Skip to main content
main-content
Top

Table of Contents

Frontmatter

1. Einführungen

Zusammenfassung
Nicht nur der systemtheoretisch sensibilisierte Wissenschaftler erkennt, dass die gestiegene Komplexität die Selbstverständlichkeit der Systeme infrage stellt. Es ist die Komplexität, die das Individuum bedroht, weil es in der stetig steigenden Unüber sichtlichkeit der Multioptionsgesellschaft Probleme hat, sich zu orientieren. Es ist die Komplexität, welche die Organisation bedroht, weil die Manager bemerken, dass sich die Anspruchsgruppen nichts mehr vorschreiben lassen und die Leistungen der Organisationen austauschbar geworden sind. In diesem Szenario gewinnt die Frage, wer man ist und sein könnte, an Bedeutung. Es ist die Komplexität, welche die Gesellschaft bedroht, weil die gesellschaftlichen Systeme voneinander abhängig sind und dadurch für Krisen anfällig werden, die Nebenwirkungen der Komplexitätssteigerung nicht unter Kontrolle scheinen und der Fortgang der Modernisierung in der Art und Weise des 20. Jahrhunderts infrage gestellt wird.
Joël Luc Cachelin

2. Identitätsarbeit des Individuums

Zusammenfassung
In der Folge wird die Individualisierung als zentrale Veränderung in der Modernisierung der Gesellschaft behandelt. Diese Annahme wird deshalb getroffen, weil die Erhöhung der Komplexität des menschlichen Lebens in dieser Arbeit aus der Optik des einzelnen Menschen beschrieben wird. Für diesen ist die Individualisierung als eine der drei Gross'schen Transformationskräfte (vgl. Gross, 2003) am besten spürbar. Die Arbeit argumentiert einerseits aus der Sicht von Kunden und Mitarbeitenden, um veränderte Managementaufgaben zu skizzieren, anderseits aus der Sicht der Studierenden, um ein verändertes Betriebswirtschaftsstudium zu entwerfen. Kunden, Mit arbeitende und Studierende sind wie alle anderen Menschen um die Herstellung von Identität bemüht, um in der Unübersichtlichkeit der Optionen für Ordnung zu sorgen. Für die Entwicklung eines Managementmodells und eines dazugehörigen Curriculums erscheint es unumgänglich, das Konzept der Identität und seine alltäglichen Konse quenzen zu verstehen.
Joël Luc Cachelin

3. Identitätsarbeit der Organisation

Zusammenfassung
Auch die Organisationssyteme agieren in einem Umfeld der Unordnung. Auch sie sehen sich mit umfassender Komplexität konfrontiert, die ihre Selbstverständlichkeit bedroht. Auch sie müssen Identitätsarbeit leisten.
Joël Luc Cachelin

4. Der Moment der Wahrheit

Zusammenfassung
Wurde das Verhalten von Kunden und Mitarbeitenden bisher getrennt voneinander betrachtet, so geht dieses Kapitel einen Schritt weiter. Die beiden Perspektiven sollen von nun an und vor dem Hintergrund der Entwicklung eines Managementmodells im nächsten Kapitel gleichzeitig gedacht werden. Dies geschieht durch die genaue Betrachtung des Moments, in dem Kunden und Mitarbeitende aufeinandertreffen, um Geld gegen Leistung zu tauschen. In diesem Moment gilt es den Kundennutzen kon kret zu realisieren. „Es entsteht der eigentliche, Moment der Wahrheit', in dem sich all diese Voraussetzungen, gewissermassen die Kompetenzen und die Dienstleistungskul tur des Unternehmens über seine Mitarbeiterin einer konkreten Leistung offenbaren müssen“ (Bieger, 2002, S. 215). Diese Momente treten in einer Dienstleistungsgesell schaft häufiger als in einer Produktionsgesellschaft auf. Die Individualisierung der Bedürfnisse führt eine Personifizierung von Angebot und Nachfrage mit sich. Die Interaktion erlangt dort eine neue Intensität, wo die Menschen nicht von Maschinen verdrängt werden (vgl. Rifkin, 2005; Rayport, 2005).
Joël Luc Cachelin

5. Management in der Multioptionsgesellschaft

Zusammenfassung
Diese Arbeit folgt wie eingeführt den Prämissen und Zielen des systemtheoretischen Managements. Durch diesen Entscheid sollte es gelingen, das Management einer Organisation in einem ganzheitlichen Sinne zu erfassen. Das heisst verschiedene Perspektiven der Gestaltung, Lenkung und Entwicklung einer mit der Gesellschaft vernetzten Organisation zu berücksichtigen. Das heisst die ökonomische, technologische und soziale Dimension des Managements einer Organisation wahrzunehmen. „Vor diesem Hintergrund kann festgestellt werden, dass auch in der speziellen betriebs wirtschaftlichen Betrachtung die Leistungsfähigkeit der Systemtheorie in einem Beitrag zur Überwindung der mechanistisch summativen Realitätserklärung und der Erreichung eines ganzheitlichen Verständnisses von Entwicklungsprozessen gesehen wird“ (Grothe, 1997, S. 100). Am Ende des Kapitels soll ein Managementmodell präsentiert werden, das den Herausforderungen der Multioptionsgesellschaft gerecht wird und als Grundlage der Entwicklung eines Curriculums des Studiums der Betriebswirtschaftslehre dienen kann. Das Modell wird nicht quantitativ operationalisiert werden. Es stellt eine Denkhilfe und keine Visualisierung von gemessenen Variablen dar.
Joël Luc Cachelin

6. Bildung in der Multioptionsgesellschaft

Zusammenfassung
Stammten die bisher verarbeiteten Quellen aus den Federn von soziologisch und betriebswirtschaftlich argumentierenden Autoren, ist es nun an der Zeit, in die Bibliotheken der Pädagogen umzuziehen. Die Arbeit nähert sich Schritt für Schritt ihrem praktischen Ziel. Es sollen bekanntlich Vorschläge generiert werden, wie das Betriebswirtschaftsstudium der Universität St. Gallen an die Herausforderungen der Multioptionsgesellschaft angepasst werden könnte. Dazu wird inhaltlich auf das im letzten Kapitel präsentierte Managementmodell zurückgegriffen. Dazu sind die Methoden zu präzisieren, wie diese Inhalte umgesetzt werden sollen.
Joël Luc Cachelin

7. Problemorientiertes Lernen

Zusammenfassung
Kapitel 7 widmet sich der methodischen Umsetzung der in den bisherigen Kapiteln erarbeiteten Bildung. Aufgrund des Implikationszusammenhangs können Curriculum und Methoden nicht getrennt voneinander betrachtet werden (vgl. Frey, 1975, S.406). Das Curriculum muss auch aus der Perspektive der Lehr und Lernprozesse weiterentwickelt werden (vgl. Giel & Hiller, 1970, S.739). Diese Arbeit folgt den Ideen des problemorientierten Lernens und stellt in diesem Kapitel deren Anforderungen an die Betriebswirtschaftslehre vor. Durch das Aufzeigen der Ursprünge des problemorientierten Lernens wird das Verständnis für seine Forderungen erleichtert.
Joël Luc Cachelin

8. Manifest zum Betriebswirtschaftsstudium in der Multioptionsgesellschaft

Zusammenfassung
Das letzte theoretische Kapitel präsentiert ein Manifest für das universitäre Betriebswirtschaftstudium in einem Kontext der reifen Multioptionsgesellschaft. Der Katalog versteht sich als Zusammenfassung aller Reflexionen in den bisherigen Kapiteln.
Joël Luc Cachelin

9. Das Beispiel Universität St.Gallen: Zustandsbeschreibung

Zusammenfassung
Mit Kapitel 9 beginnt die praktische Arbeit. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun auf das Beispiel Universität St. Gallen angewandt. Aus einer managementtheoretischen Sicht geht es darum, die in dieser Arbeit präsentierte Managementvorstellung mit dem aktuellen Curriculum der Universität St. Gallen zu vergleichen. Aus einer pädagogischen Sicht geht es darum, aufzuzeigen, wie das problemorientierte Lernen auf die Herausforderungen des Studierens in der Multioptionsgesellschaft antworten kann. Aus einer marketingtheoretischen Sicht geht es darum, Leistungskonfiguration und Kommunikation der Lehre zu untersuchen und anschliessend aus Sicht der Organisationsentwicklung Vorschläge für ihre Optimierung zu erarbeiten. Diese Argumentationsstränge führen zusammen zur Perspektive der Hochschulentwicklung.
Joël Luc Cachelin

10. Das Beispiel Universität St. Gallen: Der konkrete Weg in die Zukunft

Zusammenfassung
Ging es bisher darum, den Istzustand zu dokumentieren, zu analysieren und zu bewerten, wird nun das Augenmerk auf die Zukunft der Universität St. Gallen gerichtet. Die eingenommene Perspektive entspricht derjenigen des Unternehmensberaters, der aufzeigt, wie das Grundstudium der Universität St. Gallen optimiert werden könnte. Dies impliziert, dass die Aussagen eher normativ denn wissenschaftlich im klassischen Sinne sind.
Joël Luc Cachelin

Backmatter

Additional information

Premium Partner

    Image Credits