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14-12-2020 | Risikomanagement | Infografik | Article

Viele Unternehmen sind auf den Brexit nicht vorbereitet

Author:
Andrea Amerland
1:30 min reading time

Es ist zwar nicht so, als ob der Brexit über Nacht käme. Dennoch haben es offenbar einige Unternehmen verschlafen, entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Yougov-Umfrage.

Dass es schwer werden würde, noch eine Vereinbarung zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien zu verhandeln, war nicht nur Experten klar. Daher verwundert es niemanden, dass der britische Premier Boris Johnson kürzlich in seiner typisch unverhohlenen Art äußerte, dass er mit einem No-Deal-Szenario rechnet und wenig Hoffnung auf ein Übereinkommen habe.

Brexit-Theater geht zu Ende

Großbritannien startet dann 2021 ohne Handelsabkommen in ein EU-befreites neues Jahr und ist auch nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes sowie der Zollunion. Die Brexit-Verhandlungen hatten sich seit 2017 als Never Ending Story hingezogen und aus Sicht vieler Politiker regelrecht zum Theater entwickelt, dem letztendlich Boris Johnson mit seinen Possen noch die Krone aufsetzte.

Und obwohl Jahre ins Land gegangen sind, bis nun Großbritannien die Europäische Union tatsächlich verlässt, sind viele Unternehmen noch immer nicht richtig darauf vorbereitet, zeigt eine Yougov-Umfrage, für die rund 1.100 britische sowie jeweils 250 deutsche, italienische, französische und spanische Unternehmensentscheider vom 23. September bis 2. Oktober 2020 befragt wurden.

Deutsche Regierung hat Firmen gut auf Brexit vorbereitet

So geben 23 Prozent der deutschen Unternehmensentscheider an, sich nicht auf den Brexit vorbereitet zu fühlen. Auf europäischer Ebene erleben 22 Prozent ihre aktuelle Situation ebenso. In Großbritannien ist diese Zahl mit 31 Prozent am höchsten.

Demgegenüber geben die deutschen Entscheider am häufigsten (36 Prozent) an, ihre Regierung habe die Unternehmen gut oder ausreichend auf die drohenden Konsequenzen des Brexits vorbereitet. Unter den Briten sagt dies ein Drittel (32 Prozent), bei Franzosen und Spaniern äußern sich jeweils 29 Prozent der Unternehmensentscheider in diesem Tenor, in Italien ein Viertel (25 Prozent).

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