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2016 | Book

Personalmarketing to go

Frechmutige Inspirationen für Recruiting und Employer Branding

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About this book

In diesem Werk zeigt Jörg Buckmann auf seine ihm eigene humorvolle Weise viele Beispiele guter Personalwerbung: Kurze, unterhaltsame Einheiten und zahlreiche Bilder bieten Inspiration für die tägliche Praxis im Human Resources Management. Buckmann nimmt seine Leser mit auf eine wilde Achterbahnfahrt der Geschichten – Muhammad Ali, Fürst Potjomkin und Falco inklusive – und zeigt Personalverantwortlichen aller Ebenen, wie sie ihrem Personalmarketing und Employer Branding mit ungewöhnlichen Ideen einen Frischekick verpassen können. Ein außergewöhnliches HR-Buch zum Stöbern, Entdecken, Schmunzeln und Nachmachen.

Table of Contents

Frontmatter
1. Abheben: Die Zielgruppe erreichen
Zusammenfassung
Wer Glühbirnen, Hundehalsbänder oder Dörrfrüchte an die Frau oder an den Mann bringen will, muss wissen, was sein Produkt auszeichnet und womit es sich von anderen abhebt. In der Personalwerbung funktioniert es genauso.
Wer also als Arbeitgeber abheben will, muss sich über seine Ziele und Zielgruppen im Klaren sein und sich Gedanken zu seiner (ich bin schließlich Schweizer) Schokoladenseite machen. Ein pointierter Auftritt befriedigt die Informationsbedürfnisse der Zielgruppen und streicht heraus, welche konkreten Leistungen mögliche Käuferinnen bzw. Bewerberinnen von ihrem künftigen Arbeitgeber erwarten können.
Jörg Buckmann
2. Ganz schön galant: Mit Komplimenten rekrutieren
Zusammenfassung
Es gibt Unternehmen, die machen fast den Kopfstand, um an gute Mitarbeiter zu kommen. Sie lassen Agenturen coole Slogans für Kampagnen erarbeiten, engagieren für teures Geld Headhunter oder lassen begehrte Studienabgänger schon mal zu einem als Workshop getarnten Weekend in die Toskana einfliegen. Kann man machen. Muss man aber, zum Glück, meist nicht.
Meine Empfehlung: Cool down – Talente kann man auch ganz einfach und verblüffend anders im Alltag ansprechen. Sympathische Bewerberansprache muss nicht teuer sein. Verteilen Sie (virtuelle) Rosen, werden Sie zum galanten Mystery Shopper im Nebenamt.
Jörg Buckmann
3. Video al dente: Personalwerbung mit Geschichten
Zusammenfassung
„Gesichter sind die Lesebücher des Lebens“, philosophierte Federico Fellini. Kein Wunder also, dass ein Pizza und Pasta-Restaurantkonzept in der Personalwerbung Menschen Geschichten erzählen lässt. Wie? Natürlich mit einem Video. Denn kein anderes Medium bringt die Lesebücher des Lebens so anschaulich zu den Zielgruppen. Ein Video lässt Unternehmenskultur lebendig werden, ob auf Karriere-Webseiten oder in Stelleninseraten. Oder noch besser in beiden.
Gut gemachte Videos, die Emotionen auslösen, sind aufwändig und teuer, denken Sie? Blödsinn. L’Osteria zeigt, wie Videos „al dente“ gemacht werden.
Jörg Buckmann
4. Perpetuum Mobile: Bewegte Personalwerbung
Zusammenfassung
„Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen, sie fährt allein und sie scheint hübsch zu sein“, sang Hans-Bernd Blum, besser bekannt als Henry Valentino, 1977 in seinem Gassenhauer. Warum diesen Hit nicht in einen solchen für die Personalwerbung umtexten? Zum Beispiel: „Im Wagen vor mir wird eine spannende Stelle beworben…“
Das mag vielleicht etwas holprig klingen. Fakt ist: Millionen Fahrzeuge und somit Tausende von Quadratmetern Werbefläche sind jeden Tag auf den Straßen und im Sichtfeld potenzieller Bewerber unterwegs. Der unablässige Strom von Autos, Bussen, Liefer- und Lastwagen, die nie endende Bewegung auf unseren Straßen, macht die rollende Personalwerbung (zugegebenermaßen mit etwas Fantasie) zum Perpetuum Mobile der Personalgewinnungskanäle. Ihre Fahrzeuge sind einfach und günstig nutzbare Werbeflächen. Mit etwas Charme und Humor bespielt, sorgen sie für viel Aufsehen.
Jörg Buckmann
5. „Einen Kaffee, die Zeitung und einen Job to go bitte“ – Personalmarketing offline
Zusammenfassung
Glück gehabt, wenn Sie auch im Zeitalter des Online-Shoppings noch über eigene, physische Verkaufsstellen verfügen. Denn diese sind für Personalwerbung geradezu prädestiniert. Was liegt näher, als dort, wo die freien Stellen sind, auch den Nachwuchs anzusprechen?
Aber auch andere Außenflächen sind interessant. Fassaden, Schaufenster oder gar die Gehsteige vor dem Firmensitz können für die Personalwerbung einfach und kostengünstig genutzt werden.
Jörg Buckmann
6. Persönlich werden – die richtigen Bilder im Recruiting einsetzen
Zusammenfassung
Gewisse Fotos in der Werbung um real existierende Menschen, sprich in der Personalwerbung, schlagen mir auf den Magen. Genauso wie „Magenbrot“ (eine typische Kirmesspezialität aus Honig, Zucker, Kakao und verschiedenen Gewürzen). Und ich denke an Zarin Katharina die Große – mehr davon etwas später.
Grund für meine temporären Beschwerden sind die grauenhaften Fotos aus Bilderdatenbanken, die abwechslungsweise ein tolles Team, gute Zusammenarbeit oder was zum Teufel auch immer suggerieren wollen – und dabei kläglich scheitern.
Jörg Buckmann
7. Personalmarketing mit Blaulicht – und Humor
Zusammenfassung
„Drah di net um, schau schau der Kommissar geht um“, warnte 1982 der Ur-Vater aller deutschsprachigen Rapper Falco. Schöne Zeiten – offenbar gab es damals Vollbestand bei der Polizei. Heute müssen die Polizeikorps in fast ganz Europa schauen, dass sie genügend Nachwuchs haben. Dazu lassen sie sich so richtig etwas einfallen: Pfeffersprays. Zwielichtige Privatdetektive. Bekannte TV-Ermittler. Fast jedes Fahndungsmittel ist recht.
Wer auf langweilige Personalwerbung steht, erlebt hier einen kalten Entzug. Personalwerbung mit Blaulicht ist oft so unauffällig wie ein Dromedar im Flohzirkus. Sie fällt auf. Das war schon früher so, wie ein Ausflug in die 1960er Jahre zeigt.
Jörg Buckmann
8. Aufrecht gehen – HR-Arbeit mit Ego und Authentizität
Zusammenfassung
Muss man als Personaler mit einem guten Ego gesegnet sein? Aber ja, unbedingt. Ego ist eine der fünf Essenzen von Frechmut. In der meist eher zurückhaltenden HR-Welt hält sich das Verständnis für diese Eigenschaft (noch) in klar überschaubaren Grenzen. Dabei ist die Sichtbarkeit der Personaler nicht nur in der Personalgewinnung wichtig. In stürmischen Zeiten, wenn die HR-Wogen in den Unternehmungen hoch gehen und die Zukunftsaussichten der Firmen tief fallen, ist die Visibilität des Kapitäns gefordert. Sie schafft Vertrauen und bietet einen Anker in unsicheren Zeiten.
Matthias Mölleney kann davon ein Lied singen. Oder besser gesagt, einen Film drehen. Er war der Personalchef, der nach dem Grounding der Swissair das Licht löschte und, wie es sich gehört, als Letzter von Bord ging. Aufrecht gehen beginnt im Kleinen, im Alltag. Zum Beispiel, indem man bewusst den Dialog mit seinen Zielgruppen sucht. Auf Kununu zum Beispiel oder dadurch, dass man es potenziellen Bewerbern einfach macht, die Personaler zu kontaktieren.
Jörg Buckmann
9. Echt gut – Wenn Nachahmung im Personalmarketing erlaubt und hilfreich ist
Zusammenfassung
Im Personalmarketing und Employer Branding gibt es schon viele gute Ideen, die in der Praxis funktionieren. Zum Glück, denn so brauchen Sie nicht alles neu zu erfinden. Ganz schön praktisch: Fachzeitschriften, Blogs, Veranstaltungen und interaktive Webinare sind voll von interessanten Praxisbeispielen. Die guten Ideen werden Ihnen sozusagen häppchenweise und gut verdaulich auf dem Silbertablett serviert. Jetzt müssen Sie diese nur noch packen und für sich entdecken.
Jörg Buckmann
10. Tutti Frutti – Inspirationen für Personalmarketing, Recruiting und Employer Branding
Zusammenfassung
Fensterreiniger, Shampoo oder Nudeln – viele Produkte werden professionell und emotional beworben. Kürzlich bin ich fasziniert auf einer Webseite für Katzenfutter herumgesurft. Dort wird das Futter nach Zielgruppen abgestimmt beworben: Katzenbabys bis 12 Monate (wohl so etwas wie die Generation Y), Katzen zwischen zwei und sieben Jahren (Babyboomer?) und dann auch noch das passende Futter für den etwas älteren Vierbeiner ab 7 Jahren. Inklusive vielen Informationen vom „Gespräch mit Ihrem kleinen Liebling“ bis hin zur Vorbereitung auf den Katzentod. Marketing vom Feinsten. Ich frage mich: Warum geht das nicht auch in der Personalwerbung?
Ich wünsche mir mehr freche Köpfe, die auf die unvermeidlichen Fragen der Berufskritiker und Bedenkenträgerinnen, der Wichtigtuer und Gleichstellungs-Freaks, der Prozess-Fanatiker und übereifrigen Betriebsräten schlicht und einfach antworten: „Warum nicht?“ Diesen Helden des Personalmarketingalltags widme ich mein zehntes und letztes Kapitel. Es ist ein bunt zusammengewürfeltes Potpurri an kreativen und ungewöhnlichen Ansätzen in der Personalwerbung. Gleichzeitig enthält es ein singendes Mahnmal, es dann doch nicht zu übertreiben. Von allem ein bisschen etwas dabei – Tutti Frutti halt.
Jörg Buckmann
Backmatter
Metadata
Title
Personalmarketing to go
Author
Jörg Buckmann
Copyright Year
2016
Electronic ISBN
978-3-658-11154-0
Print ISBN
978-3-658-11153-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-11154-0