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Mobilität der Zukunft

Intermodale Verkehrskonzepte

  • 2021
  • Book

About this book

Dieses Fachbuch beschäftigt sich mit der Verkehrswende, durch die neue Mobilitätskonzepte immer mehr in den Blick der Öffentlichkeit rücken. Dabei gilt es alle gesellschaftlichen Kreise in die sich abzeichnenden Veränderungsprozesse mit einzubeziehen. Daher versucht dieses Kompendium aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Interessenslagen ein Vorstellung darüber zu vermitteln, vor welchen Herausforderungen eine zukunftsfähige Mobilität steht. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt dabei auf dem Straßenverkehr. Mit 39 Beiträgen von mehr als 50 Autoren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltungen, Forschungseinrichtungen und Verbänden ist ein Gesamtwerk entstanden, das der Orientierung dienen und die Komplexität dieses Themas verständlich machen soll. Dankenswerterweise ist es dem Autorenkreis gelungen, die schwierigen Fragestellungen so darzustellen, dass sie nicht nur Experten auf diesem Fachgebiet nützt, sondern sich auch einer interessierten Öffentlichkeit erschließt.

In vielen Beiträgen kommt angesichts des globalen Klimawandels und der notwendigen Emissionsreduzierungen des Verkehrs zum Ausdruck, dass die diskutierten Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen einen Kraftakt auslösen und die Gesellschaft dadurch herausgefordert wird. Umso mehr kann eine fundierte und zielorientierte Faktenlage dazu beitragen, die angesprochenen Vorschläge und Aufgaben im Sinne einer erfolgreichen und nachhaltigen Mobilitätsstrategie voranzutreiben.

Table of Contents

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  1. Frontmatter

  2. Zukunftsperspektiven der Mobilität

    1. Frontmatter

    2. Mobilität für morgen – notwendig, herausfordernd, machbar

      Peter Gutzmer, Eike Christian Todsen
      Zusammenfassung
      Unsere Mobilität muss und wird sich wandeln. Dieser Transformationsprozess ist notwendig, um den Herausforderungen in den urbanen Zentren der Zukunft gerecht zu werden. Die weiter voranschreitende Urbanisierung, das generell rasante Bevölkerungswachstum und der steigende Mobilitätsbedarf führen zu immer höheren Anforderungen an das Verkehrssystem und die Fahrzeugtechnik des Personen- und Gütertransports. Als Ergebnis können nur komplett neu gedachte systemisch geprägte Lösungen eine nachhaltige Antwort auf diese Herausforderungen sein. Kleine, wendige Fahrzeuge, ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr und ein CO2-neutraler Individualverkehr wird die intermodale Zukunft der urbanen Mobilität prägen. Neben diesem Mix an Verkehrsmitteln wird es auch eine Antriebsvielfalt geben. Dem elektrifizierten Antriebsstrang kommt eine Schlüsselrolle zu und langfristig wird Wasserstoff als Energieträger immer wichtiger werden. Neue Technologien, wie insb. die digitale Vernetzung und das autonome Fahren, werden den Wandel im urbanen Umfeld letztlich erst zum Durchbruch verhelfen und für ein anderes Verständnis von Mobilität sorgen.
    3. “M.A.D.E.”-Trends und Implikationen – Deutschland im internationalen Vergleich

      Wolfgang Bernhart
      Zusammenfassung
      Die Zukunft der Mobilität wird geprägt durch die Wechselwirkung von neuen Mobilitätsangeboten und schnellem technologischem Fortschritt, der diese Angebote teilweise erst ermöglicht. Speziell dem automatisierten Fahren, der Vernetzung des Fahrzeuges mit anderen Systemen im Rahmen des „Internet der Dinge“, sowie lokal emissionsfreien Antriebstechnologien, insbesondere dem batterieelektrischen Fahren, kommt hier erhebliche Bedeutung zu. In ihrer Kombination bewirken diese Trends eine Verringerung der Bedeutung des im eigenen Besitz befindlichen Autos als primäres Fortbewegungsmittel in Deutschland und in anderen hochindustrialisierten Nationen. Es ist davon auszugehen, dass in Indien, aber auch in China das eigene Auto gar nicht mehr zur meistgenutzten individuellen Mobilitätsform wird. Neue Mobilitätskonzepte und -technologien werden dagegen an Bedeutung gewinnen – diese erlauben weiterhin individuelle Mobilität, aber deutlich nachhaltiger. Mit der Konvergenz dieser Trends hin zu automatisierter, elektrischer „Mobilität als Service“ gehen potenziell massive Veränderungen für die Industrie, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes einher – die Automobilindustrie wird ihre dominierende Rolle als Treiber und Garant von Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland zumindest teilweise verlieren. Dies insbesondere dann, wenn es nicht gelingt, den technischen Vorsprung, den die Industrie über mehr als hundert Jahre weltweit hatte, weiterhin zu erhalten und in neuen Geschäftsmodellen zu nutzen.
    4. Die Zukunft der Stadtmobilität

      Dirk Messner, Tim Schubert
      Zusammenfassung
      Neben den Luftschadstoffemissionen verursacht der Verkehr Treibhausgase und Lärm, er verbraucht viel Platz für Straßen und Parkplätze und beeinträchtigt die Lebensqualität. Wir brauchen daher besonders in den Städten bei gleichbleibender oder besserer Mobilität einen anderen Verkehr, vor allem mit viel weniger privaten Autos. Eine Stadt mit weniger Verkehr und weniger Autos ist leiser, emissionsärmer und es steht mehr Platz zur Verfügung für Grün und attraktive öffentliche Plätze, die Menschen Raum für Erholung, Aufenthalt und Begegnung bieten. All das trägt zu einer höheren Lebens- und Umweltqualität bei. Um dabei die gleiche Mobilität zu ermöglichen, ist und bleibt der öffentliche Verkehr auch zukünftig das Rückgrat des Stadtverkehrs, ergänzt um Fuß- und Radverkehr und Carsharing. Er muss aber signifikant ausgebaut und langfristig tragfähig finanziert werden. Mit steigendem Angebot und Qualität des Umweltverbundes müssen dann auch schrittweise und sozial verträglich dem Autoverkehr die wahren Kosten angelastet werden, z. B. durch Parkraummanagement oder eine fahrleistungsabhängige Maut. Der Stadtverkehr muss auch seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
    5. Faszination Mobilität – Status quo und Ausblick

      August Markl
      Zusammenfassung
      Unsere Welt ist in Bewegung – und gleichzeitig steht sie im Stau. Technische Entwicklungen wecken bunte Mobilitäts-Phantasien, aber die alltägliche Realität auf unseren Straßen bremst uns aus. Bezeichnend: Ein Bericht über den Jungfernflug eines Flugtaxis läuft im Autoradio auf dem Weg in die Arbeit – im Stau. Beides ist wahr.
      Während in unseren Großstädten der Verkehrskollaps droht, Straßen sowie Bahnen und Busse verstopfen und um die Einhaltung von Immissionsgrenzwerten gerungen wird, entwickeln Startups neue Formen der Mobilität: emissionsfrei, jung, cool. Und alles scheint denkbar – von der Seilbahn bis zum Hyperloop.
      Manche Dieselfahrer wissen aktuell nicht, ob oder wie lange sie noch in den Innenstädten unterwegs sein können, während Forscher nicht nur an der Elektrobatterie der Zukunft und der Brennstoffzelle, sondern mittels synthetischer Kraftstoffe am komplett emissionsfreien Verbrennungsmotor arbeiten. Derweil lernen sich Pendler über Apps kennen, die seit Jahren den Arbeitsweg teilen, aber bislang nichts voneinander wussten und jetzt zusammen unterwegs sind. Und während Verkehrswege erodieren, nehmen digitale Autobahnen allmählich Fahrt auf. So sind die virtuelle Reise und in der Zukunft das reine Roboterauto ebenso denkbar wie der Friseurbesuch während der Fahrt. Unglaublich? Mitnichten – die Frage ist allerdings, ob wir alles wollen, was möglich ist. Oder anders herum: Wie wollen wir die neuen Möglichkeiten nutzen? Welche Ansprüche setzen und welche Ziele verfolgen wir? Wie wollen wir die Mobilität der Zukunft gestalten?
    6. Die Zukunft der Mobilität

      Ulrich Seiffert
      Abstract
      Schon Pascal hat in dem Satz „ohne Bewegung ist der Tod“ in der Vergangenheit auf das Mobilitätsbedürfnis der Menschen hingewiesen. Nicht nur durch das Anwachsen der Weltbevölkerung, sondern auch mit dem veränderten Verhalten der Menschen hat sich das Mobilitätsbedürfnis für den Transport von Menschen und Gütern ständig erhöht. Während in der Vergangenheit neben den kriegerischen Auseinandersetzungen und dem Wunsch nach der Erkundung unseres Planeten bzw. der lokalen Reisen dieses Bedürfnis hervorgerufen hat, sind es heute eine ganze Reihe von Gründen, welche das Wachstum im Transport von Menschen, Gütern und Daten ständig erhöht hat.
    7. Mobilität und Energie bedeuten Wohlstand – Auf Basis der Physik von der Vergangenheit zur Zukunft

      Wolfgang Maus
      Zusammenfassung
      Wohlstand und Mobilität sind untrennbar miteinander verwoben. Die Sicherstellung dieser Mobilität wird allerdings zunehmend durch Reglementierungen und Falschannahmen in der Klimapolitik gefährdet. Die damit verbundene Verteuerung der Energie wird dabei vor allem die einkommensschwachen Bevölkerungsschichten treffen. Eine physikalisch-wirtschaftliche Betrachtung, die als Erstveröffentlichung in der MTZ 4/2019 erschienen ist.
    8. „Mensch braucht Vertrauen in die Systeme“

      Dietmar Bichler
      Zusammenfassung
      Nie zuvor gab es eine so intensive Vernetzung unterschiedlicher automobiler Themen. Autonomes Fahren, Vernetzung, Digitalisierung und Elektromobilität – diese Bausteine spielen eine tragende Rolle. Dietmar Bichler, Aufsichtsratsvorsitzender der Bertrandt AG, wirft einen Blick auf die Trendthemen, greift Herausforderungen auf und zeigt, welche Chancen sich für die Mobilität der Zukunft ergeben.
    9. Deutschland mobil 2030 – Zeit für neues Denken und Handeln

      Ingo Wortmann
      Zusammenfassung
      Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) über die Notwendigkeit einer Verkehrswende und die zunehmende Bedeutung von Bussen und Bahnen im städtischen Verkehr der Zukunft.
    10. Urbane Mobilität im Wandel

      Wie sich Mobilität im urbanen Raum entwickeln kann Eberhard Buhl
      Zusammenfassung
      Historisch betrachtet ist Urbanisierung, die heute als größte Herausforderung für Verkehrsplaner in Städten gilt, von alters her bekannt. Denn städtische Siedlungen versprechen den Menschen viel auskömmliche Arbeit, ein Maximum an Mobilität und persönliche Freiräume. Transportwege, Verkehrsmittel und Versorgungseinrichtungen bestimmen Funktionalität und Attraktivität jeder urbanen Gemeinschaft seit jeher. Neu ist allerdings, dass die Anziehungskraft der Städte bisher ungekannte Ausmaße angenommen hat. Wie stark die Wechselwirkung zwischen Mobilität und Stadtentwicklung ist, welche Rolle dabei die technische Entwicklung spielt und welche Optionen für urbane Mobilität von morgen bestehen, soll dieser Beitrag zeigen.
    11. Das deutsche Automobil – gestern, heute und morgen

      Ulrich W. Schiefer
      Zusammenfassung
      Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie nach dem 2. Weltkrieg war gekennzeichnet durch das Eröffnen neuer Fahrzeugkategorien, die in ihrer Ausprägung einzigartig und spezifisch sind. In diesen Kategorien entstand ein spezifischer Wettbewerb vor allem unter den später Premiumhersteller bezeichneten Firmen. Anhand der näheren Beleuchtung dieser Produktklassen mit dem Blick zurück, über die Gegenwart und voraus in die Zukunft sollten mögliche Aspekte zukünftiger Ausprägung ermittelt werden und vor allem auch ihre Zukunftsfähigkeit im Lichte der anstehenden massiven Umbrüche durch den Technologiewandel.
    12. Schon angekommen in der neuen Mobilitätsvielfalt? Eine Bestandsaufnahme in der deutschen Gesellschaft

      Silke Borgstedt
      Zusammenfassung
      Mobilität hat sich gewandelt – nicht nur in der Art und Weise wie wir tatsächlich unterwegs sind, sondern auch wie wir darüber sprechen und denken. Sie ist zu einem gesellschaftlichen Kernthema geworden, das uns wirtschaftlich, sozial und politisch herausfordert und wesentlich darüber entscheiden wird, wie zukunftsfit unsere Gesellschaft ist.
    13. Auto-Mobilität der Zukunft – Von frühen visionären Konzepten bis zum Strukturwandel der kommenden 2020er Jahre

      Johann Tomforde
      Zusammenfassung
      „Die Automobil-Industrie arbeitet an ihrem größten Strukturwandel“ – so oder so ähnlich titulieren unisono alle Median die momentane Zeit des Umbruchs. Der Verfasser dieses Beitrags, Prof. Johann Tomforde, blickt nun mehr auf seine 50 Jahre Entwicklung & Design für alle Arten der Mobilität zurück – und macht erstaunliche Feststellungen. Auch wenn sich viele Dinge wiederholen oder schon vor langer Zeit von visionären Vordenkern konzipiert wurden. Die Realisierungs-Chancen sind heute größer denn je, weil nicht nur die Fahrzeugkonzepte und Technologien reif sind, sondern auch Gesellschaft und Kunden offen sind für disruptive Mobilitätslösungen!
    14. Ist Autofahren ein Grundrecht?

      Franz Alt
      Zusammenfassung
      Jede und jeder spürt es: Immer mehr Pendler, immer mehr Autos auf den Straßen, immer mehr gestresste Arbeitnehmer, immer schlechtere Luft. Die ersten deutschen Großstädte haben Fahrverbote für ältere Dieselautos. 60 % aller deutschen Arbeitnehmer pendeln von ihrem Wohnort zum Arbeitsplatz in einen anderen Ort. Und die meisten Pendler fahren mit einem PKW zur Arbeit. Durchschnittlich 19 km am Tag – zweimal. Die Zahl der Pendler in Frankfurt stieg seit dem Jahr 2000 um 17 %, die Zahl der Wochenendpendler hat sich verdreifacht.
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Title
Mobilität der Zukunft
Editor
Wolfgang Siebenpfeiffer
Copyright Year
2021
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-61352-8
Print ISBN
978-3-662-61351-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-61352-8

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