Skip to main content
main-content
Top

Table of Contents

Frontmatter

Editorial

Zusammenfassung
Immer häufiger entscheiden sich Unternehmen bei der Lösung ihrer EDV-Probleme für den Einsatz von Standardsoftware, statt die benötigten Lösungen selbst zu entwickeln. Gegenüber der individuellen Entwicklung von Anwendungsprogrammen setzt sich Standardsoftware immer stärker durch. Standardisierte Anwendersysteme wie R/3 der SAP AG zeichnen sich nicht nur durch eine große Verbreitung in der Praxis aus, sie beeinflussen in diesem Zusammenhang auch die Strukturen und Prozesse der Unternehmen. Für kleinere Softwarehersteiler ergibt sich die Notwendigkeit, eigene Produkte an die großen Standardsoftwarepakete anzubinden, um das Überleben am Markt zu sichern. Auch die Forschung stellt sich der Herausforderung, die bereits bewährten betriebswirtschaftlichen Konzepte in den Moduln und Komponenten der Standardsoftware zu implementieren.
Dieter B. Preßmar, August-Wilhelm Scheer

Komponentenorientierung als Denkmethode

Zusammenfassung
Globalisierung der Wirtschaft und rasche Veränderungen der Märkte sind die heutigen Rahmenbedingungen, auf die sich die Unternehmen in immer stärkeren Maße einstellen müssen. Das Zusammenrücken der Weltmärkte und die tiefgreifenden Veränderungen der Wettbewerbssituation erfordern von den Unternehmen einen strategischen Umbruch. So nimmt die weltweite Vernetzung von Unternehmensaufgaben zu. Das Denken in festen Bezugsrahmen und damit das Verharren in statischen Ordnungsstrukturen wird der heutigen Marktdynamik nicht mehr gerecht. Der verbundene Einsatz sämtlicher Unternehmensressourcen ist unabdingbar. Die Konfiguration der geographischen Ressourcenverteilung und die Koordination des Ressourceneinsatzes sind zentrale Strukturgrößen heutiger Unternehmensstrategien [11]. Ferner zeichnet sich immer stärker ein unternehmensübergreifendes Prozeßmanagement ab [10]. Der Horizont von Prozessen beginnt und endet heute nicht mehr innerhalb der Unternehmung. Die Grenzen erweitern sich und zunehmend ist eine globale Sicht gefragt, die durchgängig Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltungen in die Geschäftsabläufe einbezieht.
Günter Tolkmit, Wolfgang Teusch

Internet-basierte Geschäftsprozesse mit Standardsoftware

Zusammenfassung
Trotz einer Vielzahl unterschiedlicher Reorganisationskonzepte haben sich in den letzten Jahren die Geschäftsprozesse als zentraler Betrachtungsgegenstand organisatorischer Umgestaltungen herausgebildet. Zur effizienten Unterstützung von Geschäftsprozessen bieten sich eine Reihe von Informations- und Kommunikationstechnologien wie Internet, Workflow-Management und Groupware an.
August-Wilhelm Scheer, Markus Bold, Michael Hoffmann

Vom Customizing zur Adaption des Standardsoftwaresystems R/3

Zusammenfassung
Die Entwicklung der Programmiersprachen vom Maschinencode zu Sprachen der 5. Generation wurde unter der Ideologie betrieben, die Formulierung der immer komplexer werdenden Anforderungen zu vereinfachen. Aus maschinenorientierten Teilfunktionen (wie: CLEAR REGISTER) wurden mathematische Operationen (wie: A=A✻B/(380−C)+5) und schließlich in Form der nichtprozeduralen Sprachen auch Beschreibungen des gewünschten Ergebnisses (wie: SELECT AVERAGE (GEHALT)). Trotz dieser enormen Entwicklungsfortschritte verstrickten sich die Programmierer immer wieder in der unüberschaubaren Zahl der Befehle ihrer betriebswirtschaftlichen Lösungen und insbesondere spätere Änderungen an einmal fertiggestellten Anwendungen gerieten zum Alptraum.
Rainer Thome

Vom Unternehmensziel zur Tabelleneinstellung: Geschäftsprozeßorientierte Einführung von SAP R/3

Zusammenfassung
Die zunehmende Ausrichtung von Unternehmen an deren Geschäftsprozessen erfordern eine geschäftsprozeßorientierte Einführung von Standardsoftware (GES). Vorliegende Informationssystem-Rahmen-Architekturen ermöghchen diese prozeßorientierte Vorgehensweise. Im folgenden werden die Notwendigkeit der GES sowie deren methodischer Rahmen erläutert.
Mathias Kirchmer

Einführung des SAP R/3-Systems in einem Finanzdienstleistungsunternehmen

Zusammenfassung
Die Gruppe Hanseatische Investitions-Bank / Hanseatische Leasing (HIB/HL) agiert als Finanzdienstleister im deutschen Markt und hat ihre Angebotspalette auf Firmenkunden ausgerichtet, die individuelle Konzepte zur Finanzierung suchen. Dazu gehören neben dem Mobilien-Leasing Spezialfinanzierungen für Industrie, Handel und Dienstleistung. In jüngster Zeit wurde das Angebot um die Geschäftsfelder der Kommunalmietfinanzierung und des Kommunalleasings erweitert, um neue Marktpotentiale zu realisieren. Zudem wendet sich die Gruppe in Form von Mobilien-Leasing-Fonds privaten Investoren zu, denen steuerlich optimierte Anlagemöglichkeiten offeriert werden. Zur erfolgreichen Umsetzung des Leistungsangebotes existieren neben der Hamburger Zentrale in den wirtschaftlichen Zentren der alten und neuen Bundesländer Geschäftsstellen, wodurch die für Akquisition und Betreuung erforderliche Kundennähe gewährleistet ist.
Frederik Linthout, Wolfgang Lühdorff, Mathias Schäfer

Einführung des SAP R/3-Systems in einer Wissenschaftsverwaltung

Erweiterung des Standardsystems um Komponenten des kameralistischen Controllings am Beispiel der Max-Planck-Gesellschaft
Zusammenfassung
Die Leistungen von Wissenschaftsorganisationen, zumal wenn sie - wie die Max-Planck-Gesellschaft - im Bereich der Grundlagenforschung tätig sind, lassen sich kaum in quantitativen und noch weniger in monetären Größen messen. Deshalb bestanden in der Max-Planck-Gesellschaft zunächst Vorbehalte gegenüber dem kaufmännischen Rechnungswesen, und es kamen weitgehend die kameralistischen Prinzipien der öffentlichen Verwaltung zur Anwendung. Hierbei zeigten sich aber zwei gewichtige Defizite:
  • Die kameralistischen Rechenwerke (Einnahmen- und Ausgabenrechnung und Vermögensrechnung) sind getrennte Rechenwerke, die unabhängig voneinander erstellt und inhaltlich nicht unmittelbar verbunden sind.
  • Wirtschaftliche Fragestellungen, die eine Kostenbetrachtung erfordern, konnten aus dem Rechnungswesen nicht direkt beantwortet werden.
Martin Schrempf, Friederike Wall

Der Einsatz kommerzieller integrierter Standardsoftware im Rahmen universitärer Ausbildung am Beispiel von R/3 der SAP AG

Zusammenfassung
Planung, Realisation und Kontrolle betrieblichen Geschehens erfolgen heute aufgrund der technologischen Entwicklung in der Informationsverarbeitung in der Regel mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung. Die universitäre Ausbildung in den Wirtschaftswissenschaften soll die Absolventen u. a. dazu befähigen, bei der Tätigkeit in der Gesellschaft ein wissenschaftlich begründetes Urteil zu fällen (vgl. z. B. § 1 der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg vom 25. Nov. 1995). Es stellt sich daher die Frage, inwieweit im Rahmen der universitären Ausbildung die Studierenden der Betriebswirtschaftslehre mit der Anwendung von in der Praxis angewandten Systemen der elektronischen Datenverarbeitung vertraut sein sollen. Aufgrund der technologischen Entwicklung ist für den Anwender vor allem die Software von Bedeutung, während für ihn die Kenntnis der hardwareseitigen Verarbeitung von Informationen eher in den Hintergrund getreten ist.
Manfred Layer

Backmatter

Additional information