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28-07-2017 | Stadtplanung | Infografik | Article

Druck auf Deutschlands Städte

Author:
Christoph Berger

Die Großstädte Deutschlands wachsen. Doch das war nicht immer so. Noch vor der Jahrtausendwende hatten viele Städte mit einem Rückgang der Bevölkerungszahlen zu kämpfen. Doch die damaligen Verluste sind längst kompensiert.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) analysiert die Bevölkerungsentwicklung der Großstädte seit Beginn der 90er Jahre. Dabei zeigt sich, dass die Städte erst seit der Jahrtausendwende wachsen. In den 1990er-Jahren hingegen hatten die Städte – in Ost- und Westdeutschland – noch mit Bevölkerungsverlusten zu kämpfen gehabt. Nur wenige Städte sind demnach in den vergangen 30 Jahren kontinuierlich gewachsen.

Nun, zwischen 2010 und 2015, sind die 78 Großstädte allerdings um mehr als 1,2 Millionen Einwohner gewachsen. Das entspricht einem Plus von 4,9 Prozent. Allein die sieben größten deutschen Städte verzeichneten einen Zuwachs von 6,6 Prozent beziehungsweise von mehr als 600.000 neuen Einwohnern. Dieser Schub habe laut dem BBSR die früheren Verluste längst kompensiert. Zudem habe die Siedlungsdichte zugenommen.

Das Bundesinstitut hat außerdem festgestellt, dass zum einen die Zuwanderungszahlen aus dem Ausland gestiegen sind, zum anderen aber die Binnenwanderungsbilanz in den Großstädten zurückgeht. So würden einige Großstädte mehr Einwohner an andere Gemeinden verlieren als von dort zuziehen. Eine solche negative Binnenwanderungsbilanz komme unter anderem dadurch zustande, dass zwar viele in der Großstadt leben und wohnen wollen, aufgrund der Preise aber in Nachbarquartiere der innenstadtnahen Stadtteile oder das Umland ausweichen. Daher bleibe es noch für lange Zeit zentrale Aufgabe der Städte, bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen, um die soziale Balance zu erhalten.

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