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Table of Contents

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Arbeitstätigkeiten und ihre Ausführungsbedingungen sind ein Ergebnis der Arbeitsgestaltung. Diese muß im Entwurfsstadium oder auch nachträglich bewertet werden im Hinblick auf
  • die Ausführbarkeit der geforderten Tätigkeiten,
  • ihre Schädigungslosigkeit,
  • ihre Beeinträchtigungslosigkeit sowie
  • das mögliche Einsetzen bzw. Entwickeln von geistigen Fähigkeiten und Einstellungen (Persönlichkeitsförderlichkeit) und dabei jeweils auf Effektivität.
Winfried Hacker, Peter Richter

1.. Psychische Beanspruchung als Bewertungsmerkmal

Zusammenfassung
Unter psychischer Beanspruchung ist zu verstehen das Inanspruchnehmen von psychischen Leistungsvoraussetzungen beim Ausführen von Arbeitstätigkeiten zum Erfüllen von übernommenen Arbeitsaufträgen unter gegebenen Erfüllungsbedingungen und bei gegebenen individuellen psychischen (antriebs- und ausführungsregulatorischen, also motivationalen und könnensmäßigen) und körperlichen, aktuellen und habituellen Leistungsvoraussetzungen durch individuelle Arbeitsweisen (Abb. 1.1.).
Winfried Hacker, Peter Richter

2.. Psychische Ermüdung als Bewertungsmerkmal

Zusammenfassung
Wir sahen: Arbeitstätigkeiten verändern nicht nur Arbeitsgegenstände, sondern rückwirkend auch die beanspruchten Leistungsvoraussetzungen des arbeitenden Menschen. Diese rückwirkend entstehenden Beanspruchungsfolgen sind sowohl Folge vorangehender als auch Bedingung nachfolgender Tätigkeiten. Sie stellen Veränderungen der Antriebs- (einschließlich Aktivierungs-) und Ausführungsregulation und damit der gesamten Handlungsstruktur dar.
Winfried Hacker, Peter Richter

3.. Bestimmungsmöglichkeiten und Indikatoren arbeitsbedingter psychischer Ermüdung

Zusammenfassung
In Kapitel 2. ist psychische Ermüdung als eine durch andauernde Beanspruchung informationeller Prozesse verursachte Destabilisierung organismischer Regulationssysteme definiert worden. Dieser Stabilitätsverlust ist reversibel. Im Gegensatz zu anderen negativen Beanspruchungsfolgen ist der Restitutionsvorgang zeitaufwendig. Die Definitionsschwierigkeiten des Konstruktes „psychische Ermüdung“ sind deutlich geworden. Die meßbaren Veränderungen in den drei Merkmalsbereichen des Tätigkeitsvollzuges, des Erlebens und der physiologischen Aktivitätsparameter stehen — jeder Parameter für sich betrachtet — zumeist nur in schwacher korrelativer Beziehung zum verwendeten Gültigkeitskriterium. Die wesentlichste Ursache ist dabei nicht in Mängeln der Indikatoren, sondern in der Vielfalt der Bewältigungsmöglichkeiten des ermüdenden Individuums zu suchen.
Winfried Hacker, Peter Richter

4.. Verhütung von psychischer Ermüdung als möglicher Reaktion auf Überforderung

Zusammenfassung
Das Ermitteln und Bewerten psychischer Ermüdung ist nur ein Mittel zur Verringerung oder Beseitigung gesundheits- oder leistungsbeeinträchtigender, also überfordernder Ausprägungsgrade von Anforderungen. Wir behandeln wegen der unterschiedlichen Verhütungsmaßnahmen die Fehlanforderungen im Sinne von Überforderung und im Sinne von Unterforderung getrennt. Die letzteren sind Inhalt von Kap. 6.
Winfried Hacker, Peter Richter

5.. Erholung von vorwiegend psychisch bedingter Ermüdung

Zusammenfassung
Die Erholung von ausgeprägter psychischer Ermüdung hat einige Besonderheiten im Vergleich zur Erholung von körperlicher Ermüdung, weil Beeinträchtigungen des Erholungsvorganges auftreten können. Starke psychische Ermüdung kann Nachwirkungen haben, die als unruhig-gespannte Abgeschlagenheit erlebt werden. Im Elektro-encephalogramm können sich als objektive Bestätigung Erregungsherde finden, die den Arbeitsprozeß längere Zeit überdauern. Dieser Besonderheit muß das Erholungsregime bei psychischer Ermüdung Rechnung tragen.
Winfried Hacker, Peter Richter

6.. Monotoniezustand als Bewertungsmerkmal

Zusammenfassung
Die technologische Entwicklung durchläuft eine Übergangsphase mit hochmechanisierter und teilautomatisierter Produktion. Dabei treten Veränderungen der Arbeitsanforderungen auf, die neben vorteilhaften Entwicklungen vorübergehend auch zum Zunehmen einförmiger Arbeitsanforderungen führen können, so beipielsweise in der Textilindustrie, in der Elektrotechnik oder in der Automobilindustrie, sofern nicht rechtzeitig zweckmäßige Vorkehrungen dagegen getroffen werden. Bezogen auf das Steigen des Bildungs- und damit des Anspruchsniveaus der Werktätigen können dabei Monotoniezustände besonders problemhaltig werden. Wir hatten bereits gesehen (vgl. Abb. 2.3., Seite 42), daß die sich ergebende Unterforderung quantitativer oder qualitativer Art sein kann. Im ersten Falle treten zu selten überhaupt Tätigkeitsanforderungen auf, im zweitein sind sie zwar ausreichend häufig, aber einförmig gleichbleibend und ohne ausreichende Erfordernis zur geistigen Befassung mit der Tätigkeit.
Winfried Hacker, Peter Richter

7.. Streß

Zusammenfassung
Die bisherigen Betrachtungen negativer Beanspruchungsfolgen beschränkten sich, insbesondere bei der Behandlung der psychischen Ermüdung, auf Zustände, bei denen negative Emotionen entweder wegen der Kürze der Belastung oder des Vorliegens von Freiheitsgraden zu deren Bewältigung eine untergeordnete Rolle in der Tätigkeitsregulation spielen. Eine Sonderstellung nehmen hierbei jedoch die wesentlich durch negative Emotionen gekennzeichnete psychische Sättigung sowie der Streßzustand ein (vgl. Tab. 2.2.).
Winfried Hacker, Peter Richter

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