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17-10-2018 | Stadtplanung | Im Fokus | Article

Stadtlandschaft in Dortmund erhält Städtebaupreis

Author:
Christoph Berger

Die stadträumliche Qualität, das Verbinden ehemaliger Industrieareale in Verbindung mit neuen Nutzungsarten sowie die Angliederung an die Gesamtstadt – all das brachte dem Projekt Phoenix in Dortmund den Deutschen Städtebaupreis 2018 ein.

Taucht man in die Mythologie ein, so handelt es sich bei Phönix um einen Vogel, der stirbt, aus dessen totem Leib dann aber wieder neues entsteht. Daher auch die Redewendung "Wie ein Phoenix aus der Asche". Ähnliches ist in Dortmund passiert. Allerdings trug dort sicher auch das einstige Montanunternehmen, die Phoenix AG, zum heutigen Projektnamen bei.

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Denn dort, im Dortmunder Stadtbezirk Hörde, auf dem Gelände der einstigen Eisen- und Stahlwerke, entstand auf etwa 200 Hektar der neue Stadtteil Phoenix – ein Areal mit Raum für Technologieunternehmen, Start-ups, Wohnraum, Freizeitangeboten, Natur- und Erlebnisräumen, einem neuen See und Parklandschaften. Ein Beispiel für den Strukturwandel – zum einen für die Region, zum anderen für ganz Deutschland. Vorgestellt wird der "Zukunftsstandort Phoenix West, Dortmund", auch im Kapitel "Bausteine der Stadt" des Springer-Fachbuchs "Städtebauliches Entwerfen". Und Dr. Karsten Zimmermann, Dr. Christian Hundt, Christian Jütte und Carolin Pofalla betiteln Phoenix im Rahmen ihres Fachbeitrags "Dortmund, Duisburg und die Rezession von 2008/2009 – Warum zwei Städte derselben Region ökonomisch unterschiedlich resilient sind" der Springer-Fachzeitschrift "Raumforschung und Raumordnung" als ein Leuchtturmprojekt, das dazu beitrage, Dortmund zu einem Vorreiter des Strukturwandels zu machen.

Verzahnung ehemaliger Industrieareale und neue Nutzungscodierungen

Das Konzept der Ruhr-Metropole überzeugte auch die Jury des alle zwei Jahre von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) mit Unterstützung der Wüstenrot Stiftung ausgeschriebenen Deutschen Städtebaupreises. Für den waren für dieses Jahr 103 Projekte eingereicht worden.

Am Phoenix-Projekt würdigte die Jury die hohe stadträumliche Qualität, die durch die selbstverständliche Verzahnung und neue Nutzungscodierung der beiden ehemaligen Industrieareale Phönix West und Ost mit dem Stadtteil Hörde und darüber hinaus mit der Gesamtstadt geschaffen wurde. Aufgrund der vielschichtigen Qualitäten erreiche der neue Bezirk eine regionale Strahlkraft über das Stadtgebiet von Dortmund hinaus, sagte Professorin Undine Giseke, die Juryvorsitzende.

Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit

Dabei sei es auch auf die kontinuierliche Zusammenarbeit aller Beteiligten angekommen: Das Projekt repräsentiere die Entwicklungsstrategien der Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, dem Amt für Wohnen und Stadterneuerung, der Wirtschaftsförderung Dortmund, der Emschergenossenschaft – Projekt Emscherraum, dem NRW.Urban – Projekt Phoenix West, dem DSW21 – Projekt Phoenix See und verschiedenen öffentlichen und privaten Investoren in Dortmund.

Auf der Preisverleihung am 27. September 2018 in Mainz, wurde neben dem Hauptpreis noch ein Sonderpreis vergeben. Mit diesem wurde das Projekt "Technische Universität Darmstadt - Campus Stadtmitte" von der Technischen Universität Darmstadt ausgezeichnet.

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