Jugendliche an Politik sind und ob bzw. inwiefern sich die Verbindung von Demokratie-Lernen und Projektunterricht auf das Interesse an Politik, auf politische Motivation und Handlungsbereitschaft von Schülerinnen auswirken. Der erste Teil dieses Bandes ist das Ergebnis einer Interventionsstudie. Der zweite Beitrag nimmt die Perspektive der Lehrerinnen und Lehrer ein, die ein politikvernetztes Projekt durchgeführt haben und sowohl die Veränderung des Politikinteresses als auch der politischen Motivation und Handlungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler einschätzen. Der Beitrag soll zeigen, ob eine Intervention, die sowohl Demokratie und Politik auf der Mikroebene wie auch auf der Makroebene einbezieht, aus Sicht von Lehrpersonen, die ein solches Projekt durchgeführt hatten, sinnvoll ist.

Table of Contents

Frontmatter

1. Projektunterricht, Politik und Demokratie. Annäherungen an vernetzte Strukturen

Zusammenfassung
Demokraten werden nicht geboren, Demokratie wird nicht vererbt, sondern muss gelebt und gelernt werden. Es zählt zur Aufgabe der Schule, Demokratie erfahrbar- und erlebbar zu machen und Partizipationsprozesse zu ermöglichen.
Volker Reinhardt

Grundlagen der politikvernetzten Projektarbeit

Frontmatter

2. Theoretischer Hintergrund

Zusammenfassung
Projektorientiertes Arbeiten reicht bis in das 18. Jahrhundert in Frankreich zurück, wo Architekturwettbewerbe für Studierende als „projets“ bezeichnet wurden, in denen sie selbstständig Pläne und Entwürfe für kleinere Bauvorhaben anzufertigen hatten. In der Schule tauchte der Projektbegriff zum ersten Mal am Ende des 19. Jahrhunderts in Nordamerika auf, nun sollten die Schülerinnen und Schüler aber nicht nur einen Plan anfertigen, sondern sich auch ganz konkret mit dessen Realisierung beschäftigen. Allerdings war zu dieser Zeit die Projektorientierung beschränkt auf technische Arbeiten, wie das Tischlern von Regalen oder das Bauen von Motoren. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die amerikanische Schulpädagogik bzw. die Erziehungsphilosophie den Projektgedanken auf und es entstand recht schnell eine ganze Projektbewegung. Alles konnte zu einem Projekt werden, es gab technische, praktische, soziale und künstlerische Varianten, so dass Diskussion nach einer terminologischen Klärung bzw. einer Theorie verlangte. Einig war man sich, dass das Projekt eine Methode des praktischen Problemlösens darstellte, die sich durch drei immer wiederkehrende Merkmalsausprägungen auszeichnete:
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

Einschätzungen von Schülerinnen und Schülern zu ihrem Politik-Interesse und Identifikation von Gruppen mit unterschiedlichem Politik-Interesse

Frontmatter

3. Einführung und Fragestellungen

Zusammenfassung
Die Fragestellung für diesen Teil II lautet, wie interessiert Sekundarstufenschülerinnen und -schüler an Politik sind. Dieser Hauptfragestellung soll zuerst einmal nachgegangen werden, in dem die Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Politik-Einzelaspekten deskriptiv dargestellt werden (s. Kap. 3.1 Einschätzung des Interesses an Politik). Diese deskriptiven Befunde sollen weiterführend analysiert werden, indem die Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler bezüglich Interesse an Politik miteinander verglichen werden, um zu überprüfen, ob sich unter den Schülerinnen und Schülern „Politik-Interessens-Typen“ bilden lassen (s. Kap. 3.2 Gruppen, die sich hinsichtlich Interesse an Politik voneinander unterschieden), d. h. es soll die Frage beantwortet werden, ob sich Gruppen von Schülerinnen und Schülern identifizieren lassen, bei denen innerhalb einer Gruppe möglichst ähnliche Ausprägungen bezüglich Politik-Interesse bestehen, die sich jedoch gegenüber den anderen identifizierten Gruppen unterscheiden.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

4. Methode

Zusammenfassung
Die Stichprobe besteht aus 310 Schülerinnen und Schülern aus insgesamt 15 Sekundarschulklassen von insgesamt 13 Gemeinden der Zentralschweiz und einer Gemeinde des Kantons Zürich. Die 15 beteiligten Lehrpersonen waren im Jahre 2007 im SL-Studiengang der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern eingeschrieben. Diese Lehrerinnen und Lehrer verfügen alle über einen Primarlehrerinnen- und -Lehrerabschluss oder über ein Diplom als Fachgruppenlehrkraft (Hauswirtschaft, Handarbeit, Sport, Musik) und erwerben sich durch eine Zusatzausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern einen Mastertitel und ein Lehrdiplom als Stufenlehrperson der Sekundarstufe I. Das Lehrdiplom berechtigt zum Unterrichten in den gewählten vier Fächern an Klassen der Sekundarstufe I in der ganzen Schweiz. Diese Lehrpersonen gehen dabei teilzeitlich einer Unterrichtstätigkeit an einer Oberstufe nach (empfohlen max. 50 %-Pensum) und studieren daneben an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern. Mit einem Studienumfang von 170–210 ECTS-Punkte erwerben sie das Lehrdiplom als Stufenlehrperson der Sekundarstufe I. Diese Studierenden mussten im Rahmen zweier Modulanlässe der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern mit ihren Oberstufenklassen, die sie bereits unterrichten, „politikvernetzte Projekte“ oder „Projekte ohne Bezug“ durchführen. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen bildeten die Stichprobe.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

5. Ergebnisse

Zusammenfassung
Zunächst sollen die Ergebnisse zur Frage, wie die Schülerinnen und Schüler ihr Interesse zu verschiedenen Politik-Bereichen einschätzen (Fragestellung 1), aufgeführt werden.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

6. Diskussion

Zusammenfassung
In diesem Teil II „Einschätzungen von Schülerinnen und Schülern zu ihrem Politik-Interesse und Identifikation von Gruppen mit unterschiedlichem Politik-Interesse“ wurde das Ausmaß des Interesses von Jugendlichen an Politik untersucht und anschließend untersucht, ob Gruppen von Schülerinnen und Schülern identifiziert werden können, die sich hinsichtlich Interesse an Politik unterscheiden. Die Befunde zu diesen Fragestellungen werden nachfolgend für jede Fragestellung separat diskutiert.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

Veränderung des Interesses an Politik durch politikvernetzte Projektarbeit

Frontmatter

7. Einführung und Fragestellungen

Zusammenfassung
Aufgrund der v. a. in Kap. 2.5 aufgeführten Überlegungen wird davon ausgegangen, dass eine politik- und demokratievernetzte Projektarbeit positive Auswirkungen auf das „politische Interesse“, die „politische Motivation“ und die „politische Handlungsbereitschaft“ von Schülerinnen und Schüler haben könnte. In diesem Teil III „Veränderung des Interesses an Politik durch politikvernetzte Projektarbeit“ soll der Frage nachgegangen werden, ob sich bei Sekundarstufenschülerinnen und -schülern, welche ein politikvernetztes Projekt durchgeführt haben, die erwarteten positiven Auswirkungen tatsächlich auch zeigen.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

8. Methode

Zusammenfassung
Die in Teil II beschriebene Untersuchung bildet die Grundlage der in diesem Teil III folgenden Studie: Die Stichprobe, die Erhebungsinstrumente und die Durchführung der Erhebung ist für diesen Teil III weitgehend mit Teil II identisch. Der Hauptunterschied besteht vor allem darin, dass der Fragebogen nicht nur ein einziges Mal, sondern ein zweites Mal nach der Durchführung der Projekte eingesetzt wurde. Deshalb werden in diesem Kap. 8 nur noch zusätzliche, neue Informationen aufgeführt. Ansonsten wird auf das Kap. 4 „Methode“ des Teils II verwiesen.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

9. Ergebnisse

Zusammenfassung
In diesem Kapitel ist aufgeführt, ob sich die erwarteten positiven Auswirkungen (Erhöhung des Interesses bei Sekundarstufenschülerinnen und -schülern, welche ein politikvernetztes Projekt durchgeführt haben) tatsächlich auch feststellen lassen – im Gegensatz zur Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die ein Projekt ohne Bezug zur Politik durchgeführt haben.
Jürg Aeppli, Volker Reinhardt

„Sehr gut an dieser Methode finde ich das laufende Reflektieren.“ Lehrerinnen und Lehrer beurteilen politikvernetzte Projektarbeit

Frontmatter

10. Erfahrungen von Lehrpersonen der Sekundarstufe I

Zusammenfassung
In diesem vierten Teil der Studie werden die Erfahrungen der am politikvernetzten Projekt beteiligten Lehrpersonen festgehalten. Einerseits sollten die Lehrpersonen ihre Einstellung zur politischen Bildung auf der Sekundarstufe, zur projektorientierten politischen Bildung und ihr eigenes Interesse an politischer Bildung wieder geben. Andererseits sollten sie aber auch das Interesse der Klasse und den Kompetenzgewinn ihrer Klasse hinsichtlich politischer Bildung einschätzen. Darüber hinaus sollten die am Projekt beteiligten Lehrpersonen den Ansatz der politikvernetzten Projektarbeit aufgrund der gemachten Erfahrungen beurteilen, Schwierigkeiten bei der Durchführung der Projekte auflisten und von ihren gewonnenen Erfahrungen bezüglich Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung solcher Projekte berichten. Die Ergebnisse der werden nun in vorliegender Gesamtzusammenstellung mit den quantitativen Auswertungen präsentiert und bewertet.
Volker Reinhardt

11. Politik und Projektarbeit: Widersprüchliche empirische Ergebnisse? Ein Fazit

Zusammenfassung
Mit den vorliegenden beiden Studien wurde zum ersten Mal die Wirkung von politikvernetzter Projektarbeit empirisch untersucht. Es gibt eine Unmenge von didaktischen Modellen, Konzeptionen und Lehr-/Lernformen in der Politikdidaktik, wovon allerdings die wenigsten bisher auf ihr Wirkung analysiert wurden. Es werden von verschiedenen Seiten unterschiedliche Lehr-/Lernformen postuliert und gegeneinander abgegrenzt, ohne deren Auswirkungen, beispielsweise in Bezug auf Kompetenzaufbau, Wissenszunahme oder Veränderung des Politik-Interesses von Schülerinnen und Schülern, zu erheben.
Volker Reinhardt

Backmatter

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