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About this book

Guido Hölker stellt einen grundlegend neuen Ansatz von Ethik der Personalführung vor. Dabei steht der fortlaufende Prozess der Schaffung eines gemeinsamen normativen Verständnisses moralischer Führung im Fokus. Als dessen systematischer Ort wird die Kommunikation im weiteren Sinne identifiziert. Dies bildet nicht nur den Ansatz einer neuen führungsethischen Theorie, sondern dient außerdem als ausdrücklich pragmatisch orientierte Heuristik für Führungskräfte und tägliches Führungshandeln, auch in Bezug auf die „Generation Y“ und interkulturelle Fragen.

Table of Contents

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Jede Disziplin der Ökonomik und ihrer Nachbarn hat eine eigene Sicht auf die Natur eines Unternehmens. Ob man es institutionenökonomisch als Netzwerk von Verträgen (zwischen Menschen), kybernetisch als Maschine (unter Beteiligung von und Steuerung durch Menschen), als Bündel von Ressourcen (wesentlich auch Menschen) oder als organisationspsychologisches Konstrukt (von Menschen) betrachtet: Personen und deren Interaktion stehen im Fokus des Untersuchungsgegenstandes, auch wenn dies zugunsten einer besseren Modellierbarkeit und Berechenbarkeit nicht selten bewußt ausgeblendet wird.
Guido Hölker

2. Führungsethik – Ansprüche und Manifestation

Zusammenfassung
Im vorherigen Kapitel wurde die Fragestellung der Arbeit vorgestellt sowie ein erster Einblick in die Methodik gegeben. Daraus sowie aus der erwünschten Pragmatik entstehen Ansprüche an die Theoriebildung. Diese sollen für die Untersuchung und Bewertung des status quo der führungsethischen Literatur (im folgenden Kapitel) ein geeignetes Instrumentarium zur Verfügung stellen. Ebenfalls aus Praxisanspruch und Theorien folgt die Betrachtung von Entstehung und Manifestation ethischer Führung im Unternehmen, die Klassifikation von und Umgang mit Widersprüchen sowie eine Betrachtung generalisierter empirischer Bedingungen. All dies wird in der Folge nicht nur als Maßstab an bereits existierende Theorien angelegt, sondern soll im Bedarfsfall förderliche Bedingung auch für die darauf folgende Konzeption eines Ansatzes sein.
Guido Hölker

3. Der status quo der Literatur

Zusammenfassung
Relevante Theorie zur Führungsethik wird in zwei Arten von Quellen untersucht: Zum einen ist dies Literatur zur Ethik mit Bezug zur Personalführung, unabhängig davon, ob besagte Forschung ihren Ursprung im Gebiet der Führung hat und von dort aus ethische Bezüge untersucht oder ob sie aus unternehmensethischer Perspektive das Thema Führung betrachtet. Zum anderen werden, vor dem Hintergrund der im zweiten Kapitel vorgestellten empirischen Bedingungen der Ausbildung von Führungskräften, ethische Komponenten in Lehrbüchern zur Personalführung betrachtet, sofern sie ausdrückliche Erwähnung finden. Beide Arten von Quellen werden hier vor allem vor dem Hintergrund der bisher erarbeiteten Kriterien untersucht: Liegt (implizit oder explizit) ein Theorieansatz zur moralischen Führung vor? Genügt dieser gegebenenfalls ganz oder teilweise den erarbeiteten Kriterien? Und für den Fall, daß einzelne Komponenten moralischer Führung betrachtet werden: Sind diese in Inhalt und Herleitung hilfreich für die Erstellung eines solchen Ansatzes?
Guido Hölker

4. Überlegungen zu einer Theorie moralischer Führung

Zusammenfassung
Auf verschiedene Schwierigkeiten führungsethischer Forschung wurde in Kapitel 3 bereits eingegangen. Suchanek (2013) führt diese systematisch auf den Widerspruch zwischen der notwendigen Abstraktion bei unbedingten normativen Forderungen und den gerade für Führung relevanten, auch situativen empirischen Umständen zurück. Dies ergibt sich aus der Natur und Aufgabe einer Theorie nach Homann und Suchanek (2005): Sie betrachten Theorien als „Instrumente zur Lösung von Problemen“ (S. 340). Um diese Probleme, die sie als soziale Phänomene verstehen (hier also: den Anspruch an und die Schwierigkeit von moralischer Führung), wissenschaftlich bearbeiten zu können, sei eine „(…) Reduktion von Komplexität unumgänglich“ (S. 341), da die Komplexität der Wirklichkeit für menschliches Erkenntnisvermögen „nicht handhabbar“ sei (ebd.). Diese Reduktion habe „pragmatisch“, also von der wissenschaftlichen Fragestellung her, zu erfolgen.
Guido Hölker

5. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Daß moralische Führung in Wirtschaftsunternehmen im Sinne der Mitarbeiter wünschenswert ist, kann wohl plausibel als mehrheitsfähig angenommen werden. Die bisherige Forschung zur Führungsethik kam jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen, wie mit diesem Konsens umzugehen sei. So wird die Verantwortung für moralische Führung mehrheitlich in Gänze bei der Führungskraft verortet. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, werden Forderungen an deren Tugenden und Vorbildfunktion gestellt sowie an die Fähigkeit, Vertrauen zu gewinnen und zu erhalten.
Guido Hölker

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