Skip to main content
main-content
Top

17-04-2015 | Kundenmanagement | Im Fokus | Article

Online-Shopper nutzen Zahlungsverfahren situationsbedingt

Author:
Gabi Böttcher
2:30 min reading time

Je nach Situation präferieren Online-Shopper unterschiedliche Zahlungsverfahren. Das zeigt eine aktuelle Payment-Studie. Rechnung ist bei hoher Retourenwahrscheinlichkeit und Fashion-Käufen beliebt, Kreditkarte beim Dienstleistungskauf und PayPal bei Nutzung von mobilen Endgeräten.

PayPal, Rechnung, Lastschrift und Kreditkarte – diese Zahlungsverfahren werden von Konsumenten beim Online-Shopping aktuell am häufigsten eingesetzt. Welche Payment-Methode Online-Shopper letztendlich wählen, ist jedoch stark situationsabhängig. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Payment im E-Commerce Vol. 19 – Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Händler und der Verbraucher“ des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger.

Weitere Artikel zum Thema

So entscheiden sich rund 46 Prozent der Konsumenten, die bereits bei der Bestellung eine Retoure in Betracht ziehen, für den Rechnungskauf. Ist die Retoure sogar fest eingeplant wird in 41 Prozent der Fälle per Rechnung gezahlt – und damit doppelt so häufig als ohne geplante Retoure. Das zeigt sich auch beim Blick auf die Branchenebene. Insbesondere in der retourenintensiven Kategorie Fashion & Accessoires – wo Konsumenten in der Regel erst prüfen möchten, ob der bestellte Artikel passt – ist der Rechnungskauf beliebt: Knapp 42 Prozent der befragten Fashion-Shopper haben ihren letzten Online-Kauf per Rechnung beglichen.

Werden Dienstleistungen – wie Reisen oder Tickets – im Netz bestellt, entscheiden sich Konsumenten dagegen eher für die Zahlung mit Kreditkarte: Rund 45 Prozent der Befragten nutzten für ihren letzten Online-Kauf in dieser Kategorie Visa, MasterCard und Co. Zum Vergleich: Im Branchendurchschnitt wird in knapp 17 Prozent der Internet-Käufe mit Kreditkarte bezahlt.

PayPal bei mobilen Endgeräten vorn

Wie häufig Payment-Optionen beim Online-Shopping gewählt werden, ist auch vom genutzten Endgerät abhängig. So ist PayPal bei Einkäufen mit dem Smartphone (34 Prozent) beliebter als beim Online-Shopping via PC oder Laptop (24 Prozent). Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des ECC Köln und mitverantwortlich für die Studie, sieht beim Mobile-Kauf die Usability im Vordergrund: "Bankdaten oder Rechnungsadressen einzugeben ist häufig recht umständlich."

Maike Strudhoff hat in Untersuchungen über die mobile Revolution im Handel das Phänomen des „Commerce Gap“ – und mit ihm des „Payment Gap“ – beobachtet. Wie sie im Kapitel "Die mobile Revolution im Handel definiert die Zukunft des Bezahlen neu" (S. 399-407 ) des Springer Buches "Marktplätze im Umbruch - Digitale Strategien für Services im Mobilen Internet" von Claudia Linnhoff-Popien, Michael Zaddach und Andreas Grahl (Hrsg.) schreibt, stehen dabei "mobil-digitale Konsumenten mit ihren Smartphones im Ladengeschäft" und suchen "Unterstützung durch vereinfachte Abläufe". Das Bedürfnis nach vereinfachten Abläufen ist laut Strudhoff ein Grund dafür, dass in Deutschland selbst im interaktiven Handel traditionelle Zahlweisen noch weit vorn liegen: "Das größte Volumen wird per Kauf auf Rechnung bestellt", hat auch die Autorin beobachtet. Allerdings sieht sie auch, dass digitale Bezahlwege mehr und mehr Terrain gewinnen.

Die ECC-Studie kann über den Online-Shop des IFH Köln bestellt werden.

Related topics

Background information for this content

Image Credits