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About this book

Das Buch zeigt institutionellen Anlegern auf, wie die seit dem Rundschreiben der Bankenaufsicht erlaubten Gestaltungsmöglichkeiten in der Praxis genutzt werden können. Erfahrungsberichte, wie auch Beiträge über Zukunftsperspektiven und neue Ideen stellen Wege zur Beurteilung und Umsetzung von Master-KAG-Konzepten vor. Durch ein Rating von Master-KAGen und Depotbanken wird untersucht, inwieweit die Zusammenarbeit mit internationalen Asset Managern erleichtert wird, das Reporting mehrerer Asset Manager einheitlich gestaltet werden, Eigenanlagen in ein konsolidiertes Reporting eingebracht und Abschreibungsrisiken verringert werden können. Wer die richtigen Entscheidungen über Depotbank und Master-KAG trifft, kann Ausschüttungen flexibler steuern und den Austausch der Asset Manager einfacher bewältigen.

Table of Contents

Frontmatter

Herausforderungen und Marktentwicklungen

Frontmatter

Neuordnung des europäischen Binnenmarkts für Investmentfonds

Zusammenfassung
Unter den Themen, die in den nächsten Jahren sowohl Anleger als auch Kapitalanlagegesellschaften und Depotbanken verstärkt beschäftigen werden, kommt der fortschreitenden Harmonisierung des europäischen Markts für Investmentfonds eine besondere Bedeutung zu. In diesem Bereich stehen weitreichende Reformen an, die für die einzelnen Anbieter neue Chancen, aber auch zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen und so eine frühzeitige, eingehende Analyse und Weiterentwicklung der eigenen Geschäftsstrategie erforderlich machen. Konkret geht es dabei um die Anpassung beziehungsweise Erweiterung des rechtlichen Rahmens des Investmentgeschäfts innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums durch die anstehende Novellierung der OGAWRichtlinie und die Einführung der neuen AIFM-Richtlinie. Im Rahmen dieses Beitrags soll daher der Hintergrund, der Regelungsinhalt sowie die potenziellen Auswirkungen dieser beiden EU-Richtlinien näher erörtert werden.
Jörg Ambrosius, Johannes Fischer

Deutscher Markt der Anbieter von Depotbankdienstleistungen

Zusammenfassung
Das Depotbankgeschäft ist integraler Bestandteil der deutschen Fondsindustrie. Nach § 20 Investmentgesetz hat die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mit der Verwahrung von Investmentvermögen ein Kreditinstitut als Depotbank zu beauftragen. Die Depotbank muss ihren Sitz im Geltungsbereich dieses Gesetzes haben und zum Depotbankgeschäft zugelassen sein. Die Verbindung zwischen der Asset-Management-Industrie und den Depotbanken „ist keine Ehe, die im Himmel geschlossen wurde“, sondern entspricht einer gesetzlichen Verpflichtung.
Arnulf S. Manhold

Depotbanken im wettbewerbsintensiven Spannungsfeld zwischen Mengengeschäft und Anlegerschutz – vom langweiligen Bestandsverwahrer zum kundenorientierten Mehrwertdienstleister

Zusammenfassung
Regelmäßig wird in der Fachpresse über Veränderungen in der Asset-Management- Landschaft berichtet, die durch den Markt erzwungen oder proaktiv von den Marktteilnehmern unternommen werden. Ein Teil dieser Veränderungen betrifft auch die Depotbanken (oder neudeutsch: Custodians). Dabei wird die Aufgabe der Depotbank in erster Linie als rein technische, um nicht zu sagen: für breitere Fachkreise „langweilige“ Funktion dargestellt und der Fokus der Diskussion richtet sich geradezu zwangsläufig recht eindimensional auf das Thema „Kostensenkung“.
Joachim Hüfken, Andreas Beck

Erweiterung des Anforderungsumfelds von Kapitalanlagegesellschaften und dessen Nutzen aus Investorensicht

Zusammenfassung
Das Anforderungsumfeld von Kapitalanlagegesellschaften ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Interessennehmer: In erster Linie sind hier vielfältige kundenspezifische Wünsche zu nennen, welche von Anforderungen seitens Analysten, Wirtschaftsprüfern und Consultants flankiert werden, während gleichzeitig auch immer umfangreichere regulatorische Vorgaben seitens der Finanzaufsicht BaFin und des Gesetzgebers entstehen.
Alexander Poppe, Marcus Wrede

Bedeutung und Nutzen von Ratings

Frontmatter

Depotbankenrankings/-ratings aus Fondssicht

Zusammenfassung
Seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise, dem Fall der Investmentbank Lehman Brothers und dem Aufdecken des Madoff-Betruges sind die Depotbanken verstärkt in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt. Diese Marktverwerfungen haben teilweise das Vertrauen in die ordnungsgemäße Arbeit der Depotbanken erschüttert. Deshalb findet derzeit auf deutscher und europäischer Ebene eine intensive Diskussion über Funktion und Aufgaben einer Depotbank statt.
Rudolf Siebel

Relevanz von Ratings von Depotbanken und Master-KAG abgeleitet anhand der organisatorischen Architektur zur Bündelung verschiedener Geldanlagen aus Sicht des Landes Sachsen-Anhalt

Zusammenfassung
Das kleine Segment von deutschen Ländern als institutionellen Anlegern ist nach der Jahrtausendwende relativ dynamisch und stark gewachsen. Mit Blick auf den gesamtstaatlichen Konsolidierungskurs, der sich vor allem in der verfassungsrechtlichen Implementierung einer Schuldenbremse zeigt, und einer zunehmend generationengerechten Vorsorgekultur wurden durch die deutschen Länder Anlagevermögen geschaffen, die kontinuierlich steigende Volumina aufweisen. Perspektivisch wird sich dieser Trend dynamisch weiterentwickeln.
Edgar Kresin

Verfahren, Methoden und Vorgehensweisen

Frontmatter

Ratingprozess aus Sicht einer Master-KAG – Verfahren, Methoden und Vorgehensweisen des Ratings

Zusammenfassung
Mit Ergänzung des Abs. 2 im § 25a KWG im Zuge der 6. KWG-Novelle (06.12.2001) sowie mit Inkrafttreten des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes (2002) ist für Kapitalanlagegesellschaften erstmals die Möglichkeit geschaffen worden, Kernbereiche, wie die Fondsbuchhaltung oder auch das Portfoliomanagement, an Dritte auszulagern. Dies hat im Asset Management eine Zerlegung der Wertschöpfungskette in die Bereiche Portfoliomanagement, KAG-Funktion, Brokerage und Depotbankfunktion ermöglicht und den Grundstein für die weitere Entwicklung der Master-KAGen gelegt.
Uwe Trautmann, Kirsten Wagner

Master-KAG-Auswahl – Kunden-individuelle Due Diligence stellt Ratings in den Schatten

Zusammenfassung
Die Master-KAG hat als administrative und verwaltungstechnische Abwicklungsplattform für institutionelle Investoren den Platz der klassischen KAG übernommen. Obwohl das Instrument der Master-KAG bereits seit Mitte der 1990er Jahre auf dem deutschen Markt angeboten wird, brachte erst das Rundschreiben „11/2001“ der Wertpapieraufsicht vom 06.12.2001 den Durchbruch. Während sich der Anleger früher mit der Wahl einer KAG auch auf deren Anlagestrategien und Manager festlegen musste, eröffnet das Modell der Master-KAG die Trennung von Anlageentscheidung, Abwicklung und Administration. Neun Jahre nach dem Rundschreiben beleuchtet der folgende Artikel die Entwicklung und die Zukunftsaussichten der Master-KAG sowie den Nutzen eines Master-KAG-Ratings.
Uwe Rieken, Astrid Kleinehr

Due Diligence einer Depotbank für Institutionelle Investoren

Zusammenfassung
Viele institutionelle Investoren sind in der Annahme, dass es sich bei den Depotbankdienstleistungen eigentlich zum Beispiel im Gegensatz zu den Asset-Management- Entscheidungen um eine „Commodity“ handelt. Dieser Beitrag über Kriterien bei der Auswahl einer Depotbank will einige Aspekte der mit der Depotbankaktivität verbundenen Komplexität aufzeigen und dem Investor einige Überlegungen im Hinblick auf eine zukünftige Depotbankauswahl an die Hand geben.
Dietmar Roessler

Due Diligence der Depotbank bei der Auswahl von Unterverwahrern – Der Auswahlprozess als Qualitätskriterium

Zusammenfassung
Die Daseinsberechtigung kleinerer und mittlerer Depotbanken im Asset-Management- Markt wird in letzter Zeit zunehmend infrage gestellt. Verfolgt man mit einer etwas kritischeren Aufmerksamkeit die Diskussionen in den Fachbeiträgen zur Entwicklung der Depotbank, fällt auf, dass ein Trend zur Größe nicht nur für die Vergangenheit empirisch nachgewiesen, sondern auch in der Prognose vorausgesagt wird. Auf den gemeinsamen Nenner gebracht lautet die These: Zukünftig haben nur die international aufgestellten Global Player eine Daseinsberechtigung. Als schlagendes Argument für diese These wird neben Skaleneffekten aus der Größe vor allem auf die Risiken hingewiesen, die sich aus der für kleinere Depotbanken notwendigen Beauftragung von Unterverwahrern ergibt. Das spielt dann natürlich auch schnell bei Überlegungen zu einem transparenten Depotbankrating eine Rolle. Sollte es beispielsweise generelle Ratingeinschränkungen bei der Einschaltung von Unterverwahrern geben?
David Lohmann

Anforderungen, Kriterien und Maßstäbe

Frontmatter

Depotbankrating: Kriterien für eine Bestnote

Zusammenfassung
Der Depotbankmarkt hat sich in den letzten 10 Jahren rasant verändert. Waren im Laufe der 90er-Jahre und zu Beginn des 21. Jahrhunderts die einzelnen Marktteilnehmer eher wenig visibel und das Angebot von Depotbankdienstleistungen eher im Hintergrund, so hat sich dies nun maßgeblich verändert. Aufgrund steigender Investments in Fonds und der immer weiter gestiegenen Anforderungen der Investoren ist auch das Depotbankgeschäft immer stärker in den Vordergrund gerückt. Dies führte dazu, dass auch der deutsche Markt immer stärker in das Interesse großer, internationaler Player, der sogenannten Global Custodians gerückt ist, die Marktanteile hinzugewonnen haben und heute in der reinen Betrachtung der Assets-under-Depotbank die Marktführerschaft in Deutschland übernommen haben.
Volker Braunberger

Qualitative Anforderungen an Depotbanken und Master-Kapitalanlagegesellschaften

Zusammenfassung
Die Bestellung einer Bank zu einer Depotbank bedarf nach § 21 Abs. 1 Satz 1 Investmentgesetz („InvG“) einer Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“). Bei Spezialsondervermögen gibt es Ausnahmen, soweit es sich um eine von der BaFin allgemein genehmigte Depotbank handelt. Für die Genehmigung stellt die Kapitalanlagegesellschaft („KAG“) einen entsprechenden Antrag bei der BaFin. Bestellt werden kann nur ein zum Einlagen- und Depotgeschäft zugelassenes Kreditinstitut mit Sitz in Deutschland beziehungsweise die Zweigniederlassung eines Kreditinstituts im Sinne des § 53b Abs. 1 Satz 1 Kreditwesengesetz („KWG“), das heißt eine deutsche Zweigniederlassung eines Kreditinstituts mit Sitz in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraums. Unter bestimmten Umständen können sogar Zweigniederlassungen von Kreditinstituten mit Sitz in einem anderen ausländischen Staat als Depotbank in Betracht kommen.
Sven Zeller

Die richtige Depotbank – bedarfsgerechte Kriterien für den Entscheidungsprozess

Zusammenfassung
Institutionelle Investoren nutzen zur Verwahrung ihrer Vermögensgegenstände zunehmend auf diese Dienstleistungen spezialisierte Banken (Custodians). Soweit es sich um Kapitalanlagegesellschaften handelt, benötigen diese außerdem eine Bank, die die Funktion einer Depotbank im Sinne des § 20 Investmentgesetz (InvG) erfüllen kann.
Holger Sepp, Marco Wilms

Service-KAG – der Service macht den Unterschied

Zusammenfassung
Seit Ende 2001 dürfen für deutsche Investmentgesellschaften Teilbereiche ihrer Geschäftsaktivitäten auf verschiedene Parteien ausgegliedert werden. Ermöglicht wurde dies durch ein Rundschreiben des damaligen Bundesaufsichtamtes für das Kreditwesen (heute Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin) vom 06.12.2001. Seinerzeit wurde es aufsichtsrechtlich erlaubt, Kerntätigkeiten einer Kapitalanlagegesellschaft, wie zum Beispiel das Fondsmanagement, auf andere Gesellschaften auszulagern. Zuvor mussten alle Teile der Wertschöpfungskette im Asset Management von einer Partei – und zwar einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG) – erfüllt werden. Die Möglichkeit des Outsourcings war die Geburtsstunde der Service-KAG.
Jörg Wilhelm Stotz

Mehrwert einer spezialisierten, nationalen Depotbank

Zusammenfassung
Seit über 100 Jahren ist die apoBank als Standesbank zuverlässiger Partner der Apotheker, Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte sowie ihrer Organisationen und Verbände. Aufgrund ihrer langjährigen Branchenexpertise ist die Bank auch weiteren Marktteilnehmern im Gesundheitswesen, insbesondere den Versorgungseinrichtungen und Standesorganisationen, ein kompetenter Bankpartner in allen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fragen.
Mirko Engels

Ausblick und strategische Optimierung

Frontmatter

Etablierung von Master-KAG-Strukturen

Schaffung einer optimalen Administrationsplattform
Zusammenfassung
Seit der Aufnahme ihres Geschäftsbetriebes zum 01.01.2007 ist die VersAM Versicherungs- Asset Management GmbH mit Sitz in Münster/W. verantwortlich für das operative Asset Management ihrer beiden Eigentümer- und Kundengruppen, der Provinzial-NordWest- Gruppe (Münster) sowie der SV SparkassenVersicherungsgruppe (Stuttgart). Sie übernahm damit das Management für circa 40 Milliarden Euro Kapitalanlagen von acht (Versicherungs-) Unternehmen. Circa 25 Prozent davon waren in Wertpapiersondervermögen angelegt.
Michael Stark-Urzendnik

Individualität und Kundennutzen – Geschäftsstrategien im Spannungsfeld erhöhter Kontrollpflichten

Zusammenfassung
„Heute gibt es rund 50 Anbieter von Depotbankdienstleistungen, in fünf Jahren werden höchstens noch 20 aktiv sein“, so Gerald Noltsch, Geschäftsführer von BNP Paribas Securities Services. Diese Ansicht teilen auch andere Marktteilnehmer. Gerade durch das letzte Depotbankrundschreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) vom Juni 2010 sehen sie den Markt der Depotbanken vor einer Konsolidierung und erwarten tiefgreifende Veränderungen in der Bankenlandschaft mit europaweiten Auswirkungen.
Laurenz Czempiel, Martin Strauß

Master-KAG 2.0: Flexibilität und Nachhaltigkeit als Schlüssel zum Erfolg!

Zusammenfassung
Krisen an den Finanzmärkten sind für institutionelle Investoren grundsätzlich nicht neu. Kapitalmärkte verlaufen seit jeher in Zyklen und auf längere Aufschwungphasen folgt immer wieder eine mehr oder minder deutliche oder sogar krisenhafte Konsolidierung. Und regelmäig haben diese Turbulenzen Spuren in den Anlageportfolios von Banken, Versicherungen, Unternehmen, Versorgungswerken und Stiftungen hinterlassen. Im Unterschied zur Vergangenheit hat jedoch die seit 2008 andauernde Finanz- und Währungskrise für viele Investoren wie ein Katalysator gewirkt: Sie hat zu einer ganz grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der verfolgten Anlagestrategie und in vielen Fällen zu einem Umdenken geführt. Anders als in vorausgegangenen, turbulenten Marktsituationen, als man mit der Erholung der Kurse relativ schnell wieder zur Tagesordnung überging, ist bei den Kunden inzwischen eine Verlagerung der Gewichte zu erkennen.
Bernd Vorbeck

Backmatter

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