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16-11-2015 | Leichtbau | Nachricht | Article

Stresstest für faserverstärkte Kunststoffe – WAK-Preis für Matthias Zscheyge

Author:
Ulrich Knorra
1 min reading time

Wie faserverstärkte Kunststoffe auf mechanische Belastungen reagieren, hat Dr. Matthias Zscheyge im Rahmen seiner Dissertation an der TU Dresden untersucht. Der Wissenschaftliche Arbeitskreis der Universitätsprofessoren der Kunststofftechnik WAK zeichnet die Arbeit in Chemnitz als beste Doktorarbeit des Jahres in der Kategorie "Entwicklung und Beschreibung technischer Kunststoffe" mit dem WAK-Preis aus.

Die Erkenntnisse von Zscheyge, der als Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle tätig ist, könnten beispielsweise dazu beitragen, Karosserieteile von Autos besser für Crash-Belastungen zu wappnen. Zscheyge untersuchte das Schädigungs- und Deformationsverhalten von textilverstärkten Thermoplasten. In Experimenten ermittelte er, wie sie auf mechanische Belastungen bei unterschiedlichen Temperaturen und Belastungsgeschwindigkeiten reagieren, um die zugrunde liegenden Mechanismen von Schädigungen und Deformationen verstehen zu können. Darauf aufbauend entwickelte er ein Berechnungsmodell, mit dem das Verhalten des Materials simuliert werden kann. Somit können die Strukturen aus textilverstärkten Thermoplasten schon vor der Herstellung für bestimmte Belastungen angepasst und beispielsweise die Crash-Auslegung einer B-Säule im Automobil optimiert werden.

Der Wissenschaftliche Arbeitskreis der Universitätsprofessoren der Kunststofftechnik WAK prämiert jährlich die besten wissenschaftlichen Arbeiten aus diesem Fach. Zscheyge wurde für seine Doktorarbeit "Zum temperatur- und dehnratenabhängigen Deformations- und Schädigungsverhalten von Textil-Thermoplast-Verbunden" ausgezeichnet, die am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden entstand. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wurde durch die Wilfried-Ensinger-Stiftung gestiftet

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