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About this book

Am Fallbeispiel der Volkswagen AG Nachhaltigkeit werden erstmalig auf der Grundlage eines sozialtheoretisch inspirierten Mehrebenen-Analysemodells die Wahrnehmungen und Zuschreibungen von Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility) durch 33 nichtmarktliche Stakeholder aus den drei Bezugsgruppen Wissenschaft und Forschung, Politik und Verbände sowie NGOs untersucht. Die qualitative Fallstudie beschreibt kenntnisreich und detailliert, wie der Volkswagen-Konzern mit seinen wesentlichen, nichtmarktlichen Stakeholdergruppen interagiert. Den theoretischen Bezugsrahmen der Arbeit bilden Anthony Giddens Theorie der Strukturation, Edward R. Freemans Stakeholder-Management- und Amartya Sens Capability-Ansatz.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und Problemstellung

Zusammenfassung
Unternehmen stehen im routinierten, bisweilen auch institutionalisierten (z. B. Beiräte), unmittelbaren Austausch mit kritischen und einflussreichen Sprechern aus ihrer gesellschaftspolitischen Umwelt. Durch die kommunikative Auseinandersetzung mit dieser Umwelt bestimmten sie ihre Grenzen und Handlungsspielräume. Diese Umwelt ist von Faktoren wie Komplexität und Unsicherheit gekennzeichnet und allgemein definiert als all das, was die Unternehmung nicht selbst ausmacht.
Thomas Lang

Kapitel 2. Sozialtheoretischer Bezugsrahmen

Zusammenfassung
Die Theorie der Strukturation (auch Strukturationstheorie, Theorie der Strukturierung) zählt zu den soziologischen Grundlagentheorien. Entwickelt wurde sie vom britischen Soziologen Anthony Giddens zu Beginn der 1980er-Jahre. Giddens hat breit publiziert.
Thomas Lang

Kapitel 3. Organisationsethischer Bezugsrahmen

Zusammenfassung
Die Schemata Verantwortung und Nachhaltigkeit fungieren als Strukturprinzipien der Stakeholderkommunikation. Verantwortung ist ein mehrstufiger Relations- und Zuschreibungsbegriff. Zuschreibung, weil Verantwortung eine an Bedingungen gebundene Attribution ist (Verantwortungszuschreibung), die mit ethischen Werturteilen (Verantwortungsurteilen) versehen ist.
Thomas Lang

Kapitel 4. Forschungsstand

Zusammenfassung
Um die Ergebnisse der empirischen Fallstudie in einen aktuellen Forschungsstand einzubetten und darüber hinaus die Ausrichtung des theoretischen Bezugsrahmens erklären zu können, ist eine umfassende Beschreibung des aktuellen Forschungsstandes nötig. Die nun folgenden Erläuterungen umfassen neben der allgemeinen Verortung und Einordnung des Untersuchungsgegenstandes umfangreiche Rekonstruktionen des theoretischen und empirischen Standes der Forschung. Bis in etwa Ende des Jahres 2019 erschienene Literatur wurde dabei systematisch berücksichtigt.
Thomas Lang

Kapitel 5. Analysemodell der Fallstudie

Zusammenfassung
Die Problematisierung des Forschungsstandes ließ erkennen, dass in der Mehrzahl der bisherigen Publikationen, die einschlägige Bezüge zum Untersuchungsgegenstand aufweisen, die zentralen, untersuchungsleitenden Analysekategorien meist nicht hinreichend detailliert beschrieben wurden. Vor diesem Hintergrund werden im Folgenden die Kategorien der empirischen Studie sukzessive erörtert und damit der theoretische Bezugsrahmen mit einer strukturationstheoretisch und organisationsethisch fundierten Modellbildung vervollständigt. Das Kapitel führt diese Detaillierungen entlang der drei Analyseebenen Meso, Mikro und Makro schrittweise aus und schließt je mit kurzen Zusammenfassungen, die einen kurzen, kompakten Überblick über die Kategorien und deren Definitionen liefern.
Thomas Lang

Kapitel 6. Empirische Methode

Zusammenfassung
In dieser Thesis wird das qualitative Forschungsparadigma als die Programmform und die Fallstudie als die Designform der empirischen Studie festgelegt. Das Label „qualitativ“ wird als Forschungsprogramm verstanden, das sich durch gemeinsame Prämissen und Charakteristika auszeichnet, die den Prozess kommunikationswissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung leiten. Begründet wird die Verortung im qualitativen Programm mit der Passung von Theorie und Empirie.
Thomas Lang

Kapitel 7. Meso-Analyse: Stakeholder Management

Zusammenfassung
Die folgenden vier Auswertungskapitel sind der empirischen Fallstudie gewidmet. Ausgangspunkt der Ergebnisdiskussion ist die Prämisse von der Meso-Ebene als „Scharnier“ zwischen der Makro- und der Mikro-Ebene. Ziel ist eine Meso-Mikro-Makro-Analyse des Gesamtphänomens, die mit einer dem Kontext der Erhebung geschuldeten Meta-Analyse über Verantwortung und die „Dieselkrise“ abgerundet wird.
Thomas Lang

Kapitel 8. Mikro-Analyse: Stakeholder-Wohlfahrt

Zusammenfassung
Alle Befragten wurden gebeten, das ökonomische Konzept der Wertschöpfung auf ihre Organisation zu übertragen und ihr spezifisches Wertschöpfungsmodell im Detail zu beschreiben. Gefragt wurde nach dem Modell (Value Model), den Wertschöpfungsfaktoren (Value Driver), dem Beitrag der Volkswagen AG sowie dem Einfluss von Stakeholderkommunikation. Ziel war es, eine möglichst umfassende Selbstbeschreibung organisationaler Capabilities und Functionings im jeweiligen Lebensraum der Sprecher zu stimulieren, die Rückschlüsse auf eine positive Wertschöpfung durch das Stakeholder Engagement zulässt.
Thomas Lang

Kapitel 9. Makro-Analyse: Strukturfragmente

Zusammenfassung
Die im Folgenden diskutierten Ergebnisse der Makro-Analyse beziehen sich auf Reflexionen des jeweils letzten, gemeinsamen kommunikativen Berührungspunktes der Stakeholder mit VW. Die Exploration von Strukturfragmenten basiert auf ihren Erinnerungen (Recalls) an direkte Kommunikationen über Foren mit Präsenzbindung (Code: „TP1“) oder indirekte, vermittelte Kommunikationen (Code: „TP2“). Um die Diskussion nicht zu verzerren, wurden beide Typen von Berührungspunkten getrennt analysiert.
Thomas Lang

Kapitel 10. Meta-Analyse: Krise, Transformation und Verantwortung

Zusammenfassung
Primärziel der Fallstudie war es, die nichtmarktliche Stakeholderkommunikation von Volkswagen mithilfe eines Meso-Makro-Mikro-Links empirisch umfassend zu analysieren. Der Leitfaden enthielt neutrale Stimuli zur Reflexion von Erinnerungsfragmenten, die nicht auf den später als „Dieselkrise“, syn. „Abgasskandal“, bekannt gewordenen Skandal des Unternehmens bezogen waren.
Thomas Lang

Kapitel 11. Schlussbetrachtung: Theoretische Synthese und Desiderata

Zusammenfassung
Um den räumlichen Bezug zu den Ergebnissen der empirischen Fallstudie aufrecht zu erhalten, wurden die empirischen Befunde als Ergebniszusammenfassungen an die dazugehörigen Ergebniskapitel angegliedert. Diese finden sich in den Teilkapiteln 7.8, 8.2, 9.4 und 10.3. Ergänzend zu diesen detaillierten Ausführungen wird die Beantwortung der Forschungsfragen zum Schluss kurz kompakt rekapituliert.
Thomas Lang

Kapitel 12. Quellendokumentation

Zusammenfassung
Die nachfolgend genannten Quellen sind mit Ausnahme des Interview-Leitfadens kein Bestandteil der Veröffentlichungsfassung der Arbeit und wurden ausschließlich den Gutachtern bzw. den Mitgliedern des Promotionsausschusses zum Zwecke der ordnungsgemäßen Begutachtung bereitgestellt. Dieses Vorgehen ist zum einen dem Versprechen der Anonymisierung von Quelldaten gegenüber den Befragten geschuldet. Es ergibt sich anderseits aber auch aus den in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelten und durch das VW-Konzernrechtswesen näher interpretierten Rechte und Pflichten der Volkswagen AG.
Thomas Lang

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