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01-03-2022 | Privatkunden | Nachricht | Article

Jeder Fünfte erleidet coronabedingte Einbußen

Author: Angelika Breinich-Schilly

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Nicht alle Berufs- und Altersgruppen leiden gleichermaßen unter den finanziellen Folgen der Corona-Pandemie. Auf wen sich die Krise besonders nachteilig ausgewirkt hat, zeigt eine aktuelle DIA-Studie zur sozio-ökonomischen Betroffenheit.

In der aktuellen Erhebung "Gibt es Long Covid beim Sparen und Wohnen?" hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) herausgefunden, dass 19 Prozent Menschen in der Bundesrepublik besonders schwer unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leiden. Neun Prozent dieser Gruppe mussten Einkommensausfälle von mehr als 500 Euro pro Monat verkraften. Elf Prozent nahmen finanzielle Hilfe aus Sozialleistungen in Anspruch, griffen auf Kredite zurück oder brauchten das Ersparte auf.

Für die Analyse wurden zunächst Ergebnisse aus einer repräsentativen Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut INSA Consulere von mehr als 1.000 Menschen im Frühjahr 2021 ausgewertet. Hieraus leiteten die Studienautoren des Beratungsunternehmens Empirica einzelne Typologien ab und setzten sie in Bezug zu Alter und Bildungsstatus. Ausgewählte Haushalte wurden dann im August 2021 in Tiefeninterviews zum Sparverhalten sowie zu ihren Arbeits- und Wohnverhältnissen befragt.

Gutverdienende und Akademiker am wenigsten betroffen

Das Ergebnis zeigt, dass 17 Prozent der Verbraucher, die pandemiebedingt im Homeoffice arbeiteten, keine finanziellen Verluste zu beklagen hatten. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Gutverdiener, urban lebende, meist jüngere Personen und Akademiker. Aufgrund der begrenzten Konsummöglichkeiten sparten sie oft sogar mehr als vorher. Bei 60 Prozent der Befragten änderte sich weder am beruflichen Umfeld noch am Einkommen etwas. Zur dieser Gruppe gehören zum Beispiel ältere Menschen, aber auch unterdurchschnittliche Verdiener mit geringem Bildungsabschluss - etwa in der Baubranche oder im Handwerk.

Die Corona-Verlierer sind laut Studie vor allem Selbstständige und Freiberufler, zum Beispiel in der Gastronomie und im Messebau, aber auch sehr einkommensschwache Personen wie Aushilfskräfte und 450-Euro-Jobber mit einfacher Dienstleistungstätigkeit. Bei diesen Betroffenen stellte die Studie zugleich ein verändertes Sicherheitsbewusstsein fest. So wollen diese Menschen "künftig eine größere Vorsichtskasse in konservativen Geldanlagen halten".

Konsumausgaben verschieben sich zeitlich

In den anderen Gruppen, in denen aufgrund des eingeschränkten Konsums Rücklagen entstanden, will die Mehrheit das Geld jedoch größtenteils ausgeben. Aber auch hier zeige sich ein geändertes Sparverhalten: Wer zumindest bedingt von der Krise betroffen ist, ob im beruflichen Umfeld oder finanziell, plant in Zukunft langfristiger mit Aktien und ETFs zu sparen.

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