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About this book

Stiftungen stellen zentrale Elemente philanthropischen Handelns für Unternehmer dar. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass sich Stiftungen – obgleich sie originär nicht für private Zweckerfüllung konzipiert wurden – auch exzellent zum Zwecke der Vermögensverwaltung bzw. Unternehmensführung eignen. Besonders Familienstiftungen weisen in diesem Zusammenhang vielfältiges Konfliktpotenzial auf und stellen eine Herausforderung aus Sicht des Stiftungsmanagements dar. Diese Untersuchung würdigt den Sachverhalt zum einen durch eine empirisch getestete Modellentwicklung, zum anderen wurden die Stiftungszwecke in den Fokus gestellt und damit ein neuartiger Stiftungstypus definiert: Die Vielzweckstiftung, welche im Zentrum der Konfliktanalyse steht. Dieses Buch stellt damit durch die genutzten Interviews mit Stiftern, Wissenschaftlern, Beratern, Aufsichtsbehörden und Interessensvertretungen eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Literatur dar und ermöglicht es Praktikern und Wissenschaftlern, fundiertere Entscheidungen im Hinblick auf das Stiftungsmanagement zu treffen.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Stiftungen und Unternehmen sind zwei ungleiche Partner. Beide Institutionen bestehen bereits seit der Antike. Sie organisieren die menschliche Arbeitskraft sowie das Kapital, um es möglichst gewinnbringend zu verwenden – sei es zur Maximierung des Einzelnen oder einer größeren Gruppe.
Guido Kaufmann

Kapitel 2. Rechtliche und ökonomische Grundlagen

Zusammenfassung
Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen und ökonomischen Grundlagen der Stiftungsforschung. Es umreißt theoretische Konzepte und juristische Typologien bezogen auf die existierenden Stiftungen in Deutschland, so dass im Folgenden die theoretische Grundlage für die weitere Untersuchung gelegt werden kann.
Guido Kaufmann

Kapitel 3. Deutsche Stiftungen mit Unternehmensbezug

Zusammenfassung
Unternehmensbezogene Stiftungen stellen einen interessanten Anwendungsfall innerhalb des deutschen Stiftungssektors dar. Bezogen auf die übergeordneten Forschungsfragen der Untersuchung ist die Relevanz dieser Untergruppe signifikant, da Fragen des Eigentums und der Rolle der Familie aufkommen. Diese Analyse fußt auf dem eingeführten SEW-Modell, welches als Erklärungsmöglichkeit für auf Entscheidungen bezogene Beeinflussungen dienen kann. In diesem Kapitel wird eine exploratorische Untersuchung des deutschen Stiftungswesens mittels der BvD Datenbank Amadeus durchgeführt. Dabei wird eine neue Stiftungssystematik abgeleitet, welche auf die Interaktion verschiedener Stiftungssphären abzielt und mögliche Konfliktsituationen in den Blickpunkt stellt. Im Zentrum steht die neu identifizierte Vielzweckstiftung, deren Eigenschaften für die weitere Analyse entscheidend sind. Anschließend werden Forschungspropositionen für die weitere Untersuchung abgeleitet.
Guido Kaufmann

Kapitel 4. Systematische Literaturanalyse und Modell

Zusammenfassung
Grundlegend für das Verständnis der Stiftung als Organisationsform ist zunächst die Würdigung als vielschichtiges Gestaltungsinstrument. In diesem Kapitel wird erstmals ein internationaler, zweisprachiger Ansatz (deutsch/englisch) eines systematischen Literaturüberblicks (SLR) nach Tranfield et al. auf die Thematik des Stiftungswesens angewendet, wobei neben Beiträgen in wissenschaftlichen Zeitschriften auch Monographien umfassend ausgewertet und erfasst wurden. Als Datenquellen wurden EBSCO, EconBiz, WISO, Beck-Online, SSRN sowie die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) ausgewertet. Auf diese Weise lassen sich einzigartige Blicke auf die internationale Stiftungsliteratur gewinnen und neue Forschungslücken systematisch aufzeigen. Im Anschluss wird daraus erstmals ein literaturbasiertes Konfliktmodell für Stiftungen abgeleitet.
Guido Kaufmann

Kapitel 5. Experteninterviews

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurde verdeutlicht, dass Stiftungen in ein komplexes Geflecht von persönlichen und organisatorischen Beziehungen eingebettet sind. Diese Tatsache sorgt dafür, dass ein Verständnis der Vorgänge innerhalb von Familienstiftungen zwingend einer umfassenden Beachtung der jeweiligen Beteiligten und ihrer individuellen Perspektiven bedarf. In diesem Kapitel werden nun sechzehn Experteninterviews mit Personen aus dem innersten Kreis der Stiftungsthematik geführt, um die jeweiligen Konflikte und Mechanismen zu verifizieren. Dabei wurden Experten aus Wissenschaft, Praxis, Stiftern, Insititutionen sowie Konfliktberatung interviewt. Im Anschluss daran wurde eine systematische Analyse vorgenommen und sowohl Handlungsempfehlungen, wie auch ein angepasstes Konfliktmodell abgeleitet. Das Kapitel endet mit der Generierung von 21 abgeleiteten Hypothesen zur weiteren Untersuchung der Stiftungsthematik.
Guido Kaufmann

Kapitel 6. Diskussion und Ausblick

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung kritisch diskutiert und im Lichte der neuen Erkenntnisse gewürdigt. Dabei werden die Ergebnisse und Anknüpfungspunkte für unterschiedliche Adressatenkreise (Wissenschaftler, Stifter, Destinatäre, Aufsicht/Verbände und Berufspraktiker) aufgearbeitet, so dass diese einen leichten Zugang zu den wesentlichen Erkenntnissen erlangen können. Das Kapitel schließt mit den Limitationen der Untersuchung und einem Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Guido Kaufmann

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