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25-07-2019 | Ladeinfrastruktur | Infografik | Article

Ladesäuleninfrastruktur im Test

Author:
Christiane Köllner
1:30 min reading time

Wie leistungsfähig ist die öffentliche Ladeinfrastruktur? Die Antwort ist laut einer aktuellen Studie differenziert: Es gibt große Unterschiede zwischen Regionen und zwischen den Betreibern der Ladepunkte. 

Die öffentliche Ladeinfrastruktur muss attraktiver und kundenfreundlicher werden. Das hat die internationale Ladeinfrastrukturstudie "E-Hunter", die 450 Ladepunkte auf ihre Verlässlichkeit, Bezahlmöglichkeiten und umliegende Serviceangebote geprüft hat, ergeben. Demnach gibt es einen massiven Nachbesserungsbedarf in den Bereichen Bezahlmöglichkeiten und Kostentransparenz, so die Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart, die die Tests in vier deutschen Bundesländern sowie auf Auslandsfahrten nach Amsterdam, Paris, Venedig und zum österreichischen Reschenpass durchgeführt haben.

Kosten meist nicht komplett nachvollziehbar

So sei bei nur zehn Prozent von 293 Ladesäulen die Bezahlung per Kreditkarte möglich gewesen, was Reisen mit E-Pkw durch Europa maximal erschwere. Darüber hinaus seien an nur 16 Prozent der Ladesäulen die anfallenden Kosten vollständig nachvollziehbar gewesen. Zudem seien Low-Budget-Anbieter wie beispielsweise Freshmile in Punkto Sicherheit, Sauberkeit und Barrierefreiheit bei allen Tests besonders negativ aufgefallen. Auch zwischen Bundesländern zeigten sich signifikante Unterschiede. So habe zum Beispiel Rheinland-Pfalz besonders schlecht bei der Anfahrtsbeschilderung zur Lademöglichkeit abgeschnitten. Baden-Württemberg erzielte Bestnoten bei der Verfügbarkeit, Bayern bei der Barrierefreiheit der Ladeinfrastruktur.

Darüber hinaus suchten die DHBW-Studierenden nach zukünftigen attraktiven Standorten für Ladesäulen im Einzelhandel und in handelsnahen Dienstleistungen. Im Fokus hätten dabei 12 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestanden. Der Handel biete sich als Standort für Ladesäulen aus vielerlei Hinsicht an. Er betreibe gegenwärtig aber weniger als 10 Prozent aller Ladesäulen und bleibe damit derzeit weit hinter seinen Möglichkeiten.

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