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02-12-2022 | Ladeinfrastruktur | Infografik | Article

Umsätze rund um Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge steigen

Author: Christiane Köllner

1:30 min reading time

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Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge wird zum Milliardenmarkt. Die Umsätze rund um die Ladeinfrastruktur sollen laut aktueller Prognose allein in Europa bis 2030 um das Sechsfache steigen. 

Nach Analysen der Unternehmensberatung Bain & Company sollen die Umsätze rund um Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge allein in Europa bis zum Jahr 2030 auf 40 bis 55 Milliarden Euro steigen. Derzeit seien es 7 bis 8 Milliarden Euro. Der Gewinn wiederum dürfte sich laut der Analysten auf bis zu 5 Milliarden Euro belaufen. Noch höher sollen die Umsätze in den USA ausfallen. Bis zum Ende der Dekade erwarte man dort 53 bis 70 Milliarden Euro.

"Die Märkte von morgen werden heute verteilt", betont Bain-Partner Dr. Eric Zayer. Deshalb hätten Automobilhersteller und -zulieferer sowie Elektrizitätsunternehmen, aber auch Öl- und Gaskonzerne bereits damit begonnen, sich gemeinsam mit Partnern die besten Standorte zu sichern und digitale Plattformen aufzubauen. "Viele Unternehmen wollen an dem Boom partizipieren, der rund um die Ladeinfrastruktur für E-Autos einsetzen wird", so Zayer. 

Aufbau von Schnellladestationen und Smart Energy Services 

Das meiste Geld soll zunächst in den Aufbau von Schnellladestationen in verkehrsreichen Regionen fließen. "Viele Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos bevorzugen im Alltag das Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz und benötigen Schnellladestationen vor allem auf langen Strecken", erklärt Dr. Ingo Stein, Practice Director Automotive und Mobilität bei Bain. "Welche Lademöglichkeiten sich wo durchsetzen, wird von der vorherrschenden Wohnsituation und der nationalen Regulierung abhängen, aber auch von den individuellen Präferenzen der Nutzerinnen und Nutzer sowie dem jeweiligen Fahr- und Ladeverhalten", so Stein.

Mittelfristig seien laut der Analysten diejenigen Lösungen von großer Bedeutung, bei denen das Aufladen von Fahrzeugen mit intelligenten Energiedienstleistungen der nächsten Generation verknüpft ist. Auf solche Smart Energy Services dürfte 2030 bereits etwa ein Drittel des weltweiten Gewinns entfallen. Im Fokus stünden sogenannte Vehicle-to-Grid- und Vehicle-to-Home-Konzepte. "Die Batterien von Elektrofahrzeugen werden sich zu einem wichtigen Zwischenspeicher entwickeln, um Angebot und Nachfrage bei der stark schwankenden regenerativen Stromerzeugung auszugleichen", so Stein.

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