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About this book

Das Buch zeigt Wege, Wälder gegen Trockenheit und Klimawandel zu stabilisieren. Der Waldboden muss dazu viel stärker beachtet und durch biologische Maßnahmen gestärkt werden. Gerade auf sauren, nährstoffarmen Standorten, wo Fichten und Kiefern in Monokulturen wachsen, führt das punktuelle Einbringen von Biokompost zum Rückgang der Versauerung und damit zur Revitalisierung von Boden und Pflanzen. Die über Jahre erprobte „Biologische Intervention“ gibt den Bäumen neue Kraft, die sie zukünftig brauchen. Die Humusanreicherung bringt mehr Leben in den Boden. Nur ein gesunder Boden kann gesunde Bäume tragen.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Der Wert des Waldes

Zusammenfassung
Wälder bedecken ungefähr ein Drittel unserer Landschaft in Deutschland. In ihnen leben sehr viele Pflanzen, Tiere und Pilze, die in der offenen Landschaft nicht vorkommen. Neben den namensgebenden Bäumen (Eichen-, Buchen-, Kiefernwald) natürlich einige große europäische Säugetierarten wie z. B. Rotwild, Wildschweine, Rehe und eine große Zahl an Vogelarten, deren Vorkommen an den Wald als Lebensraum gebunden sind.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 2. Neue Waldschäden durch Trockenheit

Zusammenfassung
Seit die beiden trockenen Sommer 2018 und 2019 zur großflächigen Vertrocknung von Bäumen geführt haben (geschätzte Schadfläche insgesamt über 100.000 ha), ist der Klimawandel auch in Deutschlands Natur kaum mehr zu übersehen. Diesmal sind es jedoch andere Mechanismen, die zu den Schäden führen. Das eigentlich ungiftige Gas Kohlendioxid (CO2), das bei jeder Verbrennung von Kohle, Erdgas oder Erdölprodukten entsteht und nicht so einfach aus den Abgasen gefiltert werden kann, reichert sich in der Atmosphäre an.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 3. Boden- und Pflanzen-Regeneration über die Mechanismen der „Biologischen Intervention“

Zusammenfassung
Die Selbstheilungsmechanismen des Waldes werden über eine Optimalernährung, hervorgerufen über eine durch und durch intakte Wurzelzone (Rhizosphäre) gesteuert und gesteigert. Es existiert ein faszinierender, ganzheitlicher Therapieansatz durch eine umfassende, naturkongruente Behandlung jeder Pflanze.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 4. Die Leistungsfähigkeit der Waldgesellschaft

Zusammenfassung
Hochinteressant ist die unglaubliche Leistungsfähigkeit einer vielfältigen Waldgesellschaft auch auf armen Standorten im Sinne der „Biologischen Intervention“. Das zeigten auch viel ältere Beispiele, wie das aus dem Revier Sauen in Brandenburg.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 5. Das System „Initialzelle“

Zusammenfassung
Die Idee der Initialzelle beruht auf der Vorstellung, an einer mikroklimatisch günstigen Stelle eines Waldes durch Ausbringen von zertifiziertem Kompostmaterial zunächst punktuell eine deutliche Bodenaktivierung zu erreichen. Über die Initialzelle, die möglichst nicht zu weit von einem LKW-befahrbaren Weg entfernt in einer kleinen Lücke in den Baumkronen, also mit Regen- und Sonnenzugang angelegt werden sollte, erfolgt eine unaufhörliche Verbreitung der wertvollen Mikroorganismen durch die Tiere des Waldes in den umliegenden, kranken Bestand.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 6. Das Bodenleben als Multiplikator!

Zusammenfassung
Alle Multiplikatoren – die Tiere des Bodens und der Luft – verteilen Tag und Nacht die wertvollen Kompostelemente mit Trillionen arbeitender Mikroorganismen sowie alle anderen Kleinlebewesen in das kranke und geschwächte Umland und zwar jedes Jahr um ca. 6 bis 10 m im Umkreis voranschreitend. Nach ca. 50 m verliert sich die Wirkung. Das richtet sich jedoch auch nach der Ausgangssituation, möglichen Hindernissen, wie ein Weg (Abb. 3.​1) und der Hanglage.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 7. Weitere Erfolgsstrategien zur aktiven Bodenrevitalisierung

Zusammenfassung
Auf den weitgehend nährstoffarmen Waldsandböden mit Kiefer, wie z. B. bei Nürnberg konnte in einem Forschungsvorhaben von Dipl. Ing. Ewald Müller (persönliche Mitteilung, unveröffentlicht) mit hohem, nachhaltigem Erfolg und einer ständigen pH-Analyse die kontinuierliche Steigerung der Basizität und Bodenfruchtbarkeit nachgewiesen werden.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 8. Grundprinzipien der Waldgesundheit

Zusammenfassung
Um den Bodenzustand nachhaltig in einem guten Zustand zu halten, benötigt die Lebensgemeinschaft der Bodentiere, Pilze und Mikroorganismen (das Edaphon) entsprechende Nahrung. Das sind im Wesentlichen die Blätter von Laubbäumen und Kräutern und auch deren Wurzeln. Es ist also unbedingt notwendig, Mischbaumarten (Birke, Vogelbeere, Weidenarten) in Kiefern- und Fichtenbestände einzubringen oder wenigstens zu dulden und den Bestand so aufzulichten, dass sich mindestens an einigen Stellen eine Krautschicht bilden kann.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 9. Für einen zukunftsorientierten Landbau

Zusammenfassung
Die Geheimnisse der ökosystemaren Erfolgsvernetzungen der Natur, deren Multiplikationen und Nachhaltigkeit aller Naturkräfte sind durch ihren genetischen Grundaufbau in allen Bereichen gleich. Daher bestehen in allen Abläufen – ob Wald, Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau nur minimale Verhaltensunterschiede.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 10. Ein Phänomen: Trockenheit und Überschwemmung sind Geschwister

Zusammenfassung
Beide stehen in einem engen Zusammenhang! Dieses Paradoxon offenbart sich erst bei genauerer Analyse.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 11. Ein Leben als Säureflüchter

Zusammenfassung
Aber auch die ständig zunehmenden Windwurfschäden in Stadt und Wald stehen in engem Zusammenhang mit der geschwächten Stabilität der Rhizosphäre. Die Bäume werden zu Säureflüchtern, wie ich dies selbst in einem PEFC-zertifizierten Wald feststellen konnte. Der Wurzelteller einer vom Wind geworfenen, hohen, ausgewachsenen Buche, die äußerlich kaum Anzeichen einer Erkrankung zeigte, war nur 30 cm tief aber 3,50 m im Durchmesser.
Stefan Kunze, Kai Blanck

Kapitel 12. Waldumbau

Zusammenfassung
Einer der positiven Eingriffe der deutschen Forstwirtschaft in Fichtenmonokulturen ist der „Waldumbau“. Dies bedeutet Pflanzung von Laubbäumen oder auch Weißtannen unter Fichten und damit Bildung neuer artenreicher Vergesellschaftungen. Das allein wird auf armen Standorten in Zukunft aber nicht mehr genügen.
Stefan Kunze, Kai Blanck

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