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21-06-2021 | Kapitalmarkt | Nachricht | Article

Aktien, Rohstoffe und Immobilien führen die Hitliste an

Author: Angelika Breinich-Schilly

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Welche Geldanlage verspricht in den kommenden Monaten das beste Rendite-Risiko-Profil? In einer Umfrage unter Finanzanalysten kommen Aktien und Rohstoffe besonders gut weg, Kryptowerte und konventionelle Staatsanleihen dagegen nicht.

Die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland prognostiziert eine Inflationsrate im Jahr 2021 von rund 2,4 Prozent. Für das kommende Jahr wird sie mit 1,7 Prozent angegeben. Das Konjunkturgutachten für die weltweite, die europäische sowie die deutsche Wirtschaft wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie von einer Projektgruppe durchgeführt. Vor dem Hintergrund dieser Prognose sowie den weiterhin mageren Zinserträgen bei Sparbüchern und anderen konservativen Geldanlagen fallen die Aussichten für die unterschiedlichen Anlageklassen in den kommenden sechs Monaten uneinheitlich aus. 

Eine Sonderfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests, an dem sich rund 160 Finanzmarktexperten im Juni 2021 beteiligt haben, zeigt, dass sich Investitionen in Aktien, Rohstoffen oder Immobilien lohnen. Für die ersten beiden Anlageklassen geben 77 Prozent beziehungsweise 75 Prozent der Analysten eine positive Prognose für die kommenden sechs Monate. Für Immobilien als Geldanlage sprechen sich immerhin 67 Prozent aus. 

Kryptowährungen und Staatsanleihen lohnen nicht

Dagegen werden sich Kryptowährungen und konventionelle Staatsanleihen im kommenden Halbjahr deutlich negativ entwicklen, so die Meinung vieler Experten. Das Digitalgeld ist für 73 Prozent der Befragten "keine lohnenswerte Anlage". Für Staatsanleihen geben 86 Prozent und für Unternehmensanleihen immerhin 56 Prozent im Rendite-Risiko-Portfolio eine negativen Beurteilung. 

Etwas besser sieht es bei den Aussichten der Finanzexperten für inflationsindexierte sowie grüne Anleihen aus. Hier überwiegen die positiven Beurteilungen leicht. "Finanzmarktexperten schätzen das Rendite-Risiko-Profil von Anlagen, die einen gewissen Schutz vor Inflation bieten, derzeit positiver ein als das von Anlagen, die nur einen geringen oder keinen Schutz bieten. Bei Kryptowährungen ist nicht davon auszugehen, dass die Befragten diesen aktuell einen hohen Inflationsschutz beimessen", erklärt Frank Brückbauer, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich "Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement".

Entwicklung bei Rohstoffen im Rückblick positiv

Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Rückblick der Finanzanalysten hinsichtlich der unterschiedlichen Anlageklassen. Für die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) hat sich das Rendite-Risiko-Profil von Rohstoffen im vergangenen Halbjahr positiv entwickelt. 40 Prozent bewerten die Entwicklung bei Aktien und 52 Prozent bei Kryptowährungen als negativ. Staatsanleihen, inflationsindexierte Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, grüne Anleihen und Immobilien werden mit Blick auf das Rendite-Risiko-Profil als unverändert bewertet.

"Nachhaltige Geldanlagen werden aus Expertensicht in Zukunft an Relevanz gewinnen. Die Nachfrage nach Grünen Anleihen dürfte kurzfristig deutlich schneller wachsen als das Angebot", so das Fazit von Brückbauer. "In diesem Fall würden sich die Preise von Grünen Anleihen besser entwickeln als die von vergleichbaren konventionellen Anleihen.“

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