Eine interaktive Karte soll EU-weit bei der Wiederherstellung der strategischen Wettbewerbsfähigkeit bei kristallinen Materialien für Elektronik und Photonik helfen.
Das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) hat zusammen mit Partnern eine interaktive Karte über die wissenschaftlichen und industriellen Aktivitäten im Bereich kristalliner Materialien für Elektronik und Photonik erstellt. Sie soll zur Wiederherstellung der strategischen Wettbewerbsfähigkeit in der EU beitragen, indem sie als sogenannter Wissensmakler die Suche nach Partnern erleichtert.
Auch ermögliche die Karte die Durchführung einer Statusanalyse über fehlende Komponenten und Kompetenzen sowie stabiler Lieferketten in der EU, sagt IKZ-Direktor Prof. Dr. Thomas Schröder. Ziel sei es, funktionierende EU-Netzwerke zu schaffen und die Zersplitterung in nationale Einheiten zu überwinden.
Verlust von fachlichem Knowhow
Die jahrzehntelange Globalisierung habe zu einem weitgehenden Verlust von fachlichem Knowhow in der akademischen Welt und der europäischen Industrie geführt, heißt es vom IKZ zum Hintergrund. Die Fragilität der Versorgungsketten erfordere Maßnahmen auf EU- und nationaler Ebene, um die Zuverlässigkeit im Bereich der Kristalltechnologie wiederherzustellen.
Gemeinsam mit dem European Network on Crystal Growth und der Deutschen Gesellschaft für Kristallzüchtung und Kristallwachstum will das IKZ nun nationale und EU-Behörden zu notwendigen Maßnahmen konsultieren, um Lücken im europäischen Forschungsraum bei Forschung, Entwicklung und Versorgung mit kritischen Kristallen zu schließen.