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Table of Contents

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Unsere moderne Gesellschaft steht einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Eine davon besteht in einer angemessenen technologischen Entwicklung. Diese muss geeignet sein, unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Umweltbelastungen und Ressourcenknappheit zu überwinden und humane Arbeitsund Lebenswelten zu schaffen. „Von Innovationen wird nun ein entscheidender Beitrag zur Lösung dieser Problemstellungen erwartet“ (Meißner, 1989, S. 1).
Sybille V. Reichart

2. Fragestellung und Abgrenzung

Zusammenfassung
Bereits ein kurzer Blick auf die Faktoren für den Erfolg und Misserfolg von Innovationen (siehe Abschnitt 1.2) zeigt, dass die Ausrichtung von Innovationen auf die Kundenbedürfnisse einen äußerst bedeutenden Beitrag für den Innovationserfolg liefert11. Eine solche Ausrichtung kann jedoch nur dann erfolgen, wenn im Unternehmen Informationen über die Bedürfnisse der (zukünftigen) Kunden einer Produktinnovation vorliegen — zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle. Der „Königsweg“, diese Informationen zu gewinnen, ist nach Ansicht des Autors der vorliegenden Arbeit die Einbindung von Kunden in den Innovationsprozess selbst. Die Kundeneinbindung weist insbesondere in den frühen Phasen des Innovationsprozesses einen deutlichen Zusammenhang mit dem Innovationserfolg auf (Homburg & Gruner 1996).
Sybille V. Reichart

3. Begriffe und Konzepte

Zusammenfassung
Der Begriff des Guts wird sehr weit gefasst. Pfeiffer & Bischof (1974) definieren „Gut als ein Instrument zum Überleben des Individuums und/oder der Gesellschaft bzw. als eine Problemlösung“ (S. 918). Die Autoren unterscheiden freie Güter von wirtschaftlichen Gütern. Erstere sind unbeschränkt der Natur zu entnehmen, letztere nicht — entweder weil sie als natürliche Ressourcen in der Natur nicht unbegrenzt verfügbar sind oder weil sie als Sachleistungen erst durch einen Produktionsprozess entstehen. Die begrenzte Verfügbarkeit wirtschaftlicher Güter impliziert, dass sie vom Individuum oder der Gesellschaft, das bzw. die sie zur Lösung eines Problems benötigt, in einer Transaktion beschafft werden müssen (Pfeiffer & Bischof, 1974). In diesem engeren Sinne bezeichnet auch Scheuch (1989) ein Gut als Gegenstand einer Austauschbeziehung zwischen Marktteilnehmern.
Sybille V. Reichart

4. Theoretische Konzepte für das Verständnis der Kundeneinbindung

Zusammenfassung
Im Folgenden wird die Einbindung der Kunden in den Innovationsprozess des Herstellers aus einem theoretischen Blickwinkel betrachtet. Dazu werden Ansätze aus verschiedenen Fachdisziplinen herangezogen: Der soziologischen Technikgeneseforschung, der volks- und betriebswirtschaftlichen Forschung, der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie sowie der Sozialpsychologie. Darüber hinaus kann auch die psychologische Theorieentwicklung, insbesondere auf den Gebieten des Handelns und Problemlösens, wichtige Beiträge zur Erklärung der Kundeneinbindung in Innovationsprozesse liefern.
Sybille V. Reichart

5. Empirische Ergebnisse zur Kundeneinbindung

Zusammenfassung
Studien über die Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren von Produktinnovationen zeigen, dass eine gelungene Ausrichtung des neuen Produkts auf die Markt- und Kundenanforderungen für den Innovationserfolg entscheidend ist. Diese Ausrichtung kann nur erreicht werden, wenn in der Organisation detaillierte Informationen über Markt- und Kundenbedürfnisse vorliegen und in der Gestaltung des neuen Produkts entsprechend umgesetzt werden (siehe Abschnitt 1.2).
Sybille V. Reichart

6. Ein Modell der Einbindung von Kunden in den Innovationsprozess

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird ein Modell der Einbindung von Kunden in den Produktinnovationsprozess des Herstellers aufgestellt. Dieses Modell beruht auf:
  • Den aus theoretischen Konzepten der Soziologie, Volks- und Betriebswirtschaft abgeleiteten Rollen der Kunden bei der Entstehung von Innovationen (siehe Abschnitt 4.1.5).
  • Den theoretischen und praktischen Konzeptionen des Innovationsprozesses und den Rollen, die den Kunden in den verschiedenen Phasen dieses Prozesses zukommen (siehe Abschnitt 4.2.3).
  • Den Modellen des menschlichen Handlungsprozesses und ihren Aussagen über die Verarbeitung von Informationen aus der Umwelt in den einzelnen Prozessschritten (siehe Abschnitt 4.3.4).
  • Den empirischen Ergebnissen zur betrieblichen Praxis der Einbindung von Kunden und ihrer Defizite (siehe Abschnitt 5.1), zu den Einflussfaktoren auf und den Barrieren für eine Integration von Kunden bei Innovationen (siehe Abschnitt 5.3 und 5.4).
Sybille V. Reichart

7. Empirische Untersuchung der Kundeneinbindung

Zusammenfassung
Im Folgenden werden ausgehend von den in Abschnitt 6.4 formulierten Forschungsfragen und -hypothesen die Fragestellungen für die empirische Untersuchung skizziert.
Sybille V. Reichart

8. Resümee

Zusammenfassung
Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit sind unterschiedliche Konzeptionen darüber, wie Innovationsprozesse gestaltet werden — und wie sie gestaltet werden sollen, um in Organisationen zum Innovationserfolg beizutragen. Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt dabei auf zwei Aspekten des Innovationsprozesses. Der erste Aspekt betrifft die Unterteilung des Prozessablaufs in klar voneinander abgrenzbare Phasen. Der zweite Aspekt bezieht sich darauf, wann welche organisations-externen Informationen — speziell kundenbezogene Informationen — im Prozessverlauf verarbeitet werden.
Sybille V. Reichart

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