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About this book

Dieses Nachschlagewerk liefert 111 kurz und prägnant formulierte Antworten zu allen Themen rund um die operative und strategische Umsetzung einer nachhaltigen Unternehmensführung im Sinne des deutschen Nachhaltigkeitskodex und der neuen CSR-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.Die erweiterten Berichtspflichten zur wirksamen und aussagekräftigen Ausgestaltung von Nachhaltigkeitsberichten treffen insbesondere große Unternehmen und indirekt deren Lieferanten und Partner. Zukünftig müssen nichtfinanzielle Kennzahlen zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, über die Achtung von Menschenrechten sowie die Bekämpfung von Korruption und Informationen die Diversität betreffend in den Lage- und Konzernlageberichten aufgeführt werden.Katja Mayers Buch schafft einen schnellen Überblick zu 10 Schwerpunktthemen. Sie stellt den Zusammenhang zwischen globalen Entwicklungen und Unternehmen her und geht dabei auf Auswirkungen in Kern- und Managementprozessen ein. Sie beleuchtet Standards für Kommunikation und Berichterstattung und nimmt eine Finanzmarktperspektive ein. Außerdem gibt sie Impulse für Nachhaltigkeit als Treiber für Innovation und für einen gewinnbringenden Stakeholderdialog.

Table of Contents

Frontmatter

1. Nachhaltigkeit – Hintergründe und Definition einer globalen Herausforderung

Zusammenfassung
Die heutige Nachhaltigkeitsdebatte fand 1972 ihren Ursprung in der vom Club of Rome veröffentlichten Studie The Limits to Growth, die mittels computersimuliertem Weltmodell in Szenarien die Wechselwirkungen wesentlicher Trends analysierte: Industrialisierung, Bevölkerungsdichte, Nahrungsmittelressourcen, Ausbeutung von Rohstoffreserven und Zerstörung von Lebensraum sowie Energiebedarf. Die grundlegende Annahme war, dass das heutige lokale Handeln jeder einzelnen Volkswirtschaft in Summe langfristig dramatische globale Auswirkungen hat. Die internationale Staatengemeinschaft unter der Federführung der Vereinten Nationen nahm sich der Thematik an, fordert und fördert eine nachhaltige Entwicklung im Sinne eines Dreiklangs zwischen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und umweltgerechter Belange für heutige und zukünftige Generationen.
Katja Mayer

2. Nachhaltigkeit aus Unternehmensperspektive

Zusammenfassung
Während bis in die 1980er-Jahre der Schwerpunkt der Unternehmensführung in erster Linie auf Kosteneinsparungen sowie -minimierung lag, hat sich in den 1990-Jahren der Ansatz des Shareholder- Value durchgesetzt. Zusätzlich zum Kostenmanagement wurden neue Kennzahlen eingeführt. Insbesondere bei internationalen Unternehmen standen die Optimierung der Steuerlast und der zu erzielende Wertbeitrag für die Anteilseigner im Fokus. Bestreben der Unternehmen war es, immer positive Steuerungskennzahlen auszuweisen mit positivem Einfluss auf den Aktienkurs. Dies hatte zur Folge, dass das Management für kurzfristige Erfolge belohnt wurde – nicht immer zum Wohl anderer Anspruchsgruppen, auch nicht der langfristig orientierten Anleger.
Katja Mayer

3. Grundsätze nachhaltiger Unternehmensführung

Zusammenfassung
Ethik spielt eine entscheidende Rolle und kann quasi als Essenz nachhaltiger Unternehmensführung betrachtet werden, denn zentrale Werte der Wirtschaftsethik wie Humanität, Solidarität und Verantwortung sind auch Prinzipien der Nachhaltigkeit – allen voran gesetzt: die Bereitschaft der Unternehmen, Verantwortung für ihr wirtschaftliches Tun und dessen Auswirkungen auf das soziale und natürliche Umfeld zu übernehmen. Sie verstehen sich als fester Bestandteil, parallel existierender Systeme und integrieren in ihre wirtschaftliche Entscheidungsfindung gesellschaftliche und ökologische Kriterien.
Katja Mayer

4. Nachhaltige Unternehmensführung in den Kernprozessen

Zusammenfassung
Die Kernprozesse im Unternehmen umfassen alle Abläufe, die direkt der Erfüllung der Kundenwünsche dienen, also die Wertschöpfung und das zentrale Ziel des Unternehmens darstellen.
Im klassischen Verständnis der Betriebswirtschaftslehre sind Kernprozesse innerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen angesiedelt, und die Verantwortung und die Aufmerksamkeit der Unternehmensführung liegen auf der Wertschöpfung: „from-Gate-to-Gate“ (von Werktor zu Werktor) mit dem Kunden im Fokus. CSR erweitert den Fokus auf die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktlebenszyklus und integriert ESG-Kriterien in das Management der Kernprozesse.
Katja Mayer

5. Nachhaltige Unternehmensführung in den Managementprozessen

Zusammenfassung
Die Management- oder Führungsprozesse im Unternehmen sind in der Regel darauf ausgelegt, die Kernprozesse und die Wertschöpfung zu gestalten und zu steuern sowie notwendige, unterstützende bzw. organisatorische Aufgaben – in einer passenden Organisationsstruktur wahrzunehmen. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensführung gilt es, ESG-Kriterien in die bestehenden Prozesse und die Entscheidungsfindung zu integrieren und als festen Bestandteil in den Zielsetzungen, der Maßnahmenplanung und Umsetzung sowie der Steuerung und Kontrolle zu etablieren. Die Herausforderung liegt in der Vielfalt der Themen selbst sowie in möglichen Interessenkonflikten zwischen Unternehmensbereichen.
Katja Mayer

6. Nachhaltigkeitskommunikation und -berichterstattung

Zusammenfassung
Wie jede Form der Kommunikation sollte auch eine nachhaltige Unternehmenskommunikation adressatenorientiert sein. Als Adressaten gelten alle in der Wesentlichkeitsanalyse des Unternehmens identifizierten Stakeholder sprich Interessens- und Anspruchsgruppen. Entsprechend soll die Berichterstattung sich auf wesentliche Themen fokussieren, Rechenschaft ablegen, fundierte Daten und Fakten zur Verfügung stellen, Ziele setzen und Ergebnisse nachverfolgen sowie Transparenz herstellen.
Katja Mayer

7. Standards der Berichterstattung

Zusammenfassung
Zwei wesentliche Trends prägen die Entwicklung der Berichterstattung. Zum einen werden Unternehmen aufgefordert, die klassische Finanzberichterstattung durch wesentliche nicht finanzielle Kennzahlen zu ergänzen und in den Unternehmensberichten darzustellen. Zum anderen werden die Unternehmen aufgefordert ihre Wertschöpfung weiter zu fassen und ESG-Kriterien zu berücksichtigen.
Katja Mayer

8. Nachhaltigkeit aus Finanzmarktperspektive

Zusammenfassung
Für Geldanlagen mit nachhaltigem Charakter gibt es vielfältige Begrifflichkeiten und Bezeichnungen. Der Markt spricht unter anderem von Green Money, Social Investment, Ethischem oder Sustainable Investment, Social Responsible Investment. Nachhaltige Geldanlagen ergänzen die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte. Bei sogenannten institutionellen Investoren wird die Berücksichtigung solcher Kriterien in den Investitionsentscheidungen fast schon zum Mainstream.
Katja Mayer

9. Nachhaltigkeit als Treiber für Innovation

Zusammenfassung
Sobald Nachhaltigkeit als strategisches Thema verstanden wird, das systematisch die Gesamtherausforderungen einzelner Industrien und ihrer Lieferketten erkennt und ein umfassendes Chancen- und Risikobewusstsein zur langfristig erfolgreichen Positionierung am Markt aufbaut, verändern sich als Folge Vorgehens- und Geschäftsmodelle. Aus diesem Prozess heraus entsteht eine Vielfalt von Innovationspotenzialen.
Katja Mayer

10. Nachhaltigkeit und Stakeholderengagement

Zusammenfassung
Als Stakeholder werden generell alle Parteien (Einzelpersonen oder Gruppierungen) bezeichnet, die von den Unternehmensaktivitäten betroffen oder an ihnen beteiligt sind, ein Interesse daran haben oder möglicherweise Einfluss darauf nehmen können. Es wird häufig auch von Interessens- oder Anspruchsgruppen gesprochen. In einem erweiterten Selbstverständnis der Unternehmen und ihrer Wertschöpfung gewinnen zusätzliche Stakeholder an Bedeutung, denn es gilt, auch ökonomische, soziale, ethische und ökologische Interessen und Erwartungen relevanter Stakeholder im Unternehmensumfeld zu kennen und sie weitestgehend in die Entscheidungsfindung des Managements einzubinden.
Katja Mayer
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