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Veraltete IT-Systeme sind für Finanzdienstleister weitaus mehr als nur ein technisches Problem – sie sind ein strategisches Risiko. Ihre Modernisierung ist jedoch ein vielschichtiges Unterfangen und bedarf eines strategischen sowie ganzheitlichen Ansatzes.
Die Finanzwelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Während Fintechs mit modernen Cloud-Technologien und nutzerzentrierten Services neue Standards setzen, stehen viele etablierte Banken und Sparkassen vor einer großen Herausforderung: Sie müssen ihre veralteten IT-Systeme, auch bekannt als Legacy-Systeme, modernisieren. Meist handelt es sich dabei um historisch gewachsene IT-Anwendungen, die in vielen Finanzunternehmen noch immer den Kern des operativen Geschäfts bilden. Dazu zählen unter anderem Kernbankensysteme, Zahlungsverkehrs-, Buchhaltungs- und Reporting-Plattformen, die über mehrere Jahrzehnte erweitert und angepasst wurden. Sie laufen häufig auf Mainframes oder älteren Servern und basieren auf Programmiersprachen, die heute kaum noch genutzt werden.
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Ursprünglich mit Fokus auf Stabilität und Sicherheit entwickelt, sind diese Systeme inzwischen ein Hemmschuh für Agilität und Innovation. Ihre monolithische Architektur macht Anpassungen an neue Marktbedingungen oder regulatorische Vorgaben zeit- und kostenintensiv. Hinzu kommt, dass das erforderliche Fachwissen am Arbeitsmarkt zunehmend rar wird und die einstigen Entwickler mitunter nicht mehr in den Unternehmen arbeiten.
In vielen Banken und Sparkassen existieren heute Software-Ökosysteme aus teils Dutzenden von Altkomponenten. Häuser, die die Modernisierung oder Ablösung dieser Systeme hinauszögern, riskieren jedoch gravierende Wettbewerbsnachteile. Denn Neobanken und Bigtechs setzen Maßstäbe in Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Kundenerlebnis. Zudem stoßen Legacy-Plattformen unter dem Druck wachsender Compliance-Anforderungen an ihre Grenzen: Sie sind zu teuer, zu unflexibel und zu langsam, um den Anforderungen eines dynamischen Finanzökosystems gerecht zu werden. Eine konsequente Transformation ist daher sowohl eine technische als auch eine strategische Notwendigkeit.
Starre Prozess-Silos verhindern Modernisierung
Dass die Legacy-Modernisierung für deutsche Kreditinstitute eine der größten Herausforderungen ist, offenbart auch die Studie „Banking Trends 2025“ von Ibi Research. 88 Prozent der für die Erhebung befragten Expertinnen und Experten aus dem Bankenbereich nennen starre Prozess-Silos als größte Hürde für die Modernisierung der IT-Systeme. Im europäischen Vergleich wird den deutschen Banken von knapp zwei Drittel der Befragten ein deutlicher Aufholbedarf attestiert. Gleichzeitig wird nach Einschätzung von 68 Prozent der Konsolidierungs- und Wettbewerbsdruck aufseiten der Anbieter von Kernbankensystemen stark zunehmen. Die Prognose, dass die Geldhäuser ihre Investitionen stark erhöhen und den Modernisierungsstau bis Ende 2027 beseitigen werden, wird von 68 Prozent nicht geteilt.
Als Herzstück eines jeden Kreditinstituts nimmt das Kernbankensystem im Rahmen der Legacy-Modernisierung eine zentrale Rolle ein. Da ein vollumfänglicher Austausch mit komplexen und ressourcenintensiven Herausforderungen verbunden ist, kommt der Zukunftsfähigkeit der IT-Systeme eine essenzielle Bedeutung zu. Aus Sicht der im Rahmen der Studie von Ibi Research befragten Expertinnen und Experten sind insbesondere die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe mit 57 Prozent und eine modulare Ausgestaltung der Software- beziehungsweise Systemarchitektur mit 46 Prozent, gefolgt von der technologischen Offenheit mit 38 Prozent die drei wichtigsten Aspekte eines zukunftsfähigen Kernbankensystems.
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Bei der Detailbetrachtung der Herausforderungen bei der Modernisierung nannten die Befragten an erster Stelle mit 48 Prozent die Beherrschung der Komplexität. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen der Balanceakt „Standardisierung versus Individualisierung“ mit 35 Prozent sowie die Höhe der Migrationskosten und der Fachkräftemangel mit jeweils 33 Prozent.
Die Ibi-Studie zeigt: Die Modernisierung von Legacy-Systemen ist komplex und von den Finanzinstituten alleine nicht zu stemmen. So sind Cloud-Anbieter zu einem entscheidenden Faktor bei der Modernisierung von IT-Systemen im Finanzsektor geworden. Ihre Rolle reicht dabei weit über die reine Bereitstellung von Infrastruktur hinaus. Sie liefern skalierbare und sichere Plattformen, die den Betrieb monolithischer Altsysteme ablösen und gleichzeitig die Grundlage für moderne, agile Anwendungen schaffen. Darüber hinaus ermöglichen Cloud-Plattformen die Integration zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning. Diese Technologien eröffnen Banken und Sparkassen die Möglichkeit, neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen und die Kundenerfahrung nachhaltig zu verbessern.
Zwei Säulen erschweren die Transformation
In seiner Funktion als Technologie- und IT-Dienstleister unterstützt auch Fujitsu Germany Finanzdienstleister bei der Modernisierung ihrer Legacy-Systeme durch einen umfassenden Ansatz, der Beratung, spezielle Tools und die Migration in die Cloud umfasst. Dabei macht das Unternehmen darauf aufmerksam, dass insbesondere die Transformation von Kernbankensystemen durch zwei zentrale Säulen erschwert wird:
Regulatorische Komplexität – Die Finanzbranche unterliegt einer ständig wachsenden Flut von Vorschriften und Gesetzen. Diese regulatorischen Auflagen sind nicht nur komplex in ihrer Natur, sondern haben auch weitreichende Auswirkungen auf IT-Budgets und Modernisierungsprojekte. Die Implementierung neuer Vorschriften bindet erhebliche Ressourcen und führt oft dazu, dass ein großer Teil des IT-Budgets für rein regulatorisch getriebene Projekte aufgewendet werden muss, anstatt in innovative Kundenlösungen zu investieren. So waren etwa bei einer Direktbank 70 Prozent der IT-Projekte regulatorisch bedingt. Dies verdeutlicht, wie stark die IT-Strategie von Finanzinstituten durch externe Vorgaben beeinflusst wird und wie schwierig es ist, unter diesen Umständen eine agile und zukunftsorientierte Entwicklung voranzutreiben. Die Schaffung komplexer Abhängigkeiten und die Bindung von Budgets an – aus Kundenperspektive – nichtwertschöpfende Projekte sind direkte Folgen dieser Herausforderung.
Technologie-Business-Gap – Über Jahrzehnte gewachsene Kernbankensysteme sind oft das Ergebnis von Patchwork-Lösungen und inkrementellen Anpassungen, die technische Hürden schaffen. Diese Altlasten behindern nicht nur die technische Agilität und Skalierbarkeit, sondern führen auch zu signifikanten organisatorischen Barrieren. Der sogenannte Technologie-Business-Gap manifestiert sich in einer mangelnden Abstimmung zwischen People, Processes und Technology, also Mitarbeitenden, Geschäftsprozessen und IT-Systemen. Spezialisiertes Wissen und operative Abläufe sind häufig untrennbar mit den bestehenden Legacy-Systemen verbunden. Eine rein technische Modernisierung ohne Berücksichtigung dieser Verflechtungen kann schnell zu Widerständen, Ineffizienzen und einer nur oberflächlichen Transformation führen. Eine ganzheitliche Modernisierung, die die drei Dimensionen People, Processes und Technology adressiert, ist unter diesen Umständen nur schwer zu realisieren.
Angesichts dieser komplexen Herausforderungen sind innovative und strategisch durchdachte Lösungsansätze unerlässlich. Dagegen ist es unzureichend, bei der Systemmodernisierung lediglich eine isolierte Code-Konvertierung vorzunehmen, wie Max Schulze-Berl, Head of European Modernization Center of Excellence bei Fujitsu Germany, im Interview (siehe Seite 14) erklärt: „Eine isolierte Code-Konvertierung ignoriert die Notwendigkeit, Geschäftsprozesse, Menschen und das Betriebsmodell zu transformieren. Darüber hinaus enthalten Legacy-Anwendungen oft eine fest codierte, ineffiziente Prozesslogik. Eine reine Konvertierung würde diese veraltete Logik lediglich in einer neuen Sprache fortführen, anstatt die zugrunde liegenden Prozesse zu modernisieren.“ Eine 1:1-Übersetzung des alten Codes in einen neuen Code würde die potenziellen Vorteile einer modernen Zielarchitektur wie verbesserte Skalierbarkeit, Flexibilität und Performance demnach nicht voll ausschöpfen.
Es ist vielmehr ein ganzheitlicher Modernisierungsansatz geboten, der sich laut Fujitsu Germany auf die systematische Übertragung der gesamten Business Logic konzentrieren sollte. Dabei wird die zugrunde liegende Geschäftsfunktionalität analysiert und in einer neuen, optimierten Form für die Zielarchitektur implementiert. Ein wichtiges Werkzeug hierbei ist die Künstliche Intelligenz (KI). Schulze-Berl erläutert: „KI-gestützte Methoden spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung des Know-how-Verlusts und der Effizienzsteigerung. Sie tragen dazu bei, implizites Wissen aus Legacy-Anwendungen zugänglich zu machen.“ Zudem könne KI, die aus den System-Assets der Kernbanklösung lernt, die Effizienz und Qualität der Wartung optimieren, vor allem bei regulatorischen Änderungen, ergänzt er. Darüber hinaus werde KI auch zur Code-Analyse, Dokumentation sowie zur Identifikation von Sicherheitslücken eingesetzt.
Als weiteren kritischen Baustein für eine erfolgreiche Modernisierung nennt Fujitsu Germany die Etablierung einer integrierten Wissensdatenbank. Sie dient als zentrales Repository für alle relevanten Informationen bezüglich der Legacy-Systeme, der neuen Zielarchitektur, regulatorischer Vorgaben sowie der zugrunde liegenden Geschäftslogik.
Die Wissensdatenbank hilft Banken, ihre Legacy-Systeme systematisch zu transformieren, indem sie eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft schlägt. Sie vereint regulatorische Anforderungen, technische Modernisierungspläne und die Geschäftslogik in einem kohärenten Framework. Dadurch wird nicht nur Transparenz geschaffen, sondern auch die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen – darunter IT, Compliance und Fachbereiche – erheblich verbessert.
Ein besonders wichtiger Aspekt der Wissensdatenbank ist ihre Rolle im Hinblick auf den demografischen Wandel. Viele Kernbankensysteme wurden von einer Generation von IT-Spezialisten, die sich nun dem Ruhestand nähern, entwickelt und gewartet. Deren tiefes, oft implizites Wissen ist für den Fortbestand und die Modernisierung der Systeme von unschätzbarem Wert. Eine integrierte Wissensdatenbank bietet die Möglichkeit, dieses kritische Wissen zu dokumentieren, zu zentralisieren und zu sichern, wodurch der Verlust von Know-how minimiert und die Einarbeitung neuer Mitarbeitender erheblich erleichtert wird.
Fujitsu Germany begleitet derzeit unter anderem einen öffentlichen Versicherer beim umfassenden Modernisierungsprozess seines IT-Systems. Vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen und der Entscheidung für einen neuen Transformationsansatz wird das Modernisierungsprojekt aktuell reorganisiert. Dies erfordert eine neue strategische Ausrichtung, die mit veränderter Führung und neu zugeschnittenen Teams einhergeht.
Parallel dazu müssen zwei Systeme gleichzeitig entwickelt und betrieben werden, was die Implementierung einer technischen Weiche und die permanente Migration von Daten zwischen den Plattformen notwendig macht. Hinzu kommt die Skalierung des CAST-Analyse-Services auf alle IT-Bereiche – von Bestands- über moderne Systeme bis hin zu Subsystemen – einschließlich des Aufbaus eines stabilen Betriebs. Auch die Automatisierung im Bestandsbereich stellt eine zentrale Aufgabe dar, die sowohl organisatorische als auch inhaltliche Unterstützung erfordert.
Schließlich gewinnt die Integration von KI an Bedeutung: Für den Versicherer in der Region Berlin-Brandenburg ist sie mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil von Proof of Concepts (PoC), was den Einsatz spezieller Hardware wie Graphics Processing Units (GPUs) erforderlich macht.
Fujitsu berät das Unternehmen mit einem 45-köpfigen Team aus eigenen Experten und Partnern. Die Unterstützung umfasst die Architektur und Entwicklung der neuen Systemlandschaft. Im agilen Umfeld übernimmt das Team Coaching und Scrum Mastering, um eine effiziente Projektumsetzung sicherzustellen. Darüber hinaus unterstützt der Technologiepartner bei der Umsetzung der Weiche zwischen den parallel entwickelten Systemen und bei der kontinuierlichen Datenmigration. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Ausbau des CAST-basierten Analyse-Services, der die Code-Qualität sowie die Wartbarkeit in den IT-Bereichen verbessern soll.
Eine Grundlage für die Zukunft schaffen
Die Transformation ihrer Legacy-Systeme ist für Finanzdienstleister ein anspruchsvolles Unterfangen. Doch der strategische Nutzen überwiegt klar den Aufwand. Moderne, modular aufgebaute IT-Systeme ermöglichen eine signifikante Verkürzung von Markteinführungszeiten, reduzieren operative Risiken und schaffen die Grundlage für innovative, digitalisierte Geschäftsmodelle. Sie erhöhen die Resilienz, unterstützen regulatorische Anforderungen effizienter und erleichtern die Weiterentwicklung der Produkt- und Servicepalette. So kann es den Instituten gelingen, den Spagat zwischen regulatorischer Stabilität und digitaler Innovation erfolgreich zu meistern.
Kompakt
Die sich rasant entwickelnde technologische Landschaft und das immer dichtere regulatorische Umfeld zwingen Finanzdienstleister dazu, ihre IT-Infrastrukturen zu erneuern.
Bei der Modernisierung alter Legacy-Systeme ergeben sich eine Reihe von Herausforderungen.
Mit innovativen Lösungsansätzen gelingt der ganzheitliche und zukunftsfähige Weg zur Transformation.
Unternehmensporträt Fujitsu Germany
Name: Fujitsu Germany
Hauptsitz: München
Kurzporträt: Fujitsu Germany unterstützt Unternehmen verschiedener Branchen bei der digitalen Transformation durch Beratung in den Bereichen Business, Technologie und Anwendung.
„Die ausschließliche Konzentration auf die Technologie ist häufig ein Fehler“
Warum sollten Finanzinstitute ihre veralteten Legacy-Systeme dringend modernisieren?
Veraltete Legacy-Systeme stellen Finanzdienstleister vor mehrere große Herausforderungen. Erstens verursachen sie hohe Kosten und einen erheblichen Wartungsaufwand, da Legacy-Anwendungen mit der Zeit zunehmend teuer und schwierig zu warten sind. Zweitens verschlechtern sich die Anwendungsportfolios im Laufe der Zeit und verlieren allmählich ihre Geschäftstauglichkeit. Drittens führt die in Legacy-Systemen enthaltene fest codierte Prozesslogik zu einer starken Prozessrigidität, die es erschwert, Änderungen vorzunehmen oder die zugrunde liegenden Geschäftsprozesse zu modernisieren. Schließlich stellen veraltete Systeme ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
Max Schulze-Berl, Head of European Modernization Center of Excellence bei Fujitsu Germany
Welche regulatorischen Anforderungen müssen Finanzunternehmen bei der IT-Modernisierung beachten?
Regulatorische Anforderungen sind ein zentraler Treiber und gleichzeitig eine große Herausforderung bei der IT-Modernisierung. Die Spezialisierung des Cloud-Anbieters muss mit den Bankenregularien, einschließlich regionaler Fähigkeiten, in Einklang stehen. Darüber hinaus werden Regulierungsbehörden geschäftskritische Anwendungen, sogenannte Mission Critical Applications (MCAs), genau prüfen. Banken benötigen zudem „Cloud-Lokalisierungs“-Angebote, die vollständig konform sind. Zudem setzen Regulierungsbehörden Regeln für die Nutzung von Multicloud-Strategien durch, um Risiken zu minimieren und die Compliance zu verbessern, oft verbunden mit einer komplexen Governance.
Welche typischen Fehler machen Finanzdienstleister bei der Modernisierung ihrer IT-Systeme?
Zu den häufigsten Fehlern zählt zunächst der Mangel an Vorbereitung oder Planung. Probleme bei der Anforderungserfassung, dem Requirements Gathering, sind besonders wirkungsvoll und am schwierigsten zu überwinden. Ein weiterer typischer Fehler besteht darin, die Modernisierung ausschließlich auf Technologie zu fokussieren, anstatt Geschäftsprozesse, Menschen und das Betriebsmodell einzubeziehen. Und nicht zuletzt wird auch der Wert einer schrittweisen Dokumentation für die Kernauswahl häufig unterschätzt.
Warum ist es falsch, sich bei der Umsetzung einer Cloud-Strategie nur auf Technologie zu konzentrieren?
Die ausschließliche Konzentration auf die Technologie ist häufig ein Fehler. Ein erfolgreicher Ansatz muss Technologie, Prozesse und Menschen umfassen. Die Abstimmung zwischen Technologie und Geschäft ist entscheidend für den Erfolg und die ordnungsgemäße Governance. Der Chief Information Officer (CIO) muss eng mit den Geschäftsführern zusammenarbeiten, um die Zuweisung dedizierter Ressourcen für alle Ressourcentypen, einschließlich Compliance, über den gesamten Lebenszyklus des Programms sicherzustellen. Und die Personalabteilung muss in die interne Cloud-Strategie eingebunden werden, um Cloud-Talente zu gewinnen und zu binden.
Wie hilft Künstliche Intelligenz (KI) bei der Transformation von Kernbankensystemen in Geldhäusern?
KI-gestützte Methoden spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung des Know-how-Verlusts und der Effizienzsteigerung. Sie tragen dazu bei, implizites Wissen aus Legacy-Anwendungen zugänglich zu machen. Darüber hinaus kann KI, die aus den System-Assets der Kernbanklösung lernt, die Effizienz und Qualität der Wartung optimieren, insbesondere bei regulatorischen Änderungen. Außerdem wird KI zur Code-Analyse, Dokumentation sowie zur Identifikation von Sicherheitslücken eingesetzt.
Welche Rolle spielen hybride Cloud-Modelle für Institute, die nicht alle Systeme auslagern können?
Hybride Cloud-Modelle sind für Banken, die nicht alle Systeme auslagern können, unerlässlich. Sie ermöglichen eine Total Cloud Strategy, die sowohl die private als auch die öffentliche Cloud umfasst. Dies ist notwendig, wenn MCAs oder sensible Daten, beispielsweise auf Mainframes, nicht vollständig in die Public Cloud migriert werden können. Zusätzlich verbessern hybride Ansätze Risiko und Compliance, indem sie Workloads auf verschiedene Cloud-Service-Provider und lokale Akteure verteilen.
Springer Professional
Veraltete IT-Systeme
Richard Harmon: Finanzbranche meistert Modernisierung mit KI, Wiesbaden 2024 https://sn.pub/5g2m2s
Arthur M. Langer: Transforming Legacy Systems, in: Analysis and Design of Next-Generation Software Architectures, Schweiz 2025 https://sn.pub/to4i73
Gerrit Heinemann, Jana Bartholomäus, Sebastian Bleil: Plattform- und KI-Readiness der Banken und Sparkassen, in: Intelligent Open Finance, Wiesbaden2025 https://sn.pub/xo08u3
Markus Rogger: Zukunftssicherung durch automatisierte Prozesse, in: Versicherungsmagazin 3/2024 https://sn.pub/qkahjf
Christian Glaser: Erfolgsrezepte – Erfolgreiche digitale Transformation ist mehr als nur neue Technologien, in: Künstliche Intelligenz im Bankenumfeld, Wiesbaden 2024 https://sn.pub/n5iin5
Bianca Baulig,
Chefredakteurin des Bankmagazins.
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