Uni Bremen startet vier Projekte für nachhaltige Materialien
- 12-09-2025
- Materialentwicklung
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Von Abfallrecycling bis CO₂-Reduktion: Forschende in Bremen treiben neue Verfahren voran, die Materialwissenschaft mit industriellen Anwendungen verbinden sollen.
Im Projekt Use Swarf wird das Upcycling von Schleifschlamm erforscht.
Patrick Pollmeier, Universität Bremen
Die Universität Bremen hat vier neue Projekte gestartet, um Grundlagenforschung aus den Materialwissenschaften schneller in industrielle Anwendungen zu überführen. Die Projekte laufen bis zu drei Jahre und sind mit rund 1,5 Mio. € ausgestattet.
Eines der neuen Vorhaben ist das Projekt Use Swarf, das die Wiederverwertung von Schleifschlamm vorantreiben will. Dieses Abfallprodukt fällt insbesondere in der Metallverarbeitung an – in Deutschland rund 200.000 t jährlich. Forschende entwickeln Verfahren, den Schlamm für die Herstellung von Verschleißschutzschichten nutzbar zu machen. Koordiniert wird das Projekt von Dr. Anastasiya Tönjes vom Leibniz-IWT.
Im Projekt Twinspace sollen Robotertechnologien den Leichtbau in der Luftfahrt unterstützen. Automatisiertes Ablegen von Carbonfasern, gekoppelt mit Simulationen in Echtzeit, könne Produktionskosten senken und Energie sparen. Grundlage seien digitale Zwillinge, die physikalische Modelle mit KI-Methoden verbinden. Koordiniert wird das Vorhaben von Professor Michael Beetz (Universität Bremen), Partner ist das Faserinstitut Bremen.
Sensorik für Stahlhärtung
Das Projekt Ostenit entwickelt einen optischen Sensor, der den Nitrierprozess bei der Härtung von Stahlbauteilen überwachen soll. So lasse sich die Qualität steigern und gleichzeitig Energie einsparen, heißt es von den Forschenden. Beteiligte sind das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft sowie das Leibniz-IWT.
Ein weiteres Vorhaben adressiert die Gasaufbereitung im Stahlwerk. Dabei soll CO₂-haltiges Prozessgas durch katalytische Verfahren und die Nutzung von Wasserstoff in synthetische Kraftstoffe umgewandelt werden. Koordiniert wird das Projekt von Professor Jorg Thöming, Leiter des Fachgebiets Chemische Verfahrenstechnik an der Universität Bremen.
Matena innovate!
Alle vier Projekte findet im Rahmen des 2024 gegründeten Zentrums "Matena innovate!" statt. Nach Angaben der Universität Bremen soll die Einrichtung Lücken im Technologietransfer schließen und dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse nicht vor dem Prototypenstadium verharren. Zu diesem Zweck werden Forschende mit Fachleuten aus dem Innovationsmanagement zusammengebracht.