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20-08-2015 | Marketing + Vertrieb | Im Fokus | Article

Empfehlungsmarketing via Social Media

Author:
Anja Schüür-Langkau
3 min reading time

Soziale Netzwerke werden von Unternehmen vor allem zur Kundenbindung genutzt. Facebook ist nach wie vor der wichtigste Social-Media-Kanal, obwohl das Netzwerk derzeit keine Adwords-Kampagnen ersetzt.

Social Media ist mittlerweile in den meisten Unternehmen angekommen. So nutzen inzwischen 57 Prozent der Unternehmen die sozialen Medien mindestens vier bis sechsmal pro Woche zur Kundenbindung. Als Werbemedium werden Facebook, Twitter und Co. von jedem zweiten Unternehmen einmal wöchentlich oder häufiger genutzt. Die Studie „Social Bench" der gleichnamigen Hamburger Social Media-Agentur, für die 261 deutschsprachige Entscheider befragt wurden, förderte außerdem zutage, dass die Budgets für Social Media langsam steigen. 47 Prozent der Befragten gaben an, ihr Budget in diesem Jahr gegenüber 2014 erhöht zu haben.

Facebook ist wichtigstes Medium im Social-Media-Marketing

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Der Studie zufolge liegt Facebook mit einem Anteil von 77 Prozent als Werbemedium auf Platz eins. Weit abgeschlagen folgen Youtube mit 18 Prozent, Xing mit neun Prozent und Google+ sowie Twitter mit jeweils sieben Prozent. Auch andere Studien bestätigen den Vorsprung von Facebook gegenüber anderen sozialen Netzwerken. Ein Grund ist sicherlich, dass Facebook durch seine Empfehlungsmarketingkonzept mit dem Like-Button das Wesen von Social Media widerspiegelt.

Empfehlungsmarketing als Kernfunktion

„User suchen den Meinungsaustausch und bewerten Produkte und Dienstleistungen. Gut ist, was dem Publikum gefällt. Mit dem Klick auf den „Gefällt mir“-Button empfiehlt der User den Inhalt seinen Freunden weiter. Gehen wir davon aus, dass der User durch die positive Bewertung auf den Inhalt hinweist, weil er der Meinung ist, der gelesene Artikel oder das Produkt sei für seine Freunde relevant, wird der Freundeskreis schnell auf die Empfehlung aufmerksam und informiert sich genauer über das Produkt oder die Dienstleistung“, bringen die Springer-Autoren Peter Buchenau und Dominik Fürtbauer das Prinzip auf den Punkt(Seite 34).

Um erfolgreich zu sein, sollten Unternehmen ihren Usern jedoch auf Augenhöhe begegnen. Denn „die Nutzer entscheiden selbst, welche Inhalte für sie persönlich relevant sind und welchen Marken sie in sozialen Netzwerken folgen und mit welchen sie interagieren wollen. Aggressive Marketingkampagnen haben in diesem Medium keinen Platz und stoßen regelrecht auf Ablehnung“ heißt es im Beitrag "Social Media – Willkommen in unserer Welt". Springer-Autor Erwin Lammenett kommt zu dem Schluss , dass sich zwei Arten des Facebook-Marketing durchgesetzt haben

  • Schalten von Werbeanzeigen in Facebook (Facebook-Ads),
  • Erstellen einer sogenannten Facebook-Fanpage (Facebook-Pages mit den Unterarten Community-Pages oder Facebook-Gruppen).

Dabei seien Anzeigen jedoch keine wirkliche Alternative zur klassischen Adwords-Kampagne, denn „Besucher von Facebook sind nicht im „Suchmodus“. Jedenfalls nicht so sehr wie Besucher von Google, die durch die Eingabe von bestimmten Suchworten ganz klar dokumentieren, dass sie einen aktuellen, wenn auch latenten, Bedarf haben. Daher dürften Anzeigen in Facebook die Conversion-Rate vom klassischen Google-Adwords bei Weitem nicht erreichen“, schreibt der Autor in seinem Beitrag „Social-Media-Marketing, Web 2.0 und Co“ (Seite 265).

Arbeitgebermarke stärken

Eine Fanpage mit einer eigenen Social-Community trägt zur Kundenbindung bei und bietet eine gute Plattform, um auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Allerdings sollten Unternehmen auch hier ihre Erwartungen nicht zu hoch schrauben. „Keinesfalls sollte man allerdings davon ausgehen, durch den Einsatz von Facebook innerhalb von kürzester Zeit Umsätze verdoppeln zu können“, warnt Erwin Lammenett. Ob diese Einschätzung auch zukünftig noch zutrifft, ist offen. Denn Facebook arbeitet mit Hochdruck daran, auch auch direkter Shopping-Kanal zu reüssieren. So testet Mark Zuckerberg in den USA gerade einen Kaufbutton und das Technikportal "The Information" berichtet von Plänen, nach denen Facebook an einer virtuellen Shopping-Assistentin mit dem Arbeitstitel "Moneypenny" tüftelt. James Bond lässt grüßen.

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