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Marcus Schäfer analysiert anhand von Interviews die Sichtweisen der Mitarbeitenden auf Organisationsveränderungen in Volkshochschulen. Dabei zeigt er nicht nur die Vielfalt und Spannbreite der Bezugnahmen auf, sondern macht auch die ihnen zugrunde liegenden subjektiven Sinnstrukturen der Akteure als implizite Handlungs- und Entscheidungsgrundlagen für die alltägliche Umsetzung organisationaler Zielsetzungen zugänglich. Die Studie verdeutlicht zudem am empirischen Material aus der inzwischen historischen Entstehungsphase der Organisationsveränderungen, dass die heute als konstitutive Bedingungen angesehenen Praktiken organisationalen Wandels das Resultat eines äußerst kontroversen Diskurses sind, der auf Voraussetzungen zurückgreift, die er selbst erst geschaffen hat.

Table of Contents

Frontmatter

1. Organisationsveränderungen aus subjektiver Sicht

Zusammenfassung
Wenn man die im bildungspolitischen Diskurs postulierte Notwendigkeit des ‚lebenslangen Lernens’ respektive des ‚Lernens im Lebenslauf’ betrachtet, so zeigt sich, dass die in diesem Kontext eingeforderte Bereitschaft zur dauerhaften Veränderung und die daraus abgeleiteten Innovationsstrategien für den Strukturwandel der Weiterbildung, also auch der Volkshochschulen als Institutionen der öffentlich rechtlichen Erwachsenenbildung, allgemeine Modernisierungsfiguren mit inhärenter Fortschrittsattribuierung als quasi unabdingbare Entwicklungsbedingungen implizieren (vgl. BLK 2004; BMBF 2006, 2008).
Marcus Schäfer

2. Organisationstheoretische Grundlagen

Zusammenfassung
Um den Begriff der Organisation für die vorliegende Analyse operationalisierbar zu machen, soll zunächst einmal eine grundlegende Auseinandersetzung mit den äußerst heterogenen Konzepten der Organisationstheorien erfolgen. Basierend auf jenem theoretischen Fundament lässt sich dann schrittweise das der Arbeit zugrunde liegende Organisationsverständnis herleiten. Da insbesondere das Verhältnis zwischen der Organisation und ihren Mitgliedern für diese Untersuchung von Bedeutung ist, liegt der Fokus der theoretischen Ableitung auf den spezifischen Veränderungen jener Relationierung im historischen Verlauf.
Marcus Schäfer

3. Forschungsmethodische Grundlagen

Zusammenfassung
In Anlehnung an das im vorigen Kapitel der Untersuchung exemplifizierte Organisationsverständnis, welches auf dem qualitativnaturalistischen Paradigma der Organisationstheorien basiert, orientiert sich die nachfolgend ausgeführte methodische Vorgehensweise an Theorien qualitativer Forschung, wie sie in den Prinzipien der Offenheit, der Gegenstandsorientierung und der Zirkularität des Forschungsprozesses der „Grounded Theory“ (vgl. Glaser/Strauss 1967, 1979; Glaser 1978; Strauss 1994) fundiert sind.
Marcus Schäfer

4. Organisationsveränderungen aus differenten Perspektiven – Vier Fallanalysen

Zusammenfassung
Die erste Kontaktaufnahme zum Interviewten erfolgte im Rahmen einer teilnehmenden Beobachtung bei der Sitzung eines Vertretungsgremiums der Pädagogen. Der spätere Kontakt, der schließlich in das Interview mündete, wurde durch die Initiative des ehemaligen Leiters hergestellt. Dieser hatte Herrn Schuster die Teilnahme an dem Interview nahe gelegt, woraufhin Herr Schuster von sich aus telefonisch Verbindung zu mir aufnahm. Diese Quasi-Verpflichtung durch den Leiter hatte erfreulicherweise keinen signifikant negativen Einfluss auf die Interviewsituation selbst. Lediglich das Zustandekommen des Interviews verzögerte sich mehrmals aus terminlichen Gründen.
Marcus Schäfer

5. Kulturelle Deutungen und individuell plurale Haltungen

Zusammenfassung
Anhand der ausführlich dargestellten Fallinterpretationen wurden zunächst paradigmatisch vier unterschiedliche Perspektiven auf Organisationsveränderungen dargestellt, die den individuellen Bedeutungskontext bilden, in den die Interviewten die Veränderungen einordnen. Hier stand zunächst einmal die Frage im Fokus, was die Interviewten sehen, wenn sie auf das zentrale Thema der Untersuchung angesprochen werden?
Marcus Schäfer

6. Ereignisraum

Zusammenfassung
In den voranstehenden Kapiteln wurden die Kategorien der differenten Perspektiven von Mitarbeitenden auf Organisationsveränderungen, ihrer individuell-pluralen Haltungen gegenüber Organisationsveränderungen sowie ihrer kulturellen Deutungen von Organisationsveränderungen einschließlich der jeweiligen Ausprägungen der Kategorien sukzessive herausgearbeitet und dargestellt. Es zeigt sich jedoch bei der genaueren Analyse des Interviewmaterials, dass die bislang einzeln thematisierten Kategorien vielmehr wechselseitig in Beziehung zueinander stehen. Um letztlich die grundlegenden subjektiven Sinnstrukturen der vielfältigen Bezugnahmen auf Organisationsveränderungen im Sinne hermeneutischen Fremdverstehens nachvollziehbar zu machen, sollen die drei einzelnen Kategorien nachfolgend systematisch miteinander kombiniert und anhand des Datenmaterials zu Spannungsfeldern im Ereignisraum empirisch verdichtet werden.
Marcus Schäfer

7. Theoretische Einordnung und Diskussion

Zusammenfassung
Die im Rahmen einer Dissertation durchgeführte Studie beschäftigte sich mit der Frage nach den Wahrnehmungen und Interpretationen von erfolgten Organisationsveränderungen an Volkshochschulen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei basierte die Arbeit auf konstruktivistisch-interpretativen Ansätzen des Organisationsparadigmas, wonach sich Organisationen nicht als objektive Phänomene konstituieren, sondern vielmehr erst im sozialen Prozess alltäglicher Deutungen und Entscheidungen ihrer interagierenden Mitglieder entstehen: „Wenn man etwas über Organisation wissen will, muß man vor allem herausbekommen, was in den Köpfen von Individuen vorgeht“ (Kieser 2002b: 288).
Marcus Schäfer

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