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About this book

Johanna Schulze untersucht in ihrer Arbeit mithilfe längsschnittlich angelegter Fallstudien und eines Mixed-Methods-Ansatzes die forschungsleitende Fragestellung, inwiefern und unter welchen Bedingungen schulische Medienkonzepte ihr Potenzial als Instrumente der Schulentwicklung an Schulen der Sekundarstufe I mit besonders herausfordernden Schüler*innenkompositionen im Bundesland Nordrhein-Westfalen entfalten können. Mit den Ergebnissen werden hemmende und förderliche Bedingungsfaktoren für den Implementierungsprozess schulischer Medienkonzepte auf den unterschiedlichen Ebenen von Schule offengelegt und auf einen inhaltlichen Entwicklungsbedarf dieser verwiesen.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und Überblick

Zusammenfassung
Die Thematik der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche ist derzeit omnipräsent, sodass nicht nur für den nationalen, sondern auch den internationalen Raum Konsens darüber besteht, dass ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien als zunehmend bedeutsam für eine Teilhabe am gesellschaftlichen, beruflichen oder alltäglichen Leben gilt. Der Institution Schule wird in diesem Zusammenhang eine äußerst relevante Rolle bei der Vermittlung der notwendigen Kompetenzen zugeschrieben; die Frage nach einer systematischen Umsetzung der Forderungen kann somit als ein, wenn nicht das beträchtlichste, Thema in bildungspolitischen und -praktischen Diskussionen verzeichnet werden. Der Diskurs impliziert dabei auch die Ermöglichung der Partizipation und des selbstbestimmten Handelns unter dem Aspekt der Bildungsgerechtigkeit. Hinsichtlich dieser Zielsetzung wird schulischen Medienkonzepten in Nordrhein-Westfalen eine zentrale Rolle eingeräumt, die bereits seit 2001 besteht. So gelten sie als Steuerungs- und Entwicklungsinstrumente auf der Prozessebene einer Einzelschule, welche alle Dimensionen der Schulentwicklung gleichermaßen berücksichtigen (Breiter, 2007; Eickelmann, 2017a). Inwiefern und unter welchen Bedingungen schulische Medienkonzepte dieser Funktionszuschreibung, insbesondere an Schulen, die besonders herausfordernde Schüler*innenkompositionen aufweisen, nachkommen, gilt bisher jedoch als annährend ungeklärt. Neben der thematischen Einleitung erfolgt im Rahmen des Kapitels die Erläuterung des Forschungsinteresses sowie der Ziele und des Aufbaus der Arbeit. 
Johanna Schulze

Kapitel 2. Die Bedeutung schulischer Medienkonzepte in der digitalen Welt als erweiterte Aufgabe der Schulentwicklung

Zusammenfassung
Aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Transformationsprozesse im Zuge der Digitalisierung wird an die Schulsysteme sowie die Einzelschulen als pädagogische Handlungseinheiten ein erweiterter Bildungsauftrag herangetragen. In dem vorliegenden Kapitel wird die Bedeutung schulischer Medienkonzepte als zentrale Aufgabe für die Schulentwicklung im Zuge der Digitalisierung aufgezeigt. Ausgeführt werden diese Instrumente mithilfe bildungspolitischer An- und Aufforderungen, die bundesweit sowie länderspezifisch unterschiedlich ausformuliert werden und schließlich Schulentwicklungsprozesse auf Einzelschulebene erfordern. Um die nötigen Schulentwicklungsprozesse für die Implementierung schulischer Medienkonzepte erläutern zu können, wird im Rahmen des Kapitels zuerst auf zentrale Begrifflichkeiten dieser Arbeit eingegangen, um anschließend die Medienkonzeptarbeit als neues Aufgabenfeld für Einzelschulen im Zuge der Prozesse der Mediatisierung bzw. Digitalisierung zu betrachten. Dazu werden sowohl bundesweite und länderspezifische Steuerungsinitiativen für diesen Entwicklungsbereich als auch die Funktionen und Inhaltsfelder schulischer Medienkonzepte vorgestellt. 
Johanna Schulze

Kapitel 3. Mögliche Bedingungsfaktoren für die Implementierung schulischer Medienkonzepte unter Berücksichtigung des veränderten Bildungsauftrags für Einzelschulen

Zusammenfassung
In dem vorangegangenen Kapitel wurde die schulische Medienkonzeptarbeit als neues Aufgabenfeld im Zuge der Digitalisierung vorgestellt. Um beleuchten zu können, welche Bedingungsfaktoren auf den Prozess der Implementierung schulischer Medienkonzepte einwirken, soll im folgenden Abschnitt eine Betrachtung von ähnlichen Schulentwicklungsprozessen erfolgen. Ziel ist es, mögliche Bedingungsfaktoren für die vorliegende Untersuchung abzuleiten. Dazu wird zunächst eine theoretische Verankerung der systematischen Medienkonzeptarbeit als Schulqualitäts- und Schuleffektivitätsmerkmal vorgenommen.
Johanna Schulze

Kapitel 4. Zur Bedeutsamkeit schulischer Medienkonzepte für Schulen mit besonders herausfordernden Schüler*innenkompositionen

Zusammenfassung
Mithilfe schulischer Medienkonzepte kann ein wesentlicher Beitrag dazu geleistet werden, Disparitäten durch eine systematisch angelegte Medienkompetenzvermittlung auf Einzelschulebene auszugleichen und allen Schüler*innen einen, auf ihre Bedürfnisse abgestimmten, Medienkompetenzerwerb zu ermöglichen. In dem folgenden Kapitel wird aus diesem Grund spezifiziert, welche Schulen über solche besonders herausfordernden Schüler*innenkompositionen verfügen und ihren Bildungsauftrag dementsprechend ausrichten sollten. Dazu wird zuerst der Begriff der ‚Schulen mit besonders herausfordernden Schüler*innenkompositionen‘ näher erläutert, um anschließend die Schüler*innenschaft und die aufgezeigten Disparitäten beschreiben zu können. Dazu werden verschiedene Begrifflichkeiten erklärt, voneinander abgegrenzt und deren Relevanz für die vorliegende Arbeit herausgestellt. Die Notwendigkeit der Thematik wird zudem mithilfe empirischer Erkenntnisse entlang der Dimensionen des Digital-Divides begründet. Weiter wird die Rolle der fairen Vergleiche für die Schulentwicklungsprozesse hervorgehoben und die Umsetzung für das Land Nordrhein-Westfalen verdeutlicht.
Johanna Schulze

Kapitel 5. Fazit, Analysemodell, Forschungsdesiderata und daraus resultierende Forschungsfragen

Zusammenfassung
In dem folgenden Abschnitt erfolgt neben einem Fazit des Theorieteils die Herleitung sowie die Darstellung des Analysemodells. Weiter werden die Forschungsdesiderata mit den daraus resultierenden Forschungsfragen ausformuliert.
Johanna Schulze

Kapitel 6. Methodische Anlage und Durchführung der eigenen Untersuchung

Zusammenfassung
Für die Untersuchung und Beantwortung der forschungsleitenden Fragestellungen wurde sich für eine Verknüpfung von unterschiedlichen empirischen Zugängen in Form von Fallstudien entschieden. Neben einer Dokumentenanalyse schulischer Medienkonzepte kamen dabei leitfadengestützte Interviews mit Akteur*innen der Bildungsadministration (Kompetenzteams der Medienberatung NRW) sowie schulischen Akteur*innen (Schulleitungen und Medienbeauftragte*n) von vier Schulen der Sekundarstufe I, die sich durch besonders herausfordernde Schüler*innenkompositionen auf der Kontextebene kennzeichnen, zu zwei Zeitpunkten zum Einsatz. Verbunden wurden die qualitativen Zugänge mit einer quantitativen Fragebogenerhebung an 49 Lehrpersonen. In dem vorliegenden Kapitel werden, neben dem gewählten methodischen Ansatz, das Sample mit dessen Akquise sowie die einzelnen Untersuchungsinstrumente mit deren Strategien der Datenanalyse vorgestellt und erläutert.
Johanna Schulze

Kapitel 7. Analyse der Daten und Ergebnisdarstellung entlang der Forschungsfragen

Zusammenfassung
In dem folgenden Abschnitt erfolgt die Ergebnisdarstellung der Einzelfall- sowie die der fallübergreifenden bzw. fallvergleichenden Analysen der Daten. Ziel ist es herauszustellen, inwiefern sich die untersuchten schulischen Medienkonzepte hinsichtlich ihrer Form und des Inhaltes als Schulentwicklungsinstrumente eignen, welchen Stellenwert sie bei den Schulentwicklungsprozessen einer Einzelschule mit besonders herausfordernden Schüler*innenkompositionen im Zuge der Digitalisierung einnehmen und welche Bedingungsfaktoren sich für die Implementierung ausmachen lassen.
Johanna Schulze

Kapitel 8. Diskussion, Ausblick und Fazit

Zusammenfassung
Als Ausgangslage der vorliegenden Arbeit wurde die Relevanz schulischer Medienkonzepte im Zuge der digitalisierungsbezogenen Schulentwicklung auf Einzelschulebene herausgestellt. Die Notwendigkeit für solche Steuerungs- und Entwicklungsinstrumente zur Umsetzung eines, an die Einzelschulen herangetragenen, erweiterten Bildungsauftrags, konnte mithilfe der theoretischen und empirischen Betrachtung allgemein sowie spezifisch für Schulen mit besonders herausfordernden Schüler*innenkompositionen fortlaufend während des Forschungsprozesses sowohl international, national als auch spezifisch für Nordrhein-Westfalen betont werden. Zudem wurde das Forschungsinteresse aufgrund fehlender empirischer Befunde zu diesen Instrumenten im deutschsprachigen Raum und im Spezifischen für das Bundesland Nordrhein-Westfalen ausgemacht. In den folgenden Abschnitten werden die Befunde sowie das gewählte methodische Vorgehen diskutiert, um abschließend empirische und praxisorientierte Implikationen sowie ein allgemeines Fazit anzuführen.
Johanna Schulze

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