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15-11-2018 | Stadtplanung | Im Fokus | Article

Die nachhaltigsten Städte der Welt

Author:
Christoph Berger
2:30 min reading time

Im Rahmen des "Sustainable Cities Index 2018" wurde der Frage nachgegangen: Welche Städte sind die nachhaltigsten? Analysiert wurden 100 Metropolen. In den Top 20 befinden sich 14 europäische Städte, darunter vier deutsche.

London, Stockholm, Edinburgh, Singapur, Wien, Zürich, München, Oslo, Hong Kong, Frankfurt: Das ist die Top 10-Liste der nachhaltigsten Städte laut dem "Sustainable Cities Index 2018". Für den hatte das Planungs- und Beratungsunternehmen Arcadis 100 Metropolen in den Kategorien "People", "Planet" und "Profit" analysiert – also soziale Auswirkungen, Umweltaspekte und ökonomische Ziele, eng abgestimmt mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SGDs). Jede Kategorie war nochmals in Indikatoren unterteilt. Und nur wer die Interessen von Bürgern, Wirtschaft und Umwelt bestmöglich miteinander vereint, schaffte es in allen drei Subindizes unter die Top 20. Neu in diesem Jahr war außerdem, dass die Städte erstmals in sogenannte "Stadtarchetypen" geclustert wurden: "Schnellwachsende Megacitie", "Post-industrielle Opportunisten", "Städte in Entwicklung" sowie "Ausgewogene Innovatoren".

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London führt das Ranking an. Die Stadt belegt in den Kategorien People und Profit jeweils Platz 2, in der Kategorie Planet Rang 11. Die Metropole könne die kritischen Themen Überlastung und Erschwinglichkeit mit ihren Stärken ausgleichen, heißt es beispielsweise in dem Bericht. Und auch bei den Indikatoren Luftqualität und Abfallwirtschaft liegt die Stadt noch im oberen Quartil.

München ist Deutschlands nachhaltigste Stadt

München nimmt im Gesamtranking Platz 7 ein und ist damit die Nummer 1 unter den deutschen Städten. In der People-Kategorie liegt die bayerische Hauptstadt auf Rang 35, in der Planet-Kategorie auf Rang 9 und in der Profit-Kategorie an Position 5. Frankfurt, auf Platz 10, hat im People-Ranking Platz 28, im Planet-Ranking Platz 2 und in der Profit-Kategorie Platz 34 inne. Unter den Top 20-Städten des Gesamtrankings befinden sich zudem noch Hamburg auf Rang 17 und Berlin auf Platz 18.

Arcadis sieht den Index als eine Informationsquelle, die Planer bei der Stadtentwicklung unterstützen kann. Und wenn es um das Thema Stadtentwicklung geht, dann spielt dabei natürlich auch die urbane Lebensqualität eine große Rolle. Was darunter zu verstehen ist, fasst Springer-Autor Wolfgang Schlicht am Ende des Kapitels "Stadt, Urbanisierung – Planungsleitbilder" im Springer-Fachbuch "Urban Health" zusammen: "Indikator einer lebenswerten Stadt ist die urbane Lebensqualität, ein psychologisches Konstrukt, das die Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen (Wohnen, Arbeiten, Transport) und der sozialen Interaktion (Familie, Partnerschaft, Partizipation) bilanziert und Kriterium für seelische Gesundheit ist." Das Leitbild der lebenswerten Stadt ist nach Schlichts Ausführungen kein ideales, normatives, sondern unter den je gegebenen Umständen – dazu zählen Lage, Größe, Wirtschaft, Umfeld, kulturelle Eigenart etc. – ein von den Stadtbürgern auszuhandelndes und zu gestaltendes. Die Prinzipien seien Partizipation, Mitbestimmung, Bedürfnisbefriedigung. Sie würden mit der Gesundheitsförderung in Lebenswelten, wie sie die Ottawa Charta der WHO propagiert hat, korrespondieren.

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