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About this book

Das kollektive Verzeihen steht in seiner Rätselhaftigkeit der Liebe in nichts nach. Wir Menschen sind unergründliche Wesen. Zwar agieren wir meist bedächtig und rational und doch lassen sich viele Handlungen und Entscheidungen scheinbar nicht logisch herleiten. Das Verzeihen – jeder kennt es und hat es erfahren – gehört dazu. Verzeihen ist eines der wichtigsten und spannendsten Phänomene menschlicher Kommunikation. Das Buch beantwortet Fragen wie: Warum verzeihen wir einigen Menschen und anderen nicht? Warum braucht Verzeihen Zeit? Warum verzeihen Menschen einander seit jeher – oder lehnen eben gerade den Akt des Verzeihens ab? Verzeihen wir einzelnen Menschen im persönlichen Umfeld leichter oder schwerer als einer Gruppe von Menschen? Und vor allem: Warum ist das kollektive Verzeihen zeit- und kulturübergreifend wirksam? Im Zeitalter der hyperkomplexen und total vernetzten Welt, die keine Pausen mehr kennt, ist Verzeihen unerlässlich. Das Buch regt zum Nachdenken an und bietet wertvolle Impulse, um das eigene und das soziale Handeln besser zu verstehen.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Was heißt kollektives Verzeihen?

Zusammenfassung
Noch nie waren Menschen so abhängig von der Kooperation mit anderen. Die hyperkomplexe Welt bietet uns unzählige Möglichkeiten und individuelle Optionen. Wo so vieles, so unterschiedlich ist, kommt es zwangsläufig zu Missverständnissen und Eigeninteressen. Es bedarf eines sozialpsychologischen Mechanismus, der den immerwährenden modernen Kampf von „Ich“ und „Wir“ einhegt und steuert – zum Wohle aller.
Oliver Errichiello

Kapitel 2. Über Gefallen und Autonomie

Zusammenfassung
Gerne sehen wir uns als autonome Wesen – das sind wir. Niemand schreibt uns vor, welche Musik wir mögen, in wen wir uns verlieben. Jedoch sind wir ebenso „soziale Wesen“ – fest eingebunden in die Strukturen, die uns lebenslang prägen und orientieren, uns ein Koordinatensystem der Welt bieten. Wenn Entscheidungen frei sind, dann können wir auch irren. Wählen bedeutet Fehler machen. Es wird deutlich, warum das Verzeihen eine direkte Auswirkung der Freiheit ist.
Oliver Errichiello

Kapitel 3. Über das Verzeihen

Zusammenfassung
Die wortgeschichtlichen Ursprünge des Verzeihens und wissenschaftliche Erkenntnisse um die psychosozialen Aspekte des Verzeihens stehen im Mittelpunkt dieses Kapitels. Es wird klar, dass das Verzeihen psychologische Treiber aktiviert. Dabei bezieht sich eine „Theorie des Verzeihens“ auf Überlegungen aus der Theologie, Philosophie und Soziologie und verdeutlicht auf diese Weise die umfassende Dynamik einer wichtigen menschlichen Begabung.
Oliver Errichiello

Kapitel 4. Über den Kollektivwillen

Zusammenfassung
Wir verzeihen nicht nur als Einzelne, sondern auch gleichsam als Mitglied einer Gruppe anderen Menschen – selbst, wenn wir ihnen nicht persönlich begegnen. Gibt es so etwas wie „kollektives Verzeihen“ und wie unterscheidet es sich vom persönlichen Verzeihen gegenüber einem anderen. Öffentlichkeit und Gruppe vor dem Kontext eines zutiefst individuellen Vorgangs werden hier beleuchtet und in seinen konkreten Ausprägungen am Beispiel realer Vorgänge erklärt.
Oliver Errichiello

Kapitel 5. Über Meinungen vieler

Zusammenfassung
Niemand ist je der Öffentliche Meinung begegnet und doch wirkt sie förderlich oder zerstörerisch auf gesellschaftliche Zusammenhänge und Konstellationen ein. Für das Verständnis des „kollektiven Verzeihens“ ist ihre Struktur und ihre Dynamik entscheidend: Als ideeller Gerichtshof wirkt sie unerbittlich in uns und über ganze Gruppen hinweg. Wer das Verzeihen verstehen will, muss sich mit ihren strukturellen Unterströmungen befassen.
Oliver Errichiello

Kapitel 6. Über das kollektive Verzeihen

Zusammenfassung
Kaum ein sozialpsychologisches Feld stellt sich als so komplex und rätselhaft dar, wie das Verzeihen. In Rückblick auf die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse stehen sieben Thesen zum Verständnis der Funktion und Wirkweise des kollektiven Verzeihens.
Oliver Errichiello

Kapitel 7. Schlussgedanken oder: Warum uns Verzeihen zu Menschen macht

Zusammenfassung
Warum ist dieses Buch relevant? Weil die Welt Verzeihen noch nie so nötig hatte wie jetzt. Das liegt nicht daran, dass die Menschen egoistischer, eigenwilliger oder böser sind, als noch vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten – Gegenwartsekel und Kulturschelte sind ein wiederkehrendes Motiv der Generationenablöse und verstellen eher den Blick und sorgen nicht für eine strukturelle Analyse des Status quo – sondern das vermeintlich Böse ist in der Komplexität und Vernetzung sämtlicher Bereiche des Lebensalltages begründet. Vielfalt bedingt Fehler. Fehler führen zu Verletzungen. Verletzungen durchdringen die Beziehungen der Menschen.
Oliver Errichiello
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