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25-08-2021 | Mobile Payment | Nachricht | Article

Girocard-Transaktionen legen erneut deutlich zu

Author: Angelika Breinich-Schilly

2:30 min reading time
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Die Pandemie und der Wunsch nach hygienischem Bezahlen hat der Girocard ordentlich Auftrieb verliehen, wie eine Umfrage zeigt. Kunden und Handel finden das Zahlungsmittel bequem und unkompliziert. Im Trend liegen die Kontaktlosvarianten.

Im ersten Halbjahr 2021 sind im Handel die Transaktionszahlen mit der Girocard, der Debitkarte der Deutschen Kreditwirtschaft, um 4,7 Prozent auf 2,71 Milliarden gestiegen. Die Umsätze kletterten mit einem Plus von zwei Prozent auf 114 Milliarden Euro. Insgesamt rangiert das Zahlungsmittel mit 47 Prozent noch vor dem Bargeld (45 Prozent), der Kreditkarte (13 Prozent) und anderen Zahlungsalternativen (zehn Prozent). 

Diese Zahlen ermittelte eine repräsentative Telefonumfrage von Infas Quo im Auftrag der Euro Kartensysteme unter 1.200 Kunden im Alter von 16 bis 69 Jahren sowie rund 350 Einzelhändlern, Kassierern und Geschäftsführern in kleinen und mittelständischen Unternehmen im Juni 2021. 

"Der Wunsch nach Abstand und Hygiene hat diesen Wandel eindeutig beschleunigt", bringt es Ingo Limburg, Leiter Marketing und PR bei Euro Kartensysteme, auf den Punkt. "Wir beobachten den Shift zur Karte seit Jahren. Den ersten steileren Anstieg haben wir schon bei der Einführung von kontaktlos gesehen", so Limburg weiter. 

Kunden meiden hohe Bargeldsummen

In den Jahren 2016 bis 2020 ist laut Studie die Zahl der Girocard-Transaktionen von 2,9 Milliarden auf 5,5 Milliarden geklettert. Verglichen mit 2010 hat sie sich fast verdreifacht. Entsprechend ist für viele der befragten Kunden Bargeld heute wesentlich weniger wichtig als noch vor zehn Jahren: Jeder Dritte (33 Prozent) gibt an, über weniger Münzen und Scheine zu verfügen als 2010. So haben

  • 35 Prozent zwischen 20 und 50 Euro, 
  • 27 Prozent zwischen 50 und 100 Euro,  
  • ein Fünftel (21 Prozent) weniger als 20 Euro, 
  • elf Prozent zwischen 100 und 200 Euro und 
  • sechs Prozent 200 Euro oder mehr in der Geldbörse. 

Insgesamt sagen 46 Prozent der Kunden, dass sie heute weniger Geld abheben als 2020. 

Kontaktlos Bezahlen im Trend

Bei 92 Prozent der Händler können Kunden ihre Karte mittels Stecken nutzen. Bei 90 Prozent ist zudem die kontaktlose Variante möglich. Insbesondere Letztere ist im Handel und bei Kunden beliebt: Je neun von zehn Händler finden kontaktloses Bezahlen bequem (90 Prozent) sowie einfach und unkompliziert (89 Prozent). Auch das Bezahlen mit der digitalen Girocard im Smartphone kommt gut an: 81 Prozent der Händler stufen es etwa als bequem ein, 68 Prozent betrachten diese Bezahlmethode als vertrauenswürdig und 59 Prozent sind von ihrer Sicherheit überzeugt.

Unter den Kunden schätzen 56 Prozent die Sicherheit beim kontaktlosen Bezahlen und 85 Prozent die Zeitersparnis. 74 Prozent der Menschen nutzen diese Methode auch, um sehr kleine Beträge zu begleichen. Etwas geringer fallen die Zahlen für die digitale Girocard aus: 41 Prozent halten diese Methode für sicher, 68 Prozent für schnell und 66 Prozent für einfach.

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