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22-06-2018 | Rating | Nachricht | Article

Fitch setzt Ausblick für Deutsche Bank herab

Author:
Angelika Breinich-Schilly
1:30 min reading time

Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick der Deutschen Bank auf "Negative" von "Stable" herabgesetzt. Das Langfrist-Rating behält Fitch auf "BBB +". Als Grund für die Entscheidung gab die Ratingagentur die anstehenden Restrukturierungen und die dadurch entstehenden Risiken bei dem Institut an.

Im Herabstufung erfolgte im Rahmen der regelmäßigen Prüfung der Global Trading and Universal Banks, heißt es. Die Restrukturierungsmaßnahmen der Bank sollen das Geschäftsmodell stärken, die Erträge stabilisieren und die Risikokontrollen weiter verbessern. Hierzu gehören die Kürzung der Ressourcen für die Unternehmens- und Investmentbank sowie eine Verlagerung hin zu privaten und kommerziellen Bank- und Vermögensverwaltungsaktivitäten. Das, so glaubt man bei Fitch, sollte die wichtigsten strategischen Schwächen in der Vergangenheit der Deutschen Bank beheben und ihr helfen, mittelfristig ein ausgewogeneres Geschäftsmodell zu erreichen.

Die Performance der Bank im Jahr 2018 werde jedoch durch zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen und durch den erwarteten Druck auf die Erträge negativ beeinflusst, heißt es. Längerfristig erfordere die angestrebte ROTE von 10 Prozent der Bank einen Turnaround ihrer Investmentbank sowie Kostensynergien durch die Integration der Postbank. Das und das hierfür nötige unterstützende Zinsumfeld, das nicht berechenbar sei, sei eine große Herausforderung.

Stresstest in den USA bestanden

Eine erste Hürde hat die Bank auf ihrem Weg schon genommen: Wie das Handelsblatt aktuell berichtet, hat die US-Notenbank die Ergebnisse aus der ersten Runde der Stresstests für große Geldinstitute veröffentlicht. Für die Deutsche Bank heißt es erst mal durchatmen: Sie und ihre US-Tochter haben hierbei wie erwartet gut abgeschnitten. Getestet worden seien 35 amerikanische Banken sowie und ausländische Bank-Holdings, die einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts in den USA machen. 

Wie die Deutsche Bank mitteilte, wurde in diesem Jahr das gesamte Nordamerikageschäft des Hauses unter dem Namen DB USA Intermediate Holding Company (IHC) mit einer Bilanzsumme von 133 Milliarden US-Dollar getestet. Das sind nach Unternehmensangaben rund 7 Prozent der Bilanzsumme des Deutsche-Bank-Konzerns und 28 Prozent aller Geschäftseinheiten der Deutschen Bank in den USA. 

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01-05-2018 | Editorial | Issue 5/2018

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2015 | OriginalPaper | Chapter

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Source:
Bankenrating

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