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04-06-2020 | Schwere Lkw | Nachricht | Article

Neue Studie zeigt Vorteile von Oberleitungs-Lkw auf

Author: Patrick Schäfer

1:30 min reading time
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Wie wirtschaftlich sind Oberleitungs-Lkw und wie groß ist das CO2-Einsparpotenzial der Oberleitungs-Technik? Das zeigt ein Policy Brief von Fraunhofer ISI, Öko-Institut und ifeu-Institut auf.

Oberleitungs-Lkw können während der Fahrt Strom aus der Oberleitung beziehen und so rein elektrisch fahren. Abseits der elektrifizierten Strecken fahren sie mit Strom aus einer kleineren Batterie oder nutzen ein zweites Antriebssystem. In einem neuen Policy Brief zeigen das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, das Öko-Institut und das ifeu-Institut auf, dass O-Lkw in Serie produziert aufgrund deutlicher Kosteneinsparungen günstiger als Diesel-Lkw sein könnten. Das Papier empfiehlt dabei, den Ausbau der Oberleitungs-Infrastruktur entlang logistischer Knotenpunkte zu beschränken, etwa zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet (A1) oder Hamburg und Kassel (A7). Die notwendigen Investitionen werden dabei auf etwa 10 Milliarden Euro in zehn Jahren geschätzt, die über eine CO2-basierten Lkw-Maut zum Teil gegenfinanziert werden könnten.

Die Studie untersucht auch die Umweltaspekte der Oberleitungs-Technik. Demnach könnten sich die verkehrsbedingten Emissionen bis 2030 bei Einsatz von O-Lkw um zwei bis vier Millionen Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. "Verglichen mit Diesel-Lkw verursachen Batterie-Hybrid-Oberleitungs-Lkw pro Kilometer im Jahr 2030 – unter Verwendung des deutschen Strommixes – etwa halb so viele CO2-Emissionen", sagt Dr. Patrick Plötz, Leiter des Geschäftsfelds Energiewirtschaft am Fraunhofer ISI. Um den Anlauf der O-Lkw-Technik zu fördern, seien ein wirtschaftlicher Fahrzeugbetrieb, eine vorhandene Basis-Infrastruktur sowie ein attraktives Fahrzeugangebot erforderlich, heißt es in dem Papier, das im Rahmen des Projekts Begleitforschung Oberleitungs-Lkw in Deutschland (BOLD) entstand.

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