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die Entscheidung der EU, ab 2035 nur noch klimaneutrale Fahrzeuge zuzulassen, ist prinzipiell richtig - vorausgesetzt dies erfolgt unter der systemischen Berücksichtigung aller Emissionen, die bei Produktion, im Betrieb und beim Recycling derselben und unabhängig ihrer antriebstechnischen Provenienz entstehen. Dies setzt allerdings eine Sektorkopplung voraus, und hier sind - Stand heute - durchaus Zweifel am Weitblick der Handelnden angebracht. Landauf, landab verkünden viele Medien und politische Stimmen bereits das endgültige "Verbrenner-Aus", obwohl explizit E-Fuels gerade noch in der Prüfung sind und bei einer sektorübergreifenden, systemischen Beurteilung grünes Licht erhalten müssten.
Die Tatsache, dass Klimaschutz im Verkehr nur im Konzert aller Antriebe erfolgreich sein kann, ist Fachleuten längst klar. Wie aber steht es mit Politikern und Politikerinnen? Kürzlich berichtete ein befreundeter Wissenschaftler von einer Podiumsdiskussion, in der er wieder einmal einen engagierten Umweltpolitiker auf die Gesetzmäßigkeiten der Physik hinweisen musste. Dessen Antwort sei ein triumphierendes "Politik schlägt Physik!" gewesen.
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Nun, dann mögen dieser Politiker und alle, die seiner Meinung sind, bitte jetzt beginnen, aus eigener Kraft zu schweben oder das Licht zu biegen. Da dies schwerlich gelingen wird, sei darauf hingewiesen, dass erfolgreiche Politik an pragmatischen Lösungen gemessen wird, die stets den längerfristigen Erfolg des Gemeinwesens im Blick haben. Einer Politik der Machtausübung unter der Prämisse des Gewinnenwollens um jeden Preis aber ist der Misserfolg sicher. Sie mag zwar Parteiideologien und partikularistische Interessen befriedigen, führt aber im konkreten Fall, in dem eine globale Klimapolitik notwendig ist, zur Hinrichtung prosperierender Volkswirtschaften und zur Zerstörung des konsensorientierten, (technologie-)offenen, freien und erfolgreichen Gemeinwesens. Darauf fußt nun mal unsere demokratische Gesellschaft. Eines erreicht Machtausübung als Selbstzweck jedoch keinesfalls: einen nachhaltigen Klimaschutz.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe der MTZ.