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2022 | OriginalPaper | Chapter

6. Kommunikationspsychologie: Nudging the Crisis – Fachspezifische Ansätze im Umgang mit der Covid-19-Pandemie

Authors : Till Neuhaus, Jens Großjohann

Published in: Corona und die anderen Wissenschaften

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Menschliches Handeln ist nicht rational, wobei sich dies besonders in Entscheidungen unter Unsicherheit manifestiert – die Covid-19-Pandemie ist diesbezüglich ein Beispiel von vielen. Gleichzeitig konnten verschiedene Forschungszweige Systematiken im irrationalen, menschlichen Handeln ausmachen und versuchten diese unter dem Überbegriff des ‚Nudgings‘ zu rahmen. Nudging beschreibt dabei die intentionale Veränderung von Entscheidungsarchitekturen, mit dem Zweck, Irrationalitäten bzw. Verzerrungen der menschlichen Wahrnehmung in vorhersagbare Handlung zu überführen. Nudging stellt damit – besonders in Krisenszenarien – ein potentes Kommunikationswerkzeug dar. Nachdem die theoretischen Grundannahmen des Nudgings dargestellt und problematisiert worden sind, werden anhand zweier Beispiele zentrale Mechanismen und Wirkungsweisen des Nudgings dargestellt, kontextualisiert und reflektiert. Dieser Beitrag endet mit einer Zusammenfassung der zentralsten Erkenntnisse sowie einer Absteckung zukünftiger Handlungsfelder.
Footnotes
1
Janoff-Bulman (1992) charakterisierte Erlebnisse dieser Art als „shattered assumptions“, wobei zwei Annahmen als zentrale und – im Falle der temporären Widerlegung – als besonders traumatisch wahrgenommen werden: „the world is safe“ sowie „I am a valuable asset in it [the world]“.
 
2
Bekannte Beispiele, in denen die Summe von Individualreaktionen und -handlungen in Folge von Unsicherheit, Verängstigung oder Krisen die Reaktion verschärften bzw. weiter eskalieren ließen, sind sogenannte Bank Runs (vgl. Diamond und Dybvig 1983) oder Massenpaniken.
 
3
Die American Economic Review publizierte in den 1940ern eine Reihe von hochkarätigen Beiträgen, die die Frage aufwarfen, ob Menschen sich in ihrem Handeln an Rationalitätsvorstellungen orientieren oder nicht. Nachdem Milton Friedman im Rahmen dieser Debatten überzeugend den instrumentellen Wert (losgelöst vom Wahrheitswert) der Rationalitätsannahme darlegte, kehrte die Ökonomie zurück „to their models free from worry whether their assumptions were ‚realistic‘. A good theory, it seems, could not be defeated using survey data, even if the defenders of the theory presented no data on their own“ (Thaler 2015, S. 46).
 
4
Richard Thaler (2015) nennt diese kontextuellen Faktoren „Supposedly Irrelevant Factors (SIF)“, da sie – in einer Welt, in der Rationalität von allen AkteurInnen gelebt und umgesetzt wird – keinerlei Einfluss auf deren Entscheidungen haben sollten.
 
5
Ebenso wird mit der Unmöglichkeit einer neutralen Entscheidungsarchitektur das mission statement des Nudging logisch ad absurdum geführt, wenn Thaler (2015, S. 325) argumentiert, dass das Hauptziel des Nudging darin bestehe „[to influence] choices in a way that will make choosers better off, as judged by themselves“ (Hervorhebung i. O.).
 
6
Damit ist gemeint, dass Menschen in eine Vielzahl von Entscheidungen eingebunden sind. Alle kleinen Wahrscheinlichkeiten von Risiken addieren sich für die Einzelperson und erhöhen so in Summe die Wahrscheinlichkeit eines verheerenden Ereignisses und/oder Schadens. Daher ist es – bedenkt man die Vielzahl von Entscheidungen, die eine Person über die Zeit ihres Lebens treffen muss – tatsächlich rational (gelesen als: evolutionär zuträglich), kleine Risiken zu höheren Kosten zu meiden bzw. zu kompensieren.
 
7
An dieser Stelle sei erwähnt, dass selbst Verfechter des bayesianischen Modells, bspw. L. J. Savage (1954), dessen realweltliche Applikation als vergleichsweise begrenzt einschätzten.
 
8
Dies kann ebenso zu einem epistemologischen Problem gewendet werden, da sich dieser Zweig der Forschung vornehmlich damit auseinandersetzt, was funktioniert, aber quasi – außer losen Bezügen zur Evolutionstheorie – nie ergründet, wieso etwas funktioniert (vgl. Thaler 2015, S. 261). Dieses Vorgehen ist zurückzuführen auf das biologisch-medizinische Systemverständnis der 1960er-Jahre, an dem sich dieser Zweig der sozialwissenschaftlichen Forschung in seiner Ausrichtung sowie seinen Methoden orientiert hat.
 
9
Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Personen sich in einem abgesteckten Zeitraum mit Corona infiziert haben, wobei der Wert – zwecks Vergleichbarkeit – auf 100.000 gerechnet wird. Liegt die Inzidenz bei 10, bedeutet dies, dass sich in dem genannten Zeitraum von 100.000 Personen 10 infiziert haben. Auch wenn zum gegenwärtigen Stand [06.09.2021] darüber diskutiert wird, ob die Inzidenz durch andere Orientierungen ersetzt werden soll, konnte noch keine Alternative, die die gleichen (in diesem Abschnitt beschriebenen) Vorzüge aufweist, ausgemacht werden. Daher kann spekuliert werden, dass der Inzidenzwert, trotz aller Schwächen, auch zukünftig als Orientierungshilfe konsultiert werden wird und ggf. durch weitere Ankerwerte ergänzt werden wird.
 
10
Bereits die ersten Studien zum Ankereffekt (vgl. Tversky und Kahneman 1974) betonen, dass Ankerwerte wahllos gesetzte Werte seien und trotzdem ihre Wirkung im Entscheidungsszenario entfalten können. Gleiches gilt für die gewählten Inzidenz- bzw. Schwellenwerte, die sich lediglich bedingt inhaltlich ableiten lassen und eher als – von verschiedenen Gruppierungen kontestierter – Kompromiss zwischen politischen und epidemischen Überlegungen gelesen werden sollten. Die Verhandlung des Ankerwertes ist im politischen Diskurs zu verorten, wobei gewählte Werte durchaus als normative Aussage (mit entsprechenden Implikationen) zu verstehen sind (vgl. Zizek 2019, S. 43).
 
11
Robert Cialdini (1999) berichtet von dem Phänomen, dass Menschen ihren Vorgarten häufiger für Wahlwerbung zur Verfügung stellen, wenn sie vorher dazu gebracht werden konnten, einen Sticker des jeweiligen Kandidaten auf ihr Auto zu kleben. Die Grundsatzentscheidung wurde einmal getroffen, Wiederholungen dieser Entscheidung – auch mit veränderten Rahmenbedingungen – laufen intuitiver und weniger reflektiert ab; einen Umstand, den Betrüger ebenso ausnutzen wie Personen und Institutionen mit legitimen Absichten (vgl. Neuhaus 2020).
 
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Title
Kommunikationspsychologie: Nudging the Crisis – Fachspezifische Ansätze im Umgang mit der Covid-19-Pandemie
Authors
Till Neuhaus
Jens Großjohann
Copyright Year
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36903-3_6

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