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12-06-2017 | Markenstrategie | Im Fokus | Article

Soziale Medien als Herausforderung für den Mittelstand

Author:
Gerke Dunkhase

An Sozialen Medien kommt heute kein Unternehmen mehr vorbei. Doch wie können kleine und mittlere Unternehmen Facebook & Co. erfolgreich in ihre digitale Gesamtstrategie einbinden?

Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft nimmt weiter zu – es gibt aber noch viel Luft nach oben. So lautet das Ergebnis des Digital Index 2017, einer jährlich erscheinenden Studie der Mainzer Datalovers AG in Zusammenarbeit mit IW Consult aus Köln und Bedirect in Gütersloh. Die Studie bewertet den Grad der Digitalisierung von mehr als 2,8 Millionen deutschen Unternehmen in den Kategorien Technologie, Reichweite, Mobile, Suchmaschinenpräsenz, Social Media, Verlinkungen, Qualität und digitale Innovationsthemen.

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2016 | Book

Social Media für KMU

Der Leitfaden mit allen Grundlagen, Strategien und Instrumenten

Dieses Buch zeigt kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), wo der Mehrwert von Social-Media-Maßnahmen liegt, wie sie diese systematisch planen und dadurch erfolgreich Kunden binden sowie neue Kunden erreichen können. 


Im Durchschnitt erreichen deutsche Unternehmen hierbei 12,2 Punkte – ein bescheidener Wert bei 100 möglichen Punkten. Während in den DAX-30-Unternehmen die Digitalisierung mit durchschnittlich 43 Punkten weit fortgeschritten ist, haben kleine und mittlere Unternehmen erheblichen Nachholbedarf. "Ihre Digitalität ist zwar im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gewachsen, jedoch nur in sehr geringem Maß", sagt Andreas Kulpa, CEO der Datalovers AG.

Die größte Wachstumsrate gab es 2017 im Bereich Soziale Medien, allerdings hinken auch hier die "Kleinen" den "Großen" hinterher. Kupla: "Oft fehlen hier schlicht die Kapazitäten, um sich beispielsweise aktiv in sozialen Netzwerken zu bewegen oder eigenen Marktdaten zu erheben."

Soziale Medien erfolgreich nutzen

Dabei können auch und gerade mittelständische Unternehmen von Sozialen Medien profitieren. "Aus einer Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten gilt es, den passenden Social-Media-Fit für das eigene Unternehmen zu designen", erklären die Springer-Autoren Dagmar Mack und Dominic Vilberger in dem Kapitel "Warum Social Media". "Will man mit Social-Media-Anwendungen nicht scheitern, ist Aktionismus, statt einer strukturierten ganzheitlichen Vorgehensweise sicher nicht immer das geeignete Mittel zum Zweck."

Ziele und Erfolgskriterien definieren

Bevor sich Unternehmen in die Sozialen Medien stürzen, empfehlen Mack und Vilberger die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Was ist Social Media? Wo steckt der betriebliche Mehrwert (vereinfacht: Nutzen) und warum ist das zwar oft aber nicht nur "Alter Wein in neuen Medien"?
  • Wie können Unternehmen, vor allem Kleine und Mittelgroße (KMU), die Potenziale durch Entwicklung und Umsetzung von Social-Media-Ansätzen abschöpfen?
  • Wie geht man systematisch vor und wo liegen die Stolpersteine? Wie macht man es also richtig?
  • Wie kann man den Erfolgsnachweis der Social-Media-Aktivitäten führen?

Facebook als Werbekanal

Mit monatlich knapp zwei Milliarden aktiven Nutzern weltweit ist Facebook das mit Abstand größte soziale Netzwerk. Eine eigene Facebook-Präsenz gehört heute zum Marketing-Mix der meisten Unternehmen, auch kleiner und mittlerer. Wie man Facebook zudem erfolgreich als Werbekanal nutzt, zeigt Springer-Autor Erwin Lammenett in dem Kapitel "Facebook" seines Buches "Praxiswissen Online-Marketing":

In weniger als 30 Minuten kann man in Facebook ein entsprechendes Konto einrichten, eine Zielgruppe nach unterschiedlichen Kriterien definieren und eine oder mehrere Werbeanzeigen erstellen. Dabei bietet Facebook heute ein ausgesprochen interessantes Spektrum an unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Auch die Targetingmöglichkeiten haben es in sich." (Seite 311)

Ob Unternehmen Facebook als reine Unternehmenspräsenz oder auch als Werbekanal nutzen – entscheidend ist die Einbindung Sozialer Medien in einen digitale Gesamtstrategie. In dem Kapitel "Strategieoptionen: Was ist die geeignete Stoßrichtung?" zeigen Dagmar Mack und Dominic Vilberger, dass es abhängig vom Reifegrad und der Ressourcen-Verfügbarkeit für "jedes KMU – ob ein größerer oder kleinerer Mittelständler – eine geeignete Strategieoption gibt" (Seite 103). Damit die "Kleinen" im nächsten Digital Index nicht weiter hinter die "Großen" zurückfallen. 

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