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About this book

Entgegen der weltweiten demographischen Entwicklung, die eine Bevölkerungsexplosion zur Folge haben wird, sieht sich Deutschland mit einer stark schrumpfenden und älter werdenden Bevölke-rung konfrontiert. Die differenzierte Erläuterung dieses demographischen Wandels sowie seiner Chancen erfordert eine Analyse der gesamt- und einzelwirtschaftlichen Auswirkungen auf Basis der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes. Zunehmend müssen Möglichkeiten zur Integration älter und knapper werdender Arbeitnehmer in Unternehmen implementiert werden, zu deren Gestaltung es personalpolitischer Handlungsansätze und Managementpraktiken bedarf. Dabei gewinnt nach Überlegungen zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit insbesondere der Faktor Arbeitszeit an Bedeutung, dessen Nutzung im Konzept der lebensphasenorientierten Personalpolitik alters- und alternsgerechtes Arbeiten länger ermöglichen soll. Es erfolgt eine pra-xisnahe Vertiefung auf den Einzelhandel sowie die Herausstellung eines Best Practice Beispiels, das neben der Wahrnehmung sozialer Verantwortung in der demographischen Entwicklung auch be-triebswirtschaftlichen Erfolg demonstriert.

Table of Contents

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die demographische Entwicklung Deutschlands wird in der Öffentlichkeit derzeit vielfach diskutiert und gewinnt in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an Beachtung sowie Bedeutung. Dieser breiten Aufmerksamkeit gingen jedoch Zeiten voraus, in welchen die demographische Entwicklung wenig bis keine Beachtung fand und nur vereinzelt als Randerscheinung der Bevölkerungsentwicklung, ohne Relevanz für den Arbeitsmarkt, erkannt wurde. Häufig erfolgte eine Thematisierung der Folgen der demographischen Entwicklung ausschließlich im Hinblick auf Konsequenzen für die Alterssicherung des Individuums aus finanzieller Sicht sowie die Folgen für das Rentensystem. Noch heute ist die Wahrnehmung für die Auswirkungen des demographischen Wandels in den Unternehmen gering ausgeprägt, so dass akuter Handlungsbedarf von nur wenigen Unternehmen artikuliert würde.
Julia Lukas

2. Die demographische Entwicklung in Deutschland als Ausgangspunkt für gesellschaftspolitische und einzelwirtschaftliche Veränderungen

Zusammenfassung
Binnen der nächsten 40 Jahre wird die deutsche Bevölkerung einen deutlichen Wandel erfahren, der sich durch den Begriff des “doppelten Alterungsprozesses“ beschreiben lässt. “Doppelt“ ist dieser Alterungsprozess deswegen, da künftig das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung durch zwei Faktoren massiv ansteigen wird. Den ersten Faktor stellt der so genannte “Pillenknick“, die Möglichkeit der Selbststeuerung im generativen Verhalten, Anfang der 70er Jahre dar, durch den die geringe Geburtenrate i.H.v. ca. 1,4 Geburten pro Frau im gebärfähigen Alter begründet wurde. Zur Erhaltung des Bevölkerungsbestandes ist jedoch eine Geburtenrate i.H.v. 2,1 erforderlich, da mehr Jungen als Mädchen geboren werden und zudem nicht alle Mädchen das reproduktive Alter erreichen. Den zweiten Faktor stellt der stetige Anstieg der Lebenserwartung dar, welcher hauptsächlich auf den medizinischtechnischen Fortschritt, aber auch auf eine gesündere Ernährung, verbesserte Umwelteinflüsse o.Ä. zurückzuführen ist. So soll laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes die Lebenserwartung eines neugeborenen Kindes binnen der nächsten fünf Dekaden um etwa fünf Lebensjahre ansteigen.
Julia Lukas

3. Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf den Arbeitsmarkt

Zusammenfassung
Die Akteure auf dem Arbeitsmarkt haben bislang unterschiedliche Reaktionen auf den demographischen Wandel gezeigt und unterschiedliche Zielgruppen in den Fokus ihrer Interessen gestellt. So verbinden einige Unternehmen mit der demographisch bedingten Alterung der deutschen Erwerbsbevölkerung und der Verknappung der Nachwuchskräfte den Wunsch nach jungen, ausländischen Arbeitskräften. Andere hingegen konzentrieren ihre Bemühungen auf ihre Attraktivitätssteigerung gegenüber jungen, einheimischen Arbeitskräften und treten damit in eine verschärfte Konkurrenz um sie. Diese Steigerung der Attraktivität ist jedoch nur wenigen großen und finanzstarken Unternehmen in Wachstumsbranchen vorbehalten. Sie bieten jungen Nachwuchskräften wirtschaftliche Anreize, welche sich z.B. in hohen Einstiegsgehältern und schnellen (vertikalen) Karrieremöglichkeiten manifestieren. Eine mögliche negative Konsequenz dessen kann eine verstärkte branchenspezifische und technologische Segregation von Altersgruppen sein, die es im Hinblick auf eine anzustrebende Altersmischung von Belegschaften zu vermeiden gilt. Wiederum andere Unternehmen besinnen sich auf eine steigende Wertschätzung gegenüber älteren Arbeitnehmern.
Julia Lukas

4. Managementpraktiken und Arbeitszeitmodelle als Antwort auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes unter besonderer Berücksichtigung des Einzelhandels

Zusammenfassung
Das folgende Kapitel dient zunächst der grundlegenden Schilderung der Flexibilisierungstendenzen des Arbeitsmarktes, auf dem Unternehmen und Arbeitnehmer agieren. Sodann werden der Personalpolitik zuzuordnende Managementpraktiken und Arbeitszeitmodelle dargestellt, die zum Management des demographischen Wandels, unter Beachtung der Flexibilisierungstendenzen und unter besonderer Berücksichtigung arbeitszeitlicher Gestaltungsspielräume, geeignet erscheinen (vgl. Abbildung 16).
Julia Lukas

5. Die GALERIA Kaufhof GmbH als Best Practice Beispiel für den Einzelhandel

Zusammenfassung
Warenhäuser haben in der Einzelhandelslandschaft Deutschlands eine lange Tradition, auch wenn nur wenigen Warenhausunternehmen ein bis heute andauerndes Fortbestehen gelungen ist. Die GALERIA Kaufhof GmbH feierte kürzlich ihr 130-jähriges Jubiläum und bietet als am längsten bestehendes Warenhaus-Unternehmen Deutschlands derzeit ca. 25.000 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz. Der demographische Wandel, als eine neue, aber nicht plötzlich eintretende Entwicklung, hat und wird sie Handlungsmaßnahmen einleiten lassen. Unter Bezug auf den theoretischen Teil der Arbeit sollen diese im Folgenden dargestellt und diskutiert werden.
Julia Lukas

6. Ausblick

Zusammenfassung
Obwohl die gesamt- und einzelwirtschaftlichen Auswirkungen der demographischen Entwicklung viele und drastische Veränderungen implizieren, so erscheinen diese bei genauer Betrachtung, der (rechtzeitigen) Erkennung von Zusammenhängen und der Einleitung gestaltender Maßnahmen beherrschbar.
Julia Lukas

7. Fazit

Zusammenfassung
Die einzel- und gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der demographischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland geben Anlass zum Einleiten von Maßnahmen, die den demographischen Wandel gestalten können. Sowohl der Staat als auch die Unternehmen sehen sich mit unbeeinflussbaren Entwicklungstrends konfrontiert, die sie als Chance und Herausforderung zugleich begreifen müssen.
Julia Lukas

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