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31-01-2019 | Kulturbau | Im Fokus | Article

Eine Fassade aus dem 3-D-Drucker

Author:
Christoph Berger

Die Generalsanierung des Deutschen Museums in München läuft. Geplant ist dabei auch eine innovative Fassade aus dem 3-D-Drucker. Für die hat die Stadtgestaltungskommission nun grünes Licht gegeben.

Derzeit läuft der größte Umbau in der Geschichte des 1925 eröffneten Deutschen Museums auf Münchens Museumsinsel. Mit einer großen Zukunftsinitiative werden bis 2025 die Ausstellungen auf der Museumsinsel grundlegend erneuert und das Gebäude auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Im Oktober 2020 soll der erste Modernisierungsabschnitt abgeschlossen werden und das Museum will dort mit neuen Dauerausstellungen eröffnen.

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Die Baustelle wird dann auf die andere Seite des Gebäudes umziehen. Daher muss der Eingang des Museums verlegt werden. Bis zum Abschluss der Modernisierungen soll der Zugang ab diesem Zeitpunkt über die Corneliusbrücke erfolgen, einer 1903 eröffneten Bogenbrücke über die Isar. Geplant ist das "Tor zur Zukunft". Es soll sich um ein weithin sichtbares Leuchtturm-Projekt handeln – mit einer Fassade aus dem 3-D-Drucker.

Eine Fassade mit zahlreichen Funktionen

Es handelt sich dabei um eine multifunktionale und lichtdurchlässige Fassade aus recycelbarem Material, recycelbarer Kunststoff. Die Abmessungen sollen etwa 45 Meter Länge und 15 Meter in der Höhe betragen. Entworfen und geplant wird sie von 3F-Studio, einem Spin-off aus dem Projekt „Fluid Morphologie“ an der Professur für Entwerfen und Gebäudehülle der Technischen Universität München.

Im Inneren der Fassadenelemente – die Fassadendicke wird mit sechs bis acht Zentimetern angegeben – sorgen Zellen für die Stabilität und schaffen gleichzeitig luftgefüllte Hohlräume für eine optimale Dämmung. Wölbungen spenden im Sommer Schatten. Außerdem sei es möglich, dünne Lüftungskanäle zu integrieren, die die Luft in den Kunststoffbauteilen für eine optimale natürliche Belüftung zirkulieren lasse, heißt es. "Der 3-D-Druck hat mich persönlich immer sehr fasziniert. Auch deshalb, weil man damit völlig neue, überraschende Formen und Teile herstellen kann", sagt Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums. Im Springer-Fachbuch "Interaktive Lehre des Ingenieurstudiums" wird im Kapitel "3-D-Druck" ausführlich auf das Themenfeld eingegangen.

Frage der Finanzierung ist offen

Hinter der gewellten Fassade wird sich später der provisorische Eingangsbau über drei Geschosse erstrecken. Das Gewicht der Fassade wird etwa 8.000 bis 12.000 Kilogramm betragen, wobei ein Element etwa zehn bis fünfzehn Kilogramm wiegt.

Die Stadtgestaltungskommission der Stadt München hat inzwischen über den neuen Interimseingang beraten und einstimmig für das Projekt votiert. Steht noch die Frage der Finanzierung im Raum. Gesucht werden derzeit Sponsoren, um das Projekt zu finanzieren.

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